Blickpunkt Amateure: Relegation – Fußball, du…

Auch am Tag nach dem verpassten Aufstieg in Liga 3 fällt es schwer klare Gedanken zu diesem Spiel aufzuschreiben. Zu stark war die Mannschaftsleistung, zu grandios die Unterstützung der Fans in der Hermann-Gerland-Kampfbahn und zu groß der Jubel bei Sallahis 2:0 in der 88. Minute. Schon vor dem Anpfiff schien alles möglich und die kämpferische Leistung der Bayern Amateure brachte den Traum sechs Minuten lang zum Greifen nah. Nachspielzeit, ungesunder Puls bei allen Bayernfans, ein langer Ball, Torwartfehler und der Aufstiegstraum war geplatzt. So schnell, so einfach – mit nur einer verpatzten Aktion bleibt das Saisonende nicht als großer Triumph, sondern bittere Niederlage trotz Heimsieg in Erinnerung. Fortuna Köln profitiert von der Auswärtstorregel und belohnt sich für den einen erfolgreichen Moment in München. Es hätte so schön sein können, aber am Ende haben die Gästefans gejubelt.

Erik ten Hag machte im Vergleich zum Hinspiel nicht viele, aber zwei sehr entscheidende Änderungen, die einander stark beeinflussen und das Spiel der Bayern Amateure grundsätzlich verbessern. Für den verletzten Rico Strieder kam Ylli Sallahi in die Startelf. Dadurch konnte Alessandro Schöpf in der Zentrale spielen und Angelos Oikonomou übernahm den Spielaufbau vor der Abwehrreihe. Er und Schöpf funktionierten gut als Taktgeber in einem durch viele Foulspiele und dadurch entstehende Unterbrechungen durchzogenen Spiel, bei dem keine Mannschaft der anderen an Härte nachstand. Im Gegensatz zu einigen Bemerkungen von Fortuna Köln Fans in den letzten Tagen konnte man aber definitiv nicht von »Fallsucht« bei den Amateuren sprechen. Auf dem Platz schenkte man dem Gegner keinen Meter. Auf den Rängen sah das anders aus, da die mitgereisten Fortuna-Fans im mit 7.738 Personen ausverkauften Grünwalder Stadion über 90 Minuten kaum zu hören waren. Eine volle Gegengerade machte ordentlich Lautstärke. »Gemeinsam alles geben« war definitiv das Motto am Sonntagnachmittag.

Mit Sallahis Freistoßtor von einer Position knapp vor der gegnerischen Strafraumgrenze in der 20. Minute setzten die Bayern Amateure die Uhren früh auf Erfolg, aber konnten im Anschluss ihre Offensivaktionen nicht mehr konsequent ausspielen. Am Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten sie alle Hände voll zu tun, um den gefährlicher werdenden Vorstößen – natürlich mit langen, das Mittelfeld überbrückenden Bällen – zu entgehen und ihrerseits wieder Kontrolle in die Partie zu bringen. Die Fehlpassquote nahm merklich zu und man gab erneut das Mittelfeld auf, bis man sich in den letzten 15 Minuten wieder fangen konnte und die Schlussattacke einleitete. Nach Sallahis zweitem Treffer war die Verwunderung auf den Rängen groß, denn so richtig konnte sich das Tor im Stadion kaum jemand erklären. Zu groß war die Distanz und von der gigantischen Freude braucht man wohl nicht sprechen. Jeder war gepackt von der Möglichkeit des Aufstiegs!

In der letzten Minute der Nachspielzeit dann der bereits erwähnte Schlag in die Magengrube. Ein langer Ball vor Lukas Raeders Tor, er kommt früh raus und springt hoch, um zu sichern, verschätzt sich deutlich und Fortunas Laux muss nur noch den Kopf hinhalten, um den Ball sanft über die Linie zu drücken. Gegentor, Auswärtstorregel, aus der Traum. Natürlich ist dieser letzte Fehler extrem bitter und ein Torhüter steht mit seinen Aktionen immer als Einzelperson im Fokus. An dieser Stelle soll nicht in irgendwelche wirren Spekulationen eingestiegen werden. Fakt ist aber, dass Raeder nicht die größte Strafraumbeherrschung – speziell bei hohen Bällen – an den Tag legt und das mehrfach »bewiesen« hat. Ob er nun nach der Partie völlig fertig ist oder – so war zumindest meine Beobachtung – beinahe ohne Anteilnahme nach Abpfiff über den Rasen lief, bleibt reine Spekulation. Niemand weiß was in ihm vorging und da er den Verein im Sommer verlässt, werden wir es auch nie erfahren. Bösen Willen zu unterstellen ist aber sicher waghalsig. Es bleibt jedem selbst überlassen sich ein Urteil über ihn und sein Interview nach Abpfiff zu bilden.

Am Ende bleibt da wohl nur: »Fußball, du Arschloch«.

Aber es gab auch grandiose Momente und besonders Charaktere in diesem Spiel. Dennis Chessa machte eine überragende Partie und sein Zusammenspiel mit Ylli Sallahi über die linke (Außen)bahn werden wir in Zukunft stark vermissen. Der 21-Jährige hat sich zu einem fantastischen Spieler entwickelt, der neben dem Doppeltorschützen einer der Matchwinner war. Aalen kann sich auf ihn freuen. Alessandro Schöpf hat gezeigt, dass er die Führungsrolle in einer Mannschaft übernehmen, mitreißen und schwächere Spielphasen überwinden kann. Über Tobias Schweinsteiger, den wir auch hier oft wegen Fehlern bemängelt haben, hat gezeigt was es heißt ein echter Bayernspieler zu sein. Gemeinsam mit Kevin Friesenbichler ging er jedem verlorenen Ball hinterher, zeigte über die gesamte Spieldauer absoluten Willen und kämpfte bis zum Abpfiff. Noch lange nach dem Schlusspfiff lief er alleine über den Rasen, sammelte liegen gelassen Trauerflor (zum Gedenken an einen in Köln verstorbenen Fan) auf und blickte mit Tränen in den Augen zu den Fans auf der Gegengerade. Gestern Abend veröffentlichte er über die Facebook-Seite des Club Nr. 12 einen offenen Brief an die Fans und sein Interview spricht Bände. Er wird den Bayern Amateuren zum Glück als Spieler und großer Charakter auch über seine Vertragslaufzeit bis 2015 hinaus erhalten bleiben, wie er kürzlich in einem Zeitungsinterview sagte.

Die Saison 2013/14 endet nicht mit einem Triumph, sondern mit einer der bittersten Niederlagen der jüngsten Vergangenheit. Erneut »Regionalliga Bayern statt Liga 3« heißt es auch in den kommenden Monaten. Ein schwieriger Umbruch steht an und es liegt nun am Verein und Trainer Erik ten Hag eine neue schlagkräftige Truppe aufzubauen, um bald wieder in der Aufstiegsrelegation antreten zu können. Es ist aber fraglich, ob das schon bald der Fall sein wird.

Glückwunsch an Fortuna. Fußball kann manchmal sehr ungerecht sein. Wir haben das heute am eigenen Leib erfahren. Wir haben in beiden Spielen das Ergebnis in der Schlussphase weggegeben – mehr als ärgerlich. Dennoch ein großes Kompliment an meine Jungs. Wir haben dem Druck standgehalten und sehr gut gespielt. Wir greifen in der kommenden Saison wieder an – versprochen.
Erik ten Hag bei FCBayern.de am 01.06.2014

Glückwunsch an Fortuna Köln und viel Erfolg in der nächsten Spielzeit. Wir sehen uns – hoffentlich bald – in Liga 3 wieder. Die Unterstützung der Bayern Amateure geht nach einer kurzen Sommerpause weiter. Auf den Rängen in der Hermann-Gerland-Kampfbahn und bei Auswärtsspielen genauso wie hier im Blog. Wir lieben die Amateure, ja – wir lieben sie so sehr.

Und bald greifen wir gemeinsam wieder an.

FC Bayern Amateure – SC Fortuna Köln 2:1 (1:0)
Bayern AmateureRaeder – Schmitz, Wein (90. S. Ribéry) , Vrzogic, Chessa – Schöpf, Oikonomou, Sallahi, Weihrauch (68. Rankovic) – Friesenbichler, Schweinsteiger
BankHusic, Fischer, Scholz, Jelisic, Schwarz
Fortuna KölnPoggenborg – Sievers, Hörnig, Laux, Pazurek – Steffen (78. Kessel), Kialka (56. Aydogmus), Andersen, Zinke, Kraus – Dahmani
BankMonath, Brill, Stojanovic, Kwame, Dubbert
Tore1:0 Sallahi (20.), 2:0 Sallahi (88.), 2:1 Laux (90.+4)
KartenGelb: Oikonomou, Schmitz, Wein / Dahmani, Pazurek, Steffen, Hörnig; Gelb-Rot: Andersen (79. / wiederholtes Foulspiel)
Zuschauer7.738 (ausverkauft)
SchiedsrichterDr. Robert Kampka (Mainz)
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Leserkommentare
  1. Felix

    Was für ein tolles Spiel, was für eine brutale Leere danach! Ich kann das dieses Spiel immer noch nicht richtig in Worte fassen, zu begeistert bin ich von den ersten 93. Minuten, zu enttäuscht bin ich von jener 94., die das Ergebnis herbeigebracht hat.
    Während am Anfang noch Trauer regierte, weil ich es den Jungs so sehr gegönnt hatte und irgendwie auch Mitleid mit Raeder hatte, schlug dieser gestern beim Schauen des Interviews von Raeder einfach nur noch in Hass um. Was für ein selbstgefälliger Idiot, unfassbar. Zeigt keinerlei Demut und Respekt gegenüber dem Team und den Fans, deren ganze Saison er zerstört hat. Fehler passieren, das sagt er selber, aber direkt nach dem Spiel so emotionslos dazustehen und es als das normalste der Welt abzutun, das lässt mich wirklich sauer werden. Wer so charakterlos ist, hat in diesem Verein wahrlich nichts verloren. Bin gespannt, welche Truppe sich jetzt mit ihm rumschlagen muss.

    1. Kann dich gut verstehen. Warst du in der HGK? Dann hätten wir uns doch mal auf ein Spezi am überforderten Getränkekiosk treffen können. Was mich ja zusätzlich zur Regionalliga im nächsten Jahr auch nervt: Wir bieten den Drecksblauen eine weitere Saison die Plattform sich zu präsentieren und zu nerven. Uargh.

      So richtig gibt es ja bisher keine Gerüchte wohin es Raeder verschlägt. Das was ich zuletzt gehört habe, war der Glubb… nunja.

  2. Jörg

    @Felix
    Von Hass zu reden finde ich jetzt schon etwas arg überzogen. Ich stimme Dir zu, dass mich das Interview und auch seine merkwürdige Reaktion direkt nach dem Tor sowie nach dem Abpfiff ziemlich sauer gemacht hat, allerdings möchte ich ihm, mit jetzt etwas abgekühlten Emotionen, auch nichts unterstellen. Wie Jan richtig geschrieben hat: Wie es in ihm drin aussah wissen wir nicht.

    Für mich bleibt nun einfach erst mal eine große Enttäuschung wegen des so unglücklich verpassten Aufstieges, Stolz auf die Leistungs des GESAMTEN Teams in dieser Relegation und die Freude über die Geburt eines neuen Fußballgottes, der uns hoffentlich noch ein paar Jahre erhalten bleibt: Tobi Schweinsteiger.

    In diesem Sinne ganz im Amateure-Style: Niemals aufgeben, niemals aufgeben!
    Bis nächste Saison, ich bin wieder dabei wenn es heißt: Auf in Liga 3!

  3. […] von leidenden Amateurefans werfen möchte, dem seien die Beiträge auf fankultur.com und miasanrot.de ans Herz gelegt. Besser kann man es nicht […]

  4. Felix

    Wie schon gesagt, es fiel mir schwer die richtigen Worte zu finden. Hass war da vllt ein etwas zu schweres Wort. Ich will ihm auf keinen Fall etwas unterstellen, wie gesagt, Fehler passieren. Das entscheidende ist, wie man damit umgeht und das macht mich in diesem Fall einfach wütend.
    Jan, befinde mich derzeit leider nicht in süddeutschen Gefilden, habe das Spiel daher per fcb.tv verfolgt.

  5. Felix

    Habe mir die letzten Tage, mit ein bisschen Abstand zum Drama vom Sonntag, nochmal ein paar Gedanken gemacht zu unseren Amateuren. Mich beschleicht das Gefühl, dass eine weitere Saison in der Regionalliga Bayern Verschwendung ist. Fakt ist:

    1. Die Regionalliga Bayern stellt die vermeintlich schwächste aller Regionalligen dar, in der Regionalliga West z.B. wären unsere Talente deutlich mehr gefordert.

    2. Wie man jetzt sieht, wechseln die meisten Talente, die keine Perspektive beim FC Bayern haben in die 2. oder 3. Liga. Mal abgesehen von Rankovic, bei dem es mehr als fraglich ist, ob er sich in Hannover durchsetzt. Der Mehrwert einer zweiten Mannschaft kann ja nicht darin liegen, eine möglichst breite Anzahl an Spielern auszubilden, um dann 2 oder 3 hochzuziehen und den Rest zu verscherbeln.

    3. Unsere Talente finden es zunehmend unattraktiv in der Regionalliga Bayern zu kicken. Dies liegt einerseits an der schon angesprochenen, sportlichen Perspektive in dieser verbesserten Bayernliga, aber auch an der Distanz zwischen 1. und 2. Mannschaft, die wohl in keinem anderen Verein so groß ist. Während man in der 1. Mannschaft in einem der besten Teams Europas in ausverkauften Arenen spielt, dümpelt man in der U23 auf irgendeinem Bolzplatz in der Provinz herum (überspitzt formuliert, ich weiß). Klar, dass Talente, die schon auf dem Sprung in die 1. Mannschaft sind, keine große Lust haben dann noch in der zweiten zu kicken. Gibt ja genug Beispiele: Weiser ist wohl das aktuellste, auch Hojberg hätte sicher bei einem Spiel der Profis seinen Urlaub noch etwas nach hinten verschoben und wäre nach der Nationalmannschaftsreise nochmal zurückgekehrt. Aber auch Emre Can hat sich ja vor einiger Zeit schon beschwert und wurde in der Folge dann “verliehen”. Das sind ganz normale menschliche Tugenden: Wenn man schon mal mehr gehabt hat, gibt man sich ungern wieder mit derartig weniger zufrieden.

    Was sind also mögliche Lösungsansätze für diese Probleme.

    Lösungsvorschlag 1: Man versucht weiterhin die U23 beim FCB zu halten und schnellstmöglich den Aufstieg in die 3. Liga hinzubekommen. Gerade für die Fans stellen die Amateure eine schöne Möglichkeit dar, Abseits des großen Trubels und der großen Show in der Arena noch “echten Fussball” zu sehen. Ob es wert ist, den Fans Jahr für Jahr ein solches “Spielzeug” zu erkaufen, lasse ich mal dahin gestellt. Interessanter ist die Frage, ob eine 3. Liga sportlich perspektivisch und nachhaltig die Probleme löst. Auch in der 3. Liga würde man gegen den Abstieg spielen, zumindest wenn man sich die Entwicklung der 2. Mannschaften in der 3. Liga in den letzten Jahren anschaut. Stuttgart zeigt hier mit seiner Konstanz sicher einen guten Gegenentwurf auf. Aber sonst haben es sowohl Werder und Bayern sehr schwer gehabt, aber auch Dortmund spielt mehr oder weniger unten mit und die größte Hoffnung auf ein Hochrücken in die 1. Mannschaft (Ducksch) hat man jetzt nach Paderborn verliehen, da der Sprung von 1. in die 2. Mannschaft scheinbar immer noch zu groß ist. Insgesamt glaube ich, dass die Mannschaft in der 3. Liga zwar mehr gefordert wird, nicht aber den ganzheitlichen Sprung macht, dass es einen Mehrwert für den FC Bayern bringt. Spieler wie Hojberg, Schöpf, Green und Sallahi, die der 1. Mannschaft sicher am nächsten stehen, werden weiterhin den Drang nach mehr haben, um höher hinauszukommen. Und da sehe ich den Abstiegskampf der 3. Liga, meinetwegen auch einen gesicherten Mittelfeldplatz, nicht als optimale Alternative zur Ausbildung dieser Spieler an. Ich habe das Gefühl, dass sich alle Spieler, abgesehen von Hojberg, in der 3. Liga nicht so weit entwickeln, dass sie sich irgendwann beim FC Bayern durchsetzen können. Sie werden bei einem überdurchschnittlichen Bundesligisten wie Gladbach, Wolfsburg oder auch Augsburg sicher zum Zug kommen, aber der Sprung in die 1. Mannschaft der Bayern ist schon nochmal ein anderer.

    Lösung 2: Man meldet die U23 ersatzlos ab. Kosten wären bei uns sicher das kleinere Argument zur Abmeldung der Amateure, vielmehr muss die optimale Ausbildung der Anspruch sein. Hauptaspekt dieser Modells dürften sicher Leihen darstellen: Hat schon in mehreren Beispielen geklappt und unsere Talente dürften sicher auch bei ambitionierten Vereinen unterkommen. Der Rest, der es aus der U19 nicht schafft, müsste sich dann einem anderen 3.-/Regionalligisten anschließen. Was mich aber an diesem Modell immer wieder stört, ist die Vorstellung, dass ein Spieler mindestens für ein Jahr, wenn nicht sogar für zwei Jahre komplett weg ist. Das bringt auch Nachteile mit sich: Was passiert, wenn der Spieler aus was für Gründen auch immer auf der Bank sitzt? Die Spieler, die dann zurückkommen, sind sicher gestandene Spieler, aber haben sie sich auch genau in den Aspekten verbessert, in denen es für unsere 1. Mannschaft wichtig ist? Verschiedene Spielsysteme lehren einem jungen Spieler unterschiedliche Eigenschaften. Desweiteren finde ich die Frage, ob eine Leihe für einen Spieler das richtige ist, nicht immer ganz so einfach, wie man am Beispiel Hojberg sieht: Ein toller Spieler, der nächstes Jahr sicher ein paar Einsätze in der ersten Mannschaft kriegen wird, keine Frage. Aber bringt es ihn nicht doch deutlich weiter, regelmäßige Spielpraxis zu erhalten? Was mich an so einer Leihe stutzig macht ist, dass einfach die Verzahnung fehlt, die man mit einer U23 sicherlich besser gegeben hatte. Und aus all diesen aufgeführten Aspekten, komme ich mal zu meinem Lösungsansatz, den ich für am vielversprechendsten halte:
    Der FC Bayern hat den Anspruch, der beste Verein Deutschlands/Europas/der Welt zu sein, nun sollte man dies endlich mal rücksichtslos umsetzen und auch auf die Jugendausbildung übertragen, womit wir zur Lösung 3 kommen:
    Auch wenn unbeliebt und die Nostalgiker unter uns gleich wieder aufstöhnen: RB’s Modell stellt die Zukunft dar. Wir sollten endlich den Stillstand hinter uns bringen und den Mut haben, eine neue Variante zu installieren. Denn nur mit diesem Motto sind wir dahin gekommen, wo wir jetzt sind. Farm-Teams wären sicherlich eine interessante Variante, über die zumindest nachgedacht werden muss. Mögliche Vereine wären Unterhaching, Burghausen oder ein anderer bayerischer Verein, die man dann in der zweiten Bundesliga installieren könnte. Auch ein Verein in der ersten Liga Österreichs wäre anzudenken. Ein Vorteil wären hier räumliche Nähe, aber der größte Vorteil wäre sicher die bestmögliche sportliche Herausforderung für unsere Talente. Und damit meine ich nicht Spieler, die jetzt in die 2. oder 3. Liga wechseln, sondern Spieler, die sich beim FC Bayern durchsetzen können und man sollte endlich anfangen möglichst nur noch solche Leute zu verpflichten. Sinan Kurt ist ein Anfang, die vier Spieler aus dem süddeutschen Raum sind dann mehr wieder so Alibi-Transfers. Deutschlandweite Verpflichtung von Talenten, die den Anspruch haben, sich beim FC Bayern durchzusetzen.
    Über diesen Teams steht ein ganzheitlicher sportlicher Ansatz: enge Verzahnung, gleiches Spielsystem wie der FC Bayern.
    Klar ist aber auch, dass so etwas Zeit braucht, daher sollte man wohl eher heute entscheiden, als morgen. ;-)

  6. Felix

    Hehe, Reschke dürfte dann wohl das fehlende Puzzle-Teil sein. Abschaffung der U23 und frühzeitige Heranführung von Talenten waren seine Maßnahmen in Leverkusen. So dürften wir es auch bald sehen! Man wird nicht ohne Grund ihn geholt haben. ;-)

    1. Glaube aber nicht, dass man in München ebenfalls die U23 abschaffen möchte. Dafür ist die Aussage Erik ten Hags zur neuen Saison zu deutlich. Denke eher, dass man nun die Weichen für bessere Arbeit + Talente in den unteren Jugendbereichen richtig stellen will. Oder was meinst du?

  7. […] des FC Bayern. Die Gegenwart schaut an dieser Stelle nicht sonderlich rosig aus. Nach dem verpassten Aufstieg der Bayern Amateure in die 3. Liga findet im Sommer der zu erwartende Umbruch statt. Viele Jungs, die sich aus dem […]

  8. Felix

    Kurzfristig auf keinen Fall, nächstes Jahr werden wir sie definitiv noch haben. Man wir dann ja auch im Laufe der Saison sehen, wie die Mannschaft sich entwickelt. Rechne aber fest damit, dass Reschke perspektivisch schon andere Pläne im Kopf hat. Fraglich ist, wann diese umgesetzt werden.

  9. […] Straße und am Sonntag gegen 10 Uhr auf Rasen. Jetzt, 20 Tage nach dem in der letzten Spielminute verpassten Aufstieg in Liga 3, muss Erik ten Hag seine Mannschaft erneut auf die Regionalliga (Spielplan 2014/15) vorbereiten. […]

  10. […] Sicht als erfahrener Spieler in einer jungen Mannschaft oder die einschneidende Niederlage in der Relegation 2014 gedreht. Mittlerweile jedoch ist der 34-Jährige ein gefragter Gesprächspartner, der als […]

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