DFB Pokal: RB Leipzig 4:5 n.E. FC Bayern München (1:1)

Am Mittwochabend stand in Leipzig Teil 1 der Standortbestimmung für den FC Bayern München auf dem Programm. Es ging um nicht weniger als den Verbleib im DFB Pokal. Bleibt der Rekordsieger dem Wettbewerb erhalten oder gelang RB Leipzig der erste Sieg im direkten Vergleich?

Die Ausgangsposition war für RaBa gar nicht schlecht. Hasenhüttl konnte zuletzt viel rotieren und hatte so fast die beste Mannschaft auf dem Platz. Heynckes’ Team stellte sich hingegen beinahe von alleine auf.

Falls Ihr es verpasst habt:

Vor Ulreich gab es wenige Überraschungen.

RB Leipzig vs. FC Bayern München, Grundformationen

Im Mittelfeld entschied sich Bayerns Trainer jedoch für Vidal und Tolisso, weil James kurzfristig absagen musste. Vor der Partie wurde spekuliert, dass Thiago die Zehner-Position 1:1 übernehmen würde. Der Spanier sollte Robben, Coman und Lewandowski tatkräftig unterstützen. Das roch schon vor Anpfiff nach vielen Mittelfeldüberbrückungen und einem harten Job für Boateng und Hummels.

In der Mannschaft von Ralph Hasenhüttl war höchstens Augustin eine kleine Überraschung. Allerdings war er zuletzt gut drauf und Werner schien nach seiner Verletzung noch nicht bei 100% zu sein. Allein dieser Luxus unterstrich, dass RaBa von der Bank mehr Optionen hatte als der FC Bayern. Außerdem begann Bernardo rechts hinten für Klostermann.

Die Grundformation der Bayern gestaltete sich zu Beginn dann doch etwas anders als zunächst erwartet. Thiago und Tolisso agierten etwas höher als Vidal, der die klare Sechserrolle übernahm. Hin und wieder entstand daraus eine flache Drei, manchmal aber auch eine 1-2-Staffelung.

So richtig funktioniert hat das zu Beginn aber noch nicht. Ausgerechnet Thiago verbuchte den ersten gefährlichen Ballverlust und auch der Rest wirkte im Aufbauspiel zu sehr unter Druck. Die erste große Chance der Partie hatten aber trotzdem die Münchner. In der 9. Minute setzte Robben Lewandowski elegant in Szene. Der Winkel wurde für den Polen jedoch zu spitz und im Zentrum gab es keine Anspielstation.

Es war die erwartete Konstellation. Die Bayern bemüht, aber ohne Lösung gegen das erdrückende Pressing des Gegners. So gab es zunächst kaum Möglichkeiten. Für das Heimteam bot sich die erste in der 25. Minute, als Forsberg nicht gestoppt werden konnte, allerdings auch kein Tor erzielte. Wenig später war es Augustin, der plötzlich vor Ulreich auftauchte, doch der Keeper parierte glänzend (29.). Leipzig bekam jetzt mehr vom Spiel, weil den Bayern die Entlastung fehlte.

Beinahe folgerichtig gab es in der 35. Minute einen Elfmeter für RB und damit die Chance auf die Führung. Doch der Schiedsrichter korrigierte seine Entscheidung. Das Foul war wohl knapp außerhalb des Strafraums, obwohl es da verschiedene Meinungen gibt. Forsberg setzte den Freistoß schließlich knapp über das Tor. Irgendwann war dann Pause in einer Partie, die vor allem von guten Defensivaktionen lebte.

In der zweiten Halbzeit gab es zunächst keine Veränderungen. Heynckes gab der Mannschaft, die die Kontrolle zunehmend verloren hatte, noch eine Chance. Felix Zwayer kam jetzt immer mehr in den Mittelpunkt. Nachdem er Tolisso mehrmals keine Karte gab, bekam Keita mit seinem ersten Foul die Gelbe im ersten Durchgang. Das sollte sich rächen.

In der 54. Minute vereitelte der Mittelfeldspieler einen Konter, indem er Lewandowski foulte. Zwayer entschied zurecht auf taktisches Foul und stellte Keita damit vom Platz. Unglücklich für Leipzig, weil die Linie vorher nicht da war.

Heynckes reagierte auf die Situation und brachte Rudy für Vidal, der ebenfalls am Rande zum Platzverweis agierte (57.). Hasenhüttl brachte zeitgleich Demme für Augustin, womit die Ausrichtung etwas defensiver wurde.

Nur wenig später waren die Bayern wieder zum Wechsel gezwungen. Aufgrund der fehlenden Optionen musste Heynckes Martínez für den angeschlagenen Coman bringen, der erneut eine gute Vorstellung lieferte.

Im Mittelfeld gab es jetzt eine spannende Raumaufteilung zu beobachten, bei der meist eine 2-2-Staffelung entstand, die unterschiedlich besetzt wurde. Thiago nahm sich zudem die Freiheit, Comans Lücke auf dem Flügel situativ zu schließen.

Die Kontrolle war jetzt eher bei den Bayern. Lewandowski bekam in der 66. Minute die große Chance, als er alleine auf Gulácsi zulief. Doch der Pole schoss den Ball knapp vorbei. Der verrückte Spielverlauf nahm kein Ende. Nur eine Minute später zieht Poulsen den Elfmeter, den die Leipziger vorher nicht bekamen. Eine klare Fehlentscheidung, aber die Führung durch Forsberg.

Es lag nun an den Bayern, in den letzten gut 20-25 Minuten die Partie zumindest auszugleichen. Der Anfang schien schnell gemacht. Ausgerechnet Boateng, der beim Elfmeter noch von der Fehlentscheidung benachteiligt wurde, chippte den Ball gefühlvoll in den Strafraum, wo Thiago den Ausgleich per Kopf besorgte (74.).

Die Mannschaft von Jupp Heynckes lief nun zwar an, konnte sich jedoch kaum Chancen herausspielen. Leipzig verteidigte leidenschaftlich und wechselte nochmal. Für Poulsen kam Werner (81.). Auch Heynckes tauschte ein drittes Mal aus und brachte Rafinha für Tolisso (88.).

In der 90. Minute hatte Kimmich dann die Chance, den Siegtreffer zu erzielen. Das Spielgerät segelte jedoch knapp am Tor vorbei. Als auch Lewandowski die Entscheidung verpasste, war klar, dass es in die Verlängerung gehen würde.

Auch dort ging es weiter wie zuvor. Bayern nun mit Ballbesitz, mehr Kontrolle, aber ohne großer Idee im letzten Drittel. Die Leipziger hingegen gut sortiert und auf Konter lauernd, die sie hin und wieder auch bekamen.

So richtig eröffnet wurde die Verlängerung von den Bayern. Eine Doppelchance sorgte fast für die Führung, doch Gulácsi parierte sensationell (101.). Kurz danach wechselte Heynckes Wriedt ein, der für Thiago zu seinem ersten Einsatz für die Profis kam und fast direkt zum Helden wurde. Nach einer Ecke köpfte der 23-Jährige an die Unterkante der Latte.

Leipzig wurde immer müder und Bayern bekam gerade durch hohe Hereingaben Chance um Chance. Auch Lewandowskis Hundertprozentige parierte Guláscsi (105.). Der Pole scheiterte auch im zweiten Durchgang der Verlängerung knapp (107.). Es schien, als würde der Ball einfach nicht reingehen wollen.

So war es letztendlich auch. Leipzig erzwang mit einer sehr guten Leistung in Unterzahl das Elfmeterschießen gegen unkreative Bayern und das trotz des Chancenplus der Münchner nicht mal unverdient.

Nachdem alle Schützen trafen, war es Sven Ulreich, der Timo Werners Elfmeter parierte und den FC Bayern dann doch noch in die nächste Runde beförderte. Für die Münchner gibt es bis Samstag viel zu analysieren, der Sieg war nach der roten Karte aber verdient.

Emotionen pur: Arjen Robben feiert den Sieg.
(Foto: Alexander Hassenstein / Bongarts / Getty Images)

3 Dinge, die auffielen:

1. Der Heynckes-Plan

Schon vor der Partie war klar, was Jupp Heynckes bezwecken wollte. Vidal und Thiago stellten sich fast von selbst auf. Die Entscheidung zwischen Rudy und Tolisso fiel positiv für den Franzosen aus. Ganz einfach deshalb, weil Heynckes sich Stabilität gegen den Ball erhoffte. Mit einer 1-2-Staffelung sollte dem Zentrum etwas entgegengesetzt werden, das Leipzig so gerne für Pressingfallen öffnet. Zu Beginn waren die Aktionen der Münchner aber noch zu ungenau und so schnappte die Falle schon nach 10 Minuten dreimal zu.

Der mögliche Vorteil im Gegenpressing, den Thiago, Tolisso und gerade Vidal als eine Art Notnagel dahinter boten, wurde aber trotzdem schnell deutlich. Das Dreiermittelfeld gewann einige wichtige Zweikämpfe. Gerade wenn der Rekordpokalsieger dann mal im Angriffspressing war, machte sich die Unterstützung der beiden Achter neben Lewandowski bezahlt. Vidal stopfte die Lücken dahinter phasenweise fast alleine.

Die offensive Entlastung war jedoch zu selten gegeben. Bayern fand in dieser Konstellation die Wege nach vorne nicht und spielte sich damit entweder auf den Flügeln fest oder war zu viel Risiko gezwungen. Dadurch bekam Leipzig ab der 20. Minute einige Ansätze, die sich auch mit dem besten Pressing nicht immer verteidigen lassen. Es schien, als würden die Bayern ihre defensive Stabilität immer mal wieder verlieren, weil sie selbst spielerisch keine Ruhe rein bekamen und nach Ballverlusten unsortiert waren.

Im zweiten Durchgang funktionierte zumindest die Kontrolle etwas besser, was aber vor allem am Platzverweis für Keita lag. Bayern bekam mehr Überzahlsituationen und auch mit der ungeplanten Einwechslung von Martínez einen Viererblock im Mittelfeld, der für eine sichere Ballzirkulation sorgte. Allerdings war ohne Coman dann auch endgültig zu wenig Zug zum Tor da. Umso wichtiger war aber die Dominanz im Zentrum.

Hummels und Boateng schoben immer weiter in die gegnerische Hälfte, um die Verbindungen nach vorn zu kürzen. So entstand auch der wichtige Ausgleich. Wenn im Mittelfeld niemand die Bälle vertikal verteilen kann, muss es eben das Weltmeister-Duo richten. Auch Kimmich, der in der Schlussphase immer wieder einrückte, tat alles, um im Zentrum zu überladen. Später kam dann Rafinha, der den Weg für Kimmich ins Zentrum endgültig öffnete.

Leipzig verteidigte trotz Unterzahl sehr leidenschaftlich, wenngleich sie zwangsweise mehr Chancen zuließen. Das lag auch an Spielern wie Rudy, die spielerisch mehr Qualität mitbringen als Vidal oder Tolisso. Dazu zählt übrigens auch Javi Martínez, der erneut überzeugen konnte. Klar, er ist kein Thiago im Spielaufbau. Aber der Spanier war sicher, setzte seine Mitspieler gekonnt in Szene und sorgte vor allem für eine sehr gute Konterabsicherung. Im Vergleich zu Tolisso und Vidal zeigte er eine deutlich bessere Leistung. Am Ende hat der Plan von Jupp Heynckes nicht wirklich funktioniert. Es brauchte eine Verkettung von Umständen, um schließlich Kontrolle und Dominanz zu erhalten. Und selbst dann war der FC Bayern nicht in der Lage, die Partie nach spätestens 120 Minuten für sich zu entscheiden. Das wird den eigenen Ansprüchen nicht gerecht.

2. Leipzig zeigt den Bayern Grenzen auf

Es war das erwartete Spitzenspiel. Zwar blieben die ganz großen Chancen in vielen Phasen der Partie aus, doch das lag vor allem deshalb, weil beide Mannschaften gegen den Ball hervorragend eingestellt waren. Gerade RB Leipzig wusste im Pressing zu überzeugen. Mit dem variablen 4-2-2-2 waren die Münchner häufig überfordert. Selbst Hummels spielte manchmal unter Druck in die Zonen, in denen die Bayern dann klar in Unterzahl waren. Die Pressingfallen der roten Bullen schnappten somit gelegentlich zu.

Die Umschaltmomente wussten die Münchner dann aber meist zu verteidigen und so entstand eine Partie mit wenigen spielerischen Höhepunkten. Bayerns größte Schwächen wurden an diesem Abend aber von den Leipzigern erneut offenbart. Im Spielaufbau fanden Vidal und Tolisso nicht die richtigen Räume, um Hummels, Boateng und Thiago miteinander zu verknüpfen. So entstanden immer wieder Unterzahlsituationen auf den Flügeln oder in der Zentrale.

Leipzig verstand es gut, diese Situationen zu provozieren. Es gab höchstens Gefahr durch die Heynckes-Elf, wenn das Mittelfeld mal überbrückt werden konnte und Thiago, Coman, Robben oder Lewandowski Lücken fanden, die sich von Boateng oder Hummels erreichen ließen. Zu wenig, um einen Gegner auf diesem Niveau dauerhaft unter Druck zu setzen. Die bewusste Entscheidung, ein kompaktes und bissiges Mittelfeld aufzustellen, machte die Bayern selbst vorne ungefährlich.

Das machten die Leipziger über weite Phasen besser, indem sie nach Ballgewinnen schnell vertikal spielten und die Bayern so zur Reaktion zwangen. Viel Kontrolle gab es damit zwar auf keiner Seite, aber RaBa hatte deutlich mehr Zug zum Tor und war gleichzeitig in der Defensive stabil. Insgesamt waren sie dadurch auch das leicht bessere Team. Zumindest bis zum Platzverweis, der die Kräfteverhältnisse umkippen sollte. Doch auch danach verteidigte RaBa sehr aggressiv und kompakt. Die Hasenhüttl-Elf untermauerte, dass sie auf Augenhöhe mit den Bayern spielen können. Zwar blieb die offensive Entlastung mit zunehmender Spieldauer aus, doch wie sie dem Rekordpokalsieger das Leben schwer machten, war schon beeindruckend.

3. Dankbare Spielgeschichte

Bayern schien also lange Zeit nicht die passenden Antworten auf die Probleme zu haben, die Leipzig ihnen stellte. Erst mit dem Platzverweis änderte sich alles. Doch schon die Vorgeschichte war ziemlich spannend. Der nicht gegebene Elfmeter, die darauffolgende Fehlentscheidung zur Führung für Leipzig und dann der Platzverweis für Keita. Bayern profitierte am Ende wohl mehr von der unglücklichen Leistung des Schiedsrichters als Leipzig.

Schlussendlich geht es aber nicht darum, die Schiedsrichterleistung zu bewerten, sondern vielmehr darum, dass der FC Bayern diese Spielgeschichte fast schon brauchte, um die Kontrolle über das Spiel zu erlangen. Die eigenen Ansätze waren rar. Das lag natürlich auch an der Personalsituation, die Heynckes gerade gegen Ende der Partie einige Hürden aufstellte.

Doch speziell von Beginn an hätte man sich von den Münchnern eine bessere und kreativere Leistung erhofft. Sie wussten auch mit der Überzahl zu wenig anzufangen. Ja, es gab Chancen und Bayern hätte das Spiel frühzeitig entscheiden müssen, doch wirklich zwingend war vieles davon nicht. In München wird es eine große Steigerung brauchen, wenn man die drei Punkte holen möchte. Und Heynckes sollte dann genau darüber nachdenken, welche Konstellation er im Mittelfeld aufbietet.

Abonniere unsere Beiträge!



Reklame

.. hilft Miasanrot


Hier werben

Leserkommentare
  1. GP11

    Vorgestern ist in Köln etwas sehr Außergewöhnliches passiert. Ein Kaderverantwortlicher wurde nicht nur für seine Fehler in Verantwortung genommen, was für sich genommen schon überraschend ist, nein, er musste sogar vor dem Trainer gehen.
    Wenn man sich den heutigen Kader anschaut, frage ich mich, wie man sich als Bayern-Fan nicht Ähnliches für den FC Bayern wünschen kann.
    Gibt es da draußen auch nur einen, der diese Kadersituation noch beschönigen kann und will? Den Buhmann Ancelotti gibt es jetzt ja nicht mehr.

    Nichtsdestotrotz muss ich leider feststellen, dass Heynckes – so leid mir das auch tut – einen sehr großen Anteil an der heutigen desolaten Leistung hat. Genauer gesagt kann ich aus dem Stegreif nicht einmal sagen, wann sich ein Bayern-Trainer das letzte Mal in einem wichtigen Spiel so oft, so stark und so offensichtlich vercoacht hat.

    1. Selbst mit dem Rumpfkader gibt es k e i n e Entschuldigung dafür, Rudy auf der Bank zu lassen und sowohl Tolisso als auch Vidal beginnen zu lassen. Dass das gegen das starke Leipziger Pressing nicht gut gegen kann, war vorhersehbar.
    2. Auch wenn man obigen Punkt ignoriert, war die Raumaufteilung mit der gewählten Aufstellung katastrophal. Thiago hätte tiefer und wahlweise Vidal oder Tolisso dafür offensiver spielen müssen. Dann wäre man einerseits im Aufbau sicherer und andererseits trotzdem torgefährlicher gewesen.
    3. Der wichtigste und absolut unverzeihliche Punkt, für welchen ich bei jedem anderen Trainer schon für sich genommen den Kopf fordern würde, war jedoch die vierte Auswechslung. Wie kommt man auf die Idee, in Überzahl in der Verlängerung und gegen einen völlig ausgepowerten Gegner weiterhin mit Martínez auf der Sechs und den Innenverteidigern Hummels und Boateng zu spielen und stattdessen einen offensiveren Spieler herauszunehmen? Und bevor jetzt irgendjemand etwas von Kopfballstärke erzählt. Erstens wäre das ein Armutszeugnis und ein spielerischer Offenbarungseid und zweitens geht Boateng im Großteil der Fälle bei eigenen Standards nicht einmal mit in den gegnerischen Strafraum. In dieser Situation muss man einen IV auswechseln und Martínez zurückziehen.

    Zu den einzelnen Spielern möchte ich leistungstechnisch ansonsten gar nicht so viel schreiben, da der Großteil wahlweise falsch eingesetzt, verletzt oder zu alt war.
    Höchstens noch zu Ulreich. Klar, er hat sogar ein gutes Spiel gemacht und war am Ende gewissermaßen der Held. Trotzdem sind mir zwei Dinge aufgefallen, die ich nicht verstehen kann.
    – Wenn ich das richtig gesehen habe, haut er den Ball nach dem Gegentor vor Wut auf die Tribüne. Im Endeffekt macht es zeitlich keinen großen Unterschied, da der gegnerische Jubel der zeitliche Engpass ist, aber nach einem Gegentor erwarte ich dennoch, dass der Ball so schnell wie möglich und ohne Umschweife in die Spielfeldmitte transportiert wird. Den Ball weghauen darf der gegnerische Torwart nach dem dritten Gegentor, weil das Spiel dann eh zu unseren Gunsten gelaufen ist.
    – Wie kann man sich beim Elfmeterschießen so verarschen lassen?

    1. Kurt

      Deine zwei letzten Punkte können absolut nicht dein Ernst sein.

    2. Raptor

      Radikal wie immer. Kann aber auch einige Punkte nachvollziehen.
      Die Ballverluste von Thiago hast du aber auch gesehen. Darf man trotz dem Tor nicht unter den Teppich kehren.

    3. Green

      Du hast keine Ahnung wie schwer es als Torwart ist Elfmeter zu halten ;)

    4. Pat

      Bereits nach dem zweiten Elfer dachte ich mir schon, dass alle in die Mitte gehen… :-)

      1. grullit

        …nicht dachte…wusste

    5. Vobius

      Oh wow, gleich mal nach dem Spiel so einen super kontroverses Statement hier abliefern um für Gesprächsstoff zu sorgen ;-)

      Deinen Schmadtke Vergleich ist gut und das unser Kader an seine Grenzen und drüber hinaus stößt ist offensichtlich klar und für einen Verein der sich selbst unter Europas Top 4 sieht beschämend.
      Doch möchte ich dir in deinen Punkten widersprechen:
      1. Gegen das Anfangspressing und dem Druck der dadurch aufgebaut wurde, wäre Rudy wahrscheinlich noch weniger zurecht gekommen. Dafür konnte er nach der Einwechslung seine technischen Fähigkeiten besser ausspielen, als Leipzig sich weiter zurück gezogen hatte. Daher war die Entscheidung – wie Justin richtig schreibt – zwar glücklichen Umständen geschuldet, aber dennoch richtig. Die bulligen Typen wie Vidal und Tolisso gegen das Pressing am Anfang zu stellen war meiner Meinung auch richtig. Dass Vidal frühzeitig aus Selbstschutz ausgewechselt werden muss war klar, als er in der Startaufstellung stand.
      2. Torgefährlicher wäre man gewesen, wenn man sich überhaupt hätte befreien können. Das hat man dank der Ballverluste im Spielaufbau bis zur roten Karte eigentlich gar nicht geschafft. Wenn keine Räume da sind ist es eigentlich nicht möglich in diese hinein zu laufen und zu spielen. Da hilft dann nur nach außen oder mit langen Bällen darüber.
      – Torgefährlicher wäre übrigens auch, wenn Lewi mal wieder einen versenkt…
      3. Heynkes Entscheidung das Zentrum gegen Konter dicht zu machen finde ich absolut nachvollziehbar. Hat ja auch bis kurz vor Schluss gut geklappt.
      Ulreich, der wahrlich nicht als Elfmeter Killer bekannt ist, einen Vorwurf zu machen, finde ich wirklich übertrieben. Vor allem nach der Kritik die er in den letzten Wochen/Monaten hat einstecken müssen, hat er sich wieder gefangen und hat vor allem auch gestern, gerade in der ersten Halbzeit wieder stark pariert. Gut er ist kein Mr. Perfect aber dafür kommt Manu ja dann wieder.

  2. Michael

    Hummels und die Elfmeter waren das Beste heute.

  3. pitvonbonn

    Ich freue mich auf Samstag und einen anderen Schiedsrichter, der nicht die Leipziger Fallsucht mit Freistößen belohnt.
    Und dem Alaba gönne ich eine Regenerationspause.
    Ein spannendes Spiel, in dem die Bayern es versäumt haben eine der vielen Gelegenheiten zu nutzen.
    Der Torwart war zu Recht the man of the mach.

    1. Hittmer Otzfeld

      Ney ney ney, es gab auch die ein oder andere Situation gegen uns aber in den Zweikämpfen waren wir schon aggressiv und auch teilweise grob. Keita wurde gefühlt ein Dutzend mal gelbwürdig gefoult. Am Schiedsrichter kann man es nicht festmachen, dazu war die Leistung zu mäßig.

      Wenn einer eine Pause verdient, dann Coman und auch Robben aber das erübrigt sich ja wohl erstmal… mittel bis langfristig… Denn wie wir wissen, ist der Kader in der Offensive überbesetzt und Uli Hoeneß bekommt ja jedes Mal schon Bauchschmerzen wenn Ribery und Müller nicht spielen.

      1. Revolet

        Keith wurde gefühlt ein dutzend mal gelbwürdig gefoult? Ich fand gerade in der ersten Halbzeit, waren soo viele Situationen dabei, welche einfach kein Foulspiel waren und der Typ liegt schon wieder für 1-2 min auf dem Rasen. Für das ein oder andere Ding hätte er mal früher gelb für Schwalbe bekommen müssen. Zwischenzeitlich hatte ich einen richtigen Hass auf dieses Zeitspiel von RB.

      2. Marco05

        Als er am Rasen lag, ist ihm Tolisso nachweislich auf die Socken gestiefelt. Und da wurde nicht mal Foul gepfiffen (glaub ich).

        Es liegt mir aber fern Keita in Schutz zu nehmen. Das ist Wohl und Wehe der Leipziger Spielweise, sofort und wehement ins Gegenpressing zu gehen und dem Gegner hinterherzukeilen. Wenn dann mal einer schneller ist wird er halt gern durch ein “kleines” Foul gebremst. Das hat der BVB in den Meistersaisons ganz genauso gemacht und ich weiß noch dass ich mich wahnsinnig aufgeregt habe, dass es für diese “kleinen” aber so was von taktischen Fouls nie gelb gegeben hat.

        Mittlerweile geht man (gefühlt zwar nur bei Keita) da etwas anders vor und dementsprechend geht der halt in jedem dritten Spiel vom Platz. Selbser schuld kann man da nur sagen, auch wenn die Fouls zumeist nicht grob sind, ist das meines Erachtens genau richtig.

      3. Vobius

        Sehr richtig! Kleine Fouls hin oder. 2x wären wir durch gewesen, dass sind 2 glasklare gelbe Karten, also muss er gehen. Boateng hat auf die gleich weise in der 1. HZ gelb kassiert. Kein Vorwurf an den Schiri (außer vielleicht für den Elfer, aber da kam seiner Meinung einfach viel zusammen was vorher passiert ist), eine klare Linie war zu erkennen.

      4. Vobius

        *edit* beim ersten Keita Foul kommt er natürlich zu spät, daher klar gelb…

      5. wahrheitsliebender

        @ Revolet

        Tolisso alleine hat Keita dreimal gelbwürdig im Knöchelbereich und durch “Draufsteigen” gefoult. Aus meiner Sicht hätte er dafür vom Platz gehört….

        Mich hat es aufgeregt, weil ich in diesem Spiel eher für RB Leipzig war….

        Gruß!

      6. M1900

        @Wahrheitsliebender

        Du bist aber schon FCB Fan bzw. Anhänger oder ?

  4. Kurt

    Sven Ulreich Fußballgott!

    Puh. Eine Runder weiter. Alles gesagt.

  5. Ronald

    Habe mich so auf das Spiel gefreut und dann das !!! Was mich ärgert sind die Unverhältnismäsigkeiten bei gewissen Schiedsrichterentscheidungen. In so wichtigen Spiel muss der Schiedsrichter absolut Top sein. Für mich war das Spiel nach der Herunternahme von Keita gelaufen. Bis dato habe ich auf ein gutes, spannendes Spiel mit einem positiven Ausgang für Bayern gehofft. Ich wollte Bayern mal schwitzen sehen. Solche Schiri-Entscheidungen machen das Spiel kaputt. Ich will das Bayern gewinnt, jedoch souverän spielerisch.

    Das alles überzeugt mich nicht wirklich und iwie bereitet es mir Bauchschmerzen. Im Frühjahr wissen wir mehr… .

    1. Kurt

      Was soll er bitte bei Keita anders machen? Die gelbe für das rüde Foul an Thiago ging in Ordnung, auch wenn das eher unglücklich gefoult war. Das taktische Foul an Lewy MUSS eine gelbe Karte sein.

      Da hat er sich einfach nur dämlich angestellt (typischer Kloppspieler halt) und die Szene muss auch zwingend positiv bei einer sonst desolaten Schirileistung gewertet werden.

      1. nDeeB

        Die Gelb-Rote für Keita ist isoliert betrachtet schon ok. Allerdings sieht er die erste Gelbe für ein Foul, dass Tolisso in der erstem Halbzeit 2-3 Mal begeht … und dafür in Summe nicht mal eine gelbe Karte bekommt.
        Die zweite Gelbe sieht er für ein taktisches Foul, das Martinez kurz vor Ende der regulären Spielzeit – Gelb vorbelastet – noch viel klarer begeht.
        Dabei darf es keine Rolle spielen, dass Martinez sein Foul quasi am eigenen Strafraum begeht – ein taktisches Foul sollte überall gleich behandelt werden.
        Die Krönung einer in meinen Augen unterirdischen Schiedsrichtergespann-Leistung waren die drei Elfmetersituationen: Der erste wäre wohl laut Regel einer gewesen, beim zweiten “berührt” Boateng zwar leicht den Ball, geht ansonsten aber voll auf den Gegner. Und der gegebene Elfer war dann ein Witz und höchstens mit dem Begriff Konzessionsentscheidung erklärbar.
        Ich bin zwar Bayern-Fan, aber so möchte ich ein Spiel dann doch nicht gewinnen.
        Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Leipzig in der Anfangsphase scheinbar vorhatte, Kimmich “aus dem Spiel zu nehmen”. Vielleicht hätte eine Gelbe in der Phase das Spiel etwas beruhigt

      2. Kurt

        Ich möchte ein Spiel gewinnen.

        Ob das durch Fehlentscheidungen, Hand Gottes oder Phantomtore passiert, ist mir Wumpe.

      3. nDeeB

        Da unterscheiden wir uns dann wohl einfach. In meinen 36 Lebensjahren habe ich gefühlt 20 Meisterschaften, 10 Pokalsiege und 2 Champions-League-Siege erlebt.
        Da verschieben sich bei mir wohl irgendwie die Prioritäten. Ich genieße eher die taktische Brillianz, die es unter Pep gab, und die für mich persönlich in der ersten Halbzeit des Heimspiels gegen Athletico Madrid in seiner letzten Saison ihren Höhepunkt gefunden hat.
        Abgesehen von der Effizienz habe ich nie zuvor – zumal gegen einen defensiv so überragenden Gegner – eine fussballerisch so beeindruckende Leistung gesehen.
        Im Gegensatz dazu nerven mich Spiele, die wir z.B. durch lächerliche Elfmeter nach “Darniedersinken” von z.B. Müller oder Robben gewonnen haben.
        Verstehe das aber bitte nicht als Kritik. Ich finde, jeder hat das Recht, für sich eigene Schwerpunkte zu setzen.

      4. Steffen

        Tolisso hat mind. 3 Mal Gelb für schwere Fouls bekommen müssen. Keita für sein erstes schweres Foul gleich Gelb. Wo ist da die Linie des Schiedsrichters?

        Keita hat Lewandowski zwar kurz am Trikot gehalten aber wieder losgelassen. Lewandowski konnte ungehindert weiter laufen, hat den Ball nicht verloren und sich erst hingelegt, als ihm einfiel, dass Keita bereits Gelb hatte. Dafür dann Gelb zu geben ist albern. In mehreren anderen taktischen Fouls um Leipzig an Kontern zu hindern hat der Schiri nicht Gelb gegeben. Linie?

        Beim ersten Elfmeter hat Vidal die Grätsche zwar außerhalb angesetzt, aber erst auf der Linie gefoult. Klar im TV zu sehen. Um seine Tatsachenentscheidung zu revidieren, muss es eine klare Fehlentscheidung sein. Die war es aber auf keinen Fall.

        Der zweite 11er gegen Bayern wurde vom Schiri nicht gegeben. Der dritte 11er ist zwar hart, aber gerechtfertigt. Boateng stellt nicht im Kampf um den Ball sein rechtes Bein unnatürlich nach hinten aus –
        er steht auf dem linken. Poulsen hat freien Weg zum Tor und der Ball ist direkt vor ihm.

      5. wahrheitsliebender

        @ Steffen

        Habe mir das Spiel gerade nochmal angeschaut und muß sagen, daß dieses Spiel regelrecht eine “Zusammentret-Orgie” seitens des FCB gegen Keita war, mit mehreren Bayern-Spielern die dafür Gelb hätten sehen müssen!

        Das stattdessen Keita bei der ersten AKTION gelb sah und für ein “Mini-Halten” Rot, war an Absurdität nicht zu überbieten…

        Man muß froh sein das Keita das Heil überlebt hat und muß dem Schieri schwerste Vorwürfe machen, so eine Tret-Orgie zugelassen zu haben…

        Gruß!

    2. Holdor

      Kann mir mal einer verraten, wieso Vidal für seine Grätsche gegen Forsberg kein Rot sah? Das ist eine Beinschere – von hinten! Bei der billigend eine schwere Verletzung des Gegenspielers in Kauf genommen wird. Wegen einer ganz ähnlichen Situation wurde Forsberg IN München vom Platz gestellt – und damals war das Spiel auch gelaufen.
      Und das sind Entscheidungen, die einen einfach ankotzen und das Spiel einfach nur kaputtmachen. Da hat man als neutraler Zuschauer, der bis zum Ende ein spannendes Spiel verfolgen möchte, einfach keine Lust mehr. Mag sein, das die Bayern mit so einem Gepfeife der Schiris die nächste Meisterschaft einfahren – international wird ihnen das wieder auf die Füße fallen. Hat man im CL-Spiel gegen Real sehr schön sehen dürfen, wenn dann plötzlich regelkonform ein Martinez nach zwei taktischen Fouls unter die Dusche geschickt wird. Dann aber wiederum ist sich ein Rummenigge interessanterweise nicht zu blöd, beim Bankett von Schiebung und Verpfiffen zu reden, während Rangnick und Co nun als schlechte Verlierer abgestempelt werden.

  6. Karsten

    Meiner Meinung nach waren ALLE Elfer von Leipzig schlecht, da keiner plaziert oder hart geschossen war.

    Neuer hätte sie alle gehalten

    1. Lukas

      Neuer ist zwar der beste Torwart der Welt – bei 11m hat er aber Regionalliga-Niveau. (Und diese Aussage hat sogar eine statistische Grundlage)

  7. Kramnik

    Alles wie man es erwarten kann. Jupp ist nicht geholt worden, um eine 180° Wende herbeizuführen. Ich hätte mit einem Ausscheiden leben können. Die eigentliche Arbeit wird im Sommer beginnen. Man muss einen Trainer finden und den Kader grundlegend neu gestalten.
    Die Aufgaben werden sein.
    – neuer Trainer, der eine neue goldene Generation formen kann (Tuchel oder Nagelsmann)
    – sich konsequent von Altlasten trennen. Ribery und Vidal sollten Form Sache sein und auch ein Robben sollte vermutlich nächsten Sommer gehen
    – Offensive nachbessern. Mit dem Abgang von Robbery entsteht ein riesiges Vakuum, welches man als Chance auffassen sollte. 3 typische Flügels Spieler sollte man verpflichten. Hier fallen mir Malcom, Brandt und Pulisic ein.
    – ein zweiter Stürmer sollte auch endlich gefunden werden. Eine Personalie hier zu finden, die realistisch ist und wirklich einen sportlichen Mehrwert bietet, wird schwer zu finden sein.
    – und schlussendlich sollte man eine Spielertypen ala Thiago und Rudy holen. Mein absoluter Wunschtransfer ist hier Frenkie de Jong. Einfach nur überragend der Junge.

    Was ich damit sagen will, erwartet nicht zu viel von dieser Saison. Jupp wird das liefern, was man sich von Carlo ursprünglich erhofft hatte, mehr aber auch nicht. Und das ist vollkommen okay. Die Winterpause wird wahrscheinlich nochmal einen Schupp geben, doch der eigentliche Turnaround findet erst im Sommer statt, jetzt bildet sich noch der Boden.

    1. Kramnik

      Und deswegen frag ich mich was ist eigentlich mit Sagnol und wer nimmt Reschkes Posten ein. Das wird doch nicht ernsthaft Brazzo mit Youtube erledigen. Da kann man auch ne Armada von Zwölfjährigen hinsetzen.

    2. Kurt

      Vidal hat Vertrag bis 2019. Ist im Sommer “erst” 31 und ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass die Clubs für ihn Schlange stehen werden, welche für ihn in Frage kommen könnten. Wieso sollte er Bayern verlassen wollen?

      Ribery und Robben sollte man aber definitv gebührend verabschieden diese Saison.

      1. Kramnik

        In Italien und England wird man ihn immer noch für gutes Geld wegbekommen. Sein Standing international ist immer noch sehr hoch, zudem kann er zu anderen Teams besser passen.Und gerade weil er schon 31 sollte man sich trennen. Für einen Bankplatz ist er zu teuer und da er nun mal dahin gehört ist die Trennung eine logische Konsequenz.
        Außerdem kann man Goretzka für lau bekommen. Wenn der Tausch kein Sinn macht, weiß ich auch nicht.

    3. pitvonbonn

      Gerade das macht die intakte Bayern Familie aus, Dass man seine verdienten Spieler nicht als “Altlasten” empfindet und sich derer “entledigt”.
      Sollten diese Spieler aber selber den Wunsch nach Veränderung haben, wird man sie freigeben, unabhängig von der Vertragssituation, zuletzt Schweinsteiger, Sammer und Reschke.
      DieseEinstellung wurde besonders von Uli Hoeneß geprägt.

      1. Takeru

        Genau diese Einstellung (so ehrenwert sie auch sein mag) hat uns aber leider in die aktuelle Situation gebracht. Anstatt einen Umbruch auf Raten muss man jetzt innerhalb von 2-3 Transferperioden Lahm, Alonso, Ribery, und Robben ersetzen.
        Auch für einen Vidal, der in meinen Augen schon extrem abgebaut hat was Ballsicherheit und Übersicht angeht, sollte man in nächster Zeit eine Alternative finden. Ob Tolisso das sein wird oder jemand anderes wird sich zeigen.

        Ab und zu muss man als Verein auch mal kaltherzig sein und einen Schlussstrich ziehen.

      2. Kramnik

        Wo kommt man den hin, wenn die Spieler entscheiden, wie lange sie bei uns spielen wollen. Robbery hat letztes Jahr seine Rentenverträge bekommen.
        Es wird unmöglich sein junge Talente anzuwerben, wenn beide im Kader stehen. Daran sind schon unzählige Verpflichtungen gescheitert (Dembele, Sane, Harit …). Zudem wären die drei für einen Bankplatz viel zu teuer. Allein durch das wegfallen des Gehaltes würde man 30 Mio einsparen.
        Der Wegfall von Lahm hat doch gezeigt, wie so etwas im optimal Fall abläuft. Oder denkst du Coman hätte den Sprung gemacht, wenn Ribery sich nicht verletzt hätte?

  8. Mehmet68

    Gottseidank, das wichtigste Spiel vor der Winterpause ist gut überstanden!!!

    Verrücktes Spiel, vom Schiri leider maßgeblich beeinflusst, wenn nicht sogar zerpfiffen… ich hätte gerne mal 11 gegen 11 bis zum Schluss erlebt, wobei die Gelbrote völlig ok war.

    Anyway, die spielerischen Mittel sind momentan schon sehr limitiert, nicht nur wegen der Verletzungsmisere. Kein spielerisches Konzept nach vorne. Wie man dann ausgerechnet Thiago auswechseln kann, ist mir unverständlich.

    Zu Ulreich: 5x amateurhaftes Verhalten bei den Elfmetern. Zum Glück waren unsere 11er stark geschossen. Und zum Glück hat Werner anscheinend bei den vier vorherigen 11ern für RB nicht zugesehen, sonst schiebt er wieder einfach in die Mitte.

    Ich bin einfach froh und erleichtert – aber viele Baustellen bleiben offen.

    1. Martin

      Und am amateurhaftesten war der fünfte Elfmeter…

      Das Niveau hier sinkt langsam Richtung Mariannengraben…

      1. Mehmet68

        Einige bei uns im Raum haben schon beim 11er Nr. 4 “Arbeitsverweigerung” gerufen, so viel dazu.

        Ulreich ist absolut nicht vorzuwerfen, dass er sich entscheidet – das machen 99% aller Keeper.

        Er springt aber
        1) sehr früh, pokert nicht, so dass die Schützen es aus den Augenwinkeln erahnen können und
        2) extrem weit ins Eck: Klasse-Keeper geben die Mitte nicht komplett frei, woraus ja auch immer wieder Fussabwehren entstehen. Die Chance, extrem platziert geschossene Bälle zu halten, verringert sich dadurch, ist aber ohnehin minimal. Und Bälle, die in die Mitte kommen, kann man ggf. abwehren, zudem ist die Entscheidung für den Schützen wie gesagt schwieriger.

        Wie gesagt, wir hatten gestern alle ähnliche Wahrnehmungen – und da war kein Ulreich-Hater dabei.

      2. Vobius

        anscheinend alle hier noch nie außerhalb der F Jugend im Tor gestanden, geschweige denn bei einem Elfer. Nur zur Info, dass ist nicht so leicht, wie du denkst. Dann stell dir dazu noch die mentale Belastung eines KO Spiels vor und 120 min auswärts Kulisse.

    2. Green

      Und wenn er dann beim 5ten stehen bleibt wird wieder gemeckert? Du kannst da einen Torwart keinen Vorwurf machen!

  9. Max

    11ern ist nunmal Großteils Glücks- und Kopfsache. Kapier echt nicht warum man unseren Ersatztorwart!!! kritisiert bei einer 11er-Lotterie. Wäre er beim 5. Elfer stehen geblieben, hätten wir vielleicht verloren.

    Wie soll man sich denn als Torwart entscheiden, wenn 4x vorher in die Mitte geschossen wurde? Bleib ich stehen, oder spring ich in die Ecke, aber der Stürmer denkt vielleicht, jetzt schieß ich in die Ecke weil der Torwart diesmal wahrscheinlich in der Mitte stehen bleibt, weil er vorher immer gesprungen ist und diesmal vielleicht stehen bleibt weil vorher immer in die Mitte geschoßen wurde,.

    1. nDeeB

      Danke! Kann mir bitte mal jemand erklären, warum Ulreich so kritisiert wird? Mancher europäischer Top-Verein hat nicht einmal eine Nummer Eins, die ähnlich stark auf der Linie ist.
      Seine Befreiungsschläge kommen selten beim Mitspieler an, das stimmt natürlich. Dafür hat er uns gerade seit der Rückkehr von Heynckes häufig durch starke Paraden “den Arsch gerettet”.
      Welcher europäische Spitzenverein hat denn bitte einen absolut kompletten Weltklassetorhüter auf der Bank?

      1. Revolet

        Paris mit Trapp sicherlich, aber du hast recht. Das Ulreich-Gehate nervt tierisch und ist sehr sehr sinnlos. Wir dürfen uns über viel beschweren, aber nicht über unseren Ersatz-TW, der gerade ein Spiel nach dem anderen absolviert.

      2. Vobius

        Ich möchte es versuchen: Es muss halt immer Leute geben die etwas zu kritisieren und rum zu meckern haben ohne das sie es auch nur versuchen sich in die Lade des betroffenen zu versetzten. Vielleicht ist das Ulreich bashing hier eher der Ausdruck auf den Frust über die generelle Spielweise.

        In gar nicht all zu langer Zeit wird man nur noch drüber reden, dass er den letzten von Werner gehalten hat, und wir weiter gekommen sind. Das zählt.

  10. Stern des Südens

    War doch soweit okay. Ich fand jetzt Tolisso statt Rudy auch nicht so prickelnd, aber wie immer: der Erfolg gibt Recht. Gerne und häufig rege ich mich über Einwechslungen auf, aber heute mal nicht. Coman war platt und verkörperte in diesem Spiel, rein pragmatisch gesehen, nicht die Waffe, die es brauchte. Rafinha hat Kimmich und Robben Möglichkeiten und Räume eröffnet. Rudy war für mich sowieso erste Wahl vor Tolisso und Vidal. Ein Spielgestalter … Martinez ist abgesehen von seiner recht sicheren MF-Präsenz immer eine Speerspitze bei Standards aller Art. Wriedt, na ja warum nicht. Ich denke, wie die Spielanalyse schon richtig schließt, dass nicht nur in der BL, sondern in jedem Wettbewerb gilt „… Heynckes sollte dann genau darüber nachdenken, welche Konstellation er im Mittelfeld aufbietet.“ Gute Nacht.

    P.S.: Habe seit langem mal wieder deutsches TV-Progamm zur Betrachtung gewählt. Dieser ARD-Kommentator war schlechter als die schlechtesten spanischen Kommentatoren, und die sind teilweise schon echt schlecht.

    1. pitvonbonn

      Ein Grund für SKY und Fuss als Kommentator einzuschalten.

      1. Kurt74

        Wer ein solches Spiel kommentiert als würde er aus einem Telefonbuch vorlesen, sollte sich mal über seinen Job Gedanken machen @ARD Kommentator. Hab dann ebenfalls auf Sky und Fuss umgeschaltet. Ist für mich aktuell der beste Kommentator bei Sky.

    2. Lukas

      Das war wirklich krank!!!
      Ich meine jeder zweite Satz war einfach inhaltlich falsch, ich musste ich irgendwann sogar fremdschämend… Spieler Vertauscht, Regeln erfunden (“das Foul geht bis in den Strafraum” hahaha), “verdribbelt” nennt er es wenn Halstenberg den Ball verstoppt. Unfassbar…

    3. Marco05

      Der Bartels kann maximal Skispringen. Diese ständig eintönige entemotionalisierte Art ertrag ich schon seit Jahren nicht mehr. So ein paar Kaliber (Lindemann…) gibts aber auch bei sky. Fuß war wie immer großes Kino. Außerdem schafft er es erkennbar neutral zu bleiben und nutzt ständig äußerst brauchbare und amüsante Metaphern. Momentan das Nonplusultra.

      1. Vobius

        Wolff “the word” Fuss: Demme der Sachsen Gattuso! :-)
        immer für einen lustigen Spruch zu haben – auch wenn der Vergleich hingt.

  11. nDeeB

    Der Abend ging in meinen Augen schon “großartig” los: Zuerst habe ich erfahren, dass Vidal in der Startelf steht. Mein erster Gedanke war: Wie soll das in einem wahrscheinlich hitzig geführten Spiel gut gehen? Spätestens, als er er bei der ersten Elfersituation abspringt und den Gegner mit beiden Beinen von hinten umgrätscht, konnte ich mir nur noch an den Kopf greifen.
    Schon gegen Hamburg, wo er mit 10m Anlauf und gehobenem Ellbogen in den Gegner geht, war es für mich ein Wunder, dass er er nicht einmal Gelb gesehen hat.
    Er ist ohne Frage ein guter Fussballer und dazu noch sehr engagiert. Aber er ist halt auch fast immer Rot-gefährdet.
    Weiter ging es dann mit den Brazzo-Interviews, in denen er explizit die zweite Halbzeit gegen Hamburg hervorgehoben hat. Gegen den HSV mit 10 Mann? Da sollte man wohl auch zu Chancen kommen!
    Natürlich sehe auch ich die Fortschritte seit Heynckes zurück ist. Aber meiner Meinung nach sollte sich der FCB schnell von der Vorstellung verabschieden, dass gute Einzelspieler automatisch zu Titeln führen. Was anderthalb Jahre taktisch herruntergewirtschaftet wurde, kann man in meinen Augen nicht innerhalb von wenigen Wochen “reparieren”.

    1. Revolet

      Ich fand Vidal hat unglaublich viele Löcher hinten gestopft und insgesamt nen passablen Auftritt gehabt. Aber du hast recht, was ging bitte bei ihm und der Forsberg-Situation in der ersten Halbzeit in seinem Kopf vor? Klar musste der Schwede in der brenzligen Situation gestoppt werden, aber was Arturo da macht, war für mich ehrlicherweise schon rot. Dafür fand ich aber, es war kein Elfer, by the way

    2. Vobius

      Den gleichen Gedanken hat ich mit Vidal in der Startelf auch und bei der Forsberg Grätsche hat er entweder die Strafraumlinie gar nicht gesehen oder sowieso überhaupt nicht nachgedacht – typisch eben. Aber seit dem wir ihn haben sehe ich es durchaus als legitimes, taktisches Mittel an, solch einen Eisberg im def Mittelfeld zu haben, an dem auch mal jemand zerschellen kann.

  12. Blanko

    Servus zusammen,

    lese hier schon seit Ewigkeiten mit, und sowohl die Lektüre der immer unfassbar guten Analysen wie auch die oft interessanten Diskussionen unter den Kommentierern sind für mich mittlerweile lieb gewordenes Ritual vor und nach jedem Bayernspiel.

    Habe mich aber bislang nie zum aktiven Mitdiskutieren aufraffen können, was ich jetzt mal ändern will – und zwar mit einer Frage zu Lewandowski: geht es wirklich nur mir so, oder warten wir gefühlt schon seit Ewigkeiten mal wieder auf den Lewa der “den Unterschied macht”? Ich hab – seiner 12 wettbewerbsübergreifenden Tore (wovon glaube ich 3 (?) Elfmeter waren) diese Saison durchaus bewusst – den Eindruck dass er hauptsächlich am Lamentieren ist, sich selbst mit Vorarbeit auch mal gern vornehm zurück hält und diese aber von seinen Offensiv-Kollegen massiv einvordert. Das mag jetzt von mir etwas emotional überzogen sein, aber wer Ansprüche stellt wie er (teure Einkäufe, mehr Unterstützung durch die Kollegen, hohe Gehaltsforderungen etc.) sollte dann schon auch ab und an mal zeigen, dass er unersetzlich ist. Und das ist er bei uns ja nur, weil seit 3 Saisons bewusst eben kein Ersatz/Alternative eingekauft wird. Um’s einzuordnen: ich hab mir diese Saison sogar ‘sein’ Trikot geholt, weil ich ihn in den letzen Jahren wirklich extrem stark fand – aber gerade jetzt erscheint er mir teilweise so Lustlos, dass ich schon zu mir selbst gesagt hab: “dann soll er halt zu Real gehen – bekommen wir wenigstens ein hübsches Sümmchen für”. Denn: einen Zielspieler, der Kopfballstark ist und im 5er den Fuß hinhalten kann, wenn er von seinen Kollegen punktgenau angespielt wird, finden wir allemal – und in meiner Wahrnehmung ist er in den letzten Wochen eher in dieser Liga unterwegs. Wenn ich mir da Werner im Vergleich anschaue, bei dem gefühlt jeder Anlauf auf’s Tor in einem eben solchen Endet…
    Wie seht ihr das?

    Gruß,

    Blanko

    1. Stern des Südens

      Hallo Blanko, du sprichst mir aus der Seele. Ich habe auch einen nicht guten Eindruck von dem Kerl, der bei uns die meisten Tore schießt. Das Blöde ist nur , dass Kritik am Dr. Ruhm im FCB-Kosmos an Blasphemie grenzt. Seine “Ball-festmach”-Qualitäten kann ich schon seit einiger Zeit nicht mehr erkennen. Eher beweist er dabei mittlerweile häufiger mal die Klasse, die bei FCB immer schon zum Absägen geführt hat (Gomez, Podolski, Makaay, Pizarro, Mandzukic …).
      Heute hat er beispielsweise durch extreme Fallsucht den leichten Trikotzupfer von Keita zum spielbestimmenden Element gemacht. Ein schickes Tor hätte ihm besser angestanden. Aber gut, reklamierungssüchtige Diven werden ja auch Weltfußballer. Und das ist ja wohl sein Ziel …

      1. nDeeB

        Ich war eigentlich fast immer ein großer Lewandowski-Fan. Gerade sein Engagement und die Tatsache, dass er selten als Diva rüberkam, haben mich immer begeistert.
        Diese Saison sehe ich das allerdings auch anders. Erst sein seltsamer neuer Torjubel, bei dem er erst einmal alleine eine Show abzieht. Dann das neuerdings ständige Lamentieren schon beim ersten nicht angekommenen Pass … irgendwie wirkt das auf mich alles so, als würde er nur noch an persönlichen Zielen interessiert sein.
        Und wie bereits von vielen anderen angemerkt: Kann er bitte mal seine kindischen Streitigkeiten mit Robben ad acta legen? Zur Not sollen sie sich halt mal ordentlich prügeln

      2. Blanko

        OK; danke – also bin ich zumindest schon mal nicht allein : ) Allerdings möchte ich Deinem letzten Satz etwas widersprechen (“Aber gut, reklamierungssüchtige Diven werden ja auch Weltfußballer. Und das ist ja wohl sein Ziel …”) denn, so sehr ich CR7’s Attitüde auf dem Platz verabscheue – vom Aufstellen bei Freistößen bis zum buchstäblichen Muskelspiel selbst nach unrelevanten Toren – muss ich dem Kerl einfach zugestehen, dass er eben mehr ist als eine “fallsüchtige Diva”. Den Ronaldo MACHT eben einfach oft genug den Unterschied im Spiel und trifft sowohl als Zielspieler wie auch als Mitspielender Stürmer, der aus dem Halbfeld kommt. Und das ist ja genau was mich an Lewa z.Zt. stört – er führt sich halt auf wie ein CR7, Messi, Ibra etc. – und bleibt seit Monaten den Beweis schuldig, dass er in dieser Liga mitspielen darf.

    2. pitvonbonn

      Da shast Du gut beobachtet, das deckt sich mit meinen Beobachtungen.

      1. Stern des Südens

        Meine vollste Zustimmung

    3. Takeru

      Da stimme ich zu. Wenn ich sehe, dass einem Lewandowski nach einem simplen Pass der Ball weiter vom Fuß springt, als ich ihn teilweise schieße, frage ich mich schon was da los ist. Gestern stand er 4-5 mal vor dem (mehr oder weniger) leeren Tor und schafft es tatsächlich noch vorbei zu schießen.
      Die meisten seiner Tore sind mittlerweile Elfmeter und Freistöße, von daher täuscht die Statistik hier auch gewaltig.

      Starallüren haben im Kader leider im Moment mehrere wies aussieht – nur vollkommen unbegründet durch Leistung.

    4. RW

      Blanko, besser hätte man es nicht schreiben können. Auch ich als großer Lewa-Freund reibe mir seit Wochen nur noch verwundert die Augen und frage mich: Ist das der Lewa, der 4 Tore gegen Real schoß? Ist das der Lewa der 5 Tore in 9 Minuten schoss? Nein, das ist er im Moment nicht. Natürlich es aufgrund des taktisch und spielerischen Rückschritts unter CA nachvollziehbar, dass das auch an Lewa nicht spurlos vorbeiging. Aber die ganze Körpersprache stimmt nicht, der Wille, alles rauszuhauen ist nicht erkennbar. Ich habe kein Problem damit, wenn ein Stürmer mal auch über mehrere Spiele nicht trifft. Aber ich möchte sehen, dass derjenige sich zerreisst, kämpft, ackert, beisst, kratzt. Der Rest kommt dann wieder von alleine. All das sehe ich bei Ihm im Moment nicht.

      1. Vobius

        Ihr habt alle absolut Recht. Danke Benko … äh Blanko für deine Einschätzung und das zu so später Stunde.
        Er muss ja nicht gleich wie die hier genannte 5 Tore in 9 Minuten Wolfsburg Gala wiederholen – am besten ist einem ja noch der Seitfallzieher von der Strafraumkannte im Gedächtnis!!!! – aber da waren (nicht nur) gestern schon klarere Chancen dabei die auch einfach mal wieder drin sein dürfen. Dann spielt sichs auch gleich ganz anders und der Gegner muss auch wieder taktisch umstellen. Bei einem Spieler mit solchen Niveau, Forderungen und Gehalt erwarte ich das.

  13. jjs

    Unabhängig von den Tagesergebnissen stellt sich unser Verein wie folgt dar:
    – Waldorf und Statler im Vorstand bzw. Aufsichtsrat
    – ein 72 jähriger Aushilfstrainer
    – ein netter älterer Herr als Supervisor der Jugendakademie (Gerland, grauer Panther)
    – ein ehemaliger Spieler, der gebrochenes Deutsch spricht, als Sportdirektor
    – eine Ersatzbank, die diesen Namen nicht verdient
    – ein polnischer Stürmer, der so gar keinen Bock mehr hat.

    Respekt.

    Erinnert mich ein wenig an die SPD

    Viele Grüße
    jjs

    1. Lukas

      Hahahaha da musste ich jetzt fast laut lachen

  14. jjs

    … nicht zu vergesseen: Ein 72 jähirger Aushilfstrainer, der mit der 2013 Gedächtnismannschaft wieder das Triple oder sonstwas holen möchte. Puh.

    Was ich ihm vergönnen würde, keine Frage.

    Aber glaubt wirklich jemand, dass man mit den Silberpfeilen die WM 2017 holen kann?

    1. pitvonbonn

      schlecht geschlafen?

      1. jjs

        Na ja, habe ich in irgendeinem Punkt unrecht?

      2. Vobius

        dein politischer Vergleich vielleicht. Diese Aussitz-Menthalität kenn ich eher von der Kanzlerin…

  15. Marco05

    Also um ehrlich zu sein war ich zeitweise positiv überrascht, wie wir den Leipziger “Power-Fußball” weitestgehend unterbunden haben. Kann an der Erwartungshaltung liegen, da ich im Vorfeld nicht damit gerechnet hätte, dass wir überhaupt eine Chance haben und mit mind. 2 Toren Unterschied baden gehen. Vielleicht auch eine Option das Ganze mal wieder etwas positiver zu sehen…

    Zumindest defensiv war das in der Tat eine ordentliche Leistung, wenngleich noch einiges schief lief. Offensiv habe ich mit dem angeschlagenen Coman und Lewy gegen 4-5 Leipziger eh nicht viel erwartet. Ach ja, Robben. Der stand irgendwie auch auf dem Platz und trug die Binde spazieren. Mehr habe ich bei aller Wertschätzung nicht gesehen. Ein Spiel zu 10. Insofern wars nach dem Platzverweis ausgeglichen.

    Die Einwechslungen von Rudy und Martinez waren überfällig und auch hilfreich, auch die von Wriedt fand ich in Ordnung. Unter dem Aspekt Kimmich ins MF zu ziehen dann auch die von Rafinha, also da gibts von mir keinen Vorwurf – waren eh kaum Optionen da. Auch die gelb-vorbelasteten rauszunehmen bei dem Spielverlauf absolut ok.

    Es waren auch in Überzahl nicht viel Chancen da, aber Leipzig hat dann auch mit Mann und Maus verteidigt. Allerdings wurde mir zu oft Gluscis Hand angeschossen. Mit mehr Präzision gehen wir dann doch nach der Verlängerung mit 3/4:1 raus.

    Die Elfer waren alle bombig geschossen von unseren Jungs, Kompliment. Mir war eigentlich klar, dass Ulreich keinen halten würde, aber das ist mir schon seit Jahren bewusst. Wer davon überrascht war, der hat beim Zuschauen in der letzten Zeit schon Fehler gemacht. Insofern musste man auf einen Zufallsakt warten und hoffen, dass bis dahin alle treffen – ging auf.

    Ulreich jetzt als Held zu feiern für den Elfmeter geht fehl. Er hat aber vorher 1-2 Dinger entschärft, das war gut. Nur der eine Wackler wieder bei einem Ball der genau in Bauchhöhe auf Mann kommt – unverständlich einfach.

    Unterm Strich? Weiß auch nicht. Die Ergebnisse sorgen zumindest für weiter steigendes Selbstvertrauen und gerade zu Beginn der “heißer-Herbst-Wochen” ist das nicht verkehrt. Außerdem mal wieder RB einen Dämpfer verpasst, war doch nicht so schlecht der Abend. Nur zu lang.

    1. Marco05

      Gulasci. Hatte ich geschrieben, ganz sicher ;)

      1. Kurt

        Immer noch falsch. Er heißt Gulácsi. :P

    2. Kurt

      Unterm Strich heißt es diese Saison Ulreich 2 Elfmeterschießen 2 Siege.

      1. Vobius

        was hängen bleiben sollte ist nicht das Elfer schießen sondern dein Kommentar: …Mit mehr Präzision gehen wir dann doch nach der Verlängerung mit 3/4:1 raus… vielleicht auch schon aus der regulären Spielzeit.

        und hier muss Jupp ansetzten. an der Präzision, auch bei den Ballannahmen, den Pässen und (wenn sie schon unbedingt sein müssen) auch bei den Flanken – wobei die tatsächlich schon besser geworden sind. Von Ecken rede ich gar nicht erst…

  16. Ju

    Nachdem nun klar ist, dass auch Coman angeschlagen oder zumindest nicht ganz fit ist, gehen uns nun tatsächlich die Spieler aus. Eine wirklich beschissene Situation. Ich habe allerdings bereits vor der Saison etwas dazu gesagt, an das ich auch mich selbst jetzt gern nochmal erinnern möchte, um nicht das Gegenteil zu tun: Der Kader befindet sich quantitativ an der absoluten Untergrenze. Das kann gut gehen – wenn nicht, möchte ich aber keine Klagen hören.

    Die jetzige Situation ist natürlich hausgemacht. Nun liegt es mir fern, die persönliche Kompetenz gewisser Personen infrage zu stellen. Die Entscheidung für den kleinen Kader hat sich immerhin in der letzten Saison durchaus bezahlt gemacht (ich bin nach wie vor nicht der Auffassung, dass ein “Lewandowski-Backup” gegen Madrid was gerissen hätte). Allerdings wird deutlich, dass eine geringe Anzahl Entscheider, die ein wenig in ihrem eigenen Süppchen schwimmen, die Gefahr auf unausgewogene Entscheidungsprozesse im Vergleich zu Konstellationen mit starker Opposition wesentlich verstärkt. Ihren wirtschaftlichen Sachverstand in allen Ehren: Es rächt sich eben doch, wenn Vorstand und Aufsichtsrat mit fussballfremden Wirtschaftsvertretern besetzt sind. Ein in der Materie stehendes Entscheidungsgremium, das sich in fachlichen Fragen nicht nur auf die Expertise ihres Vorsitzenden stützt, hätte womöglich gegen die Auffassung, für einen weiteren Offensivspieler sei kein Platz (ich spiele darauf an, dass einem Draxler angeboten wurde), interveniert. Ein fähiger Sportdirektor erst recht. Aber vielleicht fanden, als es um Draxler ging, auch einfach gerade Wartungsarbeiten bei YouTube statt.

    Zum Spiel: Wie zu erwarten war Leipzig die Mannschaft, die ihre Strategie taktisch besser umsetzen konnte. Wie das am Wochenende ohne Heimvorteil aussieht, wird sich zeigen. Die können halt, im Gegensatz zu uns, quasi die gesamte Mannschaft einmal durchtauschen. Der Schiedsrichter war sehr unglücklich. Was in Vidal gefahren ist, da quasi um den Elfmeter zu betteln, weiß ich auch nicht. Ich hoffe sehr, dass die Chinesen erst übernächsten Sommer die Lust an Inter verlieren. Ich schließe mich der Hoffnung an, am Wochenende Sebastian Rudy von Anfang an zu sehen. Wird aber auch so werden, immerhin ist der die einzige Rotationsoption, die man noch hat.

    1. wipf1953

      “fussballfremde Wirtschaftsvertreter” ..

      Genau das ist “die Mutter aller Managementprobleme”. Gestern sah man ja die beiden Herren, Herrn Jung und Herrn Wacker, brav beim Elfmeterschießen mitjubeln. Wobei ich mich nicht auf die beiden Herren einschießen möchte (auch wenn die wahrscheinlich die Hauptverantwortlichen für die Fernost-Trainingslager sind und – das wäre nur üblich – am Ende auch noch einen Bonus bekommen, wenn solche Sausen möglichst viel Geld abwerfen). Sammer war Mitglied des Vorstands, also (wenigstens formal) gleichberechtigt mit Rummenigge etc. Jetzt hat man erstens keinen Sammer mehr und zweitens einen Nachfolger, der nur Angestellter ist. Diese neue Struktur haben aber Hoeness (und Rummenigge) zu verantworten, ebenso der Aufsichtsrat.

      Hieran wird sich wohl, so lange Hoeness Präsident bleibt, nur wenig ändern.

    2. Done

      “Aber vielleicht fanden, als es um Draxler ging, auch einfach gerade Wartungsarbeiten bei YouTube statt.”

      Made my day ;-)

      Sehr böse, aber witzig.

    3. Ju

      Ach, ich möchte doch eigentlich gar nicht böse sein. Zumindest nicht gegenüber dem Hasan persönlich, der ja nun auch nichts dafür kann, für einen Job eingestellt worden zu sein, für den er ungeeignet ist. Sicher, er hätte auch ablehnen können, aber ganz ehrlich: Für das Sümmchen, das er sicherlich bezieht, und die Chance, die das für ihn persönlich darstellt, würde ich auch behaupten, den Job zu können.

      Vielleicht könnte man ihm in Anbetracht der Personalsituation nochmal einen Profivertrag geben? Er kann sicherlich nach wie vor besser flanken als in Mikrofone sprechen. Wenn das der ursprüngliche Plan war, ist Hoeneß für diesen gewitzten Plan nur zu gratulieren. Und den Willy haben wir ja auch noch….

      Diese Anekdote mit Youtube steht eben exemplarisch für all das, was in puncto Transfers zuletzt ziemlich verkorkst lief. Und wenn sie nicht stimmt, dann ist sie immerhin sehr schön erfunden.

      1. Axel

        Mir liegt daran, die Sprachfähigkeit von Brazzo als sehr viel besser zu würdigen, als ich zu Beginn dachte. Seine Sätze sind grammatikalisch absolut bundesligatauglich und er gibt hier und da auch mal Fragestellern Kontra. Eine gute Wahl ist er deshalb aber immer noch nicht.

  17. Gestrandedinberlin

    Hoffe jemand kann mir helfen: ich hab nämlich die Diskussion um das (sehr dumme) Foul von Vidal nicht verstanden. Er zieht/hält doch sehr deutlich vor dem Strafraum schon strafbar am Trikot. Wenn der Schiri das nicht pfeift ist ja okay, aber ich hätte jetzt gedacht, dass wenn er Vorteil gibt, er das frühere Vergehen pfeifen muss und nicht das spätere?

    1. Kurt74

      Ist ganz einfach, es geht nicht darum wo das Foul anfängt sondern wo es endet und das war leider klar im Strafraum. Vom zerren vor dem Straufraum weg bis zum reinspringen in den Gegner war das von Vidal ein durchgehendes Foulspiel.Da keinen Elfmeter zu pfeifen ist schon klar eine Fehlentscheidung. Aber dank der Königin der Konzessionsentscheidung (O-Ton Hummels) später hat sich das ja ausgeglichen. Der Schiri ist allgemein dem Topspiel nicht gerecht geworden.

      1. Kurt

        Nein, die Regel richtet sich danach, wo es “wirksam wird”. Und das heißt nicht wo es endet. Genau über dieses “wirksam werden” kann man sich großartig streiten.

        In meinen Augen jedenfalls, wird das Foul GLASKLAR vor der Linie wirksam. Auch wenn sich Forsberg mit aller Cleverness noch über die Linie schleppt.

      2. Vobius

        Hätte auch klar gesagt, dass Forsberg in den Strafraum hinein fällt um genau noch den Strafstoß zu bekommen. Dieser Absicht nach war es richtig keinen Elfmeter zu geben. Hätte er versucht noch einen Schritt zu gehen und wäre erst im Strafraum gefallen, wäre es Efler gewesen.

      3. Die Nummer Vier

        @KURT und VOBIUS: “Auch wenn sich Forsberg mit aller Cleverness noch über die Linie schleppt.” bzw. “dass Forsberg in den Strafraum hinein fällt um genau noch den Strafstoß zu bekommen”.

        Könnt Ihr Euch vielleicht nochmal die Szene in Ruhe anschauen und Eure Einschätzung überprüfen? So wie Vidal den Forsberg da umsenst, kann ich aber auch gar nichts von “clever über die Linie schleppen” erkennen. Meinetwegen kann man über die Regelauslegung streiten – meines Erachtens wäre Elfmeter hier die richtige Entscheidung gewesen -, aber diese Unterstellung ist, vorsichtig ausgedrückt, unangemessen.

    2. JP

      Ein Foul, das vor dem Strafraum beginnt, aber im 16er quasi weitergeführt wird, wird mit Elfmeter bestraft. Typischerweise trifft das eben auf jenes Trikotzerren zu, spätestens an der Strafraumkante sollte man dann loslassen… Und wenn man Vidals Textilvergehen und die Beinschere separat betrachtet, ist es völlig legitim vom Schiri, bei ersterem Vorteil zu werten und erst letzteres zu pfeifen.

      Was gestern korrekt war, hängt also lediglich an der Frage, ob die Beinschere außerhalb oder innerhalb des 16ers war. Das fand ich schwer zu beurteilen, insofern war es sehr glücklich für uns daß der SR die Entscheidung revidiert hat. Nicht verstehen kann ich allerdings Hasenhüttl, wenn er sich beklagt, daß der Assistant viel weiter weg stand – dafür hat er, wenn er auf Höhe des Strafraums steht, den viel besseren Sichtwinkel, um das zu beurteilen.

      Was Vidal bei diesem Foul allerdings geritten hat, weiß wohl niemand. So in den Zweikampf zu gehen, hat was von zweiter Liga am Montag abend. In solchen Spielen wie gestern ist er damit deutlich fehl am Platz. Und ja, der Kader ist viel zu klein, wie ich und andere schon mehrfach geschrieben haben. Wenn Coman jetzt auch noch verletzt ist, dann gute Nacht.

      1. Gestrandedinberlin

        Danke für die Hinweise, wieder was gelernt.
        Muss auch sagen, dass ich meine persönliche Einschätzung was den Videobeweis angeht echt geändert habe. Wenn die Schiedsrichter noch aufhören würden, diese nervigen und ewig dauernden Selbstprüfungen am Spielfeldrand zu unterlassen, ist es eigentlich echt ne gute Sache.
        Und ja, die Kaderplanung ist echt schon ne Frechheit, bzw. das Weitergeben von Gnabry war jetzt auch nichtdie klügste Entscheidung der Menschheitsgeschichte, auch wenn er gerade verletzt ist. Es wäre ja schön, zumindest Mal jemand für Lewandowski einwechseln zu können, da würde auch glaube ich fast schon n Amateur reichen. Glaube Lewandowskis Form leidet schon sehr darunter, immer spielen zu müssen.

  18. wipf1953

    Eine fast schon logisch-philosophische Frage: Verhält sich ein Schiedsrichter richtig, wenn er Keita die zweite Gelbe zeigt, wenn diese Gelbe durchaus den Regeln entspricht, der Schiedsrichter vorher aber so gut wie alles falsch gepfiffen hat? Wohl nicht, wenn im Ergebnis eine Mannschaft dadurch sogar doppelt benachteiligt wurde.

    Ich habe mich letztes Wochenende sehr über Hamburg und ihre Treterei gegen Coman aufgeregt (die Folgen sieht man jetzt). Dann muss ich konsequent sein und die gleichen Maßstäbe an Tolisso anlegen. Tragisch, dass dieser gerade den Spieler mehrfach ohne persönliche Sanktionen gefoult hat, der dann für ein grobes Foul und einmal leichtestes Festhalten vom Platz geflogen ist.

    Mit diesen zwei Irren (Tolisso und Vidal) wird der FC Bayern viele Sympathien verlieren.

    Auf der anderen Seite haben wir Leipzigs Fallsucht (die irgendwie typisch ist für Hasenhüttl-Teams). Warum da nicht einfach mal die Gelbe Karte gezogen wird, ist mir schleierhaft. Offenbar will sich die deutsche Schiedsrichtergilde verarschen lassen, anders ist das für mich nicht zu erklären.

    Es ist immer schade, wenn ein Spiel durch den Schiedsrichter entschieden wurde. Gestern war es so, und es war ein wirklich krasser Fall.

    Jetzt bin ich mal gespannt, was der DFB aus diesem Abend für Konsequenzen zieht. Mit dem Innenraumverbot für Rangnick ist es m.E. nicht getan – das hieße für die Zukunft ja nur, dass ein Verein für jedes Video, das “mit dem Schiri in der Halbzeit geteilt werden soll”, einen anderen Adlatus entsenden muss. Fünf Hanseln, fünf Videos, fünfmal Innenraumverbot, das kann es ja doch nicht sein. Vor allem aber sollte sich die Schiedsrichterei hinterfragen und künftig Spiele nicht mehr so verpfeifen.

    Für Samstag erwarte ich aber das übliche Gegenteil: Erstens eine Fortsetzung der Leipziger Fallsucht – ungesühnt -, und zweitens einen Sack voll weiterer Konzessionsentscheidungen (z.B. schnelle Rote Karten gegen Bayern). Denn dann hat die Deutsche Schiedsrichtergilde ihr eigentliches Ziel erreicht: Die Begünstigung des BVB. :p

    1. wohlfarth

      Hauptprofiteur der ganzen Sache ist klar der BVB. Den Verdacht, dass Dortmund von der Schiedsrichtergilde begünstigt wird habe ich ja schon lange, die ständige pro-BVB Anwendung des Videobeweises bestärkt mich ja nur darin. Und nur ein Spiel Sperre für die sokratische Notbremse erschien mir auch nicht unparteiisch.
      Wäre übrigens ganz interessant, wie das gestrige Spiel mit videoassistenten gelaufen wäre. Ob die Spieler anders spielen, foulen und fallen wenn sie wissen, sie werden von einer höheren Instanz beobachtet und eventuell bestraft.

    2. Kurt

      Die Irren sind woanders.

      “Sympathien gewinnen” als Bayernfan LOL. Komplette Selbstdemontage.

      1. M1900

        Sehe ich auch so, wir sollten uns ned darauf versteifen Sympathie zu ernten. Mir ist es ehrlich gesagt egal, ob die gestrigen Gastgeber uns dafür jetzt negativer sehen oder nicht.

        Zum Spiel: schwere erste Hälfte mit einigen leichtfertigen Ballverlusten. Die Mannschaft der Gastgeber muss man sagen, hat ein starkes Pressing gezeigt. Eigentlich hätten wir das Spiel eher entscheiden müssen. Die gelb rote Karte gegen Keita kann man geben. Denn deren Spiel hat halt das Risiko in petto.

        Ullreich war ein guter Rückhalt, wir sollten lieber froh sein, dass er spielen kann ;)

        Mich persönlich hat die Einwechslung von Wriedt gut gefallen.

      2. M1900

        Korrektur: Ulreich

  19. Kurt74

    Mein erster Gedanke nach dem Spiel: Unter Ancelotti hätte uns RBL garantiert über den Haufen gerannt. Respekt an Jupp was er in dieser kurzen Zeit schon erreicht hat. Ulreich wirkt im Spiel mittlerweile deutlich sicherer. Coman blüht so richtig auf. Jetzt noch an den Torschussqualitäten arbeiten und der Ribery Nachfolger ist gefunden. Die Defensive ist deutlich stabiler geworden. Vielleicht ein wenig auf Kosten der offensiven Durchschlagskraft aber wenn dafür hinten die Null steht soll es mir recht sein. Sieht man ja aktuell beim BVB was vorne Hui, hinten Pfui für Resultate bringt, aber der Bosz scheint da unbelehrbar zu sein.
    Und was waren das für starke Elfmeter von uns. Vom ersten bis zum letzten Schuss hat jeder überzeugt. Speziell Hummels, so einen Schuss musst du dich erst mal trauen.
    Die ganzen Kritiken hier mögen zwar berechtigt sein, aber rumjammern hilft ja auch nicht. Wir haben nun mal diesen nicht ganz optimalen Kader samt den Ausfällen. Und das war RBL, für mich aktuell die gefährlichste Mannschaft der Bundesliga.
    Jupp macht praktisch alles richtig, primär das Selbstvertrauen stärken und taktisch behutsam an den Schrauben drehen. Ich bin gespannt wie sich diese Mannschaft nach der Winterpause nach einem ordentlichen Trainingslager präsentiert.

    1. GS

      Danke, Du nimmst mir die Worte aus dem Mund :-)

      Natürlich bleibt noch viel zu tun, sowohl für Jupp als auch für die “Kaderplaner”, aber wer jetzt geglaubt hatte, dass in 2 Wochen der gesamte Schlendrian von über 1 Jahr Ancelotti einfach weggeblasen werden kann, der glaubt vermutlich auch, dass Sahra Wagenknecht an Heiligabend zur Bundeskanzlerin gewählt wird …

      Noch ein Wort zur IV: Wahnsinn, wie sicher und abgeklärt Hummels – und zunehmend auch wieder Boateng – Bälle abfangen, stabil sofort wieder auf Spielaufbau umschalten und dann bei Bedarf auch gleich noch das Mittelfeld und teilweise den Sturm mit übernehmen können.

      1. wohlfarth

        Die Innenverteidigung ist wirklich stark verbessert, aber Hummels und vor allem Boateng sind gerade mal auf dem Weg zur Normalform, von ihrer Bestform sind sie noch Lichtjahre entfernt. Vor allem was den spielaufbau angeht.
        Boa war gestern in der Schlussphase extrem wichtig. Wenn der Gegner in so einer Schlacht den schnellsten und besten Konterstürmer Deutschlands einwechseln kann, schadet es nicht wenn man den schnellsten Verteidiger des Landes dagegen stellen kann. Boa hat Werner auch zur Verzweiflung getrieben indem er im nahezu jeden Ball abgelaufen hat.

    2. Revolet

      Coman war zwar, ähnlich wie ein anderer holländischer Flügelspieler, unterirdisch gegen RB (sicher auch der oben angesprochenen Verletzung geschuldet), aber ansonsten hast du absolut recht. Die defensive Konstanz ist zurück & dort haben wir letztlich das Spiel gewonnen. Vergleich das mal mit der Defensivleistung vom BVB gegen RB. Das sind Welten & ein ganz klarer Fingerzeig, dass das Spielsystem von Bosz nichts weiter als Kindergeburtstag gegen Mannschaften auf qualitativer Augenhöhe ist.

  20. Mehmet68

    Regelkunde, mal eine Frage dazu: Seit wann darf im DFB Pokal 4x gewechselt werden (Rudy, Martinez, Rafinha, Wriedt) und gilt Nr. 4 nur bei Verlängerung? Ich kannte die Diskussion, habe aber wohl die Einführung verpennt?!

    1. Stiepel

      die Regel gibt es seit letzter Saison: In der Verlängerung darf ein vierts Mal gewechselt werden.

    2. Kurt74

      Musste ich auch erst mal googeln, wurde im Dezember 2016 speziell für den DFB Pokal im Falle einer Verlängerung beschlossen um die Spieler vor Überlastung zu schützen. Kam also letztes Jahr schon im laufenden Pokal schon zum Einsatz. Bei den U-EM´s 2016 wurde die Regelung ebenfalls schon getestet.

      1. Mehmet68

        Danke Euch!

  21. Tom

    Trotz allem High-Tech-Training, das Leipzig nutzt, um ihre Spieler nicht nur taktisch und körperlich im klassischen Sinne zu verbessern, sondern auch um die Handlungsschnelligkeit zu verbessern, haben sie es wieder nicht geschafft die großen Bayern zu besiegen, auch wenn sie diesmal (mit 11 Mann) vielleicht dran gewesen wären. Aber man merkt schon extrem, dass diese Form des „modernen“ Trainings die Spieler – was Reaktionsvermögen, Augen-Fuß-Koordination und Handlungsschnelligkeit betrifft – wirklich besser macht.
    Hoffenheim ist ebenfalls so ein Beispiel, auch wenn sie zuletzt nicht mehr so die Ergebnisse liefern konnten. Aber ich finde, dass auch die Jungs von Hoffenheim in Drucksituationen sehr oft und schnell die richtigen Entscheidungen treffen.
    Außerdem fällt auf, dass RedBull extrem viele schnelle Spieler im Kader hat, gerade im Vergleich mit dem FCB. Außer Robben, Coman und mir Abstrichen noch Ribery, bringt da keiner den Speed von Werner, Forsberg, Keite, Augustin, Bruma, Sabitzer, Poulsen usw. auf den Rasen. Vielmehr können die Bayern (immer noch) mit ihrer Erfahrung, Abgezocktheit und Ballsicherheit (aber auch nicht bei allen) dagegenhalten. Das klappt aber auch nur gegen die sehr jungen Teams wie z. B. RedBull. Wenn es aber gegen Mannschaften geht, die neben Speed und Handlungsschnelligkeit auch die Erfahrung, Abgezocktheit und Ballsicherheit mitbringen, wie z. B. PSG und Real, sieht es düster aus. Von daher bin ich vor allem auf das nächste Duell gegen PSG gespannt.
    Interessieren würde mich, ob die Bayern inzwischen auch modernere Trainingsmethoden nutzen, um die Spieler in Sachen Handlungsschnelligkeit zu schulen, wie z. B. den Footbonauten oder diese Leuchtwände, wo man mit einem abgedeckten Auge möglichst schnell die als nächstes aufleuchtende Diode antippen muss…
    Schaden würde auch nicht, wenn man 2 bis 3 Spieler von RedBull verpflichten würde, um nächstes Jahr Robbery (bzw. zumindest Ribery) adäquat zu ersetzen. Und als Lewi-Alternative würde ich öfter mal den Wriedt in den Kader berufen. Der Junge hat das gestern nicht so schlecht gemacht und ist ‘ne echte Kante im Sturmzentrum. Oder aber man läuft mit der Doppelspitze Lewi/Wriedt auf, wenn man einen Rückstand umbiegen muss!

    1. Vobius

      Neue Innovationen und Methoden ins Training einzubauen ist wichtig und sinnvoll, da geb ich dir Recht. Wenns sowas beim FC Bayern passiert lachen aber erst mal wieder alle. Ich erinnere mich da an Klinsmann Zeiten… Aber eine Erneuerung der Manschaft (und hoffentlich auch bald der Chefetage) sollte auch Modernisierungen des Trainings mit sich bringen.

      Deine Parallele zu Hoffenheim finde ich interessant, die brechen ja gerade unter der dreifach (jetzt nur noch doppel) Belastung ein bisschen ein. Da frage ich mich schon ob sich der Spielstil später nicht mal rächt. Dortmund hatte im 3. jahr unter Klopp ja auch extrem mit Verletzungen zu kämpfen.

  22. Jo

    Weitergekommen und den vsl. stärksten Gegner schon mal ausgeschaltet. Soweit perfekt.

    Ansonsten? Lag da eine Zeitenwende in der Luft? Zum erstenmal seit dem BVB 2011/2012 war eine deutsche Mannschaft gegen uns die überlegene (zumindest in Gleichzahl). Ein Gefühl das man so gar nicht mehr kennt.
    Da liegt noch sehr viel Arbeit vor der Mannschaft, wenn man die Saison halbwegs erfolgreich gestalten will.

    Zu unserem Schrumpfkader ist eigentlich schon alles gesagt, von jedem und schon lange. Nun wäre es an der Zeit für die Zukunft auch die richtigen Schlüsse zu ziehen. Wenn man die Wechseloptionen sieht, die wir ziehen konnten und mussten? Ja, eigentlich war ich fast schon erheitert.
    Ich bin mal gespannt wie wir durch die nächsten 3 Spiele kommen und wer dann noch aufrecht steht.

    Der Schiri, wow, der hatte wirklich einen gebrauchten Tag. Aber nach 20 verweigerten Elfmeter für uns, nehme ich das gestern dann auch mal gerne mit. Haben wir eben nur noch 19 gut.

    Und den Aussagen bezüglich unserer Elfer kann ich mich nur anschließen. Ich glaube, das war die beste Serie die wir je geschossen haben.

    1. Revolet

      Naja, letzte Saison beim gleichen Gegner, wo wir das Ding am Ende noch in einem wahnsinnigen Schlussspurt mit 4:5 gewonnen haben, war RB auch über weite weite Strecken das bessere Team. Beim BVB war es auch hin und wieder mal seit 2012 so. Das ist alles kein Beinbruch, sondern eher freue ich mich, dass da noch ein paar Teams in D schlummern, mit denen das kicken Spaß macht (auch dem Zuschauer).

  23. rotweiss

    man stelle sich mal vor, wir hätten einen solchen elfer nicht bekommen…wir würden toben, nicht zu unrecht. vidal ist ein ständiger Faktor der selbstgefährdung, das wird durch seine aggressive Leadership nicht kompensiert, für ihn sehe ich wenig Zukunft bei uns. den ständig rotgefährdeten haudrauf kann künftig ja auch tolisso geben, seine Tauglichkeit hat er ja gestern deutlich bewiesen.

    die gelb-rote ist für keita unumgänglich in einer Situation, wo ein stürmer wie hier Lewandowski mit guten aussichten, bis zum tor zu kommen, allein loszieht. deshalb nicht vergleichbar – wie es jetzt von geneigter seite wieder versucht wird – mit ein paar anderen taktischen zupfereien von bayernspielern (kimmich, Martinez) im mittelfeldgewühl. nebenbei: hat der Schiri eigentlich auf das gezielte treten nach kimmich in den ersten 15 Minute reagiert? gelb?? da hatte ich jedes mal angst, der junge steht nimmer auf.

    insgesamt eine spielerisch zähe Angelegenheit, einige saudumme ballverluste (ja, auch thiago), technische schwächen (tolisso, Lewandowski)..und die Erkenntnis, dass dieser kader dringend einer Auffrischung und einer stringenten spielidee bedarf. bin da ganz bei GP 11…wenn er mal nicht (nur) auf Hoeneß und Rummenigge schimpft. der vorstandsvorsitzend hätte sich im interview durchaus zu einem akt der größe hinreißen lassen dürfen und zugeben, dass vidals foul ein elfer war…das brächte mehr Anerkennung als das hilflose drumrumgeschwurbel.

    1. Kurt

      Gut, dass Kalle es nicht gemacht hat.

      Wer da einen Elfer sieht, kann direkt in die Hoyzerschule gehen.

      1. rotweiss

        gut, dann schick mir bitte mal die Adresse dieser hoyzerschule…bist du echt der Meinung, das war keiner?

      2. Kurt

        Es kann nunmal kein Elfmeter sein, wenn das Foul vor dem Strafraum stattfindet.

        Man kann drüber reden, ob Vidal in der Szene für seine unfassbare Blödheit bestraft werden müsste, aber regelkonform wäre das natürlich nicht.

        Vor der Linie, ist vor der Linie.

      3. rotweiss

        Regel 12: “Wenn ein Verteidiger einen Angreifer außerhalb des Strafraums zu halten beginnt, ihn jedoch bis in den Strafraum weiter festhält, entscheidet der Schiedsrichter auf Strafstoß.” Erscheint mir logisch, dass das dann auch für eine gemischte Kunstform a la Vidal gelten müsste – also eine Halten & Treten-Kombi…
        mein Gott, uns fällt doch kein Zacken aus der Krone, wenn wir zugeben, dass das ein Elfer war. Nochmal: ich möchte nicht hören, was hier los wäre, wär’s genau anders herum passiert.

      4. Revolet

        Ich bin auch der Meinung, dass es eher kein Elfer war. Diese Kamikazesprung-Grätsche, wird wie vorher geschrieben, vor der 16er-Linie wirksam, irgendwann knickt Forsberg ein & fällt in den Strafraum hinein. Also für mich eher kein Elfer. Generell aber traurig einen Elfer zu fordern (damit meine ich jetzt die Leipziger), wenn es selbst nicht eindeutig ist, ob das Foul im Strafraum war. Damit wird doch die Bedeutung eines Elfmeters, der gleichzusetzen mit einem Tor ist, vollkommen ad absurdum geführt. Es werden so viele Elfmeter gepfiffen, die in keinem Zusammenhang mit ihren Konsequenzen stehen. Das ist das wirklich traurige im Fußball, angefangen mit den Schwalben, über etwaige Handspiele, … sowas macht den Sport kaputt, auch wenn das jetzt nicht auf das Vidal-Foul zutrifft.
        Fand aber übrigens, dass es eine mehr oder weniger klare rote Karte war. Verwunderlich, dass darüber gar nicht diskutiert wird.

  24. AM

    Ging es nur mir so? Ich hab den letzten Elfer so gesehen: Werner wollte wie die Leipziger Schützen zuvor in die Mitte schieße. Ulreich bleibt aber länger stehen als zuvor. Verunsichert entscheidet sich Werner um.

  25. […] [Mia san rot] DFB Pokal: RB Leipzig 4:5 n.E. FC Bayern München (1:1): http://miasanrot.de/dfbpokal-analyse-leipzig-fcbayern/ […]

  26. Toni

    Ich finde, die Buben haben es gestern sehr ordentlich gemacht.
    Das einzige, was auch ich nicht gut fand, war die gleichzeitige Aufstellung von Tolisso und Vidal.
    Der Rest ist Kaderplanungssache. Mit Wriedt hat man schon mal einen guten Kerl.

  27. Lukas

    Also was mich wirklich beschäftigt, ist das Thema Tolisso. Da würde mich durchaus interessieren, ob mir irgendwas entgeht, wenn ich Bayern spiele schaue. Aber stand jetzt muss ich einfach feststellen, dass der Junge nicht ansatzweise das Zeug zum Weltklasse Spieler hat. Nicht nur das Rudy meiner Meinung nach in allem besser ist (ja, auch im Defensiv-Zweikampf – Tolisso ist hier im Kopf einfach zu langsam) auch hat mich schockiert, wie viel stärker beispielsweise ein Kampl ist. Tolisso hat 40 mio gekostet, Keita 15, Kampl 20. Ich war wirklich sehr geduldig, habe aber langsam tatsächlich keiner Hoffnung mehr, dass unser neuer Franzose ein ziemlich eklatanter Fehleinkauf war. Ich wüsste auch nicht was noch kommen soll da seine physiologischen Möglichkeiten so begrenzt sind. Nicht sehr koordiniert, nicht sehr schnell, eher grobmotorisch, keine besondere Gedankenschnelligkeit…

    Noch ein Punkt zu GP11, der mich gestern sehr belustigt hat. Prinzipiell gebe ich ihm ja völlig recht, in Bezug auf Hoehnigge und die Kaderplanung. Aber diese Idee, dass es Kämpfer und Techniker gibt ist echt putzig. Gestern wurde mal wieder deutlich, dass Martinez, Vidal und Tolisso sehr unterschiedliche Spieler sind. Außerdem hat Pressingressistenz sehr viel mit dem Pressing des Gegners zu tun. Thiago hatte gestern NULL Chancen den Ball anzunehmen und sich erst umzuschauen. Diese Idee, dass man nur starke Techniker braucht, um dann jedes Pressing umspielen zu können, ist schlichtweg falsch. Das können Kroos und Modrig, weil sie die besten der Welt sind (auch die wurden im eigenen Stadion gegen Bayern letztes Jahr hinten festgesetzt). Das konnten Xavi und Iniesta (Busquets), weil sie die besten der Welt waren. Und das konnte Pep, weil er (was Ballbesitz und flaches Passspiel angeht) der beste der Welt ist. Das Vidal und Martinez im Mittelfeld grundsätzlich nicht die Qualität haben engen Ballbesitzfußball zu spielen, ist einfach Schmarrn. Schaut euch (vor allem du lieber GP11) mal ein aktuelles Spiel von City an, am besten das gegen Chelsea. Das ist eine Offenbarung! Und hier ein Geheimnis: Fernandinho und Delph sind keine feinen Techniker! Die bewegen sich aber auf eine Art und Weise im Raum, da könnte man fast meinen denen hätte das jemand beigebracht.

    1. GP11

      Soso …
      Kroos und Modric sind besser.
      Xavi und Iniesta plus in Klammer noch Busquets sind besser.

      Vielleicht, aber nur vielleicht könnte das daran liegen, dass die eben im Duo/Trio spielen dürfen und sich nicht sämtliche Aufbauaufgaben auf einen einzelenen Spieler konzentrieren? Oder meinst du Modric war bei Tottenham so gut wie bei Real mit einem entsprechenden Spieler an seiner Seite? Oder wie sah den Kroos 2014/2015 nach Modrics Verletzung aus, als er den Laden alleine schmeißen sollte?

      Nur noch mit Humor nehmen kann man dann allerdings dein Verweis auf Guardiola.
      Dass da De Bruyne und Silva das Herz des Spiels sind, sollte eigentlich jedem mit nur einem Fünkchen Fußballverstand auffallen. Guardiola setzt also nicht mal auf spielstarke ZMs, sondern direkt auf spielstarke ZOMs und du meinst der würde genau so gut auf B2Bs setzen.
      Ebenso, dass Fernandinho einerseits das größte Verbesserungspotential dieser Mannschaft ist und andererseits technisch und vom Passspiel immer noch besser als Martínez und Vidal ist.
      Wenn man Guardiolas Fußball auch problemlos mit den Dauerläufern spielen kann, warum verpflichtet denn Guardiola solche Spieler nie?
      Genau wegen der Vorgabe mit Spielern wie Martínez, Vidal, Sanches, Rode, Tolisso etc. im Mittelfeld spielen zu müssen, ist Guardiola nicht mehr hier.

      1. Kurt

        Diese Vorgabe bildest du dir ein.

      2. Lukas

        Hmm irgendwie scheinst du mir, was den Ton und das “Soso…” angeht, vehement zu widersprechen, aber du widersprichst mir doch eigentlich garnicht!?
        Wieso schreibst du “vielleicht, aber nur vielleicht”? natürlich sind sie besonders stark, weil sie gemeinsam im Mittelfeld spielen. Mein Punkt war nur, dass auch Thiago/Rudy/Mo Dahoud/Ceballos egal welche spielstarken ZM es gibt, trotzdem nicht in der Lage wären gutes Pressing einfach zu umspielen, das gibt es eben sehr selten.
        Zu deinen Fragen: Ja, Modric war auch bei Tottenham schon unfassbar stark. Ja, Kroos gelingt es auch mit Khedira, Casemiro oder Kovacic an seiner Seite ein Pressing zu umspielen und den Gegner hinten festzusetzen. Mir geht es darum, dass ich denke, dass du mit deiner Einschätzung bezüglich Pressing, Ballbesitz und den Spielern Martinez und Vidal nicht richtig liegst. Wenn bei Bayern genügend spielstarke Spieler auf dem Platz stehen, wären ein Martinez und Vidal durchaus in der Lage Guardiola Fußball zu spielen. Genau das meine ich mit Fernandinho und Delph, ich habe nämlich auch wahrgenommen, dass dort auch DeBryne und Silva mitspielen.

        Nun ja ist ja auch egal, da du mich nur mit Humor nehmen kannst. Trotzdem der Versuch, mich dir verständlich zu machen: Ich widerspreche dir keineswegs, dass wir wieder feine Füße statt Haudegen in der Mannschaft brauchen. Aber deine Beschreibung der Fähigkeiten von Vidal und Martinez sind einfach empirisch nicht nachzuvollziehen. Wenn ich mich also frage, wieso Bayern eine Mannschaft wie Leipzig nicht mehr spielerisch dominieren kann, sehe ich einfach mehr Faktoren, die da eine Rolle spielen. Und Nummer 1 ist für mich ganz klar (und darum ging es mir am Beispiel von Manchester City) dass Ballbesitzfußball eine irrsinnig intensive Positions- und Raumschulung benötigt. Martinez hätte mit dieser durchaus die Möglichkeit in so einem Mittelfeld zu agieren ;-)

      3. Ju

        @Lukas
        Gib dir keine Mühe. Wir sollten froh sein, dass De Bruyne nicht herabgewürdigt wird. Immerhin stellt er GP11’s Weltbild (das Mittelfeldspieler in die Schubladen plumper Dauerläufer sowie irgendwas zwischen Dribblingachter und Spielmacher einteilt) vor erhebliche Probleme. Da war ja zu befürchten, dass ihm das gleiche Schicksal wie Andre Gomes droht, der erster Kategorie zugeordnet wurde und damit übrigens sinnbildlich für den Niedergang (!) des FC Barcelona steht.

      4. GP11

        Dann habe ich dich teilweise missverstanden.

        Dass man unter einem entsprechenden Trainer und Positionsspiel auch mit weniger spielstarken Spielern Dominanz entwickeln kann, ist natürlich richtig. Allerdings wird dann gegen eine spielstärkere oder besonders gut pressende Mannschaft trotzdem irgendwann Endstation sein. Deshalb verpflichtet Guardiola ja solche Spieler nicht bewusst, sondern setzt sie nur ein, wenn er muss. Er denkt sich ja nicht, dass sein Positionsspiel und Ballbesitzsystem so stark ist, dass es auch mit solchen Spielern reicht.

        ————————————Kein Positionsspiel
        ————————————Spielstarke Spieler
        Kein Positionsspiel >>>>>>>>>———————->>Positionsspiel
        Zu wenig spielstarke Spieler>———————->>Spielstarke Spieler
        ————————————Positionsspiel
        ————————————wenig spielstarke Spieler

        Ich hoffe dieses Schaubild lässt sich halbwegs entziffern.
        Wir befinden uns ganz links, das Ziel muss sein, ganz rechts zu sein.
        Es gibt zwei Zwischenstufen, die beide auch funktionieren können. Allerdings muss meiner Meinung nach immer das Ziel sein, spielstarke Spieler unter einem Ballbesitztrainer mit klarem Konzept zu haben.

      5. GP11

        @Ju

        Selbstverständlich bin ich gegen einen Spieler, der eine Vorlage nach der anderen liefert, nahezu beidfüßig ist, perfekt passen kann, den Ball auch gegen mehrere Gegenspieler behauptet und Guardiolas Wunschspieler war.

      6. Lukas

        Da bin ich auch einverstanden, danach würde ich mich auch sehnen :-)

      7. Ju

        @GP11
        Und ich dachte immer, du findest Joshua Kimmich schlecht ;)

      8. Lukas

        Die Beschreibung passt tatsächlich auf Kimmich hahaha

    2. Toni

      Tolisso braucht einen ausbildenden Trainer(stab). Den hat er erst seit ein paar Wochen. Dazu kommt, dass man ihn keinen Gefallen tut, zusammen mit Vidal aufzustellen oder in einer komplett umgestellten Aufstellung wie in HH. Ich bin da nicht bange, das wird schon werden.

  28. Jester

    Ich fande es ebenfalls ein recht ordentliches Spiel. Im übrigen von beiden Seiten! Über kurz oder lang wird meiner Meinung nach auch Leipzig die Dortmunder als Nummer zwei ablösen. Und das ist gut so!

    Hummels fand ich unglaublich stark und präsent!

    Und den von mir gescholtenen Alaba muss ich auch ein Teillob aussprechen. Er hat es ordentlich gemacht. Besonders freut mich, dass er scheinbar wieder Selbstvertrauen fasst. Das er zum Elfmeter antritt zollt mir Respekt ab. Hat er gut geschossen und auch in der gegnerischen Hälfte hat er mir sehr gut gefallen. – Das Spiel in unserer Hälfte lass ich mal unkommentiert ;-)

    Wenn man das 11 gegen 11 noch als Maßstab nimmt muss man sich allerdings schon Fragen, warum eine Mannschaft im Spiel nicht lernwillig ist. Anfangs haben die hohen Diagonalpässe auf die Außen die Räume schön geöffnet. Auf dieses Mittel hat man dann zu wenig zurück gegriffen.

    Als es dann 10 gegen 11 war kamen die Pässe aber kaum mehr an :(. Bzw. Leipzig hat die Situation dann super erkannt und gut verteidigt. Und wir haben es dann immer und immer wieder versucht …

  29. Systemrelevant

    Positiv: Hinten steht wieder eine Defensive. Gestern zwar mit dem ersten Gegentor unter Jupp, aber war halt auch “nur” ein Elfer.

    Aber letztlich wurden gestern auch klar die Grenzen des Kaders aufgezeigt. Wenn da nicht die richtigen Schlüsse gezogen werden weiß ich auch nicht. Bei der Länderspielpause in gut 2 Wochen muss man fast darum betteln, dass die N11en auf die Spieler aus München verzichten.

  30. Osrig

    Jupp hat zu seinem Antritt angemerkt, er lege viel Wert auf die Defensive! Damit hat er sicher recht, und daher wundert es mich nicht, dass Heynckes zunächst mal hinten dicht macht. Und gegen solche Pressing und Umschaltfanatiker ist das ein probates, ein gutes Mittel – gestern hat es zu meiner Freude letztlich gut funktioniert! Wir haben hinten schon viel schlechter und unsicherer ausgesehen.

    Heynckes Taktik besteht sicherlich darin, defensiv gut zu stehen, in der Erwartung, dass die Mannschaft vorn immer für ein Tor gut ist. Die Schwierigkeit ist, dass Abläufe und Laufwege nach vorn noch nicht koordiniert genug sind, noch nicht passen, vieles noch schnell durchschaubar ist. Das wird sich im Verlauf der nächsten Wochen mit mehr Training und mehr Spielen verbessern.

    Verbessern muss sich auf jeden Fall die Handlungsschnelligkeit unserer Spieler. Auch wenn die Abwehr nicht mehr so hilflos wirkt, wie früher, muss es doch klar sein, dass nur schnelles, genaues Pass-Spiel die Lösung gegen früh anlaufende Gegner UND gegen Abwehrbollwerke ist. Da scheint mir auch unter Jupp noch reichlich Luft nach oben zu sein.
    Übrigens ist das ein Grund, weswegen ich auch nicht in die Begeisterung über Coman einstimmen mag: Der Junge ist zwar schnell, aber genaues und überlegtes Pass-Spiel ist nicht seine Stärke, noch immer landen die weit überwiegende Mehrzahl seiner Flanken und Abspiele entweder beim Gegner oder im Nirvana, und der Rest ist kaum zu verarbeiten. Alaba beweist da dreimal mehr Spielintelligenz, lässt aber in seiner Abwehrarbeit noch einige Wünsche offen.
    D.h. nur, wenn man den FC Bayern als Umschalt-Monster auf dem Platz sehen möchte, dann macht es Sinn, noch mehr Spielertypen vom Schlage Coman zu fordern. Die Umschalterei wird aber gegen die Top-Mannschaften in Europa nicht ausreichen, um zu gewinnen, geschweige denn, sich dauerhaft oben festzusetzen.
    Das wird nur mit einem variablen Dominanzsystem funktionieren – und dafür brauchen wir spielerisch starke Jungs wie Thiago, James, Rudy, die wissen, wie sie ein Spiel aufziehen müssen, aber auch, wie sie hinter der Spitze agieren sollen.

    Wir haben also gute Spieler, und sollten die Mannschaft ausgewogen ergänzen. Das der aktuelle Kader arg dünn ist, steht allerdings außer Frage. Trotzdem wird es sicherlich nicht der richtige Weg sein, jetzt die halbe Startelf auszumustern und auszutauschen.

    1. Jo

      Ja, die Defensive steht deutlich verbessert. Hier zuerst das Augenmerk darauf zu legen ist natürlich vernünftig.
      Wenn ich da an das letzte Spiel in Leipzig denke?

      Wenn sich deine Kritik an Coman auf das gestrige Spiel bezieht ist sie sicher richtig. Das war wahrlich nicht sein Tag. Es war allerdings mehr als offensichtlich, dass er schon ziemlich angeschlagen ins Spiel ging. Ob die Entscheidung ihn aufzustellen letztendlich gut war wird sich noch zeigen.

      Und James. Trainiert am Dienstag mit der Mannschaft, trainiert am Donnerstag mit der Mannschaft. Und am Mittwoch hat er so schlimm Rücken, dass er nicht mal mit nach Leipzig kann? Komisch.

      1. Vobius

        Hatte auch das Gefühl, das “Rücken” eher eine Ausrede ist, damit Jupp Ihn nicht aufstellen muss. Ich will mal hoffen, dass er nur für Samstag geschont wurde…

      2. Osrig

        Das mit dem “Rücken” finde ich auch etwas merkwürdig! Klar, mir zwickt’s auch hin und wieder mal im Kreuz, aber dann habe ich auch mindestens 3 Tage gut davon. Gleich wieder voll ins Training einsteigen, sprich zur Arbeit gehen, wäre da kaum möglich. Aber nun gut, vielleicht war es eine reine Vorsichtsmaßnahme^^
        Was die Kritik an Coman betrifft, muss ich ihm sicherlich zu Gute halten, dass er angeschlagen war. Aber das Problem mangelnder Spielintelligenz hat unser junger Franzose nicht erst seit gestern! Ich hoffe, dass er lernfähig genug ist, um sich spürbar weiterzuentwickeln. Sonst sehe ich ihn eher als Ergänzungs- und nicht als Stammspieler

      3. Ju

        Das mit der mangelnden Spielintelligenz von Coman sehe ich wirklich komplett anders. Der positioniert sich verdammt geschickt und hat bei seinen Ballaktionen sogar strategisches Talent. Lediglich seine finalen Aktionen sind überhastet. Das muss nicht immer der Torabschluss oder Key-Pass sein, sondern auch einfach mal das saubere Abspiel im Mittelfeld. Das ist aber eher eine Frage von Konzentration und Ruhe.

    2. Heynckes hat die Defensive ganz sicher stabilisiert, aber wenn man bedenkt, wie das Spiel bis zum Platzverweis lief, kann man nicht davon sprechen, dass sein Plan funktioniert hat. Leipzig bekam immer mehr das Oberwasser und hätte die Partie, wenn nicht etwas anderes unvorhersehbares passiert wäre, höchstwahrscheinlich gewonnen. Dein Pressing kann noch so toll sein. Wenn du keine offensive Entlastung hast, wirst du unter dem Druck irgendwann zusammenbrechen. Das war bei Bayern eigentlich schon von der 20. bis zur Halbzeit der Fall. Da muss es 1:0 für Leipzig stehen. Danach kommt Bayern wieder etwas besser raus, aber ich bin überzeugt davon, dass sie in dieser Konstellation nicht weitergekommen wären.

      1. Revolet

        & dennoch hat sich Leipzig im genannten Zeitraum nicht eine gute Tormöglichkeit erspielt (korrigier mich, wenn ich falsch liege). Defensiv haben wir den Leipzigern, bis auf ein paar Situationen auf engem Raum, wo sie sich durchgewurschtelt haben, die Grenzen aufgezeigt (vgl. Dortmunds Kindergarten-Abwehrverhalten). Sonst hast du recht, vorne null Entlastung, da Coman diesmal schwach war (auch der Verletzung geschuldet) und wir mit den immer gleichen Robbens und Lewandowskis so verkrustete Strukturen vorne haben, dass sich die internationale Konkurrenz schon munter ins Fäustchen lacht. Das ist wie mit einem Wattebäuschen, statt einer Sperrspitze zu agieren. Entscheidend gegen Leipzig war aber eher, dass uns die Kontrolle im Mittelfeld in dieser Phase des Spiels abhanden gekommen ist.

  31. Vobius

    War ein echt spannendes Fussballspiel und zwar von Anfang bis zum letzten Elfmeter!!! Es war nicht unbedingt schön anzuschauen, warum wurde und wird hier ausgiebig diskutiert. An die Emotionen während des Spiels werde ich mich noch lange erinnern. In sofern hat die Vorfreude gehalten was sie versprochen hat.

    Der Nachschlag folgt am Samstag. Danach wird Jupp wohl noch mehr Amateure einsetzen müssen. Aber warum sollten die es gegen Celtic, Augsburg und Anderlecht nicht richten können. Wriedt zu bringen gestern war mutig und hat sich, wie ich finde, auch ausgezahlt. Vielleicht kann ja auch James uns mal wieder zeigen warum wir Fussball so mögen. Bis dahin freuen wir uns einfach über das Weiterkommen.

  32. Stern des Südens

    Eine meiner großen Hoffnungen: Jupp schafft es, James für sich einzunehmen, der sich in der spanischsprachigen Welt schon sehr enttäuscht ob der der Demission von Carlo geäußert hat. Halte ich neben der Balance insgesamt für einen ausschlaggebenden Faktor, was möglich ist und wird.

  33. Pat

    Was mich schon wieder nervt ist dieser Jammer- Einstellung von RaBa. Überall immer dieses Geheule, dass man gerne mit 11 gegen 11 zu Ende gespielt hätte. Und man hoffe das mal am Samstag zu dürfen. Das ist doch reines Kalkül und Psychologie: der Schiri wird sich nun am Samstag drei Mal überlegen, ob er ne Karte gegen die zückt.
    Es bleibt aber dabei: wenn jemand mit gelb vorbelastet einen Konter unterbindet, dann werden die wieder -zu Recht- nur mit 10 Mann spielen. Da kann Professor Rangnick noch 10 Mal mit dem Smartphone aufs Feld rennen. Was im Übrigen an Peinlichkeit ja nicht zu überbieten ist :-)

    1. Ju

      Ja, dieser Effekt ist zu erwarten. Aber mit Verlaub: Das ist auch recht und billig. Ich will mir nicht vorstellen, was bei gegenteiligem Verlauf los wäre. Man denke nur an Madrid.

      1. Pat

        Ja klar, ich habe das aus meiner Sicht heraus geschrieben. Auch ich habe die Madrid Niederlage nicht mit den Schiedrichter Entscheidungen in Verbindung gebracht. Wobei ich Uli gerne mit dem Smartphone im Bernabeau gesehn hätte… :-)

    2. Jo

      Wenn RB mal wieder mit 11 durchspielen will, sollten sie mal ein Wörtchen mit Keita reden. Das waren jetzt drei Platzverweise in 4,5 (?) Wochen. In Dortmund wohl nur durch die Auswechslung davor bewahrt.
      Da hat ja ein Vidal seine ganze Karriere für eine solche Bilanz gebraucht.

      Andererseits. Was für ein Kicker. Der hätte uns schon nicht schlecht zu Gesicht gestanden.

      1. Done

        Sicher ist der Keita ein richtig guter Kicker, keine Frage. Aber es wird interessant sein zu beobachten, ob diese Unbeherrschtheiten nur seinem jugendlichem Alter geschuldet sind und ein Reifeprozess hier sein übriges tun wird. Bei Vidal und Ribery hats ja offensichtlich nicht so funktioniert mit der Altersweisheit.

      2. pitvonbonn

        Es waren nicht nur drei Platzverweise, sondern hat auch in den ersten Minuten schon 3 mal Foul gespielt.
        Das verschweigt Hasenhüttl. Er erwähnt nur dass Keita sehr oft gefoult worden sei.
        Die agressive Art, wie Hasenhüttl eine Bayern Bevormundung unterstellt, zeigt aber auch, dass er nicht auf der Kandidatenliste der Trainer Nachfolge steht.
        Wo sind eigentlich die seitenlangen Kommentare zu den 2 nicht gegebenen Elfmetern für Hoffenheim?
        Das mediale Aufpuschen des “Bayernbonus” verkauft sich besser, wird aber deshalb doch nicht wahrer. Im Gegenteil, als die Leipziger Spieler merkten, dass man sich beim Zweikampf, besonders in der Nähe des Bayern Strafraums, nur fallen lassen muss, um einen Freistoss zu provozieren, bekamen sie reihenweise die Fallsucht. Ist dies auch ein taktischer Schachzug des Trainers oder seines Vorgesetzen?
        Ich meine den, der in der Halbzeit Reklame mit seim Handy machte.

  34. Liza

    Habe mir heute ein SkyTicket gegönnt und bereue es extrem. Furchtbare Vorstellung in der zweiten Hälfte. Wer denkt, dass die Heynckes-Bayern so viel besser sein als die Ancelotti-Bayern, der wird wohl im Saisonverlauf noch eines besseren belehrt werden.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Miasanrot.com — Der FC Bayern München Blog