Salihamidžic wird Sportdirektor: Merkwürdig träge

Der FC Bayern hat eine der größten personellen Baustellen im Verein geschlossen und nach monatelanger Suche einen Sportdirektor präsentiert. Hasan Salihamidžic ist dabei nicht die von vielen erhoffte große Lösung. Der FC Bayern wirkt in seinen Personalentscheidungen zuletzt merkwürdig träge. Ein Kommentar.

Hasan Salihamidžic hat sich in seinen neun Jahren als Spieler beim FC Bayern große Verdienste erworben. Auch nach seinem Karriereende im Jahr 2012 war er als Repräsentant der Münchner stets präsent. Mit ihm kehrt ein Publikumsliebling in prominenter Rolle zurück in den Verein.

Die Entscheidung für Salihamidžic verdeutlicht aber auch, dass die Münchner in Wahrheit keinen Sportvorstand mit starker Entscheidungskompetenz in strategischen Transfer- und Personalfragen gesucht haben, sondern eher einen Team-Manager. Als Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainerteam, Nachwuchsabteilung, medizinischer Abteilung und Vorstand. Als Vertreter der Vereinsführung, der anders als Rummenigge und Hoeneß immer bei der Mannschaft ist und gleichzeitig auch einen gewichtigen Teil der Medienarbeit übernimmt. Einen Kümmerer.

Das ist für einen Weltverein wie den FC Bayern erstaunlich unambitioniert. Gewiss weiß der FC Bayern Scouting und Kaderplanung bei einem Fachmann wie Michael Reschke in guten Händen. Und doch würde ein Sportvorstand auf Augenhöhe, der durch seine Persönlichkeit und vielleicht sogar visionäre Ideen in der Lage ist, die Führungsriege immer wieder herauszufordern und anzutreiben dem Verein gut tun. Vor allem jetzt, da der FC Bayern auf europäischer Ebene Wege finden will, die sportliche Lücke zur absoluten Spitze wieder etwas zu schließen, ohne dafür finanzielle Abenteuer einzugehen.

Philipp Lahm und Max Eberl hätte man sich in dieser Rolle durchaus vorstellen können. Sicher auch Jörg Schmadtke. Vor allem Lahm machte schon als Spieler deutlich, dass er sich vertieft damit beschäftigt hat in welche Richtung sich der Verein in Zukunft entwickeln muss, um sportlich absolute Weltklasse zu bleiben. Warum die Münchner offenbar mit Eberl und Lahm Gespräche führten, aber nicht wirklich Ernst machten, ist eine von mehreren Fragen, die die Pressekonferenz zur Vorstellung von Salihamidžic offen ließ.

Rummenigge und Hoeneß bleiben unumstritten

Seit der Rückkehr von Uli Hoeneß lassen manche Entscheidungen und Äußerungen die sportliche Innovationsfreude vermissen, die den Club wirtschaftlich und in den letzten Jahren auch fußballerisch so groß gemacht haben. Der gesamte Prozess und letztlich auch die Entscheidung über den Sportdirektor-Posten gehören dazu.

Salihamidžic, der seine neue Aufgabe sicher mit dem gleichen Engagement bearbeiten wird wie früher Roberto Carlos, ist das nicht vorzuwerfen. Er wird die Chance bekommen zu beweisen, dass er wie bei seiner Verpflichtung als Spieler im Jahr 1998 positiv überraschen kann. Dass der Sohn des Bosniers in Bayerns U15 aktiv ist, spricht dafür, dass er die Strukturen und mögliche Defizite im Nachwuchsbereich bereits gut kennt. Als Markenbotschafter des Vereins hat er zuletzt immer häufiger repräsentative Aufgaben übernommen. Medial ist er unter anderem durch seine Tätigkeit als TV-Experte ohnehin bewandert, sympathisch und eloquent. Als glaubwürdiger Vermittler und interner Kommunikator muss er sich nun beweisen. Im Bereich Transfers und Scouting wird er auf die bestehenden Strukturen aufbauen können und das Geschäft als Teil eines größeren Transfergremiums erlernen müssen. Ob er in die Rolle eines starken Sportdirektors oder Sportvorstands mit Gestaltungskraft hineinwachsen kann ist offen. Ob er es überhaupt soll allerdings auch.

An der nach wie vor vorherrschenden Dominanz der Doppelspitze Hoeneß/Rummenigge ändert sich auf absehbare Zeit jedenfalls nichts. Der Übergang in der Führungsetage, der im Bereich Finanzen und Marketing längst vollzogen ist, wird für den sportlichen Bereich erneut vertagt. Neue, innovative Impulse sind erst einmal nicht zu erwarten. Es wirkt als sehne sich die Vereinsspitze nach anstrengenden Jahren mit gleichsam rastlosen wie herausfordernden Charakteren wie Guardiola und Sammer nach Erholung.

Dazu passen die Personalentscheidungen der jüngeren Vergangenheit. Hermann Gerland, als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, Willy Sagnol als Co-Trainer, und nun Salihamidžic als Sportdirektor. Allesamt Wohlfühllösungen. Die Familie bleibt zusammen. Aufbegehren wird von ihnen keiner. Schon die Verpflichtung von Carlo Ancelotti versprach vor allem mehr Ruhe und Harmonie.

Sicher: Der Kader der Münchner ist zu gut, um sich ernsthaft Sorgen über die sportliche Perspektive zu machen. Und doch sollten sich die Entscheider beim FC Bayern bewusst sein, dass Trägheit und fehlende Innovationsfreude in einer sich stetig wandelnden Branche wie dem Profifußball manchmal schneller bestraft werden, als man denkt.

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Leserkommentare
  1. Interessante Sichtweise. Trotzdem sage ich ganz klar: Abwarten. Kann auch gut sein, dass Brazzo einen frischen Wind im Gepäck hat

  2. Liza

    Auf den Punkt gebracht.

  3. chicago_bastard

    “Warum die Münchner offenbar mit Eberl und Lahm Gespräche führten, aber nicht wirklich Ernst machten, ist eine von mehreren Fragen, die die Pressekonferenz zur Vorstellung von Salihamidžic offen ließ.”

    Das dürfte damit zusammenhängen, dass Kalle und Uli gegenseitig den Wunschkandidaten des jeweils anderen blockiert haben. Kalle wollte Eberl nicht, Uli Lahm nicht. Außerdem hatten Lahm und Eberl ja auch beide keine Lust auf einen Posten, der mit so wenig Kompetenzen ausgestattet ist.

    Und da der Sportdirektor so wenig Entscheidungsgewalt hat, ist es im Prinzip tatsächlich egal wer es macht. Hasan ist ein toller Typ, aber in einem seriösen Posten kann ich ihn irgendwie nicht ernst nehmen. Ich hoffe mal, dass die Lippenbekenntnisse in Bezug auf die für Lahm weiterhin geöffnete Tür ernst gemeint sind, denn der ist tatsächlich sowas wie die letzte Hoffnung für eine Perspektive nach Hoeneß/Rummenigge. Und Lahms Wiedereinstieg würde durch Brazzo in seiner Funktion als Grüßaugust auch nicht verhindert werden.

  4. Jo

    Also bis vor kurzem (vielleicht bis gestern?) hätte ich das für einen Witz gehalten.
    Offensichtlich existiert ein gesunder Sinn für Humor in diesem Verein.
    Wie wohl jeder Bayernfan halte ich Brazzo für einen sympathischen Burschen mit einer positiven Geschichte beim FCB. Darüber hinaus fällt mir leider so gar nichts ein was ihn für diesen Job qualifizieren würde, weder per Vita noch per Eigenschaften und Fähigkeiten die ich in ihm sehen würde.

    Wenigstens ist dieses Trauerspiel um den Posten nun endlich zu seinem Ende gekommen. Und, auch das muss man leider sagen, genau betrachtet ist die Besetzung dieses Postens mutmaßlich auch nicht mehr die brennende Personalie des letzten Jahres. Nachdem die Stelle im Tauziehen zwischen Hoeneß und KHR nun über Monate quasi enteiert wurde, ist es wohl auch nicht mehr so entscheidend wer auf diesem Sessel sitzt.

    Aber es kann natürlich auch sein, dass uns Brazzo als Feelgood-Manager überrascht, oder vielleicht auch ganz andere, bisher unvermutete, Stärken zum Vorschein bringt.

    Einen gewissen Vertrauensvorschuss und die obligaten 100 Tage hat er sich auf jeden Fall mal verdient.

    1. mysputnik

      Sehe ich ganz genauso!

  5. Tschemp

    Im ersten Moment ist es natürlich eine unverständliche Wahl. Salihamidzic? Der Brazzo? Das Bürschen soll Sportdirektor sein? Umso längeran aber darüber nachdenkt, desto besser gefällt mir die Wahl. Die Position ist, solange Uli/KHR/MR da sind, sowieso eher Medienversorger/Mannschaftsbetreuer/Gute Seele/Vorstandsmaulwurf, als ein wichtiger Mosaikstein in der Entscheidungsebene Planung und Ausrichtung des Clubs (Wäre dem so, hätte Lahm zugesagt und Eberl versucht, die 10 Mio.-Ablöseforderung zu senken).

    Brazzo blockiert auch nicht die Karriereleiter von Lahm, der perspektivisch höher sitzen und Rummenigge ersetzen wird.

    Brazzo wird allen medial viel Arbeit abnehmen, DAS sehe ich als wichtigsten Arbeitsbereich an. Und hier ist er nach Eberl tatsächlich das, was einer Ideallösung am nächsten kommt.

    Darüberhinaus wird Brazzo trotz allem Zuständigkeitsgerede (was bleibt KhR und UH auch übrig, sie können kaum sagen dass er nichts Grundlegendes zu melden hat..) niemand wirklich Wichtigem (zB Reschke, Gerland, Sauer) in dessen Gebiet beschneiden. Zudem spricht er die wichtigsten Sprachen, kennt den Verein und ist beliebt beim Umfeld, Fans und Mannschaft. Und schon immer hat er im nachhinein allen gezeigt, dass er zu Unrecht unterschätzt wurde.

    Fazit: für diese kleinstmögliche Stellenbeschreibung eines “Sportdirektors” (in ganz dicken Anführungszeichen) ist Salihamidzic fast schon die größtmögliche Lösung.

    1. kitas

      du hast mir aus der Seele gesprochen.
      Die Entscheider Uli und Kalle, Reachke Scouting, Gerland Jugend, und der Weißbier Grauzone als Bierhoff des FCB.
      Ich finde es gut, geben wir ihm ne Chance.

      1. kitas

        Weißbier Brazzo natürlich

    2. Maldeika

      Du bist nicht der einzige, der so denkt. Am Anfang habe ich auch gedacht – Brazzo, was soll das? Mittlerweile denke ich darüber anders. Ich denke, dass Brazzo mit seiner Art ggf. der richtige Puffer in all dem sein kann – ich glaube, du kannst den Job nicht machen, wenn du dich selbst und deine Meinungen zu ernst nimmst – der Job ist wohl eher ein Mittlerjob zwischen allen Seiten. Und ich denke, Leute wie er, die eher lustig rüberkommen, werden häufig auch unterschätzt, weil man ihnen keinen Tiefgang zutraut.

    3. Nur der FCB

      Wie es aussieht hat Reschke die Sache anders gesehen und hat keine Lust auf Brazzo als Chef. Irgendwie verständlich, es gibt eigentlich nichts was Salihamidzic als Sportdirektor qualifiziert und auch seine ersten Interviews waren alles andere als brilliant. Man darf gespannt sein wie Bayern die Lücke schliesst und sich im Scoutingbereich in Zukunft aufstellen wird, da Reschke wohl auch seinen Chefscout nach Stuttgart mitnehmen wird.

  6. Brian Laudrup

    Diese Entscheidung ist in meinen Augen ein Armutszeugnis für den Verein. Wenn man sich mit einem Eberl beschäftigt hat und daraus auf das Anforderungsprofil schließen darf ist mir rätselhaft, inwiefern Brazzo dieses auch nur ansatzweise erfüllt. Als Teamanager kann ich ihn mir sehr gut vorstellen, aber dann darf man das Kind auch beim Namen nennen.

    Zitat Kicker: “Der neue Sportdirektor soll von Hoeneß und Rummenigge lernen, nahe an der Mannschaft und deshalb auch in den Trainingslagern anwesend sein und sich mit großem Engagement für eine Beförderung zum Sportvorstand empfehlen.”

    Gruselig. Die vorsichtig ausgedrückt verhaltene Reaktion von Ancelotti lässt den Schluss zu, dass er das ähnlich sieht.

    Ich habe Hoeneß/Rummenigge meist positiver als viele andere gesehen aber diese Entscheidung weckt Zweifel, ob die Herren jemals von selbst ins zweite Glied treten werden.

    1. Tschemp

      Im Gegenteil sehe ich in der Wahl von Brazzo GERADE die Erkenntnis von UH und KHR, dass sie für ihre Nachfolger vor allem die richtigen Leute holen müssen – und nicht nur die richtigen Leute, die es zufällig jetzt gerade gibt..Und Lahm gibt es jetzt nunmal noch nicht.

      Mit Brazzo setzt man ihm keinen zukünftigen Konkurrenten vor die Nase, man hält Lahm gewissermaßen die Tür auf. Würde man statt Brazzo einen starken Mann mit Befugnissen und Erfahrung holen, den man sich als zukünftigen Vorstandsvorsitzenden oder Sportchef vorstellen kann, wäre eine Zukunft mit Lahm nicht möglich.

      Ist es bitter, dass es mit Lahm jetzt nicht geklappt hat? Ja.

      Sollte man deswegen kurzfristig jemand vergleichbaren holen, und Lahm damit langfristig zu verhindern? Nein.

      1. pitvonbonn

        Du hast den Hintergedanken erkannt.
        Lahm wird der zukünftige Sportvorstand. Egal ob in einem oder zwei Jahren. Und Lahm wird dann auch Nachfolger von einen der beiden Alpha-Tiere.
        Täuscht Euch nicht in Brazzo, der ist als Spieler schon immer unterschätzt worden. Denkt an seinen Werdegang. Seine Eltern haben ihn mit 16 alleine nach Hamburg geschickt. und was ist aus ihm mit eisernem Willen und 100% Einsatz geworden? Er spricht 5 Sprachen- ist das denn garnichts?
        Ich finde ein gut durchdachte Lösung und mir gefällt sie.

  7. Tipic

    Guter Kommentar!
    Man muss natürlich abwarten, was Brazzo leisten wird, aber ein wenig erinnert die Entscheidung für ihn schon an Nerlinger: keinerlei Arbeitserfahrung als Manager eines Fußballvereins, aber ein verdienter und beliebter ehemaliger Spieler mit guten Kenntnissen der internen Abläufe im Verein …

  8. Ju

    Nun, die Anforderungen waren offensichtlich recht einfach: Wer im Verein gespielt und zuletzt irgendwas mit Fussball gemacht hat; wer in letzter Zeit nicht negativ aufgefallen ist, Deutsch spricht und Lust und Zeit hat, soll es bitte machen. Wenigstens ist er sympathisch.

  9. Osrig

    Ich bin sicher, im Rahmen seiner Möglichkeiten wird Salihamidzic gute Arbeit leisten. Und er bringt sicher gute Erfahrungen mit, seine Erfolge, seine Mehrsprachlichkeit und die ersten Erfahrungen auf Funktionärsebene – die allerdings kaum über Repräsentantentätigkeit hinausgingen – werden ihm sicherlich hilfreich sein. Ob er das nötige Einfühlungsvermögen und das Feingefühl mitbringt, um zwischen Spielern, Trainer und übrigen Stab vermitteln zu können, wird sich zeigen, immerhin ist mir Hasan nicht als großer Polterer und Axt im Walde in Erinnerung geblieben. Allerdings habe ich ihn auch zu seiner Zeit als Spieler nie als Führungspersönlichkeit wahrgenommen, es wird sich also zeigen, ob er sich den Respekt des aktuellen Teams erwerben kann.
    Die Beschreibung als “Kümmerer” trifft sicherlich sehr gut, und sicherlich ist diese Funktion auch sehr wichtig für unseren Verein. “Visionär” ist er sicherlich nicht, und ob er in der Lage ist, Visionen zu entwickeln, bleibt auch abzuwarten.

    Mir geht dabei aber die Frage durch den Sinn, ob es in einer Zeit, in der sich die Fussballwelt scheinbar immer schneller dreht, immer wahnwitzigere Summen aufgerufen, immer mehr Systeme entwickelt und Konzepte ausprobiert werden, ob in solch einer Zeit es nicht gerade das Richtige ist, auf Konstanz zu setzen, ruhig zu bleiben und in Ruhe zu ermessen, welche Entwicklung tatsächlich tragfähig sein könnte? Ist “Behäbigkeit” jetzt nicht doch klüger als “Hektik” und Experimente?
    Unter diesem Aspekt wäre Salihamidzic durchaus eine gute Wahl.

    Es bleibt – neben dem Eindruck, es nicht einmal mit der B-Lösung, sondern vielmehr mit der C- oder gar D-Lösung zu tun zu haben – das Problem, dass Hasan über keinerlei Trainererfahrung verfügt!
    Das halte ich persönlich für den gewichtigsten Nachteil, denn der Sportdirektor muss dem Cheftrainer wenigstens halbwegs auf Augenhöhe begegnen können, will er wirklich erfolgreich arbeiten. Und es ist unabdingbar, wenn man mögliche Quellen für Probleme, Reibereien und Unzufriedenheiten schon im Ansatz erkennen möchte, dass man mit dem Blick eines Trainers auf die täglichen Abläufe schauen kann. Salihamidzic kann das nicht, und ich bin überzeugt, all die Erfahrung als Spieler kann das nicht ausgleichen, um wirklich einem erfahrenen Trainer Rat und Anregung geben zu können.
    Tatsächlich wäre mir in dieser Hinsicht lieber, Sagnol hätte das Amt des Sportdirektors übernommen, auch wenn ihm wiederum Funktionärserfahrung fehlt.

    Sei es, wie es sei, die Entscheidung für Hasan ist eine solide Wahl, die vermutlich aber höchsten Ansprüchen nicht genügen wird, und gerade mit Blick auf eine mittelfristig notwendige Ablösung des Führungsduos Rummenigge und Hoeneß ganz sicher nicht die beste. Aber, drei Jahre sind genug, um in dieser Zeit die Dinge nicht weiter einreißen zu lassen, und um andere Kandidaten weiter Gelegenheit zu geben, Erfahrungen als Trainer, als Manager und als Funktionär zu machen.
    Und – nicht ganz unmöglich – vielleicht gelingt es Hasan ja sogar, sich derart gut zu entwickeln, dass an ihm am Ende niemand herum kommt, wenn es gilt, höhere Weihen zu verleihen.

    1. Tipic

      Auf deine Frage, ob “Behäbigkeit” jetzt nicht doch klüger als “Hektik” und “Experimente” sei, möchte ich entgegnen, dass der FCB nach meiner bescheidenen Meinung weder das eine, noch das andere braucht.
      Was unser Verein am meisten brauchen würde, wäre Nachhaltigkeit. Der Begriff wird in letzter Zeit zugegebenermaßen etwas überstrapaziert, aber er trifft es doch sehr gut: In einem Umfeld, wo Geld für manche Vereine offenbar überhaupt keine Rolle mehr spielt (der 450 Mio. € schwere Neymar-Deal steht offenbar kurz vor seinem Abschluss), wäre eine nachhaltig verfolgte Spielphilosophie von der Jugend bis zur Profi-Mannschaft ein wichtiger Baustein, um mittelfristig nicht den Anschluss an die Weltspitze zu verlieren.

      1. Osrig

        @Tipic: Du hast recht, Nachhaltigkeit ist ein besserer Begriff als Behäbigkeit, den ich deswegen auch in Anführungszeichen gesetzt habe. Sicherlich ist ein rascher Wechsel von Experimenten, vorschnelles Umsetzen von Visionen und eine allgemeine Unruhe alles andere als Nachhaltig, von daher geht auch Nachhaltigkeit in die gleiche Richtung, wie ich meine.^^

  10. GP11

    Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Die einzige Chance, die ich für den Verein noch sehe, ist dass sich ein Mitarbeiter als Whistleblower erbarmt und die beiden Herren aufgrund irgendwelcher krimineller Tätigkeiten hinter Gitter bringt.

    Wenigstens ist Salihamidzic ein Sympathieträger und kein rechtskräftig verurteilter Straftäter.

  11. Axel

    Wenn wir zukünftig einen Mann wollen, der vor und nach Spielen absolute Belanglosigkeiten ins Mikro spricht, ist die Wahl perfekt. Wenn wir jemanden wollen, der sich beim Branchenprimus seine ersten (!) Erfahrungen als Sportdirektor holen darf, auch super. Wenn wir jemanden brauchen, dessen Deutschkenntnisse wie ein Bremsklotz wirken, fantastisch. Er ist den Herren UH und KHR in allen Aspekten unterlegen, austauschbar, aber sympathisch. Brazzo halt.

  12. derdolfe

    Die herausfordernden Charaktere kann man durchaus um Klinsmann und Louis Van Gaal ergänzen. Jetzt wieder eher die Wohlfühllösungen also. Guter Kommentar.

  13. Gestrandedinberlin

    Ich stimme dem Kommentar auch absolut zu. Traurig finde ich vor allem, dass eine ehemalige Vereinszugehörigkeit mehr Wert ist als jede Kompetenz. Unambitioniert ist wohl das richtige Wort. Und als jemand er lange Jahre in Hamburg gelebt hat muss ich sagen, dass mich die ganze Suche nach einen Sportdirektor fast an den HSV erinnert hat. Fast…aber schlimm genug. Aber es ist jetzt halt der zweite wichtige Posten hintereinander der vergeben wurde, weil man Mal für den FCB gespielt hat, das kann doch nicht das wichtigste Merkmal sein….bei Sagnol hat man ja sicher noch andere gute Gründe finden können aber bei Brazzo? Ohje…

    1. Tschemp

      Weder Sagnol noch Brazzo bekleiden einen “wichtigen” Posten. In der Form wie der zweite Co-Trainer unter Ancelotti bzw. der neue (Frühstücks)Sportdirektor im Bermudadreiecke Uli-KHR-Reschke beim FC Bayern stellentechnisch aussehen, ist der Miasanmia-Faktor mindestens so wichtig wie harte Fachkompetenz.

      1. Gestrandedinberlin

        Von nix kommt nix.
        Und, dass das beste Spiel in der Hinrunde gegen Leipzig war als Clement noch Co war, ist aus meiner Sicht kein Zufall.

  14. Marco05

    Also bevor ich loslege: der Hasan ist ein super Typ. Ein überaus sympathischer Zeitgenosse, den man eigentlich mögen muss. Zudem ein Mr. 100%, mehr Herz als Verstand zwar, aber ein Winner-Typ und einer der sich gelernt hat durchzubeißen.

    So, und jetzt die Frage: Sportdirektor? WTF? Also entweder steckt da ein perfider Plan dahinter, den ich nicht durchschaue, oder unsere Oberen haben aus der Ära “Lehrlinger” nichts gelernt. Gut, offenbar will man die “2001er” wieder mehr einbinden. Die Erfolgsgeneration um Effe & Co. Nur taugt in meinen Augen da fast keiner für Funktionärs-Weihen. Da hätte ich ja Carsten Jancker noch 10x eher zugetraut, den Job zu stemmen.

    Brazzo ist die einfachste aller Lösungen. Selbst bei der Vorstellung hat er UH schon nach dem Mund geplappert (um es mal mit etwas Frust zu sagen). Wenn man es böse ausdrücken will eine Marionette, die sich zwischen UH, KHR und Trainer und Mannschaft abkaspern kann ohne, dass ihn jemand wirklich ernst nimmt. Ein Lila-Laune-Bär, der immer joot droope ist und zumindest die Stimmung hoch hält. Dem können vermutlich nichtmal die Medien richtig an den Karren fahren, weil er einfach so ein knorker Typ ist.

    Also ehrlich, ich weiß nicht was ich davon halten soll. Schon möglich, dass das Anforderungsprofil jetzt soweit runtergeregelt wurde, dass es quasi jeder hätte machen können, der eloquent (Inhalt wird sich zeigen müssen), fröhlich und erfahren ist. Freue mich schon drauf, wenn er zum ersten Mal mit den Scholls und Kahns und Effenbergs in den Infight geht, das könnte dann doch unterhaltsam werden.

    Ich will dem Hasan nichts Böses, und vielleicht werden wir uns bald an Ort und Stelle allesamt bei ihm entschuldigen müssen, aber zunächst sind da nur Fragezeichen.

  15. wipf1953

    Eines vorab: Welcome back, Brazzo. Ein so positiver, witziger Typ wie er hat dem Verein sicherlich gefehlt. Wir leben in einer Medienwelt, die Fans müssen bei Laune gehalten und gut unterhalten werden. So gesehen füllt er eine Lücke und kann für den Verein sehr wichtig werden.

    Es bleiben allerdings zwei große Fragezeichen:

    1. Wie ist es um seine strategische Kompetenz bestellt? Ist er der Richtige, wenn z.B. über einen Trainer zu entscheiden ist? Kann er mit Reschke, mit den Scouts, mit dem Coach und dem Cotrainer wirklich auf Augenhöhe diskutieren, wenn die Wahl zwischen Spieler A und Spieler B zu treffen oder wenn künftige Spielstrategien festzulegen sind?

    2. Wie verhält er sich, wenn mal keine Nettigkeiten gefragt sind? Auch wenn er nicht so ungeschickt sein dürfte wie der unglückliche Nerlinger, so traut man ihm die “Mahnerqualitäten” doch nicht zu.

    Für Punkt 1 wäre wohl Lahm der Richtige gewesen. Für Punkt 2 eher Eberl (der wohl auch genügend kaufmännisches Talent hätte). Beide sind es nicht geworden, entweder weil sich Rummenigge und Hoeneß gegenseitig blockiert haben oder weil sich Lahm und Eberl nicht in das Wespennest “Rummenigge / Hoeneß” setzen wollten. Der Grund ist auch nicht so wichtig, Fakt ist, dass diese Funktionen weiter unbesetzt bleiben.

    MSR bezeichnet die Entscheidungen für Sagnol, Gerland und jetzt Brazzo als “Wohlfühllösungen”. Ich würde sagen, das sind “Vertrauensleute” von Hoeneß (Hoeneß fühlt sich wohl, sonst eventuell keiner). Wer weiß, aber die Kräfte im Verein haben sich während seiner Abwesenheit vielleicht mehr verschoben, als wir als Außenstehende zunächst denken. Hoeneß baut sich ein System auf – der Verein braucht aber vielleicht mehr, nämlich Nachfolger im Topmanagement. Lahm, Eberl, van Bommel, Linke, diese Leute werden meiner Meinung nach weiter diskutiert werden.

    Ganz ehrlich, es gibt ein weiteres Gremium, das insoweit gefordert ist: Nämlich der Aufsichtsrat der AG, in dem nun wirklich ausnahmslos hochgestellteste Persönlichkeiten befinden (Hoeneß ist einer von ihnen, nicht aber Rummenigge, der AG-Vorstand ist). “Merkwürdig träge” trifft vor allem auf den Aufsichtsrat zu. Der Mit-Forist, der vor einigen Tagen “Audi” und “Diesel” gerufen hat, hat da vielleicht genau ins Schwarze getroffen.

  16. Daniel

    Ich war von der PK positiv überrascht. Ja, man hat keinen Lahm oder Eberl geholt. Aber Ich finde Brazzo eine Klasse Lösung. In meinen Augen fehlte letzte Saison ein Ansprechpartner für die Spieler. Jemand der einen Sanches pusht und den Trainer medial entlastet. Das hat mir an Sammer gut gefallen. Dafür konnte ich Sammers verklausulierte Interviews nicht mehr hören. Ich habe mich bei Brazzo heute sofort an seine tollen Spiele für uns erinnert. Zu der Zeit bin ich zu fast jedem CL Heimspiel von Hamburg nach München gefahren und er war einer meiner Helden. Für mich persönlich eine tolle Lösung.

  17. cj

    Brazzo ist also der neue Überraschungs-Oberboss von Reschke und Ancelotti. Das hat schon irgendwie Simpsonqualität. Ich hoffe nur, dass er nicht vorgeführt wird…

  18. pitvonbonn

    Meinen ersten Kommentar habe ich genau an der obigen Stelle geschrieben und erst dann weiter gelesen.
    Geht es auch mit weniger Kritik bevor Brazzo überhaupt begonnen hat?
    Das erinnert an “koa Neuer”.
    Auf den einen Schreiberling will erst gar nicht eingehen.
    Nur einer scheint hier den Plan hinter dem Plan verstanden zu haben:
    Lahm als Sportvorstand nicht zu blockieren.
    Brazzo wird der Spielerversteher und Motivator und sympatisch ist er auch. Für diese Position ist er jemand der
    sich 24 Stunden lang an 7 Tage der Woche, nach seiner eigenen Aussage, den Spielern midmen wird.
    Sammer ist nämlich an den 24 Stunden an 7 Tagen die Wochen, nach eigenen Aussagen, gescheitert.

    1. cj

      Es wurde auf der Pressekonferenz klar kommuniziert: wird an allen Vertragsverhandlungen teilnehmen, kein Platzhalter von Lahm, rückt perspektivisch in den Vorstand auf. Sportdirektor und kein Teammanager. Sollten diese Aussagen rein taktischer Natur sein, fände ich das extrem respektlos gegenüber Salihamidzic. Doch das glaube ich nicht.

      1. Tschemp

        Geh davon aus dass sie mit Brazzo abgesprochen sind, zumindest sind sie: alternativlos.

        Um medial den Wind aus den Segeln zu nehmen. Die Artikel “Was macht Samm..äh Salihamidzic eigentlich?”, “Ein Sportdirektor ohne Befugnisse?” und “Luftpumpe Brazzo” lägen sonst schon in den Schubladen.

    2. wipf1953

      Du, Pit, ich denke Du kommst der Wahrheit zumindest sehr nahe.

      Die Asienreise war wohl ein “Schlauch”. Dass Hoeneß offen die vielen Spiele kritisiert, ist schon ein “Rüffel” für den neuen Vorstand Wacker (verantwortlich für die “Internationalisierung”). Im Vorstand sind inzwischen drei Nicht-Ex-Profis (Dreesen, Jung und Wacker), die vieles vielleicht zu kaufmännisch sehen. Soll Neuer als Kapitän (er war ja in Asien gar nicht dabei) in Zukunft direkt diesen Vorständen sagen, dies und das geht aus sportlichen Gründen nicht? Sein Job ist doch, die Anweisungen des Trainers an die Mannschaft umzusetzen. Für den Kontakt zu den Vorständen ist ein Ex-Profi, der im Zweifel immer die Profis verstehen wird und nicht nach dem Geld fragt, was zu verdienen wäre, vielleicht genau der Richtige.

      Jetzt muss ich aber auch gleich mal wieder meine Kritik am Aufsichtsrat erneuern: Rummenigge als VV, aber dann drei Nicht-Ex-Profis im Vorstand, das ist m.E. nicht die richtige Mischung.

      Richtig ist auch, dass Brazzo keinen der anderen gehandelten Namen blockiert. Trotzdem fände ich es gut, wenn der eine oder andere dieser Kandidaten für ein Vorstandsamt schon mal auf einer Ebene drunter zeigen würde, ob es mit ihm klappen könnte.

      1. Jo

        Sind dir zu wenige Ex-Profis im Vorstand?

        Alles andere als die Situation bei Bayern wäre zumindest ziemlich unüblich. Ich weiß nicht ob es national oder international viele Präzedenzfälle gibt, wo die Vorstände von Ex-Profis bevölkert sind. Da gibt es meistens den sportlichen Verantwortlichen und das wars dann.

        Gerade Ex-Profis hatten in ihrer Karriere wohl selten die Gelegenheit hinreichende Kenntnisse in Bezug auf Finanzen, Marketing o.ä zu erwerben um ein Vorstandsamt auszufüllen. Da brauchst du einfach Leute vom Fach.
        Schon die Situation bei Bayern mit gleich zwei profilierten Ex-Profis an den Schalthebeln ist ziemlich ungewöhnlich.
        Deshalb wäre mein aktueller Tip für den neuen VV auch nicht Lahm o.ä sondern eher ein Dreesen. Der dann eben dementsprechend mit sportlicher Kompetenz oder Flair zu flankieren wäre.

        Der Hinweis auf die Asienreise zeigt aber auf warum ein Sportdirektor, Sportvorstand absolut seine Berechtigung und Notwendigkeit hat. Natürlich hätte diese Reise auf jeden Fall stattgefunden. Ob sie mit einem durchsetzungsfähigen Sportdirektor aber genauso stattgefunden hätte möchte ich zumindest bezweifeln.

  19. wipf1953

    Jetzt muss ich aber noch was anderes loswerden:

    Es ist einfach GRANDIOS, wie es Steffen schafft, 90 Miunten nach der PK so einen Artikel rauszuhauen (selbst wenn er “auf Verdacht”, bzw. aufgrund Insiderwissens, vielleicht schon seit ein paar Stunden mehr in der Mache war. Nach so kurzer Zeit gleich den großen Bogen zu spannen und die Personalie in Bezug zu Sagnol und Gerland zu setzen, ist eine enorme intellektuelle Leistung.

    Die Medien, die man bezahlen muss (Zeitungen, ÖR-TV) werden das allesamt nicht hinbekommen.

    1. Mic

      Das stimmt! Und auch die stets im Anschluss an aktuelle Neuigkeiten stattfindende “Diskussion” unter den Artikeln ist sehr oft sehr lesenswert! Auch das ist in dieser Art ehr ungewöhnlich. Also auch mal ein Lob an (beinahe) alle Diskutanten hier!

    2. Paul

      Das kann ich auch unterschreiben!

  20. Mic

    Moin! Also beim besten Willen, aber woher kommt hier die Kenntnis, das Lahm auf jeden Fall irgendwann kommt? Haben wir hier nicht an selber Stelle diskutiert, das er nach seiner aktiven Karriere sofort Sportvorstand wird? Und dann? Pustekuchen! Brazzo ist ein Spitzentyp, mit einer herausragenden Fußball-Karriere. Und vermutlich ist er eine absolute Topbesetzung als sogenannter “Markenbotschafter”, denn mit dem will jeder ein Selfie machen und der hat immer einer schicke Bayern-Weißbier-Story auf Lager – garantiert. Aber bitte, betrachtet es mal ehrlich. Er hat leider gar keine Kompetenz in Sachen Administrative. Zumindest hat er sie öffentlich noch nicht nachgewiesen. Und ich wünsch’ ihm, das er das hinbiegt und sich nicht für alle Zeiten “verbrennt”. Aber irgendwie ist es doch auffällig, das es seit der Rückkehr von Herrn Hoeneß eine Umstrukturierung der Machtverhältnisse gibt. Oder warum schied Sammer auf eigenen Wunsch (trotz Genesung) sang und klanglos aus? Warum hat der Verein Probleme die eigenen “Legenden” an sich zu binden und in die Administration einzubinden, sofern sie sich dazu eignen (siehe Lahm, Kahn, Scholl etc.)? Und wenn es jemand “für die Medien” braucht, dann verstehe ich nicht das es nicht Lizarazu geworden ist!? Der hat zumindest die Öffentlichkeitsarbeit schon nachgewiesen. Und ich glaube kaum das es den Mediator zwischen den einzelnen Abteilungen braucht. Oder glaubt irgendwer ernsthaft, das bspw. Lewandowsky demnächst zum Brazzo geht und sagt:”Du, mich drückt da und da der Schuh, bitte klär’ das mal mit dem Uli und dem Kalle.”? Diese Peronalie geht für mich, obwohl ich ihn als Mensch und Spieler aufrichtig schätze, in Richtung Sommerloch und er ist leider rein nach seinen Verdiensten und dem Namen nach verpflichtet worden. Aber Kompetenz hat der Verein hier leider nicht verpflichtet. Man mag es halt eben in Vorstand & Präsidium nicht so gerne kontrovers und unbequem. Man ist wohl weniger gern selbstkritisch und eher unreflektiert. Da kommt Brazzo grad’ recht. Schade für ihn.

    1. Tschemp

      Zwischen den Personen Hoeneß und Rummenigge, die im Verein fast in Alleinherrschaft das Sagen haben (gar Positionenunabhängig) gibt es bereits so dermaßen viel “unbequeme Kontroverse”, das die fruchtbare Grenze von Streitkultur erreicht ist. Es wäre kontraproduktiv, weitere Machtpole zu installieren. Wir haben genug Eitelkeiten und Meinungsverschiedenheiten im Verein, da tut ein Typ Brazzo einfach Not. Mit Hoeneß, Rummenigge und Sammer(bzw. Lahm) wäre es nicht lange gut gegangen. Das wären zu viele Köche für zu wenig Brei..

      Dein Szenario “Lewy wendet sich an Brazzo” halte ich auch für nicht vorstellbar. Die Topstars stehen sowieso gleich bei UH bzw KHR im Büro oder am Tegernsee, wenn es etwas Wichtiges gibt.

      Brazzo aber ist genau für die andere Seite der Medaille wichtig. Wenn Hoeneß etwas über Stimmungen und Entwicklungen in der Mannschaft wissen wollte, konnte er sich bisher an niemand Objektiven wenden. Das Trainerteam oder die Spieler werden nun immer beobachtet (Brazzo sitzt sogar auf der Bank und ist in der Kabine dabei).

      Und Brazzo wird zu allen ein gutes Verhältnis aufbauen können, und den Bossen dadurch wichtige Einblicke liefern. Wer ist unzufrieden? Wie geht der Trainer mit den Spielern um? Um wen sollte man sich mehr kümmern? All solche Dinge. Sammer hat diese Strömungen dann selbst analysiert und gegengelenkt. Ich kann mir vorstellen, dass Brazzo erstmal eine Informationsquelle für die Bosse ist, und bei Eignung im Laufe der Zeit selbstständiger handeln wird.

      1. Osrig

        “Brazzo” der Spielerversteher! Schön und gut! Aber auch das ist nur eine Seite einer Medaille! Denn so hat er nur den Blick auf die Mannschaft, es fehlt der Blick auf und von Trainerseite!
        Ein Sportvorstand muss auch “Trainerversteher” sein, um das Ganze im Blick zu haben und gut arbeiten zu können. Deswegen war Sammer mit seiner Erfahrung als Funktionär UND vor allem als Trainer einfach ideal! Salihamidzic, so bemüht er auch sein wird, kommt da nicht heran! Eberl wäre es übrigens auch nicht!
        Nebenbei gesagt: Ich meine, Sammer ist deswegen ausgeschieden, weil er als Vorstandsmitglied über herausragende Kenntnisse der Abläufe im Fußball verfügt und m.E. ein Hoeneß-Mann war, was Rummenigge ganz sicher gerade vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Rückkehr von Uli überhaupt nicht passte!

        Doch wie auch immer, ob Vorstandsmitglied oder nicht, der Sportdirektor muss Trainererfahrungen mitbringen, wenn es seine Aufgabe sein soll nah am Team zu sein und Probleme bereits im Keim zu ersticken.

  21. Bayernmöger

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich um einen Masterplan “Statthalter für Lahm” handelt. So langfristig um die Ecke gedacht funktionieren Personalplanungen nicht. Man hält alle Machpositionen jenseits der zwei alten Männer möglichst klein, sodaß sie für keinen kompetenten, erfahrenen und ambitionierten Kandidaten reizvoll sind. So gesehen ist das Bürschchen eine konsequente Entscheidung, die auch zum angedachten Job- und Machtprofil paßt. Im Moment spricht wenig dafür, dass in naher Zukunft ein Generationenwechsel an der Spitze stattfinden oder auch nur langsam eingeleitet wird. Absehbar wäre dieser wohl nur aus eignem Antrieb der Herren möglich. Als Hoeneß vor einigen Jahren vom Manager ins Präsidentenamt wechselte, hat erselber vom Loslassen müssen gesprochen, davon, dass er es selber in vielen mittelständischen Betrieben gesehen hat, was es für fatale Auswirkungen haben kann, wenn der Generationenwechsel nicht rechtzeitig stattfindet. Diese weise Erkenntnis scheint er im Gefängnis zurückgelassen zu haben. Man wird noch einige Jahre von den großartigen Entwicklungen der nahen Vergangenheit zehren können. Daher bin ich (noch nicht) panisch – aber besorgt.

    1. Jo

      “Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich um einen Masterplan “Statthalter für Lahm” handelt. So langfristig um die Ecke gedacht funktionieren Personalplanungen nicht.”

      Sehe ich genauso. Das kann natürlich so, oder so ähnlich, kommen. Genauso wahrscheinlich ist das Gegenteil. Ich muss dabei an Kalles Aussagen bezüglich der Transferplanungen denken, wonach man kaum über eine Transferperiode vernünftig hinausplanen könne. Ist im Grunde hier so ähnlich.

      1. pitvonbonn

        Nicht Statthalter für Lahm.
        Wenn Lahm als Stratege, Vordenker und Entscheider einsteigt, dann als Sportvorstand, also als der Vorgesetzte des Sportdirektors.

  22. Da

    Total überrascht gewesen von der Verkündung. Mit Brazzo hatte ich gar nicht gerechnet. Klar, sympatischer Typ, hat sich um den Verein in sportlicher Hinsicht verdient gemacht.
    Was ihn dennoch genau zum Sportdirektor qualifiziert, weiß ich jetzt aber auch nicht wirklich…
    Kommt mir – sorry- aber doch irgendwie vor wie eine Art Übergangslösung. Macht ein freundliches Gesicht, kennt den Verein bestens und kann ein gutes Bindeglied zwischen Trainern, Mannschaft und Vereinsführung sein.
    Strategische Neuausrichtungen kann ich mir allerdings kurz- bis mittelfristig nicht vorstellen.

    Kommt mir alles ein bisschen vor nach dem Motto: die vakante Stelle ist jetzt erstmal besetzt, Risiko musste man bei der Personalie auch keines eingehen. Ergo: erstmal in der Hinsicht wieder Ruhe im Schiff.

    Dennoch: Brazzo wünsche ich alles Gute und viel Erfolg.

  23. Thomas

    Eine Frage, die im Artikel (und soweit ich das sehe, auch in den Kommentaren) nicht angeschnitten wird: Warum gerade dieser Zeitpunkt der Bekanntgabe? Erst die Ankündigung “innerhalb von sechs Wochen” jemanden zu präsentieren, und dann wird das Thema doch noch ein paar Stunden vor Eröffnung des NLZ durchgedrückt. Über die Qualität von Brazzo als Sportdirektor kann man freilich pro und contra diskutieren, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass hier primär ein Bauernopfer gesucht wurde, das im Tausch für einen medientechnisch ruhigen Sommer sein Gesicht hinhält. Was natürlich Job eines Sportdirektors ist, aber eben nicht nur.

  24. Martin

    Lieber Steffen, liebe (Mit)Kommentatoren,

    ich bin ‘stiller’ Leser dieser Seite und werde es auch bleiben. Aber ich muss jetzt doch mal was loswerden.

    1. Wieso echauffieren sich eigentlich so viele über die vielleicht beste Vereinsführung, die es im europäischen Klubfussball gibt? Oder anders gefragt, wollen wir Verhältnisse wie in Madrid, Barcelona, Chelsea, Paris, City etc.? Ich nicht. Aber vielleicht verwechseln einige hier auch den FC Bayer mit 1859+1. Da läuft es ja bekanntlich viel besser als bei uns…

    2. Lahm will derzeit keine Position im Verein übernehmen. Lebt damit. Danke. Und wenn ich die Namen Eberl und Schmadtke höre – ja, das sind gute Leute.

    In Gladbach und Köln.

    Wir sind die Bayern.

    3. Wann wird endlich GP11 das Handwerk gelegt? Es ist einfach unerträglich, was diese Person an Unflätigkeiten posten kann, ohne dafür gesperrt zu werden. Und komm mir jetzt keiner mit Meinungsfreiheit, permanente Beleidigungen gegen unsere Vereinsrepräsentanten sind davon eben NICHT gedeckt.

    So, das war’s von meiner Seite.

    Vielen Dank für’s Lesen.

    Martin

    1. ???

      Wie Du schon selbst schreibst, “die vielleicht beste Vereinsführung”.
      Im Übrigen sehe ich in den Kommentaren von GP11 keine Beleidigungen der “vielleicht besten Vereinsführung”.
      Was ich hingegen bei vielen Bayernfans sehe, ist eine Art “Nibelungentreue” gegenüber Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge.

    2. Hallo Martin,

      ich bin meist auch stiller Leser und haue nur hin und wieder mal was raus. Aber deine Anmerkungen kann ich nicht nachvollziehen.

      1. Es wird doch mit Angaben von Gründen kritisiert, was UH und KHR so machen, also verstehe ich die Frage nicht. Dass wir es besser haben als die anderen Großclubs in Europa, daran zweifelt hier, denke ich, fast niemand. Aber dass es “besser” läuft als woanders, heißt nicht, dass es wirklich gut läuft. Es gibt immer etwas zu verbessern, und wenn man der Meinung ist, dass etwas gerade nicht rund läuft, sollte man das in einem Diskussionsforum durchaus ansprechen dürfen. Immerhin wird das hier zum größten Teil argumentativ fundiert getan.

      2. Wo ist das Problem, andere Namen zu nennen? Ich verstehe deine Argumentation da nicht. Klar sind die in Köln und Gladbach. Aber das lässt sich doch ändern (sofern die das auch wollen, natürlich)? James war ja vor ein paar Wochen auch noch bei Real und Sammer vor seinem Engagement beim DFB. Man muss doch zumindest mal darüber sprechen können, wer sonst noch in Frage käme.

      3. Ich sehe zwar, wie viele andere hier, die Beiträge von GP11 inhaltlich kritisch und Teile seine Meinung nur teilweise. Aber Unflätigkeiten oder permanente Beleidigungen? Also da muss ich ihn dann doch in Schutz nehmen.

      1. Paul

        Ich empfinde GP11s Beiträge nicht als sperrenswert. Sie sind mMn nach ein interessanter Teil des hier abgedeckten Spektrums. Die Kritik an seinen Beiträgen ist genau so wertvoll (und mMn vielfach berechtigt) – auf beides möchte ich hier ungern verzichten. Persönlich finde ich es interessant, dass ihm sein Steckenpferd – die Kritik an KHR und UH in derartiger Art und Weise zu betreiben – so viel bedeutet, dass er dafür in Kauf nimmt, die Wahrnehmung seiner sonstigen Ausführungen so stark einzufärben. Finde ich es besonders witzig, wenn er sich Whistleblower herbeiwünscht? Nicht unbedingt. Aber den Kontext, der solche Bemerkungen ermöglicht, hat nicht er geschaffen, sondern UH und KHR.

  25. pitvonbonn

    Soll nicht Heute der FC Bayern Campues eröffnet werden?
    Warum liest man nichts darüber?
    Oder weiß jemand eine Quelle?

    1. M1900

      Das stimmt :)

      Kommt sicherlich noch was ;)

  26. Systemrelevant

    Die Vielzahl der Kommentare hier empfinde ich als sehr respektlos wenn sich hier einige dazu aufschwingen mehr oder weniger subtil über den Intellekt von Brazzo zu philosophieren.

    Bayern ist ein Unternehmen mit mehr als einer halben Milliarde Umsatz. Da gibt es ein Anforderungsprofil für eine Position und da kommt keiner rein, weil er sympathisch ist.

    Nur mal so eine Frage: War einer von euch z. B. bei Vertragsverhandlungen zwischen KHR, UH und Brazzo zu seinen Spielerzeiten anwesend um beurteilen zu können ob er nicht vllt doch andere Stärken hat als Sprüche in die Kamera zu quatschen?

    Alles andere werden wir dann sehen.

    1. Marco05

      Da hast du zweifellos recht, aber man kann nur bewerten, was man sieht und hört. Ob das ehrenhaft oder moralisch vertretbar ist, steht auf einem anderen Blatt. Im gleichen Atemzug hat ja auch jeder geäußert, was er für ein Sympathieträger ist.

      Da mangels Nachweis keine wirkliche Einschätzung seines Intellekts möglich ist werden wir in der Tat abwarten müssen. “Aufgeweckt” mag er fraglos sein, die Frage ist ob das reicht. Um das zu beantworten müsste man genau das Anforderungsprofil kennen, was wir nicht tun. Immerhin hatte Sammer ja nach landläufiger Meinung auch “nichts” zu tun, bzw. nichts zu sagen.

      Das Muster allerdings erinnert zumindest mich sehr stark an den schon beschriebenen Fall Nerlinger, der ja Praktikant war (Brazzo jetzt Markenbotschafter) und das “nicht schlecht” gemacht hat, also verpasst man ihm halt direkt einen richtigen Posten. Natürlich tut man auch Nerlinger unrecht, weil er 1. mit van Gall die ärmste Sau war und 2. um ein Haar das Triple mitgfeiert hätte. Wie hoch dann wieder der jeweilige Anteil war…müssig.

      Die von dir kolportierte “Respektlosigkeit” ist womöglich auch dem Überraschungseffekt geschuldet (um nicht das Wort “Schock” zu verwenden ;) ), der eben auftritt, wenn ein 1/1-Mrd.-Euro-Unternehmen mal eben einen absoluten Novizen aus dem Hut zaubert und dem dann im gleichen Atemzug einen Posten im Vorstand zumindest in Aussicht stellt sowie die scheinbare Gleichgültigkeit mit der ein prominent besetzter Aufsichtsrat sowas durchwinkt. Das ist für mich als zugegen nibelungentreuer Fan doch irgendwie…strange.

      1. Systemrelevant

        Erst einmal ist Bayern von diesem Sportdirektor nicht so abhängig, dass die Existenz davon abhängt. Wir waren uns alle einig, dass ein Mahner ala Sammer fehlt, aber das Schicksal des Vereins hängt nicht davon ab.

        Wie sich Hasan machen wird werden wir sehen. Zorc kam doch auch als Nobody in seine Position und gehört heute zu den meist geschätzten Männern in dem Business z. B..

        Bei allen Diskussionen um Kompetenz oder nicht sollte man in Betracht ziehen dass in Brazzo vllt eine Stärke gesehen wird vom Vorstand und Aufsichtsrat, die ein Nerlinger oder Sammer vllt nicht so in dem Maße hatten und zwar Netzwerke zu bilden. Könnte mir vorstellen dass Hasan da sehr gut reinwachsen könnte, gerade mit seinem Sprachverständnis. Letztlich hat Bayern für die anderen Dinge wie Finanzen usw. usf. genügend Experten im Hintergrund, dass ein Alleinherrscher ala UH auf der Managerposition heute gar nicht mehr so gebraucht wird.

    2. GP11

      Salihamidzics Intellekt ist doch komplett irrelevant. Sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.
      Er hat doch offensichtlich keinerlei Verantwortung und Befugnis und soll ausschließlich vor, während, nach und zwischen den Spielen ein paar Interviews geben und dabei die beiden Unfehlbaren in den Himmel loben.
      Er wird gar keine Chance bekommen, irgendetwas zu beweisen oder zu bewirken. Er soll die gemeine Fanseele beruhigen, die ihn “sympatisch [sic]” findet. Und falls es mal nicht so läuft, hat man einen weiteren Sündenbock, den man absägen kann, ohne dass man selbst gerade stehen muss.
      Ein einziges Trauerspiel ist das und Ancelottis Reaktion spricht auch Bände. Er hat kurz vor der PK gesagt, dass er nicht wisse, wer Sportdirektor wird.
      Was ist eigentlich schlimmer?
      Der Fall, dass er wirklich nicht darüber informiert ist?
      Oder der Fall, dass es zwar nicht stimmt, die Allgemeinheit es aber zumindest für vollkomen plausibel hält, dass er nicht informiert wurde. Und Ancelotti eine derart hohe Meinung über den Vorgang hat, dass er jene Ausrede bemüht, um nicht darüber sprechen zu müssen.

      Man muss auch nur die PM und die sonstigen Aussagen verfolgen. Da geht’s ausschließlich um Loyalität und darum, dass er den Verein kenne. Das ist doch ein einziges Armutszeugnis.

  27. […] Sportdirektor endgültig ausgewürfelt haben (Steffen Meyer titelt auf dem FC Bayern München Blog Salihamidžic wird Sportdirektor: Merkwürdig träge), Schalke 04 und Borussia Dortmund. Da war Asien ein festgebuchtes und marketingtechnisch […]

  28. Minanda

    Einen van Bommel hätte ich sehr begrüßt, Brazzo ist dagegen eher ein schlechter Witz.

  29. Brian Laudrup

    Mir ist unerklärlich wie man sich diese Personalie noch schönreden kann.

    Bewusste B-Wahl als Platzhalter für Mister X? Kann nur schief gehen.
    Informationsquelle zu Mannschaftsinterna für Hoeneß/Rummenigge? Tolle Idee!
    Kann noch lernen und sich entwickeln? Hey, wir sind der FC Bayern. Warum nehmen wir nicht gleich einen der’s kann?

    Außer Stallgeruch kann Brazzo mE nichts aufweisen, was ihn für den Job qualifizieren würde (ok, er ist auch ein ganz cooler Typ). Da hätte man auch Pizarro oder Sammy Kuffour verpflichten können.

    Eine weitere Personalie die ich gerne in die Diskussion werfen würde: Sebastian Hoeneß. Sicher, er hat relevante Erfahrung (wenn auch nicht besonders viel). Aber wie wahrscheinlich ist es, dass unter unzähligen Kandidaten in Fußball-Deutschland oder sogar -Europa ausgerechner der Neffe des Präsidenten der beste Mann für den Job als U19-Trainer ist? No way. Das ist Personalpolitik nach Gutsherrenart und hat – etwas überspitzt formuliert – Kreisliga-Niveau.

  30. Klaus Moor

    So wie man Brazzo präsentierte und mit welchen Attributen er dabei bedacht
    wurde, da fragt man sich schon, ob es sich wirklich um die Position des
    Sportdirektors handelte oder doch eher um die Rolle einer Nanny. Nur fleißig, sympathisch und Ex-Bayernspieler zu sein, dies dürfte nicht reichen.

  31. wipf1953

    Ich schaffe es noch nicht mal, den – wahrscheinlich wieder atemberaubend schnellen – MSR-Bericht zur Katastrophe dieses Fußballabends abzuwarten. Aber was heute in der AA geboten wurde, lässt auf eine “spannende Bundesligasaison” hoffen. Oder anders gesagt: Ich drücke RB Leipzig beide Daumen, denn einen Meister “BVB09” würde ich nicht ertragen.

    Von DAZN-Abos für die kommende CL-Saison rate ich tendenziell ab. Denn ab dem Viertelfinale wird eventuell gar keine deutsche Mannschaft mehr vertreten sein (oder, noch schlimmer, nur der BVB09 ..).

  32. Mehmet68

    Uli bastelt sich sein eigenes Museum, das irgendwann nur noch Nostalgiker betreten wollen. Schade.

    Man muss ja nicht im Millionenpoker um teure Stars mitmischen – gerade, wenn man die groteske Entwicklung im Fall Neymar sieht.

    Aber aktuell stärkt der vormals beste BL-Manager nur seine Hausmacht und den Kuschelfaktor, ohne den Verein für die nächsten 10 Jahre aufzustellen. Schon ein bisserl ernüchternd.

  33. Kurt74

    Wenn man sich manche Kommentare hier durchliest fragt man sich schon ob die wirklich alle von Bayernfans stammen. Den Artikel sehe ich auch viel zu kritisch und er reitet auf der gleichen Welle wie die der Medien. Hauptsache jedes Jahr alles neu und viel Geld dafür in die Hand genommen. Ginge es hier um einen Spieler anstatt eines Sportdirektor würde die Kritik lauten das der Spieler nix kostet und kein int. Star ist. Ein 60Mio Spieler kickt oft nicht besser als ein 10Mio Spieler, nur die Wahrnehmung ist anders.
    Kalle und Uli machen sind alte Hasen im Geschäft und machen ihren Job hervorragend. Erinnert euch an die Bayern von 2000-2010 und vergleicht die mit den Bayern in den letzten 5 Jahren, besser kann man sich gar nicht entwickeln und das liegt vor allem daran wie die beiden den Verein führen.
    Ich glaube das Salihamidzic stark unterschätzt wird. Andererseits, als Sammer Sportdirektor war meinte ein Klopp mal, das Bayern ohne ihn genauso viele Punkte in der BL hätte.

  34. @Kurt74

    Stimme dir da absolut zu.
    Dass die (Boulevard)Medien mit gewissen Themen reißerisch “respektlos” umgehen, kennt man bestens (das ist deren “Geschäftsmodell”). Von “Fans” erwartet man manchmal etwas mehr (auch Sachverstand und Einfühlungsvermögen).

    Gut dass der FCB jetzt überhaupt einen Sportdirektor hat. Hätte man einen solchen, egal ob Uli H, Nerlinger, Sammer oder Brazzo, schon vor der Saison gehabt, dann würde die Mannschaft nun nicht in einem derartigen Dilemma stecken. Diese ebenso heftigen wie ungewohnten Klatschen sind auch auf die katastrophale Saisonvorbereitungsplanung zurückzuführen …

    Als Alternative https://petersgradmesser.wordpress.com/2017/08/02/die-wichtigkeit-eines-sportdirektors-beim-fc-bayern/

    1. Kurt74

      Danke für den Link, der Artikel drückt genau das aus was ich von der aktuellen Sportdirektor-Diskussion halte.

  35. […] ist der Tag der Verkündigung des neuen Sportdirektors. Hasan Salihamidzic ist eine Personalentscheidung nach Hoeneß’ Geschmack. Ein verdienter […]

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