Die Abrechnung: 16 Thesen zur Bayern-Saison 2014/2015

Wenige Tage vor dem Start der Saison 2014/2015 mit einem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg hatte ich hier im Blog 16 Thesen zur Bayern-Spielzeit auf und zur Diskussion gestellt. Jetzt ist die Zeit der Abrechnung gekommen. Wo lag ich richtig und wo lag ich falsch?

1. DER FC BAYERN WIRD MEHR SPIELE VERLIEREN ALS IN DEN BEIDEN VORANGEGANGENEN SPIELZEITEN ZUSAMMEN

Jep. Drei Bundesliga-Niederlagen waren es im Triple-Jahr und im ersten Jahr unter Guardiola zusammen. Fünf Niederlagen kamen in dieser Saison dazu. Dass diese deutlich später kamen als erwartet, sorgte dafür, dass der FC Bayern trotzdem relativ ungefährdet die Meisterschaft einfuhr. “Nach zwei überragenden Jahren wäre eine Saison mit signifikant mehr Niederlagen aber in jedem Fall ein Test für Fans und das Umfeld des FC Bayern”, schrieb ich im August des vergangenen Jahres. Selbst bei den späten Niederlagen in den letzten Wochen der Saison war zu spüren was ich damit gemeint hatte. Eine Saison mit einer Schwächephase im Herbst des Jahres 2014 hätte für den FCB deutlich komplizierter werden können. Die überragende Hinrunde verhinderte dies.

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2. GUARDIOLA UND SAMMER WERDEN IM VERLAUF DER SAISON MINDESTENS EINMAL DIE FRAGE BEANTWORTEN MÜSSEN, OB ES EIN FEHLER WAR TONI KROOS ZIEHEN ZU LASSEN

Jein. Auch hier spielt die starke Hinrunde der Münchner eine gewichtige Rolle. Weil der FC Bayern bis zum Jahreswechsel nur ein unbedeutendes Spiel in der Champions League verlor, gab es wenig Grund nach dem Abgang von Toni Kroos zu fragen. Die Thesen entstanden zudem vor der Verpflichtung von Xabi Alonso, der die Lücke im zentralen Mittelfeld, die ich durch die Verletzungen von Schweinsteiger, Thiago und Martínez prophezeit habe, schloss. Trotzdem war Kroos Transfer immer wieder mal Thema, allerdings nicht in dem Umfang in dem ich es vermutet hatte. Trotzdem insgesamt ein Punkt für mich.

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3. ES WIRD MINDESTENS EINEN DREIKAMPF, UM DEN TITEL IN DER BUNDESLIGA GEBEN

Ähm… Nein. Trotz erstarkten Wolfsburgern, Leverkusenern und Gladbachern konnte von einem Dreikampf nicht die Rede sein.

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4. PIERRE EMILE HØJBJERG WIRD MEHR ALS 20 PFLICHTSPIELE VON ANFANG AN BESTREITEN

Es waren am Ende 15. Davon 10 im Trikot des FC Augsburg. Auch hier muss der Alonso-Transfer ein wenig als Erklärung herhalten, der erst nach der Veröffentlichung der Thesen erfolgte. Durch die vielen Verletzungen, die es schon vor der Saison gab und die ich durch den WM-Sommer zusätzlich vermutete, sah ich auch viel Spielzeit für Højbjerg. Das bewahrheitete sich am Ende nicht auch weil das Umfeld des Dänen ein wenig die Geduld verlor. Die Leihe war letztlich ein richtiger Schritt – auch wenn sie dem FC Bayern am Ende der Saison weh tat, als erneut die Verletztenmisere zuschlug. Eine Verlängerung des Leihgeschäfts in Augsburg mit der Perspektive auf Startelfeinsätze in der Europaleague wäre die logische Konsequenz.

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5. XHERDAN SHAQIRI WIRD ENTWEDER DEN DURCHBRUCH SCHAFFEN ODER DEN VEREIN VERLASSEN

Ins Schwarze. “This year or bust”, schrieb ich in den Thesen vor der Saison und behielt Recht. Auch bei ihm stellt sich die Frage, ob sich der Abgang nach Mailand im Winter am Ende nicht ein Stück weit rächte. Der FC Bayern hätte in der entscheidenden Saisonphase einen Spielertyp wie Shaqiri gut gebrauchen können. Insgesamt waren Shaqiris Leistungen seit der Ankunft von Guardiola aber zu verzagt und bieder. Das wars für ihn in München.

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6. DANTE WIRD AM ENDE DER SAISON WENIGER EINSÄTZE ALS HOLGER BADSTUBER AUF DEM KONTO HABEN

Eine der bitteren falschen Thesen dieser Saison. Badstuber begann als Stammspieler. Stand drei Mal in der Startelf bis er sich eine schwere Muskelverletzung zuzog, die ihn bis zur Rückrunde außer Gefecht setzte. Nach seiner Rückkehr im Februar stand er erneut sechs Mal in der Startelf bis die nächste Verletzung zuschlug. Eine schwere Saison für Dante hatte ich prophezeit. Zumindest das traf zu. Dass Badstuber am Ende nur 16 Einsätze verbuchen konnte, lag vor allem an seinem erneuten Verletzungspech und weniger am Brasilianer.

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7. MARIO GÖTZE WIRD MEHR SCORER-PUNKTE SAMMELN ALS ARJEN ROBBEN UND FRANCK RIBÉRY

Götze ließ mich im Stich. Der Nationalspieler verbuchte fast genauso viele Pflichtspieleinsätze wie Robben und Ribéry und hatte am Ende doch weniger Scorer-Punkte als seine alternden Kollegen. Nach der Hinrunde wähnte ich mich hier auf einem guten Weg. Mit sieben Toren und zwei Vorlagen allein in der Bundesliga spielte Götze eine gute Vorrunde. Nach der Winterpause tauchte er ab. Sechs Torbeteiligungen in 25 Pflichtspielen im Jahr 2015 waren einfach zu wenig für einen Offensivspieler – vor allem weil Robben und Ribéry so oft ausfielen wie ich es vorhergesagt hatte.

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8. ROBERT LEWANDOWSKI WIRD TORSCHÜTZENKÖNIG DER BUNDESLIGA

Danke Mitch Langerak. Bis zum wüsten Herausstürmen des Dortmunder Torhüters im DFB-Pokalhalbfinale sah alles danach aus, dass ich recht behalten würde. Nach der schweren Kopfverletzung, die Lewandowski Ende April bei dem Zusammenprall (lies: Foul) davon trug, traf der Pole in der Liga nur noch einmal. Es blieb bei 17 Treffern. Zwei Tore fehlten am Ende auf Überraschungsmann Alex Meier. Lewandowski spielte trotz viel Kritik zwischendurch eine starke Saison. Wie im Vorjahr in Dortmund erzielte er 16 Treffer aus dem Spiel heraus. Und das bei signifikant weniger Einsatzminuten. Das kann sich sehen lassen. Falsch lag ich dennoch.

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9. JULIAN GREEN WIRD IM LAUFE DER SAISON VERLIEHEN

Bang! Meine These, das ein 19-jähriger WM-Torschütze nicht in der Regionalliga Bayern auflaufen wird traf zu. Green verließ den Verein in Richtung Hamburg und darf seitdem als Beleg dienen, dass Leihgeschäfte für junge Spieler alles andere als ein Allheilmittel sind. Green kam im Norden kaum zum Zug und steht aktuell vor einer etwas ungewissen Zukunft.

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10. DAVID ALABA IST (NOCH) NICHT DIE LÖSUNG FÜR DIE ZENTRALE 6ER POSITION

Auch wenn das vielleicht nicht alle so sehen. Hier gebe ich mir mit voller Überzeugung ein Ja. Alaba lief elf Mal im zentralen Mittelfeld auf (davon drei Mal auf der 6) und hat sich als Spieler in dieser Saison bis zu seiner Verletzung definitiv weiterentwickelt. Die These entstand im Eindruck der Saisonvorbereitung, die Alaba fast ausschließlich auf der 6 verbrachte. Durch die Verpflichtung von Alonso rückte er etwas weiter nach vorne auf eine 6er/8er Mischrolle. Überzeugen konnte er hier nicht immer. Sein dynamisches, manchmal wildes Spiel, das ihn auf dem linken Flügel auszeichnete, kam hier nicht immer voll zur Geltung. Auch in der Rückwärtsbewegung offenbarte er durch schlechte Positionierungen manchmal Schwächen. Alaba muss hier weiter wachsen, um den absoluten Top-Ansprüchen an einen Bayern-Spieler im zentralen Mittelfeld zu genügen. Seine stärksten Spiele (9 insgesamt) machte der 22-Jährige bis zu seiner Verletzung übrigens auf der linken Halbverteidigerposition in der Dreierkette.

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11. OB SEBASTIAN RODE IN MÜNCHEN EINE ZUKUNFT HAT, ENTSCHEIDET SICH MASSGEBLICH IN DEN ERSTEN 10 SPIELEN DER NEUEN SAISON

Die These war, dass Rode anders als Kirchhoff im Jahr zuvor direkt eine paar Fußabdrücke hinterlassen muss, um sich in den Fokus zu spielen. Das ist ihm absolut gelungen. Schon am zweiten Spieltag gegen Schalke und am fünften Spieltag gegen Paderborn stand Rode in der Startelf. Schnell spielte er sich mit seiner bissigen, unbekümmerten Art in die Herzen der Zuschauer. Echte Rückschläge gab es nur einen. Beim Rückrundenauftakt gegen Wolfsburg stand er auf ungewohnter Position im rechten Mittelfeld in der Startelf und musste nach schwacher Vorstellung bereits nach 50 Minuten wieder runter. Rode hat definitiv Schwächen, wenn er im zentralen Mittelfeld unter Druck gesetzt wird. Er ist hier nicht der filigranste Spieler bei Ballan- und Mitnahme. Bis zu einem gewissen Niveau ist es ihm aber in der gesamten Saison gelungen diese Schwächen durch hohe Laufbereitschaft und viele Balleroberungen wettzumachen.

24 Pflichtspieleinsätze. 3 Tore. 5 Assists. Das kann sich sehen lassen. Dass er bei den beiden bittersten Niederlagen in Barcelona und im Pokal gegen Dortmund verletzungsbedingt nicht mitwirken konnte, hängt sicher nicht unbedingt zusammen. Dass er als Energizer von der Bank der Mannschaft auch in diesen Spielen durchaus hätte weiterhelfen können, sagt viel über die gute Saison des Sebastian Rode aus.

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12. BASTIAN SCHWEINSTEIGERS ZEIT IST NICHT VORBEI

Hier kann man nach einer von Verletzungen geprägten Saison sicherlich drüber streiten. Fakt ist aber: Schweinsteiger stand in beiden Champions League-Halbfinals in der Startelf. Überzeugen konnte er nur im Rückspiel, trotzdem galt was in seiner langen Karriere fast immer galt: Wenn er fit war, spielte er. Allen Unkenrufen vor der Saison zum Trotz. Schweinsteiger ist einer der torgefährlichsten zentralen Mittelfeldspieler in Deutschland und wohl auch in Europa. Er verbuchte in der Bundesliga einen Torschuss im Strafraum pro Spiel und überzeugte mit 13 Torbeteiligungen in 28 Pflichtspielen.

Ob seine Zeit zumindest in München in diesem Sommer endet, entscheidet er allein. Wenn er in München weiter eine gute Rolle spielen soll, ist klar, dass er mit Spielern ergänzt werden muss, die seine Schwächen ein Stück weit ausgleichen. Eine Kombination aus Schweinsteiger, Alonso und Lahm kann das nicht. Das gilt vor allem für Kraft raubende Defensivzweikämpfe, die Schweinsteiger in dieser Saison vor allem neben Xabi Alonso das Leben schwer machten. Vorbei ist die Zeit von Schweinsteiger aber definitiv noch nicht.

7/12

13. BAYERN WIRD MIT DEUTLICH MEHR ALS ZWEI FORMATIONEN SPIELEN

Ich hätte auch “Bayern wird mit mehr als 5 Formationen spielen” schreiben können und hätte Recht behalten. Gerade die Hinrunde war ein Feuerwerk der Variabilität, wie wir es hier in einer Analyse schon im November darstellten. 4-1-4-1, 5-4-1, 5-3-2, 3-4-3, 3-5-2 und sogar das gute alte 4-4-2. Gesehen haben wir alles. Teilweise sogar hin und her gewechselt innerhalb eines Spiels. Es ist erstaunlich wie spielerisch die Mannschaft diese Umstellungen über weite Strecken der Saison umsetzte. Es ist nicht einmal fünf Jahre her, da diktierte Louis van Gaal dem FC Bayern Positionstreue im 4-2-3-1. Ein Spiel sah aus wie das andere. Heynckes lockerte diese Ausrichtung bereits sporadisch. Guardiola trieb sie auf die Spitze. So sehr, dass im Doppelpass aus “Guardiolas Tiki Taka ist ausrechenbar” innerhalb einer Saison “Guardiola verwirrt die Mannschaft mit seinen vielen Ausrichtungen” wurde ohne, dass es jemandem auffiel.

8/13

14. SOLLTE DER FC BAYERN 2015 MEISTER WERDEN, WIRD ES DRAUSSEN WÄRMER SEIN ALS IM JAHR 2014

Ich war am 25. März 2014 im Stadion, als der FC Bayern bei Minusgeraden und Glühwein Deutscher Meister wurde. Mitte April 2015 war es wärmer. Nicht nur, weil die Münchner letztlich auf der Couch Meister wurden. These also eingetroffen.

9/14

15. PHILIPP LAHMS ZEIT ALS RECHTSVERTEIDIGER IST VORBEI

Anscheinend. Auch wenn ich fast geneigt bin ein “leider” anzufügen. 20 Mal lief Lahm in dieser Saison im zentralen Mittelfeld auf. Nur vier Mal auf dem Flügel. Guardiola wollte seinen intelligentesten Fußballer im zentralen Mittelfeld haben. Das hat sich insgesamt durchaus ausgezahlt. Mit Blick auf die drei Jahre, die laut Vertrag noch vor Lahm liegen, stellt sich aber doch zunehmend die Frage, ob eine erneute Verschiebung Lahms auf die rechte Seite nicht doch ein paar Probleme gleichzeitig lösen könnte. Lahm könnte sich auf Rechts die Spielzeit mit Rafinha teilen und somit dafür sorgen, dass beide fit in die entscheidende Saisonphase gehen könnten. Er würde so auch einen Platz im Zentrum frei machen – zum Beispiel für einen Defensiv-Spezialisten wie Martínez oder Rode – und könnte als hineinkippender Außenspieler auch vom Flügel Dominanz im Zentrum entfalten.

Entscheidend wird aber sein in welcher Form Lahm aus der dringend benötigten Sommerpause kommen wird. Auch von mir immer wieder geäußerte Befürchtungen, dass ihm Verletzungen immer stärker zusetzen könnten und er mehr Zeit braucht, um wieder in Form zu kommen, wurden in dieser Saison bestätigt. Guardiola und auch Lahm selbst werden sehr genau entscheiden müssen welche Rolle für ihn am besten geeignet ist, um in den kommenden Jahren das beste rauszuholen. In dieser Saison war er jedoch eindeutig ein zentraler Mittelfeldspieler. Deshalb:

10/15

16. DER FC BAYERN WIRD IM LAUFE DER SAISON DIE VERPFLICHTUNG VON MINDESTENS ZWEI JUNGEN DEUTSCHEN SPIELERN BEKANNT GEBEN

Auch hier ein wenn auch nicht ganz überzeugendes: Ja. In den Thesen habe ich auf die Namen Goretzka, Meyer und Brandt spekuliert. Es wurden am Ende Sinan Kurt und Joshua Kimmich. Nicht ganz ausgeschlossen, dass noch der ein oder andere hinzukommt bis zur neuen Saison. Der FC Bayern wird einen Umbruch einleiten auch wenn Vorstand und Kapitän zuletzt vor einem Totalumbruch warnten. Der FC Bayern kann es sich leisten den ein oder anderen unfertigen Spieler ins kalte Wasser zu werfen und im Verein reifen zu lassen. Durch den zur Zeit mangelnden Unterbau im Jugendbereich sind die Münchner hier stärker als zuletzt gezwungen den Markt zu sondieren. Mit Kurt, der sein Pflichtspieldebüt feierte und Kimmich, der eine wechselhafte Saison in Leipzig spielte, sind die ersten Dominosteine gefallen.

Endergebnis: 11/16 (Gar nicht mal schlecht!)

Beim lesen der Thesen aus dem August fiel auch mir noch einmal auf wie sehr die Stimmung damals von den möglichen Auswirkungen der WM und der zwei fast perfekten Jahre zuvor geprägt war. Bayerns fast fehlerfreie Hinrunde ist vor diesem Hintergrund gar nicht hoch genug zu bewerten. Erst ganz am Ende ging den Münchnern auch auf Grund der vielen Verletzten ein wenig die Luft aus. Ärgerlich, aber doch irgendwo verständlich.

Für die Sommerpause belasse ich es bei einer These:

1. DER FC BAYERN WIRD IM SOMMER MEHR GELD FÜR NEUE SPIELER AUSGEBEN ALS DER BVB IN DER VORSAISON

Die Marke liegt bei 66 Millionen Euro. Für Kimmich legt der FC Bayern wohl bis zu 8 Mio. Euro auf den Tisch. Bleiben also noch 58 Mio. Euro – hält jemand dagegen?

Die 16 Thesen zur Bayern-Saison 2014/2015 wurden inspiriert von Tobias Eschers WM-Thesen.

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Leserkommentare
  1. da27

    These 16: vor einem Totalumbruch warnten.

    Dankeschön

  2. Ralph

    Gute rückwirkende Bewertung der Thesen, zumal ja unvorhersehbare Verletzungen ein besseres Ergebnis verhindert haben. Mit der These für die Sommerpause gehe ich mit, zumal bei dem heutigen Transfersummenwahnsinn 66 Mio nicht mehr viel ist.

  3. Ricardo

    Wird es zu verliehenen / fast verkauften Spielern noch was geben?
    Persönliche Einschätzungen zu Schöpf (Rückkaufoption?), Green, Hojbjerg, Kirchhoff (Schalke zieht die Option nicht?) fänd ich interessant.

  4. Bayernexpat

    Sind bei den 66 Millionen Verkäufe mit verrechnet oder nicht? So oder so, da wir wohl niemand für viel verkaufen werden, sollte die marke problemlos zu knacken sein :)

    1. Jo

      Shaqiri für 18 Mio €, für Reina und Kirchhoff evtl. noch die eine oder andere Million. Zumindest ein halbwegs ordentlicher Spieler sollte damit zu refinanzieren sein.

      Wenn wir den Shaqiritransfer übrigens mit einberechnen, haben wir seit 2013 +/- Null € netto in die Mannschaft investiert.
      Dortmund und Wolfsburg jeweils ca. 70 Mio €.

      Ob These 1 zutrifft wird auch von den realen Möglichkeiten am Markt abhängen. Arg gewagt scheint sie mir nicht.

  5. kurt

    LvG konnte den jungen Spielern vertrauen, weil die Alternativen Ottl und Altintop hießen. Es ist einfach schon wieder lächerlich, dass hier zu nutzen um gegen den Trainer zu beefen.

    Dann dieses Aufschnappen von dem bescheuerten Gerücht…sag mal Effe für wie blöd hälst du eigentlich unsere Vereinsführung? Nie im Leben wird man PEH an Dortmund verscheuern schon gar nicht für 8 Millionen. Da spielt Gündogan erstmal überhaupt keine Rolle.

    Wenn überhaupt würde man sich einen bombensichere RKO einbauen, (was aber der BVB natürlich nicht mitmachen würde) um einen weiteren Emre Can zu verhindern.

    Insofern finde ich, kann man dieses Gerücht auch mal für die Kreise lassen, aus denen es kommt: Springerpresse.

    Griezmann find ich zu teuer, der ist eher der Typ Reus. Kein 1v1-Spieler. Dann lieber di Maria. Pastore weiß ich nicht, ob der hier überhaupt Thema ist. Aber selbst bei PSG ist der ja nicht der totale Leistungsträger. Aber sollte er günstig zu haben sein, warum nicht.

    Pogba kannst du austräumen, der geht zu Real, wenn die anfragen. Und Verratti hat einem Wechsel bereits Absage erteilt, obwohl das natürlich mega wäre.

    ZM ist sowieso nicht das Problem. Eine adäquate Alternative für Ribery und Robben ist, was fehlt.

    Ich sehe von Spielern die uns wirklich in der Spitze weiterhelfen auf dem Markt lediglich di Maria und Bale.

    Messi, CR7, Neymar und Hazard sind nunmal nicht zu haben.

    Sterling, Griezmann, Anderson wäre dann die Alternativen mit Entwicklungspotenzial. Würden aber eben wie jeder andere Fußballer, außer den o.g. (noch) eine Verschlechterung zu Rib/Rob darstellen.

    Ein Knaller muss ran, seh ich aber auch so. Nur eben nicht im ZM.

    1. Bixente

      Für Pastore werden 90 Mio. € oder mehr fällig. Ähnlich wie Hazard und Pogba.

      Zu den Positionen, die neu besetzt werden müssten: Glaubt ihr, dass Pizarro und Reina (falls er geht) Eins-zu-Eins ersetzt werden?
      Als Stürmer haben wir dann noch Müller, Lewandowski und mit Abstrichen Robben, Görtler und Götze zur Verfügung. Ich könnte mir vorstellen, dass man hier eher perspektivisch einkauft.

      Denn ich halte es für fraglich, ob Pep zukünftig noch so auf Winger in einem 4-3-3 setzen wird. Ein Beispiel ist die überragende erste halbe Stunde gegen Donezk, Mittelfeld und Sturm gestalteten sich so:

      —————————Schweinsteiger—————————

      ———Robben————————————-Ribéry———

      ———————————Götze———————————

      Das Zwei-Stürmer-System gab es nicht erst, als Robbéry ausfielen. Di Maria halte ich somit für eine optimale Ergänzung des Kaders, wenn es um die Achter-Positionen geht. Auch de Bruyne würde ich persönlich mit der Schubkarre nach München verfrachten.

    2. Bixente

      Entschuldigt den Doppelpost, ich hatte den Sturm vergessen. Das waren Müller und Lewandowski.

      Die BILD meldet übrigens gerade eben, dass man Weidenfeller als Neuer-Backup möchte. Na gut, _das_ möchte ich nun wirklich nicht glauben.

    3. Jo

      Weidenfeller als Neuer-Backup? Nachdem der Tausch Gündogan/Höjbjerg vollzogen wurde und bevor Klopp übernimmt?
      Mann, sogar die Gerüchte waren früher besser ((-;

      Grundsätzlich wird man aber natürlich einen Ersatz für Reina holen müssen. Man wird nicht mit einem zuletzt notorisch anfälligen Starke als einzigen Ersatz in die Saison gehen wollen.
      Vielleicht holt man ja Rensing zurück. Seine Karriere ist wirklich ziemlich unglücklich verlaufen, aber kein schlechter Torwart.

      Die Frage nach einem Ersatz für Pizarro ist spannender. Im Grunde würde uns ein richtiger zentraler Stürmer als Alternative gut tun. 2013/2014 hat das mit Gomez und Pizarro als zweiten Mann fantastisch funktioniert.
      Andererseits macht man damit evtl. ein Einsatzfenster für Müller dicht, der ansonsten diese Position ja auch spielen könnte.
      Im Grunde brauchen wir einen guten Stürmer der noch jung/oder schon alt genug ist um sich relativ klaglos mit einem Bankplatz abzufinden.

  6. 11 von 16 ist nicht schlecht, wobei meines Erachtens wenig gewagte Thesen dabei waren ;) Lustig ist auch, dass Du ab These 9 nur noch Treffer hattest…

  7. kurt

    @Jo Meinst du Mandzu + Pizarro?

    Gomez war 13/14 schon nicht mehr da. Und so gesehen haben wir mit Lewandowski + Pizarro ja die gleiche Situation. Im Grunde kann man für Pizarro so gut wie jeden Stürmer holen.

    Bei aller Liebe zu Claudio, aber so wirklich geholfen /auf dem Platz) hat er uns die Saison nicht. Ich fand da die Gerüchte zu Chicharito schon sehr interessant.

    Es muss halt ein Typ sein, der Mehrwert hat, wenn er zum Einsatz kommt, aber nicht rummault, wenn das nicht oft der Fall ist. Ein gestandener Spieler, auf nem ordentlichen Level sollte als das Ziel sein.

    1. Jo

      Hab mich da mit den Jahres(end-)zahlen wohl undeutlich ausgedrückt. Ich meinte Gomez für 12/13 und Pizarro für 13/14 als jeweiligen Backup für Mandzu. Das hat ausgezeichnet funktioniert und wirklichen Mehrwert gehabt.
      Die beiden haben sich einwandfrei verhalten und sobald sie gespielt haben zuverlässig geknipst.

      14/15 rechne ich bei bei Pizarro da schon nicht mehr mit. Wie du richtig schreibst war er diese Saison im Prinzip gar nicht mehr anwesend.

  8. kurt

    Unser Verein war noch nie einer der für Spieler “was bekommt”. Das haben auch erst vor kurzem wieder Rummenigge und Reschke so kommuniziert. Man ist ein Verein der Spieler kauft und das nicht zum Zweck des Wiederverkaufens. Und wenn man meint AdM könne uns für die ein paar Jahre weiterhelfen, dann wird man da auch keine Skrupel haben ihn zu verpflichten.

    Di Maria würde perfekt passen. Der füllt mit seiner Polyvalenz gleich mehrere mögliche Positionen aus. Im ZM hat er Real zur CL gebracht und auf dem Flügel in den Jahren davor auch weltklasse gespielt, obwohl das jetzt versucht wird kleinzureden. Es gibt wenige Spieler die so gut dribbeln wie er, egal ob mit oder ohne Platz.

    Das gleiche was du schreibst, hat man auch über Robben gesagt. Was Pep aus ihm gemacht hat, hat man dann ja gesehen. Robben ist so gut wie nie.

    Nochmal für dich Pogba geht zu Real (auch wenn die dementiert haben) oder Barca. Der ist überhaupt keine Option hier. Verratti hat einen Wechsel ausgeschlossen und Pastore ist 25. War bisher eine Enttäuschung und hat jetzt diese Saison erst wieder an seine Möglichkeiten angeknüpft. Der wäre gut als Kaderergänzung aber keine 1zu1 Alternative zu Robben und Ribery.

    Und zu Kuranyi und Klose sag ich jetzt mal gar nix. Die Namen sind genauso absurd wie Pogba oder Messi.

    1. Baldi

      Das “noch nie” ist aber auch nicht so ganz richtig. In den 90ern war der FC Bayern schon ein (Weiter-)Verkäufer nach Italien. Da braucht man doch nur an Kohler, Reuter, Effenberg und Laudrup zu denken.

      Aber der FC Bayern war glücklicherweise nie ein Verein der irgendwelche “Hauptsache teuer” Transfers getätigt hat. Von daher ist ein Pogba-Transfer, auch wenn das ein toller Spieler ist, sehr unwahrscheinlich.

      Ich hoffe, dass anders als zu vor van Gaal Zeiten, die Transfers nicht nur die individuelle Qualität der Spieler berücksichtigen, sondern auch ob sie zur (momentanen) Spielidee passen. Von daher hoffe ich auf einen dribbel- und passstarken Außenstürmer, der auch gegen kompakte Teams was reißen kann. Ein Techniker wie Ribery ist da mein Idealtypus für so einen Spieler. Sogar eher noch als der dynamischere Robben.

      Keine Ahnung wer das wird, aber name-dropping mit Jubelarien bringt eh nichts, da der Spieler wahrscheinlich sehr viel anders spielen muss als bisher. Bei der eigenen Dominanz und den Defensivstrategien der Gegner gibt es wenig Räume für Konter und dergleichen. Vermutlich haben wir Glück, dass Reus nicht kommt.

    2. Jo

      Wenn man das Pokalfinale angeschaut hat, kann man dem Glück bezüglich Reus nur beipflichten.
      Das deprimierendste was man über Dortmund momentan sagen kann: Die haben ja gar keinen Spieler mehr, den man sich bei uns wünschen würde.

      Obwohl mich bei Gündogan allmählich das unangenehme Gefühl beschleicht, dass da was dran sein könnte.

    3. Thomas

      Ein Kapitel Gündogan wird es Gott-sei-Dank!!! nicht geben. Die spanische Sportzeitung “Marca” meldet Spiegel Online zufolge, daß Illkay Gündogan mit dem FC Barcelona verhandele. Weiterhin meldet Spiegel Online heute mittag, daß laut Bildzeitung ein Transfer zu Bayern geplatzt sei.

  9. Mic

    Moin!

    Vermutlich wird Gündogan seinen Vertrag beim BVB aussitzen, oder? 2016 kann er ablösefrei wechseln. Vorher gibt das doch mit einem Transfer nach Barcelona eh nichts, da die doch auf dem Transfermarkt noch gesperrt sind, oder interpretiere ich das falsch? Vermutlich hätte er auch nicht zu uns gepasst (was seine tatsächlichen Qualitäten angeht). Zu teuer, zu hohe Gehaltsvorstellung (wie man lesen kann) und seit 2013 nicht wirklich fit. zur Zeit wird er wegen seiner “mal dagewesenen Qualitäten” wohl hoch geschätzt, aber mehr auch nicht. der sollte uns in der aktuellen Transferperiode nicht weiter beschäftigen.

    Ich denke das wir es vermutlich nicht/nie schaffen werden, Robben und Ribery in der Qualität gleichwertig zu ersetzen (in mittelfristiger Zukunft). Daher vermute ich, das es mittelfristig womöglich zu einer Umstellung des Systems (der Systeme) kommen könnte. Niemand sagt, das die Zukunft erfolgreichen Fussballs bei uns immer nur über “die Außen” laufen muss. Immerhin spielen bei uns auch noch Lewandowski, Müller, Götze (auf dessen Durchbruch ich für die nächste Saison hoffe). Daher schätze ich, das sich kein “größerer” und teurer Transfer anbahnt oder tatsächlich geplant ist. Weiterhin habe ich ein Statement von Sammer gelesen. Er äußert, es werde keinen Umbruch geben und die Mannschaft wenn überhaupt nur “punktuell” verstärkt…

    1. Done

      “Punktuell verstärkt” kann man auch so interpretieren, dass ein oder zwei richtig starke (alles andere wäre ja keine Verstärkung) noch kommen. Also zB Di Maria oder ähnlich.

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