FC Bayern München – FC Augsburg 2:1 (0:1)

Der Start in die zweite Saisonphase der Bundesliga 2015/2016 endet für den FC Bayern mit einem blauen Auge. Es brauchte einen fragwürdigen Elfmeter in letzter Minute, um die Partie gegen den zuvor schlecht in Saison gestarteten FC Augsburg zu gewinnen. Die Analyse eines komplizierten Spiels.

Falls ihr es verpasst habt:

Die Länderspielpause hat ihre Spuren hinterlassen. Neben Arjen Robben und Medhi Benatia, die länger ausfallen werden, musste kurzfristig auch Mario Götze mit muskulären Problemen passen. Der deutsche Nationalspieler war durch den Robben-Ausfall eigentlich fest für die Startelf eingeplant. Der FC Bayern bezeichnete seinen Ausfall als Vorsichtsmaßnahme mit Blick auf das wichtige Champions League Spiel gegen Piräus unter der Woche.

Wie erwartet saß Neuzugang Kingsley Coman zunächst auf der Bank. Genau wie Rückkehrer Javi Martínez. Im Vergleich zum Spiel gegen Leverkusen rückte Rafinha für Robben in die Startelf. Beim FCA kam mit Markus Feulner ein alter Bekannter zu seinem zweiten Startelf-Einsatz der Saison. Er vertrat den erkrankten Philipp Max. Der schnelle Esswein begann zudem für Altintop und Callsen-Bracker für den beim Aufwärmen verletzten Hong.

Bayern startete mit einer recht klaren Dreierkette, die aus Alaba, Boateng und Rafinha gebildet wurde. Lahm rückte nominell für Robben auf die rechte Außenbahn und bildete mit Alonso, Vidal und Thiago eine Art Raute hinter den drei Offensivspielern Costa, Lewandowski und Müller.

Die Münchner hatten die erste Halbchance nach sechs Minuten, als Müller eine Hereingabe nur knapp verpasste. Es dauerte fast bis zur 20. Minute, ehe sich die Hausherren die erste richtige Chance herausspielten. Thiago kam nach Alaba-Flanke aus sieben Metern frei zum Kopfball, scheiterte jedoch am glänzend reagierenden Hitz (19.).

Lahm ersetzte auf der Außenbahn Robben.

Das Spiel plätscherte danach lange vor sich hin. Bayern hatte mit einigen Hereingaben zwar die besseren Szenen, aber wurde vor dem Tor nicht zwingend genug. Es fehlte über viele Strecken das nötige Tempo in der Partie. Augsburg zog sich im Verlauf der ersten Hälfte immer weiter zurück, traf aber dennoch zur zu diesem Zeitpunkt ziemlich überraschenden Führung. Nach einer schönen Kombination über Bobadilla und Koo schloss Esswein letztlich wuchtig und unhaltbar für Neuer ab (43.). Die Bayern hatten sich diesen Rückstand mit einer insgesamt wenig inspirierten Leistung selbst zuzuschreiben.

Nach der Pause erhöhten die Hausherren spürbar das Tempo. Lewandowski vergab nach herrlicher Drehung eine hundertprozentige Torchancen als er völlig frei vor Hitz scheiterte (51.). Kurz danach brachte Guardiola Neuzugang Kingsley Coman. Die Bayern setzten sich nun zusehends am gegnerischen Strafraum fest. Erneut konnte Hitz einen 20 Meter-Freistoß von Alonso abwehren und kurz danach auch gegen Lewandowski retten.

Augsburg konnte sich nun überhaupt nicht mehr befreien und hatte große Mühe den Ball vom eigenen Sechzehner fern zu halten. Es dauerte bis zur 77. Minute, ehe Lewandowski den Bann nach schöner Kombination mit Müller brach und den zunächst erneut von Hitz abgewehrten Ball über die Linie drückte.

Bayern sammelte sich nach dem Ausgleich kurz, entschied sich dann aber voll auf Sieg zu spielen. EInmal mehr war es Hitz, der gegen Lewandowski aus spitzem Winkel den Rückstand verhinderte (85.). Kurz vor dem Ende zeigte Schiedsrichter Kircher nach einem Allerweltszweikampf zwischen Feulner und Costa auf den Punkt. Müller verwandelte den Strafstoß zum 2:1 (88.). Der Augsburger Protest war mehr als nachvollziehbar.

Das Ergebnis war nach dem Spielverlauf alles andere als unverdient. Glücklich war es ob der sehr fragwürdigen Elfmeterentscheidung kurz vor Schluss trotzdem. Der FC Bayern kommt so mit einem blauen Auge davon und ist weiter erster Verfolger von Tabellenführer Borussia Dortmund.

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3 Dinge, die auffielen:

1. Wie Augsburg den Münchnern das Leben schwer machte

Es kam nicht unbedingt überraschend, dass sich der FC Bayern gegen Augsburg lange Zeit so schwer tat. In 7 der 10 Aufeinandertreffen seit Augsburgs Aufstieg im Jahr 2011 gelangen dem Rekordmeister weniger als 3 Tore. Zwei Aufeinandertreffen gingen sogar ohne eigenen Treffer verloren. Markus Weinzierl hat einen sehr guten Plan entwickelt, um den Münchnern ihre Stärken zu nehmen oder zumindest ihr Spiel deutlich zu verkomplizieren. Dass mit Arjen Robben, Franck Ribéry und Mario Götze gute Individualisten und Fixpunkte in der Offensive ausfielen, kam den Augsburgern zusätzlich entgegen.

Vor allem zwei Elemente in Augsburgs Spiel störten dabei den Münchner Spielfluss. Augsburg verstand es geschickt den Münchner Spielaufbau früh nach Außen zu lenken. Darauf, weniger auf den frühen Ballgewinn, ist das Augsburger Mittelfeldpressing aufgebaut. Am Samstag-Nachmittag gelang es zudem den nominell gefährlichsten Münchner Offensivspieler (Douglas Costa) sehr effektiv zu doppeln oder gar mit drei Spielern frühzeitig aus dem Spiel zu nehmen. Tempo konnte Costa kaum einmal aufnehmen. Nur ein erfolgreiches Dribbling stand am Ende zu Buche. Im bisherigen Saisonverlauf waren es über fünf gewesen.

Anders als zum Beispiel der HSV zu Saisonbeginn warteten die Augsburger nicht statisch auf den anrollenden Angriff und versuchten durch simple personelle Überlegenheit am Strafraum das Doppeln herbeizuführen. Stattdessen begleiteten Koo auf der einen und Werner auf der anderen Seite den jeweiligen Flügelspieler schon ab kurz hinter der Mittellinie. Verhaegh und Feulner konnten so als Außenverteidiger je nach Positionierung entscheiden, ob sie Costa, Lahm und später Coman attackieren oder eher im Deckungsschatten abwarten. Anders als in den Vorwochen gegen Hoffenheim und Leverkusen gelang es deshalb so gut wie nie einen der Offensivspieler auf dem Flügel oder in Strafraumnähe zu isolieren. Die Konzentration der Augsburger lag dabei eindeutig auf Douglas Costa, während Lahm über weite Strecken ein paar mehr Freiheiten erlaubt wurden.

Guardiola reagierte mit mehreren Ansätzen auf die Probleme. Zunächst zog er Costa von der linken auf die rechte Seite, um dort den nominell schwächeren Feulner zu attackieren und seinerseits eine Überzahl herzustellen. Als auch das nicht wirklich funktionierte stellte er stärker auf eine Viererkette um, damit Alaba als hinterlaufender Linksverteidiger mehr Druck auf die Defensive ausüben und Costa (nun wieder auf der linken Seite) unterstützen konnte. Später tauschte er mehrfach die Positionen von Costa und Coman.

Bayerns Spiel war gerade in den ersten 50 Minuten nicht schnell und direkt genug, um die beschriebenen Augsburger Staffelungen gar nicht erst entstehen zu lassen. Zu selten trauten sich die Münchner zudem das Mittelfeld durch einen scharfen Steilpass auf Lewandowski oder Müller zu überbrücken. Gelang dies wurde es wie bei Lewandowskis Riesenchancen in der 51. und 85. Minute durchaus gefährlich. Insgesamt war es aber durchaus alarmierend wie wenig Automatismen aktuell im Spiel durch das Zentrum greifen – gerade wenn man sich die herausragenden Passmuster von Borussia Dortmund unter Thomas Tuchel gegen tiefstehende Gegner vor Augen führt.

Erst spät in der zweiten Hälfte und vor allem nach der Hereinnahme von Coman fiel es den Augsburgern immer schwerer die beschriebene Struktur aufrecht zu erhalten, weil Bayern sich mit wütenden Angriffen am Strafraum festsetzen konnte. 20 der 27 Torschüsse gaben die Bayern in der zweiten Hälfte ab. Darunter viele erzwungene, weniger herausgespielte Torchancen. Ohnehin sollte man sich von der hohen Anzahl an Torschüssen nicht völlig täuschen lassen. 12 der 27 Torschüsse wurden von außerhalb des Strafraums abgegeben. Acht wurden geblockt. Zwei waren zudem eher verunglückte Flanken, die als Torschüsse gewertet wurden.

Das zweite gute Augsburger Element war das nicht gerade spektakuläre, aber durchaus effektive Umschaltspiel. Augsburg scheute den langen Ball nach Ballgewinn nicht, sorgte jedoch häufig dafür, dass sich rund um den Zielspieler drei oder gar vier Teamkollegen positionierten und so auf den zweiten Ball oder eine Kombinationsmöglichkeit warteten. Der Führungstreffer kurz vor der Pause entstand aus einem ähnlichen Muster. Augsburg gelang es so zumindest über 50 Minuten die Münchner auch defensiv ein wenig zu beschäftigen. Erst danach übernahm Bayern vollständig das Kommando und drückte Augsburg hinten rein.

Der FC Bayern wird in den nächsten Wochen Wege finden müssen den Gegner ohne Arjen Robben von der ersten Minute an defensiv zu fordern. Kraftakte wie am Samstag werden gerade in den anstehenden englischen Wochen immer schwerer werden. Guardiola wird dabei auch das Kombinationsspiel durch das Zentrum verbessern müssen. Der Flügelfokus der letzten Wochen wird ohne einen so herausragenden Individualisten wie Robben schwer aufrecht zu erhalten sein. Augsburgs Spiel über 50 Minuten könnte dabei durchaus Anschauungsunterricht für kommende Gegner sein.

2. Coman bekommt viel Vertrauen

Es war schon ein ungewöhnliches Zeichen, dass Pep Guardiola seinem Neuzugang Kingsley Coman nach nur zwei Trainingstagen in einer kritischen Phase des Spiels das Vertrauen schenkte. Auch Juan Bernat wäre schließlich durchaus eine dribbelstarke Alternative von der Bank gewesen. Sehr deutlich wurde in den ersten 50 Minuten wie sehr dem Münchner Spiel die zweite Option auf dem Flügel fehlte. Coman bekam als einziger Spieler von der Bank die Chance. Erst nach dem entscheiden 2:1 nutzte Pep Guardiola weitere Optionen und nahm so Zeit von der Uhr.

In Comans Leistung sollte noch nicht allzu viel hineininterpretiert werden. Er spielte mutig, zeigte, dass er im eins gegen eins am Gegner vorbei kommen kann. Seine Hereingaben waren zwar gefährlich aber vielleicht auch etwas plump. Sein Defensivspiel war wie erwartet engagiert und lauffreudig.

Coman könnte in den kommenden Wochen eine etwas größere Rolle bekommen, als zunächst geplant. Vor allem deshalb weil Douglas Costa nach dem hohen Pensum der ersten Wochen auch die ein oder andere Verschnaufpause bekommen wird.

3. Eingespieltes Angriffsduo

Dass der FC Bayern ein kompliziertes Spiel gegen Augsburg am Ende mit drei Punkten nach Hause brachte, hatte er vor allem seinem Angriffsduo zu verdanken. Robert Lewandowski und Thomas Müller zeigen wie schon im Vorjahr eine gute Harmonie im Zusammenspiel und fanden bisher immer Wege, um im Strafraum Gefahr zu entfalten – auch wenn es gegen Augsburg deutlich schwerer war als zuletzt kontrolliert in Tornähe zu gelangen.

Guardiola hat sich mit dem etwas asymetrischen Zusammenspiel der beiden Angreifer angefreundet. Müller spielt dabei eine ihm eigene merkwürdige Rolle, als hängende Spitze mit vielen Freiheiten in den 10er Raum oder auf die Flügel auszuweichen. Müller ist dabei wie kaum ein zweiter in der Lage die Lufwege seines Partners zu lesen und den jeweils freiwerdenden, gefährlichen Raum zu besetzen.

Lewandowski hat seine Rolle in Bayerns Spiel ohnehin inzwischen gefunden und erarbeitet sich in jeder Partie gefährliche Situationen. Zusammen schossen beide gegen Augsburg 15 Mal aufs Tor. Zwei Großchancen, darunter der Treffer zum 1:1 spielten sie im direkten Zusammenspiel heraus.

Das einzige Manko bleibt Lewandowskis Chancenverwertung. Fast 9 Torschüsse im Strafraum brauchte der polnische Nationalspieler im Vorjahr für einen Treffer. In dieser Saison sind es sieben. Vor allem die fehlende Genauigkeit in eins gegen eins Duellen mit dem Torwart ist dabei durchaus ein auffälliges Problem. Auch gegen Augsburg vergab Lewandowski drei Mal allein vor Hitz. So lange er trotzdem seine Treffer macht, ist das zu verschmerzen, trotzdem ist dies etwas, an dem selbst ein so kompletter Stürmer wie Lewandowski noch arbeiten muss.

FC BAYERN – FC AUGSBURG 2:1 (0:1)
FC BayernNeuer – Rafinha, Boateng, Alaba – Xabi Alonso – Lahm (90.+2 Kimmich), Vidal (56. Coman), Thiago – Müller (90. Bernat), Lewandowski, Douglas Costa
BankUlreich, Martínez, Rode
FC AugsburgHitz – Verhaegh, Callsen-Bracker, Klavan, Feulner – Baier – Esswein (70. Altintop), Kohr (90. Matavz), Koo, Werner – Bobadilla (76. Dong)
Tore0:1 Esswein (43.), 1:1 Lewandowski (77.), 2:1 Müller (90./Foulelfmeter)
KartenGelb: – / Verhaegh
SchiedsrichterKnut Kircher (Rottenburg)
Zuschauer75.000 (ausverkauft)
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Leserkommentare
  1. Horst Köhler

    Wer solche Spiele gewinnt, hat Charakter, und kann Großes erreichen. Unabhängig von aller berechtigten Krtik, stehen doch 12 Punkte aus 4 Spielen zu Buche, und ohne den herausragenden Start der Dortmunder würde dies auch locker für Platz 1 reichen. Wichtig wird sein, die Duelle gegen Wolfsburg und den BVB für sich zu entscheiden, dann steht der Herbstmeisterschaft wenig im Wege.

  2. pitvonbonn

    Dieses Wochenende kann man bestens folgendes kritisieren:

    Leverkusens Heimniederlage gegen einen Aufsteiger zu Hause – 0 eigene Tore.
    Wolfsburgs Unentschieden beim anderen Aufsteiger – 0 eigene Tore.
    Gladbachs Heimniederlage gegen die letzjährige Relegationsmannschaft – 0 eigene Tore.
    Dortmunds 12ten Spieler Lopez mit 2 verschuldeten 11 Metern und einem Eigentor und dem nichtgegebenen Elfer für Hannover.

    Oder kritisiert Chelsea, Paris oder Juve.

    Wir haben nach 4 Spielen 12 Punkte und 12:2 Tore ohne:
    Robben, Ribery, Götze, Martinez, Badstuber und Benatia.

    Die Konkurrenz hat nach 4 Spielen schon wieder 0 – 4 – 6 – 12 Punkte Abstand ohne,
    außer bei Leverkusen, gegen uns gespielt zu haben.

    und was ist mit Juve, Paris und Chelsea los?…..

    1. Christopher

      Die Konkurrenz hat nach 4 Spielen schon wieder 0 – 4 – 6 – 12 Punkte Abstand ohne,
      außer bei Leverkusen, gegen uns gespielt zu haben.

      Mag sein, dennoch müssen wir zunächst auf die Leistung der ‘eigenen’ Mannschaft schauen. Und da stehen jetzt 4 Spiele und 12 Punkte. Was natürlich vom Ergebnis her ein sehr guter Start ist. Allerdings haben wir auch bereits 3 Heimspiele gespielt. Und nicht jedes kann so emotional gewonnen werden wie gegen Hoffenheim und Augsburg. In den nächsten Wochen stehen wichtige Partien auf dem Plan: Darmstadt (A), Wolfsburg (H), Mainz(A) und Dortmund (H). Also unangenehme Auswärtsspiele gepaart mit Heimspielen gegen Top-Mannschaften. Ich behaupte gegen keine der vier Mannschaften wird die dargebotene Leistung von gestern reichen, da muss ich dem Autor Steffen hier in allen Punkten zustimmen.

      1. Erich_B

        Das ist genau der Punkt. In der Leistung der Mannschaft fehlt bei den Spielen (außer Leverkusen) Routine.

        Und richtigerweise wurden auch schon im Artikel die konzeptionellen Probleme angesprochen:
        – Keine/Wenig Nutzung der Mitte und der Halbräume
        – Zu frühes Spiel auf die Flügel
        => Diese Probleme gibt es je nach Intensität schon länger, bloß konnten Sie durch die individuelle Stärke von Robben und Ribery kaschiert werden.

        Bayern hat gegen Hoffenheim als auch gegen Augsburg verdient, aber glücklich gewonnen.
        Die Schwankungen der Leistung innerhalb 90 Minuten ist aktuell extrem (z.B. gegen HSV war die 1 HZ schlecht, danach gut. Gegen Augsburg ähnlich).

        Was mich zum anderen negativ stimmt ist das Defensivverhalten. Ich hab das Gefühl das Bayern weg ist vom Modus 1 Gegentor ist schon eines zuviel.

  3. Marco05

    Ich denke Müller hat etwas Richtiges gesagt. Demnach wäre man nach der Länderspielpause nicht 100% bei der Sache gewesen und dementsprechend hat es in der 1. Halbzeit etwas schläfrig ausgesehen. Dazu kommt, dass wir uns gegen Augsburg immer schwer tun. 2 Niederlagen in den letzten beiden Jahren sind kein Zufall (auch wenn tw. die Meisterschaft schon gelaufen war).

    Dennoch: bei besserer Chancenauswertung wäre der Sieg deutlich höher ausgefallen. Allein Lewy kann in HZ2 4 Hütten machen, was aber zum Teil auch an Hitz lag. Das es dann so knapp wurde – ja mei. Ich gehe davon aus, dass wir jetzt deutlich besser in den Rythmus kommen und uns vor allem in der CL leichter tun, wenn nicht mit 2 Viererketten verteidigt wird.

    Warum der BVB aktuell (auch hier) so hochgejazzt wird ist mir nicht ganz klar. Die hatten relativ einfache Gegner bisher (Gladbach im Umbruch, Hertha, Ingolstadt, Hannover in miserabler Form) und dann noch massive Unterstützung von Felipe benötigt. Da jetzt aktuell Schweißausbrüche zu bekommen halte ich für verfrüht.

    Wie haben wir früher immer gesagt: Wenn wir schon solche Spiele gewinnen, was wird dann erst wenn wir gut spielen? :P

  4. Derknig

    Finde eigentlich nur ich es Schade , dass durch die Kommerzialisierung des Fussballs der eigentlich Sinn dieses Sports verloren gegangen ist ? “Das Runde muss ins Eckige” hiess es bei mir in der G-Jugend damals.
    Schaue ich mir die heutigen meisten BL Partien an heisdt es wohl eher :” 11 Spieler 1 Tor 1 Mauer ”
    Zum Bvb bin ich mal gespannt wie die sich schlagen , wenn sich Teams aehnlich der fca so rein stellen , gegen den BVB spielen Teams noch viel offensiver und Risiko freudiger . bleibt eine spannendes Saison

    1. Christopher

      gegen den BVB spielen Teams noch viel offensiver und Risiko freudiger

      Findest du? Gerade das Leverkusen Spiel – mit Abstrichen auch Hoffenheim – haben doch gezeigt, dass Mannschaften auch andere taktische Varianten drauf haben. Und die Spielweise von Augsburg hat sich doch über die letzten 1-2 Jahre unter Weinzierl nicht groß geändert. Viel wichtiger ist doch, dass wir gegen das “Mauern” bisher keine Lösung haben, wenn Ribery und Robben ausfallen, da unsere Flügelspieler gezielt gedoppelt werden, wie bei Costa gestern zu sehen war.

      1. Bayer

        Meiner Meinung nach sollte das Trainerteam für genau diese Fälle, wenn wir ohne R&R spielen und gewisse Probleme haben die 2 gegnerischen Abwehrreihen zu überspielen, vor allem Lösungen suchen und an taktischen Varianten arbeiten, wie effektiv und “schlau” durchs Zentrum zu Torabschlüssen zu kommen, wir haben ja Spieler, die nötige Qualitäten dazu haben, genaue und schlaue Pässe zu spielen (Thiago, Götze evtl. Müller).

      2. Axel

        Ich fand, gestern gab es ein paar sehenwerte Vertikalpässe, die leider nicht zählbar verwertet wurden. Gerade in der ersten Halbzeit sind unseren Offensivspielern außerdem die Bälle bei der Annahme öfter als sonst versprungen. Insofern gibt es schon taktische Mittel, Mannschaften wie Augsburg zu bespielen und an besseren Tagen sollten die auch ausreichen. Länderspielpausen sind offenbar nicht gut für uns.

        Bei Costa ist mir aufgefallen, dass er auf rechts NIE die Linie runter geht und flankt, sondern IMMER nach innen zeiht, und zwar in einer Konsequenz, die man selbst bei Robben nicht sieht.

      3. Marco05

        Du meinst so “NIEMALS” wie neulich bei der Flanke mit dem Außenrist? Oder so “Niemals” wie bei dem Solo gegen Hoffenheim?

        Das war gestern der (guten) Strategie der Augsburger geschuldet, die immer den Laufweg an der Linie zugestellt haben um seine Antritte zu verhindern. Dementsprechend hätten andere freibsein müssen. Aber mit 2 4er-Ketten kann man es sich leisten auf Außen zu doppeln.

    2. Erich_B

      Der BVB spielt aktuell nicht so gut weil die Gegner so schlecht sind oder angeblich offensiv mitspielen wollen.
      Die spielen aktuell einfach richtig gut und haben einige Komponenten im Spiel die sie besser machen als Bayern.
      Mann muss auch mal sehen das die Mannschaft die sie aktuell haben im wesentlichen schon 1 Jahr und länger zusammen ist und Sie keine “Key-Player” abgeben mussten letzte Saison.
      Im Normalfall bleibt der BVB (hoffentlich) oben mit dran bzw. bleibt sogar vorne. Konzeptionell haben die sich stark weiter entwickelt weg vom “Klopp-Fussball”.
      Die stehen aktuell zurecht auf dem 1. Platz.

  5. Ich habe vom Spiel gar nichts mitbekommen. Als ich in der 78. Minute den Liveticker auf meinen Smartphone anstarrte, war ich geschockt: 0:1! Nach einer viertel Stunde schaute ich erneut und war glücklich :-)

    Vielen Dank für Euren sehr anschaulichen Bericht! Zum Glück gibt es Euch :-)

  6. kurt

    Toller Sieg! Auch wenn man seine Chancen mal wieder hätte besser nutzen müssen.

    Ich fand auch, dass Thiago wieder besser im Spiel war. Ich denke diese Saison wird es Zeit, die neue Generation zu etablieren. So leid es mir tut, aber ich glaube nicht mehr an allzuviel seitens Robben und Ribery.

  7. Erich_B

    Hallo zusammen,

    wichtig sind wohl die 3 Punkte. Wenn man jedoch abseits der Punkte denkt hakt es wohl ein wenig konzeptionell im Spiel der Bayern.
    Kling vielleicht ein wenig übertrieben nach dem (besten ?) sehr guten Start unter Pep in die Saison, die konzeptionellen Probleme sind jedoch Fakt.

    Auch ohne Ribery/Roben kann man gegen Gegner wie Hoffenheim/Augsburg mehr erwarten.

    Auffällig ist immer wieder – wie oben auch angesprochen – das sich die Bayern auf Außen isolieren lassen und so dann kein Angriffsspiel zustande kommt. Da gab es auch in der letzten Saison Spiele z.B. gegen BMG wo das enorm aufgefallen ist.

    Durch die Halbräume/Mitte passiert generell sehr wenig. Wobei man eigentlich das Spielermaterial dazu hat.

    Zum anderen war man bei 50% der Spiele nicht in der Lage zu 0 zu spielen. Ich würde mir hier auch wieder einen größeren Fokus wünschen. Das ist auch eine psychologische Sache wenn der Gegner 1:0 führt. Mit Fortschreiten der Spieldauer wird es immer schwerer ein Tor zu erzielen, weil der Gegner enorm kämpft. Anders als wenn es länger 0:0 steht… Da bricht dann der Gegner irgendwann ein.

    Zum BVB:
    Die stehen aktuell zurecht oben, weil Sie sich taktisch/konzeptionell am meisten weiterentwickelt haben.
    Wer denkt das der BVB nur aufgrund der Gegner oben steht wird sich wundern.
    Die haben aktuell Komponenten im Spiel die Sie besser umsetzen als die Bayern.

  8. Jo

    Mal abgesehen von allen taktischen Feinheiten war die Aussage von wegen Trägkeit/Schläfrigkeit schon sehr zutreffend.
    In der ersten Halbzeit konnte man in einigen Phasen sehr schön (oder schrecklich) sehen, wie sich die zwei, drei Mann in Ballnähe bewegten, der Rest der Mannschaft aber buchstäblich herumstand.
    Um Boateng beizupflichten: Das langt dann vielleicht auch nicht für die 2.Liga. Der Rückstand hat dann die Mannschaft wenigstens wieder in Trab gebracht.

    Aber mein emotionales Highlight der Woche war eh Pizarro. Ließ mich doch lächeln. Und ein kurzen Gedanken verlieren, ob es nicht doch noch ein Jährchen hätte sein dürfen.

    Negativ: Höjbjerg kein Einsatz auf Schalke. Er muss aufpassen, dass er nicht gleich am Anfang den Anschluss verliert.

  9. Wie wichtig die Verpflichtung Lewandowskis war, war am Samstag deutlich zu sehen.
    Er mag sehr viele Fahrkarten schießen, aber er schafft es eben, sich gegen gut organisierte Mannschaften viele klare Chancen zu erspielen. Auch nach dem x-ten Fehlschuss verzagt er nicht, sondern spielt einfach weiter, um sich dann dennoch zu belohnen.

    1. TheSpecialOne1991

      Der hat Samstag echt leider paar Fahrkarten geschossen. War wahrscheinlich gar nicht so ein falscher Ansatz von Pep letztens mit dem Torabschlusstraining der Offensivabteilung. Aber wie er sich wieder die Chancen erarbeitet hat, sei es durch enorm starke Ballverarbetung-/Mitnahme ist schon beeindruckend. Hierbei vergessen sollte man auch Boateng nicht vergessen, der das Spiel mal wieder einige Male mit seinen “Laserpässen” brutal gut eröffnet und auch direkt die vorderste Linie bedient hat.

  10. Schon zweimal so knapp in dieser Saison. Jetzt mal ein paar sichere Spiele bitte.

    Jetzt erstmal Champions League Fokus. Guter Artikel zum Thema:

    http://www.champions-league.club/de/fcbayern/saisonvorschau-fc-bayern-muenchen-2015-2016/

  11. […] in den Spielen nach der Länderspielpause hatten die Münchner Probleme. Die Spiele gegen Augsburg (2:1) und Werder Bremen (1:0), waren äußerst mühevoll […]

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