RIO DE JANEIRO, BRAZIL - AUGUST 20: Serge Gnabry of Germany takes his penalty in the shoot out during the Men's Football Final between Brazil and Germany at the Maracana Stadium on Day 15 of the Rio 2016 Olympic Games on August 20, 2016 in Rio de Janeiro, Brazil. (Photo by Laurence Griffiths/Getty Images)

Bayern München verpflichtet Serge Gnabry

Überraschung auf dem Transfermarkt. Entgegen vieler Ankündigungen wechselt Serge Gnabry nun doch zum FC Bayern und nicht nach Hoffenheim, wie einige Medien seit Tagen spekulierten. Serge Gnabry (21) kommt von Werder Bremen an die Isar.

Gnabry erhält einen Vertrag bis 2020. Allerdings könnte er sofort wieder verliehen werden. Eine Leihe zur TSG Hoffenheim steht im Raum. Auch ein Abgang von Douglas Costa wird mit Gnabry nicht unwahrscheinlicher. Schon im vergangen Sommer gab es einige Gerüchte, dass Gnabry zum FC Bayern wechselt. Doch es kam anders. Gnabry landete in Bremen. Es war ein Übergangsjahr für den jungen deutschen Nationalspieler.

Der FC Bayern war wohl schon bei dem Transfer aus London nach Bremen involviert, auch wenn das offiziell niemand bestätigen wird. In Bremen wurde Gnabry für ein Jahr geparkt, um seine Entwicklung zu fördern und ihn zu beobachten.

Für Bremen erzielte Gnabry 11 Tore und legte 3 Treffer für seine Mitspieler auf. In der Hinrunde war er sicherlich einer der wenigen konstanten Spieler von Bremen. In der Rückrunde – und während des sagenhaften Laufs der Werderaner, war Gnabry lange Zeit verletzt. Er verpasste sieben Spiele und kam an den letzten Spieltagen in drei von vier Einsätzen von der Bank.

Kein Durchbruch bei Arsenal

Der Flügelspieler war über die Stuttgarter Kickers und den VfB früh nach London gewechselt. Dort kam der meist im rechten offensiven Mittelfeld eingesetzte Gnabry zunächst im Nachwuchsteam zum Einsatz. Für die Reserve von Arsenal lief er ab Beginn des Jahres 2012 auf. Bei den Gunners unterzeichnete Gnabry am 31. Juli 2012 seinen ersten Profivertrag und debütierte am 8. Spieltag der Saison 2012/13 in der Premier League, als er in der Begegnung bei Norwich City in der 82. Minute für Aaron Ramsey eingewechselt wurde.

Nachdem seine Karriere verheißungsvoll begann, geriet sie in den Folgejahren etwas ins Stocken. Während er in der Saison 2013/14 noch auf neun Einsätze im Profi-Team kam, gab es im Folgejahr keinen Platz für ihn. Im letzten Jahr war die Leihe zu West Bromwich Albion daher nur konsequent. Aber auch dort konnte er sich nicht durchsetzen bzw. Einsatzminuten sammeln. Sein Ligadebüt am 23. August 2015 als Einwechselspieler bei der 2:3-Heimniederlage gegen den FC Chelsea blieb sein einziger Premier-League-Einsatz.

Trotzdem blieb Gnabry ein fester Bestandteil der Juniorennationalmannschaften.

Einen richtigen Schub bekam seine Karriere zuletzt bei den Olympischen Spielen als Teil der deutschen Olympiaauswahl. Gegen Mexiko und Südkorea war Gnabry der Matchwinner und hielt Deutschland mit seinen Treffern und seiner individuellen Qualität im Turnier. Gegen die Fidschi Inseln steuerte er ebenfalls Tore zum hohen Sieg bei. Im Viertelfinale gegen Portugal war es erneut ein Treffer, sein insgesamt sechster in sechs Spielen. Mit dem Turnier spielte er sich zurück in den Fokus.

Wette auf die Zukunft

Gnabry ist ein schneller, dribbelstarker Spieler und passt damit grundsätzlich ins Anforderungsprofil auf dem Münchner Flügel, der auf Grund der Altersstruktur von Robben und Ribéry mittelfristig erweitert werden muss.

Gnabry erinnert in seinem hyperaktiven, tempogeladenen Spiel stark an Douglas Costa. Wie der Brasilianer neigt Gnabry manchmal zu überhasteten Aktionen und war auch vor dem Tor in der Vergangenheit nicht immer abgeklärt genug. Seine Tore beim olympischen Fußballturnier und in der vergangen Saison zeigten aber, dass hier eine Entwicklung einsetzen kann. Auffällig war in Rio auch, wie wohl sich Gnabry im Dribbling auf der linken Seite fühlte, wenn er mit Tempo nach innen ziehen durfte. Gnabry war auch unabhängig von den Toren ein ständiger Aktivposten mit vielen angenehm geradlinigen Aktionen gegen zugegeben nicht gerade eingespielt wirkende Abwehrreihen. Auch sein linker Fuß ist übrigens recht ordentlich.

Unwahrscheinlich ist derweil, dass erst das Olympiaturnier das Interesse der Münchner an Gnabry geweckt hat. Der junge Deutsche, der 2011 gemeinsam mit Joshua Kimmich für den VfB Stuttgart im Halbfinale der U17-Bundesligameisterschaft stand, ist seit Jahren in allen U-Nationalmannschaften präsent und somit schon länger auf dem erweiterten Radar.

Gnabry ragt aus dem recht großen Pool an kleinen, schnellen, dribbelstarken Flügelspielern auf den ersten Blick nicht unbedingt heraus. Gnabry war sicher auch nicht die erste Wahl bei der Suche nach einem weiteren Offensivspieler mit Perspektive.

Die Realitäten des Marktes zeigen aber eben auch, dass hochveranlagte Spieler wie Julian Brandt, Leroy Sané, Gabriel Jesus und andere entweder nicht oder nur zu Mondpreisen zu haben sind.

Gnabry ist eher eine Wette als ein sicheres Investment. Dass junge Spieler mit regelmäßiger Spielzeit einen großen Schritt machen können, zeigt das Beispiel Kevin De Bruyne, der 2012 mit 21 Jahren zum SV Werder kam und dort einen sehr großen Entwicklungssprung machte. Auch Gnabry wird ein solcher Sprung von den Bayern-Verantwortlichen offenbar zugetraut. Ein Automatismus ist das nicht, wie zuletzt die Leihe von Julian Green zum HSV zeigte.

Durchaus typisch ist ein solcher Transfer für die Arbeitsweise von Bayern-Sportdirektor Michael Reschke, der schon in Leverkusen immer wieder junge Spieler wie zuletzt Julian Brandt, Karim Bellarabi oder Levin Öztunali frühzeitig in den Verein holte, um ihre Entwicklung selbst fördern und gestalten zu können. Auch der Transfer von Joshua Kimmich passt in diese Reihe.

Alles in allem ist Gnabrys Verpflichtung ein nicht ganz gewöhnlicher Move für den Rekordmeister, der zeigt, wie kreativ die Münchner Verantwortlichen in der derzeitigen Marktsituation werden müssen.

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Leserkommentare
  1. GP11

    Wäre der FC Bayern ein Plastik-Club in Scheicheigentum, würde ich den Transfer positiv bewerten. Dann wären die 8 Mio. € für die sonstige Transferplanung vollkommen irrelevant und Gnabry wäre ein toller Sturm-Back-up.
    Vor allen Dingen wäre er eine sinnvolle Alternative zu Lewandowski, da man dann einen anderen Spielertypen einwechseln könnte, der nicht wie Müller auf dem Platz mehr der weniger genau dasselbe wie Lewandowski machen würden.

    Nur sind wir der FC Bayern und daraus lassen sich zwei Dinge folgern.
    Erstens wird Gnabry nicht als Stürmer, sondern als Flügelspieler eingeplant sein und das ist er nicht. Habe auch glaube ich noch nie so stark einem Artikel hier auf der Seite widersprechen müssen. Der hier getätigten Beschreibung entspricht Gnabry doch nicht ansatzweise. Der ist ein schneller Abschlussspieler, der bei wenig Platz aber an keinem Gegenspieler vorbeikommen wird. Wenn man Gnabry so einplant, wird die Enttäuschung aber vorprogammiert sein. Insbesondere den Vergleich mit Costa kann ich nicht nachvollziehen. Ich würde sie sogar als klar gegensätzliche Spielertypen beschreiben. Wenn ein idealer Flügelspieler einer ist, der sowohl an einem Gegner vorbeikommt als auch aus diesem Raumgewinn Profit schlagen kann – egal ob durch Abschluss (Robben) oder punktgenauer Vorlage (Ribéry) – scheitert es bei Costa und Gnabry doch genau aus gegenteiligem Grund. Costa kann aus Dribblings nichts Erfolgreiches folgen lassen, während Gnabry dagegen die richtige Entscheidungen tendenziell eher trifft, aber nicht am Gegner vorbeikommt.
    Zweitens dürfte wohl aller Wahrscheinlichkeit nach Gnabry das weitere Handlungsvermögen schon wieder einschränken. Man steht aktuell bei fast 50 Mio. € Transferausgaben, ohne sich in der Spitze auch nur ansatzweise verstärkt zu haben.

    Auf jeden Fall wird durch diesen Transfer nochmal massiv Druck auf Müller aufgebaut. Wenn Müller so weitermacht wie die vergangenen eineinhalb Jahre, wird Gnabry ihm ziemlich schnell das Wasser abgraben. Wenigstens das ist uneingeschränkt positiv zu bewerten.

    So bleibt zu konstatieren:
    Als zusätzlicher Stürmer, der die weitere Planung nicht beeinflusst (halte ich aber für ausgeschlossen, dazu hat man nicht genügend Geld, geschweige denn Willen, den vorhandenen Spielraum auszunutzen) gerne. Als Costa-Ersatz auf dem Flügel, der auch noch weitere Neuzugänge blockiert, wäre er eine Katastrophe.

    1. chicago_bastard

      Bin bei der Einschätzung von Gnabrys Spielerprofil auch eher bei GP11 als beim Artikel. Das Dribbling gehört nicht zu seinen Stärken, er ist viel eher ein Abschlussspieler vom Typ Reus als ein Dribbler wie Costa.

      Teile daher auch die Einschätzung des Transfers; als Backup für Lewy/Müller wäre er ok, nicht aber als Verpflichtung für die LA-Position. Denn das würde Riberys Stammplatz in wichtigen KO-Spielen zementieren und leider reicht es bei dem im Gegensatz zu Robben nicht mehr zu Weltklasseleistungen über 90 Minuten. Für diese Planstelle sollte also dringend noch ein Kracher geholt werden. Gnabry ist das nicht.

      1. Kramnik

        Ich stimme meinen Vorredner zu. hab Gnabry ein paar mal spielen sehen und dort ist nichts zu sehen, was ein Flügelspieler bei Bayern können muss. Einzig herausragend sind seine Abschlussqualitäten, im Dribbling und Passspiel sticht er nicht hervor. Für Bayern fehlt im einfach die Qualität und Potenzial. Ich hoffe, dass man ihn verleiht und nur die AK gezogen hat, weil Gnabry wechseln wollte und die anderen Vereine diese nicht übernehmen wollten.

    2. Marco05

      Dass er kein Dribbelspieler sein soll oder noch schlimmer an keinem Gegner vorbeikommt habe ich aus der Hinrunde ganz ganz anders in Erinnerung. Gerade weil Werder in der ersten Saisonhälfte ein Scherbenhaufen war, musste er sich die Buden ja quasi auch selbst vorlegen. So wie ihr schreibt hat er ja quasi nur den Schlappen hingehalten. Das war es bei weitem nicht.

      Zugegeben sehe ich ihn auch mehr im Zentrum als auf Außen, aber dribbeln kann der schon. Zumal ist er schnell und abschlußstark. Und zu einem “adäquaten” Ersatz für Costa die letzten 1,5 Jahre braucht es wahrlich nicht viel. Wie er letztends eingeplant ist wird sich zeigen, vermutlich wirklich auf der Außenbahn.

      Sollte der Transfer zur Folge haben, dass man sich von Brandt verabschiedet, hätte das sogar noch einen positiven Effekt. Immer wenn ich den beobachte spielt er an der Grenze zu unterirdisch. Wer gegen San Marino nur 30% Zweikämpfe gewinnt hat ein Problem.

      1. Kramnik

        Brandt schätze ich deutlich stärker ein. Und würde ein Transfer nächsten Sommer begrüßen. Fakt ist, wenn man sich die Dribblingwerte anschaut, kann Gnabry mit einem Costa, Coman, Robben und Ribery nicht mithalten. Ich sage auch nicht, dass es ein komplett schlechter Transfer/Spieler ist, speziell für die geringe Ablöse. Doch wenn man die Gesamtkonstellation betrachtet, kommen mir Zweifel. Nächste Saison geht man mit zwei jungen Spielern in die Saison, den die Klasse noch fehlt und ein Ribery wird immer mehr abbauen. Dann hätte man nur mit Robben ein Spieler der Weltklasse spielen kann. Ich gehöre jetzt nicht zu der Fraktion, die James/Sanchez/Verrati fordern, egal was man zahlt. Trotzdem wäre Stand jetzt, die Transferperiode ernüchternd. Man gehört immerhin zu den 5 besten Vereinen in Europa, dort müssten sich doch bessere Spieler anwerben lassen können.

    3. Alex

      Wie kommst du auf Transferausgaben von 50 Mio? Süle 20 Mio, Rudy für umme und jetzt Gnabry für 8 Mio.

      1. ichfcb

        Coman kann man mit Benatia verrechnen..Fast Nullsummenspiel (-4 Mio)..

        Mittlerweile hat man Tolisso verpflichtet..wenn man Costa verkauft wird auch hier einiges wieder reingeholt..

        Aber insgesamt sind die Summen sehr interessant.

        .https://www.transfermarkt.com/fc-bayern-munchen/alletransfers/verein/27

        Man hat jetzt schon einen neuen Bayern Rekord, was Transfers betrifft, ausgegeben..92.5 Mio..und es ist erst der 15 Juni..!!

  2. Dieter Thomas Heck

    Kleine Unaufmerksamkeit: Er debütierte 2012, aber machte das einzige und letzte Premier-League-Spiel 2015?

    1. Josef

      2012 Debüt in der Premier League. Damals bei Arsenal.
      2015 erstes = einziges = letztes Spiel in der Premier League für WBA.
      Passt scho.

  3. pitvonbonn

    nach einer solchen Stellungnahme habe ich keine Lust zu schreiben, wie ich auch sonst darauf nicht antworte.
    Vielleicht später.

  4. Rye B

    Zitat einen User auf Spox:
    “””
    Maxi_FCB
    Denkbar: Hoffenheim wollte das Zugriffsrecht Bayerns auf Gnabry nicht übernehmen, Bayern will sein Zugriffsrecht aber behalten, also zieht man die läppische Klausel und parkt ihn per Leihe sonstwo.
    Wenn dem aber nicht so sein sollte, wäre es mehr als bedenklich, das kann man derzeit ja wirklich nicht ausschließen. FC Bayern Deutschland, yeah.
    “””

    Dann, aber auch nur dann könnte ich den Transfer nachvollziehen … verbunden mit einer SOFORTIGEN Leihe. Andernfalls machen auch die 3 Jahre Vertrag 0,0 Sinn!!!

  5. Osrig

    Eines vorweg: Dieser Transfer ist einmal mehr ein Beispiel dafür, wie unsere Führung, insbesondere unser “Aussenminister” Reschke agieren: Klar, Gnabry war in den Medien schon seit seinem Antritt bei Werder Bremen mit unserem FCB in Verbindung gebracht worden, aber zu keiner Zeit wurde deutlich, dass Gnabry wirklich bei uns auf dem Zettel steht. Tatsächlich hatte ich innerlich den Transfer abgehakt, als Gnabry jetzt den Weggang von Bremen verkündete, und ich ging davon aus, dass er tatsächlich bei 1899 landen würde. So bin ich wie vermutlich die meisten von uns doch überrascht, dass der junge Stürmer bei uns landet.

    Was halte ich nun von dem Transfer? Zunächst, er wird ja voraussichtlich als Linksaussen eingesetzt, und somit in die Fussstapfen von Franck treten, die schon Costa zu groß sind! Gnabry wird es schwer haben, Franck zu ersetzen, da bedarf es schon eines Spielers vom Kaliber Sanchez, und selbst bei dem wäre ich nicht sicher, dass er besser als unsere Nummer 7.
    Nun wird Ribéry nicht jünger, und ich vermute, er wird mehr und mehr zum Joker werden, der von der Bank kommend, ein Spiel noch “pushen” kann. Daher kann Gnabry sicherlich mit einiger Spielzeit rechnen und sich dementsprechend entwickeln.
    Ob er Dribbelkönig, oder Sprinter, oder eher Passgeber in die Spitze sein kann, lässt sich jetzt sicherlich nicht seriös sagen, da die Vorbereitung ja erst anfängt. Ancelotti wird sicher eine Idee haben, wie er den Jungen einsetzen kann – und das er was kann, hat er bei Werder gezeigt, hat er auch in der Nationalmannschaft bewiesen. Da schnelle Spieler für unser Spiel vorteilhaft sind, sehe ich in dem Transfer auch dann kein Problem, wenn Gnabry Zeit für die Entwicklung braucht, schlechter wird er sicher nicht. Und für 8 Millionen Euro hätten wir sicher keine besseren Jungs holen können, ausserdem werden wir die Summe sicherlich auch wieder hereinholen, sollte sich Gnabry als Fehleinkauf erweisen.
    Da Gnabry keine 35-Mio-Hypothek auf seinen Schultern mit sich schleppt, auf mich auch recht zurückhaltend wirkt, auf dem Platz aber unbekümmert aufspielt, kann ich mir gut vorstellen, dass er uns – ähnlich wie Rudy – positiv überraschen wird.
    Der in Aussicht gestellte “Kracher” ist Gnabry aber ganz sicher nicht. Trotzdem freue ich mich auf ihn und begrüsse ihn gern hier bei uns im Trikot des FC Bayern.

  6. Jo

    Ich bin etwas überrascht, dass der Transfer schon in diesem Jahr vollzogen wird. Ich hatte ihn eher so a la Brandt und Goretzka als Option für möglicherweise 2018 auf der Agenda.
    Es kann natürlich sein die (etwas undurchsichtige) Vertragslage war so gestrickt, dass man vernünftigerweise in diesem Jahr zuschlagen musste.
    Und natürlich ist es vernünftig einen jungen deutschen Nationalspieler für dieses (heute wirklich lumpige) Geld zu verpflichten. Das ökonomische Risiko geht gegen Null. Unsere Handlungsfähigkeit wird dadurch nur insoweit eingeschränkt wie wir es wollen. Selbst wenn bei uns nicht viel draus werden sollte, lässt sich auf dem Transfermerkt in ein oder zwei Jahren da noch Profit machen. Und eine reale sportliche Chance, dass er uns weiterhelfen kann ist natürlich da. In welchem Umfang das passieren möge, ist natürlich die Frage.

    Wie sinnvoll und erfolgsversprechend das auf sportlicher Ebene sein mag, hängt natürlich auch von den weiteren Aktivitäten auf dem Transfermarkt ab. Ich gehe mal davon aus es werden sowohl noch Spieler kommen als auch gehen. Erst wenn man das Gesamtbild kennt, wird man die Wertigkeit des Transfers beurteilen können.

    Die Charakteristik des Spielers finde ich eher in einigen Kommentaren wieder als im Artikel. Mit Costa hat er imo ziemlich wenig zu tun, teilweise ist er ja schon ein Gegenentwurf. Er ist eher der Spieler der sehr stark auf den Abschluss fixiert ist und da gerne mit dem Kopf durch die Wand geht und gerne mal aus allen Lagen schießt. Seinen guten Abschluss sehe ich dabei als seine wichtigste Stärke an. Im Gegensatz zu seinen potentiellen Konkurrenten CoCo weiß er wenigstens wo das Tor steht. In dieser Hinsicht könnte er ggf. auch mal als Lewy-Ersatz fungieren, wobei ich das allerdings auch eher als Notlösung ansehen würde.

    Für ein ambitioniertes Kombinationsspiel müsste er sich wohl noch deutlich weiterentwickeln. Ebenso sehe ich noch körperliches Optimierungspotential. Er wirkt für mich immer nicht so recht austrainiert. Ebenfalls in Bezug auf die Körperlichkeit gibt mir seine Verletzungsanfälligkeit in jungen Jahren schon etwas zu denken.

    Und zuletzt natürlich die Trainerfrage. Ich habe meine Zweifel, ob der gute Carlo mit einem so jungen und in mancherlei Hinsicht noch unfertigen Spieler so viel wird anfangen können.

  7. wipf1953

    1. Gnabry hat bei Bremen in der ersten Saisonhälfte außen gespielt und dort mehr als überzeugt. Bremen ist allerdings keine Ballbesitzmannschaft. In der Rückrunde spielte er dann wohl eher in der Mitte, ohne nennenswerte Torerfolge, verletzte sich dann.

    2. Bayern steht doch jetzt taktisch ohnehin am Scheideweg. Macht man sich mal klar, dass wir mit Toni Kroos den zweitbesten Ballbesitzfußballer nach Thia6o haben ziehen lassen, und dass mit Ribery und Robben zwei Spieler abtreten, die wir schon deshalb nicht 1:1 ersetzen können, weil sie auf ihren Positionen selbst heute noch mit zu den allerbesten gehören, stellt sich doch die Frage nach einem Taktikwechsel. Es gibt doch weltweit kaum Spitzenspieler, die erstens starke Winger sind und zweitens dort auf engem Raum zwei Gegner ausspielen und dann auch noch gefährlich selbst abschließen können. Es muss ja nicht radikal sein, keine Revolution., sondern eine Evolution. Wenn Bayern den Fokus nur etwas mehr auf die Mitte legt kommen plötzlich viele und ganz andere Spieler für uns in Betracht.

    3. Wenn ich mich richtig erinnere hat Gnabrys Vater schon bei seinem Wechsel vom Arsenal zu Bremen gesagt, er wechsle zu Bayern die ihn dann weiterverleihen. Natürlich hat das Bremen dementiert, aber ich denke schon dass Bayern schon seit spätestens letztem Jahr auf Gnabry sowas wie eine Option hat. Die Vermutung kann schon zutreffen, dass Bayern da jetzt handeln musste und gehandelt hat. Sollte man ihn weiterverleihen, ist das aber problematisch. Eigentlich müsste man ihn für zwei Jahre verleihen, so wie Lahm damals, damit der aufnehmende Verein auch richtig mit ihm planen kann. Aus Bayernsicht ist das aber zu lang, wenn man annimmt dass Ribery nur noch ein Jahr spielen wird.

    1. wahrheitsliebender

      Frage – glaubt ihr das Bayern den Kampf um Sanchez bereits verloren hat und Gnabry der Ersatzmann und gleichzeitig der letzte Neuzugang ist?

      Das wäre aus meiner Sicht sehr bedenklich, weil man sich dann ja irgendwo mfr. aus der Weltspitze verabschieden und den Staffelstab an die Engländer abgeben würde….

      Wenn Sanchez zu Manchester City geht, dann wären die vorne jetzt in meinen Augen abartig besetzt.

      Im Sturm Augero + Gabriel, Links Sane + Sterling, Rechts Sanchez + Silva und dahinter im OM De Bruyne und Silva?

      Das wäre dann im Angriff eine wirklich sehr gute, doppelte, zukunftsweisende Besetzung, der Bayern nichts entgegenzusetzen hätte….

      Und das wäre dann ja nur Manchester City – der Rest vom “englischen Schützenfest” existiert ja genauso wie Juve auch noch und rüstet genauso auf. Von den 3 großen Spaniern ganz zu Schweigen….

      Verabschiedet sich die Bundesliga und die Bayern damit endgültig von der europäischen Spitze?

      Gruß!

      1. wipf1953

        Siehe unten, Wahrheitsliebender. Mal ganz ehrlich: Bayern hat den Transferwahnsinn nicht mitgemacht, als die Preise noch – im Vergleich – moderat waren. Warum sollten sie es jetzt plötzlich tun, wo offenbar nur noch Unvernunft herrscht.

        Vorbild sollte Juve sein. Die haben jahrelang “gute” Transfers gemacht (Mandzukic etwa). In dem einen Jahr, in dem ihnen schwachsinnig viel Geld für Pogba gezahlt wurde, haben sie schwachsinnig viel Geld für Higuain ausgegeben. Sonst nicht.

      2. Josef

        Dass ManCity dann offensiv abwartig besetzt WÄRE, stimmt natürlich.
        Aber vielleicht geht ja noch jemand, siehe WIPFs Spekulation um Aguero.

        Oder Pep lässt mit 5 Offensiven spielen. Ist ja nicht so, dass er noch nie 4-1-4-1 hätte spiele lassen ;-):

        —————-Gabriel—————-
        Sanchez–DeBruyne–Silva–Silva
        ——————6er——————

        Dann säßen “nur” noch Sane, Aguero und Sterling auf der Bank. Drei Ersatz- bzw. Rotationsspieler für fünf Positionen ist schon okay.

      3. wahrheitsliebender

        @ Josef

        Wer soll da noch groß gehen, die beiden alten Außenspieler Navas und Nolito jagen sie ja schon vom Hof bzw. die haben von sich aus nach einem Jahr bereits keine Lust mehr auf den Konkurrenzkampf….

        Und selbst wenn Augero ginge – dann kommt halt dasselbe Kaliber wieder, weil die sicher nicht nur mit dem jungen Gabriel an den Start gehen….

        Und man darf auch nicht vergessen, daß die PL deutlich mehr Spieltage aufweist als die BL…

        In England wird deshalb, wie fast überall auf der Welt konsequent doppelt besetzt. Das Experiment mit nur einem Stürmer, gibts eigentlich weltweit nur beim FC Bayern….

        Gruß!

      4. wahrheitsliebender

        @ Wipf

        Das Problem beim Transferwahnsinn ist, daß überhaupt keine Unvernunft herrscht sondern leider diese Unsummen mittlerweile/vorläufig im System sind!

        Der Fernsehvertrag der PL schäffelt allen englischen Clubs jedes Jahr hunderte Millionen Euros in den Schoß die ausgegeben werden müssen – guckst hier:

        http://fussball-geld.de/einnahmen-fernsehgelder-in-der-premier-league-20162017/

        Dazu kommen dann noch die Chinesen, Russen wie Abrahmovitsch und sogar Mäzene aus den USA die z.B. in Marseille investieren….

        Und wer da nicht mitmacht wird sehr schnell abgehängt sein und nicht mehr vorne mitspielen….

        Bei den Bayern hatte ich da bis dato noch am wenigsten bedenken, wobei ich mir aber selbt hier nicht mehr sicher bin, ob sie auf Dauer mithalten können….

        Der ganze Rest von der Bundesliga ist aber extrem bedroht zu einem reinen Ausbildungslager für England zu verkommen….

        Ich bin daher der Meinung das zum Schutz ein härteres Vorgehen aller Bundesligisten an den Tag gelegt werden müßte….

        Eine erste Abhilfe könnte z.B. so aussehen, daß

        a) wieder mehr an den Nationalstolz der eigenen Spieler appeliert wird, der Bundesliga und ihren vielen Fans die Treue zu halten (die sollte im übrigen auch einfacher werden, um so mehr Geld ins Spiel kommt, da es irgendwann fast schon uninteressant wird, ob man nun 10 oder 20 Mios im Jahr einstreicht….).

        b) das Nachwuchsspieler noch mehr mit lfr. Verträgen ausgestattet werden müssen, damit Dumfbacken-Vereine wie Schalke nicht ständig der Gefahr von ablösefreien Abgängen ausgesetzt sind…

        c) daß gerade gegenüber jungen Spielern/Talenten unter 22 klar kommunziert werden sollte, daß 5 Jahres-Verträge in der Bundesliga dazu geschlossen werden, um mindestens 3 Jahre zu bleiben/abzuleisten und an vorzeitige Abgänge von Spielern unter 22 nicht zu denken ist…. Es ist ja ein Witz das mittlerweile von den Engländern schon 19 jährige wie Pulisic oder Dembele nach nur einem Jahr in der BL wieder mit Angeboten bombadiert werden…

        Gruß!

    2. Gestrandedinberlin

      Zu 2. hast ja Recht aber machen dir die Anzahl der Flanken der letzten Saison Mut, dass man den Flügel Fokus verringern will? Ich hatte immer den Eindruck, das sind so Stilmittel die man benutzt, wenn man nicht weiter weiß.

      1. wipf1953

        Ich hoffe auf weniger Flanken in 2017/2018. Jedenfalls weniger von diesen “typischen” Flanken, von weit außen geschlagen, sich vom Tor wegdrehend, wo dann zwei Innenverteidiger und ein Mittelstürmer hochsteigen .. ich bin mehr der Freund der kurzen, halbhohen Dinger, vom Strafraumrand, die dann Müller irgendwie hineinstochert.

  8. Osrig

    Warum wird Gnabry hier plötzlich so schlecht gemacht?? Der Junge hat ganz sicher seine Qualitäten, und unsere Oberen werden sich derer auch gewiß sein. Ob Gnabry sie auf dem Platz auch umsetzen kann, steht auf einem anderen Blatt, aber immerhin schleppt er eben nicht eine Riesenhypothek mit sich herum wie Sanches.

    Und was sollen Statisiken denn über den Wert eines Spielers für unser Team aussagen? Sie geben vielleicht einen Fingerzeig, aber daran aus der Ferne sicher ermessen, zu wollen, ob ein Spieler zum FCB passt, oder nicht, halte ich nicht für er- sondern für VERmessen! Man darf Zweifel haben, klar, aber ein mäßiger Wert bei den gelungenen Dribblings sagt doch nicht viel aus!! Denn wichtiger sind doch die Aktionen, die NACH dem erfolgreichen Dribbling kommen, oder? Und da ist mir Gnabry lieber, als Costa, der trotz besserer Werte kaum mal eine gelungene Spielaktion generiert, sondern sich dann doch festrennt, oder unpräzise Flanken oder Pässe spielt. Und Gnabry hat da sicherlich noch mehr Entwicklungspotiential als der Brasilianer!

    Wie auch immer, wir sind uns alle einig, dass Gnabry nicht der “Kracher” der diesjährigen Transferperiode ist. Ihn zu verurteilen, bevor der erste Ball gespielt wurde, und seinen Verleih zu fordern, finde ich unfair dem Spieler gegenüber, der durchaus gute Anlagen mitbringt, um sich bei uns durchzusetzen. Also, mal bitte den Ball flach halten und abwarten.

  9. Kurt

    Sehr guter Transfer. Ich mochte ihn schon seit seinen ersten Arsenalschritten und hab mich immer gefragt, wie es sein kann, dass ein so großes deutsches Talent anscheinend unter dem Radar von Bayern geflogen ist.

    Horror wäre gewesen, wenn er jetzt bei Dortmund gelandet wäre, aber die kaufen halt lieber einen Philipp für 15+ Mio. € höhö.

    Wenn die 1zu1 Riberyersatzlösungen halt zu teuer (oder zu gierig) sind, dann kann man halt nix machen. Vorne haben wir sowieso kein Problem. Wir brauchen einen DLP. und ich denke wir sind uns alle einig, dass es Verratti werden sollte. Wenn nun aber ein Tolisso kommt (oder ein komplett ungehandelter Name) und man dann Thiago nach hinten zieht, soll mir das auch Recht sein.

    ALLE Sprüche und Meinungen von wegen, mit den Einkäufen würde man in der CL nix reißen sind Schwachsinn und ich halte mich nicht bedeckt, diese auch als solchen zu bezeichnen.

    1. @ Kurt:

      “ALLE Sprüche und Meinungen von wegen, mit den Einkäufen würde man in der CL nix reißen sind Schwachsinn und ich halte mich nicht bedeckt, diese auch als solchen zu bezeichnen.”

      Freut mich, dass es hier auch jemand so klar und drastisch ausdrückt, wie ich es sehe. Es gibt hier wohl durchaus ein paar Kameraden, die dem FCB, der seit einigen Jahren in den Top 3 bis 5 der Welt agiert, sämtliche Fähigkeiten auf allen Ebenen absprechen.

      Überrascht bin ich über die Detail-Kenntnisse von einigen bzgl. Gnabry – aber die konnten vor 2 Jahren sicher auch die Transfers von Kimmich und Coman bestens einordnen ;-)

      Wenn man den FC Bayern ein bisschen kennt, vor allem seit Reschke einen Großteil der Transfers einleitet, dann weiß man doch, dass da sehr viel strategische Planung dahinter steckt. Das betrifft die künftige Einsatzplanung für den Spieler, aber auch schon die Transferperiode: Die Boulevardmedien beschäftigen sich mit einigen potenziellen Bayernzugängen, die Bayern dagegen arbeiten meist an ganz anderen Transfers … Jetzt schon wieder – als FCB-Fan – in Panik wegen der nächsten Saison auszubrechen, ist schlichtweg lächerlich. Es wird sich noch einiges tun…

      Zu Gnabry: Der Boulevard spekuliert ja schon wieder hinsichtlich einer Ausleihe (nach Hoffenheim) – mal schaun, ob da ein Fünkchen Wahrheit dahinter steckt. Aus meiner Sicht ist er eher ein vielseitig einzusetzender Offensivspieler: Er hat natürlich noch nicht die Klasse und noch weniger das Standing von Alexis Sanchez, aber als Spielertyp geht er in diese Richtung: Er kann außen spielen, aber auch als Backup von Lewy … und so einer wird doch gerade gesucht. Bei einer kolportierten Ablösesumme von 8 Mios (tippe da mal auf die Vorarbeit vom Sommer 2016 ;-) ) kann man bei den heutigen Summen nicht allzu viel falsch machen. Schlimmstenfalls wird er nach ein, zwei Jahren (3-Jahres-Vertrag!) ohne Einbuße weiterveräußert und damit wäre er auch kein Fehleinkauf.

      Ich mache bei dem ganzen “Totalerneuerungsgedöns” des Kaders auch nicht mit – der sollte wie in den letzten Jahren immer peu à peu erfolgen – und verweise auf diesen Beitrag: https://petersgradmesser.wordpress.com/2017/06/08/fc-bayern-ausblick-auf-die-naechste-saison/

  10. wipf1953

    Ich finde nicht, dass Gnabry hier schlechtgemacht wird, OSRIG. Ich glaube, jeder weiß dass er gewisse Stärken hat und dass er eines der ganz wenigen Offensivtalente auf den Flügeln ist, die Deutschland für die nächsten Jahre aufbieten kann (mir fällt eigentlich nur noch Sane ein, wobei ich den Hype um ihn übertrieben finde – bei Brandt weiß ich gar nicht was ich denken soll).

    In einem Punkt bin ich komplett bei Dir. Man kann nicht vorsichtig genug sein, wenn es darum geht einzuschätzen, ob Spieler XY beim FC Bayern funktionieren kann. Man hat es an Sanches gesehen – sehr auffällige Auftritte bei der EM, aber als er sich dann in einer neuen Mannschaft im neuen Umfeld beweisen sollte misslang ihm plötzlich fast alles. Ob Gnabry seine Sprintgeschwindigkeit und seine Torgefährlichkeit beim FC Bayern nützen kann – ich weiß es nicht (noch wissen wir ja noch nicht mal, ob er nicht gleich wieder verliehen wird – auch die Bayern-Presseerklärung ist an Inhaltlosigkeit mal wieder kaum zu toppen). Und jetzt eine Aussage zu treffen, ob ein Spieler zum FC Bayern 2017/2018 passt, nachdem mit Lahm und Alonso zwei nicht unwesentliche Gestalter ihre Laufbahn beendet haben, ist doch bloß Kaffeesatzleserei.

    Mir ist Gnabry jedenfalls lieber als Brandt. Costa würde ich immer noch behalten wollen, jedenfalls so lange wie wir keinen anderen linksfüßigen Winger “u30” haben.

    Zum Thema “Kracher und Granaten”: Ich denke, Bayern wird sich tatsächlich um Sanchez bemüht und auch bei Veratti ihr Interesse hinterlegt haben. Nach aktuellen Wasserstandsmeldungen werden Sanchez von Arsenal zu ManCity und Agüero von ManCity zu Arsenal wechseln. Beide werden ihr Gehalt noch einmal nach oben schrauben, die Berater beider Spieler werden vor lauter Geld nicht mehr laufen können und beide Vereine werden nächstes Jahr ähnlich spielen wie dieses, ohne dass sie für die verbratenen Millionen spielerische wirklich große Fortschritte gemacht haben – das ist für mich ein Paradebeispiel für “stupid Englisch money” (oder “Ismaik 2.0”), und ich bin heilfroh dass der FC Bayern diesen Käse nicht mitmacht. Veratti wird für 90 Mio. zu Barca gehen, Bale für 120 Mio. zu ManUtd. und Mbappe für 180 Mio. zu Real. PSG kauft dann irgend einen anderen Monaco-Spieler und der Monaco-Präsident setzt sich mit der Schatulle auf die Seychellen ab.

    Bayern wird statt dessen für < 50 Mio. Ivan Perisic verpflichten, die Boulevardzeitungen werden wochenlang ihr "geplatzte-Granaten-Thema" breittreten und er wird einschlagen.

    1. wahrheitsliebender

      O.k. das beantwortet meine gerade eben an dich weiter oben formulierte Frage schon fast….

      Aber so entspannt sehe ich das dann nicht mehr.

      Für mich birgt das dann die Gefahr, daß sich die Bayern schleichend aus der Weltspitze verabschieden und an solchen Gerüchten könnte dann zunehmend was dran sein:

      http://www.fussballtransfers.com/bundesliga/bericht-lewandowski-pocht-stars_78419

      Lewandowski hat sicher nicht vor bei einem Team zu spielen, daß den Kampf um den Henkelpott aufgegeben hat, um es mal zugespitzt zu formulieren…..

      Gruß!

    2. wahrheitsliebender

      Und auch das Manchester City mit seinem Kaderbau auf Dauer erfolglos bleiben wird, teile ich nicht.

      Ich habe dir gerade weiter oben schon die zukünftige Besetzung von Manchester City in der Offensive aufgezählt.

      Wenn Sanchez auch noch dahin wechselt ist Manchester City “für die nächsten 5 – 10 Jahre” fertig und ziehmlich abartig besetzt…

      Und die restlichen Großbaustellen im Mittelfeld und in der Abwehr gehen sie ja gleichzeitig auch noch an…

      Hier wächst was großes heran – wird ein kommender, potenzieller CL-Sieger aufgestellt / zusammengebaut.

      Ich sehe hier keinen unqualifizierten Kaderbau und teile die Ansicht derjenigen nicht, die glauben die Engländer hätten auch zukünftig nichts mit der europäischen Spitze zu tun.

      Das kann bei Manchester City jetzt sehr schnell für die absolute Spitze reichen, wenn die Baustellen in der Abwehr und im Mittelfeld jetzt auch noch genauso schnell geschlossen werden.

      Und wer das nicht glaubt, wechsle mal auf Transfermarkt.de und gucke sich an, wer die wertvollsten Spieler in der Spitze sind / hat. Da kommt dann künftig nach Real Madrid und Barcelona sofort Manchester City und zwar auf den 4 Angriffs-Positionen mit allen 8 Mann (der doppelten Besetzung) in der absoluten Spitze! Das ist dann nicht mehr lustig sondern extrem stramm auf mfr. Henkel-Pott-Gewinn hin ausgerichtet!

      Und das ist wie gesagt nur Manchester City….

      Gruß!

    3. wahrheitsliebender

      Noch was zum Abschluß – es bleibt jetzt wirklich sehr spannend wie Sanchez sich entscheidet.

      Er ist nämlich für mich keiner der sich nur bzw. nurmehr für das Geld entscheidet.

      Klar – er ist auch ein Söldner und sehr stark auf Geld hin ausgerichtet, was Südamerikanern irgendwo auch noch eher nachgesehen werden kann, als Europäern, da diese meist aus ärmlichen Verhältnissen kommen und einen großen Familienclan mit durchzufüttern haben….

      Darum geht es in meinen Augen Sanchez aber nicht in erster Linie – Sanchez wechselt aus meiner Sicht nur zu einem Team, daß realistische Chancen auf den Nationalen Titelgewinn, als auch noch auf den CL-Sieg zu seinen “Lebzeiten” hin hat.

      Wenn er also zu Manchester City ginge, traut er in meinen Augen denen in den kommenden Jahren beides zu / kann Pepp ihm einen realistischen Weg in den kommenden Jahren dahin vorweisen….

      Ansonsten kommt er aus meiner Sicht zu den Bayern….

      Meine Meinung und Gute Nacht!

  11. Osrig

    “…und der Monaco-Präsident setzt sich mit der Schatulle auf die Seychellen ab.”
    WIPF, dein Humor ist köstlich! Große Klasse! :-)
    Auch deine sonstige Einschätzung könnte passen! Allerdings fand ich den Tenor der ersten Texte hier wenigsten zum Teil doch unangemessen und voreingenommen. Sei es, wie es sei, ich freue mich, dass er da ist, und kann mir eben auch vorstellen, dass er uns alle überrascht. Schlecht ist er ganz sicher nicht. Costa könnte man halten, aber über den Ergänzungsspielerstatus noch hinter Ribery kommt er dann wohl nicht hinaus.

    1. wipf1953

      Freut mich dass Dir mein “Seychellen-joke” so gut gefällt, OSRIG.

      Aber mir ging es natürlich um was anderes. So lange ich denken kann hat Bayern bei Transfers, wo sie nicht der einzige große Club waren, der um den Spieler gebuhlt hat, letztlich einen Rückzieher gemacht bzw. nichts finanziell unvernünftiges. Ob das jetzt Ruud Gullit war oder Ruud van Niestelrooy, oder ein Rabah Madjer. Immer kam wer anderes dazwischen. Mit ManCity werden sich die Bayern ebenso wenig anlegen wie mit Barcelona. Das muss auch nicht sein. Vor 15 Jahren konnte Bayern maximal Spieler aus Frankreich verpflichten. Italien (Ausnahme Rizitelli), England, Spanien, England, da führte kein Weg hin. Inzwischen ist es für einen Spieler aus der Serie A attraktiv, zu Bayern zu gehen. Und sogar spanische Spieler wechseln zu Bayern, wenn die großen Zwei Barca und Real nicht wollen (Martinez, Bernat).

      Ich hab nach dem Aus gegen Real geschrieben, dass eine Ära zu Ende gegangen ist. Wie zu befürchten ist, könnte das gestimmt haben. Jetzt mal Hand aufs Herz, wie soll sich ein verantwortungsbewusstes, über die nächste Saison hinausdenkendes Vereinsmanagement da verhalten? Auf “Hau-Ruck” alles kaufen (in einem Jahr 200 Mio. Ablöse und 300 Mio. Gehalt verbraten), um “nahtlos” weiter im Konzert der Großen mitzuspielen? Kann funktionieren, muss aber nicht. Oder vielleicht doch eher auf fünf Jahre planen? Jetzt Perisic und Tolisso holen, 2018 dann Goretzka und 2019 Pulisic? Und auf den Positionen, wo Deutschland die größten Talente hat, nämlich im “spielmachenden” Mittelfeld, bewusst nicht nur auf Ausländer setzen? Ich denke, der zweitgenannte Weg ist deutlich besser (und deutlich mehr “bayernlike”).

      Was oben zu ManCity geschrieben wurde ist doch absolut zweischneidig. Richtig, demnächst haben sie jede Position “doppelt” besetzt. Das wird zu Unzufriedenheiten führen. Und irgendwann müssen sie – nur als Beispiel – einen Megatransfer wie de Brujne eben abgeben. Wenn dann dessen Position bei Real, Barca, Arsenal, ManUtd und PSG schon besetzt ist, ist Bayern ein naheliegender Schritt. Das meinte ich oben mit “stupid English money”. Die machen Transfers “im Kreis”. Was bringt es bitte, einen Superstar durch einen anderen Superstar zu ersetzen?

      Bayern “überlegt”, Dinge zu tun die man bisher vermieden hat. Das ist ja legitim. Aber 80, 90 Mio. Ablöse für eine Spieler, der zwar top sein mag, aber kein Superstar, und Gehälter von mehr als 15 Mio. (mehr als jeder Industriemanager verdient) – da ist “nichts zu tun” wohl die bessere Entscheidung.

      So gesehen, herzlich willkommen, Serge Gnabry!

      1. GP11

        “Bayern “überlegt”, Dinge zu tun die man bisher vermieden hat. Das ist ja legitim. Aber 80, 90 Mio. Ablöse für eine Spieler, der zwar top sein mag, aber kein Superstar, und Gehälter von mehr als 15 Mio. (mehr als jeder Industriemanager verdient) – da ist “nichts zu tun” wohl die bessere Entscheidung.”

        Was ein Spieler kostet ist vollkommen egal, es kommt nur darauf an, ob er passt oder nicht.
        Für das Mittelfeld kann man beispielsweise sowohl einen Verratti für 80 Millionen aufwärts holen, einen Pjanic für 38 als auch einen Dahoud für 12. Alles wären intelligente Transfers.
        Was man nicht machen kann, ist ein Vidal für 37 oder ein Sanches für 35 + Boni.
        Der Preis ist egal, solange der Spieler in den Kader passt. Wenn man statt Vidal + Sanches Verratti holen kann, ist Letzterer immer der bessere Deal. Umgekehrt ist ein Dahoud nicht deshalb ein schlechter Transfer, weil er nicht viel kostet.

  12. Josef

    Für eine strategische Einordnung in den Transfersommer und eine Bewertung unserer Transferpolitik ist es mir noch zu früh. Erst will ich abwarten, wie der Kader am 1.7. bzw. 1.9. aussehen wird:
    Wird Gnabry der einzige Neuzugang für die Offensive bleiben? Oder kommt noch eine Rakete a la Sanchez? Wird Costa verkauft? Oder sogar Müller? Kommt noch ein (weiterer) Backup für den Sturm? Oder wird Gnabry sogar direkt wieder verliehen und er “musste” nur wegen der komplizierten Vertragssituation vorerst zu uns wechseln? Wird Ancelotti bei abwechselnd drei und vier Offensivspielern bleiben oder sich öfter auf eine der beiden Varianten festlegen? Usw. usf.

    Bis dahin kann ich aber sagen:
    Wie dem Artikel und den Kommentaren zu entnehmen ist, bekommen wir einen sehr vielseitig einsetzbaren Offensivspieler, Laptopfußballdeutsch polyvalent. Er kann beide Flügel spielen, hängende Spitze oder sogar echte Spitze. Er ist torgefährlich, er hat eine beeindruckende Durchschlagskraft. Er ist jung, entwicklungsfähig. Und extrem preiswert.

    Zur Einbindung:
    Für mich ist er eher der Typ Ronaldo auf dem Flügel als der Typ Ribery. Entsprechend würde er mir als Flügelspieler am besten in einem “echten” 433 gefallen. In einem 424/442/4231 würde er mir als (hängender) Stürmer besser gefallen.
    Für das alles ist er natürlich noch keine erste Wahl, aber als Offensivspieler bekommt man seine Einsätze.

    Und diese eher positive Einschätzung gebe ich ab, obwohl ich mich eigentlich als Gnabry-Skeptiker sehe. Ich traute ihm vor Olympia nicht viel zu, ich traute ihm bei Werder nicht viel zu (obwohl dort bekanntlich jeder Offensivspieler glänzt). Aber für den Preis: so what?

    Etwas skeptisch macht mich seine Verletzungshistorie, in jungen Jahren bereits einige Wehwehchen in Rücken und Knie. Eine Knieentzündung zu Arsenal-Zeiten besonders langwierig. Kritisch. Sollte man andererseits aber auch nicht überbewerten. Vor allem ohne genauere Kenntnis.

  13. Bastl85

    @wahrheitsliebender
    Von dieser “abartigen” Offensive wollen alle spielen in ihrem Selbstverständnis.
    Das pep nicht der größte Rotationsfreund und nicht gerne den Erklärbär gibt wer wann wo und weshalb nicht spielt , wissen wir auch.
    also abwarten.

    Zu Gnabry:
    Warum nicht ? Wirksamer als Costa ist er meiner Meinung nach.
    Für die aufgerufene Ablöse ein no Risk Transfer.

    @ wirf genau mein Humor, Daumen hoch!

  14. Shyntaru

    Ich gehe offen gesagt stark davon aus, dass Costa geht. Im Grunde hätten wir dann “nur” seinen Ersatz …. Das noch etwas kommen muss ist klar. Der zukünftige Verlust von Robben und Ribéry wird uns eh schon hart genug treffen, dann sollte man zumindest etwas die Geschichte schon jetzt abfedern.
    Die Bayern haben schon immer Geduld gezeigt, warum also nicht auch jetzt? Oft kamen die großen Spieler ganz am Ende, warten wir also ab und sehen was da kommen mag.

  15. pitvonbonn

    Warum sehen hier viele so kritisch die strategischen Entscheidungen des Bayern Vorstandes?
    Die drei jungen deutsche Nationalspieler Süle, Rudi und Gnabry für zusammen 28 Mio €, das nenne, ich in der heutigen Zeit, 3 super gute und preiswerte Verpflichtungen.
    Dazu noch Goretzka fürs Mittelfeld für 20 Mio. €. Wie wäre das und dazu noch Costa für 48 Mio. € abgeben?
    Das hieße dann 4 junge deutsche Nationalspieler zum Nulltarif.
    Außerdem ergäbe das dann eine fast deutsche Nationalelf und alle im jungen bzw. mittleren Alter.
    Neuer,
    Kimmich – Boateng – Hummels – Süle,
    Rudi – Goretzka – xxx,
    Müller – Gnabry – xxx,
    und schon hat Bayern wieder 8/9 deutsche Nationalspieler.
    Die Senioren = deutscher Meister,
    die Damen und die U19 = deutsche Vizemeister,
    die U17 Mädchen und die U17 Jungs im Finale um die deutsche Meisterschaft.
    Der Campus ist in 6 Wochen bezugsbereit.
    Es geht spürbar aufwärts.
    Die Verjüngung ist auf dem besten und dazu noch auf einem soliden Weg.
    Übrigens hat Veratti Paris um die Freigabe gebeten. Läuft da was?

    1. Ohne81

      “Die drei jungen deutsche Nationalspieler Süle, Rudi und Gnabry für zusammen 28 Mio €, das nenne, ich in der heutigen Zeit, 3 super gute und preiswerte Verpflichtungen.”
      Und genau so sehe ich es auch. Alle 3 Spieler haben ihr Potenzial noch lange nicht erreicht. Alle können und werden sich verbessern -> Ob es dann für den FCB reicht, steht freilich auf einen anderen Blatt. Aber für die Summe 3 junge deutsche Nationalspieler zu erhalten, das ist mMn schon eine “recht gute” Transferleistung.

      Ich stimme hier jedem zu der sagt, dass das noch nicht reicht und wir uns gerade in der Offensiv verstärken müssen. Und, dass Gnabry kein Rib-Ersatz sein kann ist auch klar, dafür reichen seine Qualitäten nicht aus.
      Aber für die Breite des Kaders hat man mit den 3 Transfers sicherlich etwas gutes getan.

      Und sind wir ehrlich, wenn keiner von den Drei einschlägt waren es “nur” 28 mio -> aber wenn nur einer von denen es schafft hat es sich allemal gelohnt.

      -> Schönen Start in die Woche!

      1. pitvonbonn

        danke für den Wochentipp.

    2. chicago_bastard

      “Warum sehen hier viele so kritisch die strategischen Entscheidungen des Bayern Vorstandes?”

      Weil keiner dieser 3 Spieler unsere Startelf verbessert. Dies wäre allerdings notwendig, wenn man ernsthaft um den CL-Titel mitspielen will. Man muss Lahm, Alonso und Ribery (der ist zwar noch da, sollte in den wichtigen Spielen aber nicht mehr erste Wahl sein) ersetzen, das kann man natürlich mit Kimmich, Rudy und Gnabry machen, aber zum Favoritenkreis auf den CL-Sieg zählt man dann eher nicht mehr.

      Bei Kimmich trage ich die Entscheidung noch voll mit, da der Junge aufgrund seiner Qualität eine Chance verdient und es auf dem Markt auch keine brauchbaren Alternativen für die RV-Position gibt. Was die Planstellen ZM und LA angeht gäbe es hingegen Spieler, die uns sofort verstärken würden. Leider muss man befürchten, dass die Bosse mit Gnabry die Planungen im Offensivbereich als abgeschlossen ansehen und das wäre fatal.

    3. GP11

      Wenn da nicht dein Name darüber stehen würde, wäre ich ja überzeugt gewesen, dass ich gerade ein satirisches Pamphlet gegen die aktuellen Entwicklungen im Verein gelesen habe.
      Da ist echt alles dabei:
      – falsch geschriebene Namen
      – lächerlich niedrig veranschlagte Transfers zu uns
      – lächerlich hoch veranschlagte Transfers von uns weg
      – Abwesenheit jedweder Kenntnisse über die finanzielle/buchhalterische Seite des Fußballgeschäfts (“Nulltarif”)
      – den 27-jährigen Rudy, sorry “Rudi”, als jungen Nationalspieler bezeichnet
      – eine Versteifung auf und Überhöhung der Deutschquote
      – eine unterirdische Elf (Süle als LV)
      – Einbezug der Frauenmannschaft – was hat das in einer Beurteilung zu suchen? Als Nächstes noch die Basketballer? Die E-Jugend der Handballabteilung steht übrigens gerade in der Bezirksklasse auf dem ersten Tabellenplatz. Auch ein Zeichen, dass es aufwärts geht?

  16. Ju

    Es ist schon etwas paradox: Nach Lektüre des Artikels dachte ich, dass ich den Spieler ein wenig anders im Kopf hatte. Bei den Kommentaren kam es mir dann so vor, als ginge es hier um Timo Werner ! Während es vollkommen richtig ist, dass Gnarby nicht aus dem Stand von der Außenlinie Dribblings gegen mehrere Gegner anzieht, ist es wiederum vollkommen falsch, ihm da grundsätzlich Fähigkeiten abzusprechen. In dynamischen Szenen in Tornähe ist er im Dribbling geschickt und verdammt durchschlagkräftig. Nebenbei bringt er da auch eine gewissen Kombinationsstärke mit, wo potentiell auch noch mehr angelegt zu sein scheint. Auf dieser Basis nun zwei Aspekte:
    1. Der linke Bayernflügel wird auch in der folgenden Saison aus dem Pärchen eines hinterlaufenden Außenverteidigers und eines einrückenden Offensivspielers bestehen. (im Gegensatz zum rechten Flügel, wo Kimmich immer wieder aus dem Halbraum aufbauen wird, während Robben und vor allem Coman die Breite suchen.) Neben dem spielmachend agierenden Ribery einen durchschlagkräftigen, tororientierten Spieler aufbieten zu können, halte ich für zumindest interessant, zumal ich Gnabry spielmachende Elemente durchaus zutraue.
    2. Wenn man jahrelang Bayernspiele geschaut hat, passiert es schnell, sich zu einer einseitigen Sichtweise auf Flügelspieler verleiten zu lassen. Es soll ja beispielsweise jahrelang in Madrid in einem System mit Flügelfokus ein linker Flügelspieler gespielt haben, dessen Fähigkeiten im Dribbling in undynamischen Situationen genauso wie sein spielmachendes Talent doch sehr sehr limitiert sind …. von Leuten wie Mandzukic oder Arda möchte ich gar nicht anfangen.

    Ich hätte mir auch die Verpflichtung eines go-to-guy gewünscht.Wenn der allerdings nicht zu haben ist, kann man die Bayern zu diesem spielerischen und finanziellen Paket nur beglückwünschen.

    So gerne ich in diesem Sommer noch Tolisso und vor allem Goretzka sehen würde: Angeblich hat Naby Keita für 2018 eine Ausstiegsklausel. Die muss man einfach ziehen, ansonsten wird man in dieser Marktlage keinen Weltklasse-Achter mehr bekommen. Für den sollte man sich einen Kaderplatz offen halten und wenn es sein muss, dafür meinetwegen sogar Vidal noch ein Jahr länger behalten.

    1. GP11

      “2. Wenn man jahrelang Bayernspiele geschaut hat, passiert es schnell, sich zu einer einseitigen Sichtweise auf Flügelspieler verleiten zu lassen. Es soll ja beispielsweise jahrelang in Madrid in einem System mit Flügelfokus ein linker Flügelspieler gespielt haben, dessen Fähigkeiten im Dribbling in undynamischen Situationen genauso wie sein spielmachendes Talent doch sehr sehr limitiert sind …. von Leuten wie Mandzukic oder Arda möchte ich gar nicht anfangen.”

      Ähnlich eingesetzt wie C. Ronaldo bei Real dürfte Gnabry wohl auch die besten Ergebnisse liefern.
      Problem ist dabei aber, dass wir erstens keinen Marcelo haben, der die linke Seite alleine beackern kann (wobei Alaba das sicher zufriedenstellend machen kann). Zweitens und viel wichtiger, kommt bei uns durch die Mitte keine Entlastung, weil da bis auf Thiago keiner eine Defensive aushebeln kann – sei es mittels Dribbling oder Pässe. Und Drittens ist Gnabry nunmal kein C. Ronaldo. Dass man für Letzteren ein zunächst auf dem Papier suboptimales System spielt, um ihm speziell die benötigten Räume und Spielsituation zu verschaffen, ist verständlich. Bei Gnabry eher nicht – selbst wenn die anderen beiden Vorausetzungen zutreffen würden.

      “im Gegensatz zum rechten Flügel, wo Kimmich immer wieder aus dem Halbraum aufbauen wird, während Robben und vor allem Coman die Breite suchen”

      Beim assymetrischen Flügelspiel gebe ich dir prinzipiell Recht, das Problem ist aber, dass meiner Meinung nach ein überlaufender RV essentiell für Robbens Spiel ist – fast noch mehr als für Ribéry. Bei Coman würde das mit Kimmich als einrückendem Rechtsverteidiger sicher klappen, bei Robben müsste er aber sowohl defensiv als auch offensiv immer präsent sein – und da ist er der falsche Typ dafür.

    2. wipf1953

      “Wenn man jahrelang Bayernspiele geschaut hat ..”

      Genau das ist der Punkt. Die meisten von uns dürften in den letzten Jahren immer komplette Bayernspiele gesehen haben. Das macht natürlich ein wenig “betriebsblind”. Ist heute wahrscheinlich kein allzu großer Unterschied zu 1977/1978, als sämtliche Fans des FC Bayern wie selbstverständlich davon ausgingen, dass der neue Libero so spielen müsse wie der, der diese Position die 10 Jahre zuvor wie keiner vor ihm geprägt hatte. Diesen Libero gab es aber schon damals nicht und wahrscheinlich wird es 2017/2018/2019 wieder so kommen.

      Bayern wird (neben Thia6o) einen weiteren Spieler brauchen, der auf engstem Raum Situationen lösen und so Torgefahr erzeugen kann. Ob das auf den Flügeln passiert oder in der Mitte, und ob dazu “aus dem Stand Dribblings gegen zwei bis drei Verteidiger” angezogen werden müssen oder ob vielleicht sogar “bloßes” Pass-Spiel genügt, weiß ich nicht. Das ist aber doch eigentlich der spannende Punkt – wie geht es weiter, jetzt, wo zwei Ausnahmespieler abtreten, die man 1:1 nie wird ersetzen können.

    3. Ju

      @GP11
      Ja, kann mit den Dingen die du sagst so mitgehen, würde aber gern die Diskussion darum noch etwas erweitern.
      Zum Thema Ronaldo: Es war natürlich nicht mein Ziel, Gnabry mit dem einmaligen Stürmer Ronaldo auf eine Stufe zu stellen. Vielmehr ging es mir darum aufzuzeigen, dass einer Mannschaft auch andere Spielertypen (zumal, wenn sie gegen den Ball aktiver sind als Ronaldo) zu einem Mehrwert verhelfen können. Es kommt eben auf die Einbindung an. Ich könnte mir vorstellen – und das ist an dieser Stelle sicherlich nur eine Hoffnung, keine Vorhersage – dass Alaba, der sich aus seinem Loch nach einem langen Urlaub mit kompletter Vorbereitung womöglich wieder befreit, Thiago als linker 6er und Lewandowski, als gern nach links ausweichender Stürmer, potentiell eine passende Umgebung wären, um einen abschlussorientieren Linksaußen aufzubieten. Ob das nun Gnabry schafft, darüber kann es gern zwei Meinungen geben. Zutrauen würde ich es ihm, auch wenn ich meine Zweifel habe. Mir fallen aber auch wenig Spieler ein, wo ich diese Zweifel nicht hätte.

      Das Thema mit dem Hinterlaufen von Robben ist tatsächlich ein springender Punkt, den es zu lösen gilt. Es ist aber zu bedenken, dass es a) mit Müller einen Spieler im Kader gibt, der für solche Pärchenbildungen auch von der 10 sorgen kann. Es b) für Kimmich möglich ist, situativ bogenförmig aus einer eingerückten Position zu hinterlaufen. Und man c) Robben ja auch als zweiten Stürmer/Zehner aufbieten könnte, zum Beispiel mit einer Mittelfeldreihe aus Ribery, Thiago, Vidal und Coman.

      @Wipf
      Vollkommen richtig. Deshalb habe ich ja auch darauf hingewiesen, wie ungemein passend ich Keita fände.

      1. wipf1953

        @JU

        Eben. Und drum habe ich was von “Fünfjahresplanung” geschrieben. Wenn es den passenden Transfer dieses Jahr nicht gibt, aber 2018/2019, warum dann jetzt unvernünftige Dinge tun und sich einen möglichen, guten Transfer sogar noch verbauen?

      2. GP11

        Ja, theoretisch ist das schon möglich, die Flügellastigkeit zugunsten der Spielfeldmitte abzubauen. Nur benötigt man dann eben die Kreativität aus der Mitte.
        Und die Vergangenheit hat leider gezeigt, dass Hoeneß und Rummenigge in der Mitte noch viel weniger bereit sind, für 70% Ballbesitz geeignete Fußballspieler zu holen als auf Außen.
        Genau genommen hat man dafür in den letzten 10 Jahren nur die folgenden Spieler geholt:
        – Zé Roberto (am Ende seiner Karriere)
        – Thiago
        – Alonso (für das Spielsystem uneingeschränkt geeignet, aber eben Aufbauspieler und nicht für den letzten/vorletzten Pass)
        – Rudy (siehe Alonso)
        Mit viel gutem Willen kann man noch Götze hinzuzählen, den sie wohl als sochen Spielern geholt haben, obwohl er das nicht ist. Ist dann die Frage, ob das nicht noch schlimmer ist, wenn man die notwendigen Spieler nicht einmal identifizieren kann.

        Bleibt also im Prinzip bei Thiago, der nur auf ausdrücklichem Wunsch Guardiolas kam. Ich würde mir an deiner Stelle also keine großen Hoffnungen machen, dass sich an der Flügellastigkeit unseres Spiels irgendetwas ändern wird.

    4. Jo

      Es ist schon ein zielführender Gedanke, dass sich mit neuen Spielern, oder alten Spielern in neuen Rollen auch eine neue Statik des Spiels entwickeln kann.
      Wenn ich aktuell z.B. mal an die Lobeshymnen Wagners (“Lewandowski wird 10 Kopfballtore erzielen”) über Kimmichs Flanken denke. Kann man ein vielleicht ein wenig drüber schmunzeln, aber das hat schon seinen wahren Kern. Jedenfalls kommt in dieser Disziplin keiner unserer bisherigen AV auch nur ansatzweise in Kimmichs Nähe. Da deutet sich Potential an das ggf. in neue Varianten umgemünzt werden könnte und auch die Dynamik in der Beziehung Robben-AV verändern könnte.

  17. Sascha

    Ein völlig sinnfreier Transfer
    Was soll der Junge denn bitte beim FCB bewirken ?
    Für mich ein Transfer ala Baumjohann und Andere.

    Naja…………

  18. Franz_B

    Mich beschleicht zwar das Gefühl, das Gnabry ein weiterer talentierter Fussballer ist der bei Bayern den Durchbruch nicht schafft. Aber bei 8 Mio. Ablöse kann man so viel auch nicht falsch machen. Zumal er der von vielen geforderte Lewandowski-Ersatz im Sturm sein kann.

    Generell bin ich mit den bisherigen Transfers- und Transferbemühungen einverstanden. Für A. Sanches war man bereit sehr viel Geld auszugeben (und das bei 1 Jahr Vertragsrestlaufzeit) wenn nun die ManCity-Scheichmillionen das Angeot übertoppen soll man nicht auf Gedeih und Verderb gegenhalten.

    CL-Titel werden wir mit Geld alleine ohnehin nicht gewinnen. Auch 2013 und 2001 hatten wir nicht die teuersten Kader mit den größten Stars, sondern mannschaftlich geschlossene Teams mit sehr vielen gleich guten Spielern.

    Ohnehin wird mir seit 2013 der Fokus zu sehr auf den CL-Gewinn gelegt, bei dem wie die Vergangenheit zeigte vor allem auch Glück eine große Rolle spielte.
    Mit einer starken Mannschaft, dazu 3-4 herausragenden Spielern (Neuer, Thiago, Lewandowski, Robben) und dann mal keine verschossenen Elfmeter und der Titel ist auch ohne das plündern des Festgeldkontos möglich.
    Und wenn nicht, dann geht die Welt auch nicht unter. PSG und ManCity verpulvern viel mehr Geld und gewonnen haben sie den Title bisher noch nie.

  19. Rheumakai

    “Alles in allem ist Gnabrys Verpflichtung ein nicht ganz gewöhnlicher Move für den Rekordmeister, der zeigt, wie kreativ die Münchner Verantwortlichen in der derzeitigen Marktsituation werden müssen.”

    Ja glaubt ihr denn ernsthaft, die “derzeitige Marktsituation” wird sich nochmal ändern?!

    Bayern hat zwei Möglichkeiten: Gnabry und Goretzka holen und mit dem jetzigen Stamm in den nächsten Jahren die Bundesliga dominieren und in der CL meistens im Viertelfinale ausscheiden (wie Mitte der Nuller Jahre). Oder endlich die “Marktgegebenheiten” akzeptieren und den Geldschrank aufmachen und die 120 Melonen für Mbappé hinlegen, um Griezmann ernsthaft mitbieten, Sané aus seinem Vertrag rauskaufen und damit (potentielle) Weltklasse holen (wie ab 2007 mit Ribery, Robben, Martinez, Thiago, Lewy).

    Man kann über Real und Barca sagen, was man will. Aber eines machen die halt richtig: Wenn sie kaufen, dann nur das Beste vom Besten. Und der Erfolg gibt ihnen recht!

    Javi Martinez hat damals eine Rekordsumme gekostet – würde ernsthaft jemand bezweifeln, dass sich die 40 Millionen bis heute nicht amortisiert hätten? Sportlicher Erfolg bringt wirtschaftlichen Erfolg!

    1. Systemrelevant

      Ja, die derzeitige Marktsituation wird sich verändern. Der Markt wird sich beruhigen.
      Durchschnittliche bzw. Spieler, die den Kader u. U. verstärken sind derzeit um das doppelte teurer als vor 1, 2 Jahren, nicht nur in der Ablöse wie wir bei Sanchez sehen konnten. 25 Mio Jahresgehalt liegt bei fast dem doppelten von Lewi und Co., und das doppelte ist er im Vergleich nicht wert.
      Der Markt wird sich alleine deswegen schon beruhigen, weil wenn ein ManCity ihn zu 25 Mio JG verpflichtet kein anderer Verein in Europa / Welt dazu bereit sein wird das zu bezahlen / ihn zu verpflichten wenn der Transfer doch nicht so optimal läuft wie erhofft etc.

      Wäre ja nicht das erste Mal, dass so ein Granatentransfer auch mal schief läuft. War glaub 2010 als Barca einen Ibra für 70, 80 Mio Ablöse holte um ihn 1 Jahr später mit riesigen Verlust wieder loszuwerden.
      Kaka verschwand nach seinem 65 Mio Wechsel zu Real im Niemandsland obwohl er davor das komplette Jahrzehnt Weltklasse war.
      Ein Nobrainer ist das nicht.

      1. GP11

        Das Hoeneß schon vor 15 Jahren vorausgesagt – inklusive der Prophezeiung, dass der Gerichtsvollzieher im Bernabeu einmarschieren wird. Und was ist daraus geworden? Nichts!
        Da wird gar nichts zusammenbrechen. Im Gegenteil werden Spieler immer noch teurer werden durch immer höher dotierte Fernsehverträge. Der Fußball beginnt doch erst zu wachsen in China, Indien und den USA.

        Abgesehen davon täte es manchen ganz gut, den ein oder anderen Medienbericht stärker zu hinterfragen.
        Auf der einen Seite wird ein Sánchez keine 26 Mio. € vom FC Bayern verlangen – das sind bei derzeitigem Wechselkurs 435.000 Pfund/Woche (übliche Gehaltsangabe in UK). Das bekommt der selbst bei Man City nicht.
        Auf der anderen Seite verdienen Müller und insbesondere Lewandowski hier im Leben nicht nur 15-16 Millionen im Jahr. Im Jahr 2007 hat Luca Toni hier nachweislich laut Gerichtsakten 12 Mio. bekommen. Wer glaubt, dass 9 1/2 Jahre später Robert Lewandowski für nur 4 Millionen mehr verlängert, ist schon sehr naiv.

      2. Systemrelevant

        Und? Hatte Uli nicht recht, dass sich der Markt wieder beruhigt? Hatte ja immerhin fast ein komplettes Jahrzehnt gedauert bis die Transfersummen von der .com und Euroeinführungsbubble Anfang der 2000er wieder ereicht wurden.

        Pleite werden die Vereine nicht gehen, falls die Umsätze in UK nicht dramatisch einbrechen, aber wie gesagt: Wenn sie drüben auf der Insel Spieler verpflichten, die hierzulande bei Mainz o. ä. spielen würden und das 3 bis 5 fache Gehalt zahlen werden sie auf diesen Spielern und Verträgen sitzen bleiben bis der Vertrag eben ausläuft. Falls ein Sanchez wirklich so viel Geld in der Saison verdienen will wie ein Messi oder CR7 dann sollen sie ihn eben das Geld geben. Ich würde ihn wahrscheinlich auch gern in München sehen aber nicht zu diesen Konditionen.

        Bayern muss sich neu orientieren in den kommenden Jahren. Fianziell sind sie in der Lage auch den jährilichen 100 Mio Transfer zu tätigen wie Real oder Barca, aber das war halt noch nie Bayerns Art und ich bin nicht unbedingt traurig darüber. Wir waren seit 2010 fast ununterbrochen im Halbfinale oder Finale der CL und haben fast immer nur gegen den späteren Gewinner verloren und das mit einer Mannschaft die die meiste Zeit aus deutschen bzw. FCB-Jugendspielern bestand. Zur Zeit haben wir in der U19 und U17 auch wieder 2 tolle Mannschaften. Warum also überhaupt einen externen verpflichten und nicht erst in den eigenen Mannschaften umsehen?

        Noch sehe ich jedenfalls nicht die Situatiion, dass wir vor Spielen gegen die großen Mannschaften Angst haben müssen. Noch gehören wir auch zu den Großen, auch wenn der Kreis dieser großen Mannschaften in den vergangenen 3 Jahren deutlich angewachsen ist.

      3. Ju

        Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass all diese Klubs, die entweder nur wegen ihrer Umsatzstärke nicht überschuldet sind (wie Real), durch Scheichs finanziert oder massiv durch solche Konstrukte wie diesen TV-Vertrag der Engländer getragen werden, reihenweise pleite gehen werden, sobald die Länder in eine anhaltende Rezession rutschen sollten. Das ist wegen dem Brexit und der nach wie vor heiklen Lage Spaniens nach wie vor nicht unwahrscheinlich. Und wenn Großbritannien und Spanien in die Rezession rutschen, ist sie auch in Deutschland nicht mehr weit. Und dann werde ich verdammt froh sein, dass Bayern solide und nachhaltig finanziert ist. Wenn ein paar Medienkonzerne pleite gehen, kann man in der halben Premier League nach einem halben Jahr die Lichter ausschalten, weil die ihre aufgeblähten Kader nichtmehr bezahlen können.

        Es ist doch nicht wirklich davon auszugehen, dass das immer höher und weiter geht. Oder glaubt jemand, dass es bald Fussballmilliardäre geben wird? (Ok, vielleicht ist Ronaldo das schon..) Spätestens, wenn die Spitzenteams mit ihrer europäischen Liga ernst machen, wird man sich über finanzielle Vereinheitlichungen verständigen.

      4. chicago_bastard

        Wie viele hier immer noch glauben, dass “bald die Blase platzt” und sich “der Markt beruhigt”. Das wurde auch gesagt als Ronaldo für 94 Mio gewechselt ist. Seitdem hat sich der Markt so beruhigt, dass inzwischen Spieler wie Pogba und Higuain, die Lichtjahre von Ronaldos Status entfernt sind, für die gleiche bzw. höhere Summen transferiert werden.

        Real, Barca, United sind too big to fail. Da wird für den unwahrscheinlichen Fall, dass es eng wird, immer irgendwer einspringen, sei es der spanische Staat oder die nächste private Investorengruppe. Und wenn sich Abramowitsch bei Chelsea oder die Scheichs bei City zurückziehen steht schon der nächste Investor bereit, der sie übernimmt. Diese Träumereien sollte man ad acta legen und sich mit den aktuellen Realitäten arrangieren.

        Wer 35 Mio Festbetrag plus eventuelle Boni in Höhe von 45 Mio für einen Spieler bezahlt, der zu dem Zeitpunkt gerade mal ein halbes Jahr Profifußball vorweisen konnte, hat ohnehin seinen hehren Anspruch verspielt, “den Transfer-Wahnsinn nicht mitzumachen”. Da wären 80 Mio für einen nachgewiesenen Weltklassespieler sicher nicht verrückter als diese Nummer.

      5. Systemrelevant

        @JU

        Nüchtern betrachtet werden Brexit oder eine kommende Rezession bzw. die Inflation, die offensichtlich im Fußball schon begonnen hat eine Auswirkung auf die finanzielle Lage europäischer Vereine haben. Das vernünftige wirtschaftliche Handeln des FCBs wird da niemals ein Nachteil sein.

        Heute sind die Investoren dazu bereit Millionen und Milliarden in die Vereine zu pumpen, ob das in 5 Jahren immernoch so sein wird kann niemand mit Sicherheit sagen.

        Natürlich haben sich die Rahmenbedingungen im Fußball durch den Deal in UK verändert, allerdings kann dies jetzt zu diesem Zeitpunkt einfach nur ein kurzfristiger Hype sein und die Ablösen und Gehälter pendeln sich in 2 oder 3 Jahren 20, 30 % unter den von heute wieder ein. Wissen wir Stand heute einfach nicht.

        Realistisch betrachtet gibt es ein halbes Dutzend Profiligen auf etwa selben Stand in Europa. Das sind Pi x Daumen 2500 Spieler die ein ordentliches Niveau auf den Platz bringen dürften, wobei wohl gut 200 in Richtung Weltklasse gehen. Wenn die 200 Weltklassespieler schlicht zu teuer sind sollte man sich wie der FCB derzeit vllt einfach darauf konzentrieren selbst Weltklassespieler am laufenden Band zu produzieren bzw. junge Spieler aus Deutschland oder Europa zu verpflichten, die das Zeug dazu haben und sie dazu zu machen. Der FCB war nie in der Situation Spieler verkaufen zu müssen und Müller, Alaba und Co. haben bewiesen, dass junge Spieler aus dem Stand in solche Rollen hineinwachsen können wenn denn das Konzept stimmt. Wenn die Mannschaft anschließend immer mal wieder mit einem klugen Transfer ala Robben oder Lewi ergänzt / verbessert wird braucht man sich keine Sorgen machen.

        Bayern hat rund 600 Mio Euro Umsatz im Jahr und das obwohl sie weniger TV-Gelder bekommen als der Letzte in der PL. Trotzdem haben sie mehr finanzielle Power als viele Klubs aus England und ich denke nicht, dass sich das so schnell ändern wird.

  20. Marco05

    Interessanterweise widerlegen die meisten von dir als Beispiel angeführten Leute den Wunsch, man müsse die Marktpreise mitgehen. Außer Martinez (und vielleicht damals noch Ribery) waren das alles Schnäppchen, Lewy ja bekanntlich für lau (natürlich wird Handgeld geflossen sein aber deutlich weniger als Ablöse fällig gewesen wäre).

    Ich sehe es ambivalent und ich bilde mir ein, dass die Clubführung da genausau denkt. Man muss mit aller Gewalt versuchen, die Nischen besser abzugrasen. Was haben ein Aubameyang oder gar ein Dembele gekostet? Solche Transfers sollten künftig auch dem FCB gelingen, oder es müssen sich andere – wie die zB jetzt getätigten – dazu entwickeln.

    Andererseits kann man für einzelne Spieler von denen man 1000% überzeugt ist auch mal mehr hinlegen. Finanziell ist das auch verschmerzbar im Einzelfall. Für Spieler der ersten Kategorie allerdings soviel hinzelegen wie bspw. für Sanchez sehe ich dagegen auch kritisch.

    Zunächst mal ist man mit den Dreien jedenfalls in der Breite nicht schlechter geworden. Dass die einem womöglich nicht im CL-Finale entscheidende Dinge machen, mag sein, aber wissen wird man es nicht. Wer (außer Reschke) hätte den von uns auf Carvajal große Stücke gehalten oder auf Rakitic? Kann mich nicht erinnern, dass die als Heilsbringer galten in ihren jeweils aufnehmenden Vereinen. Und siehe da…

    1. Rheumakai

      Keine Widerlegung – Meine These ist nur, dass Bayern (potentielle) Weltklasse kaufen müssen, wenn sie weiterhin weltklasse sein wollen. Wenn Spieler dieser Kategorie für lau zu haben sind, umso besser! Nur: Wer ist heute ein solches Versprechen und für lau zu haben? Mir fällt da keiner ein. Selbst ein James Rodriguez, bei Real heute ungefähr genauso abgehalftert wie Robben damals, soll 60 Millionen oder noch mehr kosten, und irgendeinen Scheichklub wirds immer geben, der das zahlt. Der Markt ist irre, und das wird sich nicht mehr ändern.

      Klar müssen die Nischen besser ausgegrast werden, nur war Bayern darin noch nie besonders gut. In letzter Zeit Coman und mit Abstrichen Douglas Costa. Aber sonst?

      Natürlich garantieren irre Summen nicht hundertprozentigen Erfolg. Klar haben Barca und Real zig Millionen mit Spielern verbrannt, die es nicht gebracht haben. Aber trotzdem spielen Ronaldo und Bale, Neymar und Suarez halt dort und nicht bei uns…

    2. wahrheitsliebender

      Ihr müßt euch endlich mal die Gelddimensionen die im Spiel sind wirklich vor Augen führen / bewußt werden, deshalb hier nochmal der Link auf die Fernsehgeldeinnahmen der PL p.a.:

      http://fussball-geld.de/einnahmen-fernsehgelder-in-der-premier-league-20162017/

      Und das sind jetzt nur die jährlichen Fernsehgelder der Engländer. Das was Russen, Araber, Chinesen und mittlerweile sogar Amis aus “unbegrenzten Privatschatullen” noch pro Jahr reinzuschiessen bereit sind, ist auch noch zu berücksichtigen….

      Ich glaube daher das “Pipifax bzw Schnäppchen-Ablösen” wie für Dembele “letztmalig” getätigt wurden und zukünftig nicht mehr vorkommen werden….

      100 Mio.-Ablösen für Spieler internationaler Klasse werden, werden vielmehr schon bald an der Tagesordnung sein – leider…

      Und für die absolute Weltklasse droht wohl schon bald alles unter 200 Mio. billig zu werden….

      Gruß!

      1. Systemrelevant

        Nein, mit absoluter Sicherheit lässt sich das eben nicht sagen, dass diese Summen wie sie von dir in den Raum geworfen werden ab jetzt Standard werden. Sie erhöhen sich, das bestimmt..

        Die englischen Klubs reiten derzeit auf einer Welle von Geld. Dementsprechend steigen jetzt aber auch die Etats, die jedes Jahr für die Gehälter gezahlt werden dürfen. In 2, 3 Jahren haben sich die Vereine dann mit Spielern vollgesogen und zahlen beispielsweise doppelt so viel an Gehältern wie 2017. Dem folgend bleibt logischerweise auch weniger Geld für Ablöse, die Nachfrage fällt geringer aus usw.

        Ganz normale Marktwirtschaft. Erst der Boom, dann die Abkühlung.

      2. wahrheitsliebender

        Dakor auch so kann bzw. wird es laufen, wenn die Summen, die ins System gelangen nicht gleichzeitig noch eine Zeit lang permanent weiter steigen….

        Grundsätzlich aber Zustimmung dazu, daß die Gelder zunächst die Ablösen hochtreiben, bis sich die Engländer vollgesaugt haben und dann die Gehälter….

        Wobei – für die Bayern lief es letztes Jahr umgekehrt. Die haben nämlich Stars, welche die Engländer schon letztes Jahr gerne bekommen hätten, was bei den Bayern bereits im letzten Jahr die Gehälter für diese Stars massiv nach oben getrieben hat und sie gleichzeitig eingeschränkt hat was teure Neuverpflichtungen angeht….

        Gruß!

  21. Osrig

    Die Überzeugung, ein mit Weltklasse-Spielern gefüllter Kader sei eine Gewähr für den Gewinn der CL, geht genauso fehl, wie die Vorstellung, eine starke Konkurrenz in der Liga schaffe die beste Voraussetzung dafür, den “Henkelpott” zu erringen.

    Der Barca-Traumsturm konnte nicht verhindern, dass die Katalanen schon im Viertelfinale die Segel streichen mussten, all die gewaltigen Investitionen, teilweise im dreistelligen Millionen-Bereich, haben für Manchester City, Juventus, PSG und Co. nicht den erhofften Triumph in der CL erbracht.
    Zu denken, bei uns müsste die Führung nur mal eben das Festgeldkonto leeren und einen 100 Mio Einkauf tätigen, und dann würden wir den Cup schon gewinnen, ist wenig realistisch! Sicherlich sind Top-Spieler eine wichtige Grundlage für diesen Erfolg, aber mindestens genauso wichtig – und teilweise noch wichtiger – sind andere Voraussetzungen:

    1.
    Eine klare taktische Ausrichtung und Umsetzung auf dem Platz mit entsprechend strukturierten Laufwegen, Positionsspiel und Flexibilität im Spiel nach vorn und in den Defensivaktionen.

    2.
    Mannschaftliche Geschlossenheit und den Willen, gegen vermeintlich oder tatsächlich bessere Spieler zu bestehen. Damit verbunden auch die Bereitschaft, auf Eigensucht zu verzichten und die vorbereiteten Strukturen zu halten, dabei alles für den Sieg zu geben.

    3.
    Ein erfahrener Trainer mit klarem taktischem Konzept und der Fähigkeit, seine Spieler für dieses Konzept zu gewinnen UND sie darauf einzustellen.

    4.
    International erfahrene Spieler mit herausragendem fußballerischen Können, aber nicht unbedingt Weltklasse-Spieler, deren individuelle Klasse in verschiedenen Bereichen zur Geltung kommt.

    5.
    Eine gelingende Belastungssteuerung und Fitnessaufbau, die ausreichend Erholungspausen bietet und eine frühzeitige Erschöpfung körperlicher und geistiger Ressourcen so weit es geht verhindert.

    6.
    Ein ruhiges Vereinsumfeld insbesondere in der Führungsebene, welche unterschiedliche Zielvorgaben, Streitereien miteinander und mit den Oberen anderer Vereine oder Funktionären vermeidet.

    7.
    Glück! Sowohl im Abschluss vor dem Tor, als auch bei der Auslosung und bei den Schiedsrichteransetzungen.

    Bezogen auf diese 7 Punkte halte ich mit Blick auf 1 – 4 den Transfer von Gnabry für gut, da er anpassungsfähig und willensstark zu sein scheint, und eben auch entwicklungsfähig. Dass er Punkt 4 nicht gleich in seiner ersten Saison erfüllen wird, dürfte zu erwarten sein, allerdings auch, dass er spätestens in seiner 2. Saison Ribéry ersetzen sollte und in dessen Fußstapfen muss. Dabei wird es auf Gnabry’s Fähigkeit im Kombinationsspiel und seine Handlungsschnelligkeit, aber nur in zweiter Linie auf Dribbelkünste ankommen.

    Unabhängig von Gnabry sehe ich die Notwendigkeit, mehr Präsenz im Zentrum aufzubauen. Es hat sich ja gezeigt, dass Flügellastigkeit selbst bei asymmetrischem Positionsspiel durch Doppelungen leichter zu blocken ist, wenn die Zentrale nicht besetzt ist, und deswegen als weitere Anspieloption fehlt. Andersherum bedeutet eine konsequente Besetzung des 10er Raumes – nicht unbedingt immer durch den selben Spieler – mehr Flexibilität im Vorwärtsspiel und eine Entlastung für die Außenbahn, weil sich die Defensive des Gegners anders verteilen muss.
    Da hinter der “Zehn” kein Loch entstehen darf, werden die Achterpositionen wichtig, und damit die Frage, wie Thiago zukünftig positioniert werden soll. Als reiner 6er halte ich sein offensives Potential für verschenkt, unmittelbar hinter den Spitzen geht allerdings auch seine – gern unterschätzte – Defensivfähigkeit etwas unter. Somit eignet sich Thiago m.E. für die Achterposition im Wechselspiel mit der 10, auf der z.B. Müller auflaufen könnte, aber in die auch jemand wie Gnabry hineinwachsen könnte. Für wichtig halte ich auch eine Lösung für das Problem, wer Thiago ersetzen kann, wenn unsere Nummer 6 mal eine Pause braucht. Ich könnte mir Rudy in dieser Position vorstellen.
    So, oder so, die Vorbereitungszeit und das Transferfenster werden spannend^^

  22. wahrheitsliebender

    Übrigens Leute, ich denke das Bayern weiterhin gute Chancen auf Sanchez hat!

    Die neueste und auch eigentlich auch logische Meldung aus England lautet, daß Arsenal Sanchez auf keinen Fall nach Manchester und damit an einen direkten Konkurrenten abgeben wird.

    Das ganze sowohl mit Blick auf die harte Konkurrenzsituation als auch mir Rücksicht auf die eigenen Fans.

    Er müßte dann seinen Vertrag in London absitzen oder ablaufen….

    Bayern ist also wieder im Spiel….
    http://www.mirror.co.uk/sport/football/transfer-news/arsenal-block-alexis-sanchez-move-10611001

    1. wipf1953

      Das wurde ja von Anfang an gesagt dass ihn Arsenal nur ins Ausland verkaufen würde. Dieser Punkt verliert aber dann an Überzeugungskraft, wenn im Gegenzug ein City-Spieler ins nördliche London wechselt (Agüero). Dann hätte Arsenal mehr von einem Verkauf an City als wenn er ins Ausland ginge und unklar ist,. ob jemand und wenn dann wer als Ersatz kommt.

      Im Raum steht nach wie vor diese Äußerung eines chilenischen Sportjournalisten.

      Man sollte sich von diesen ganzen Gerüchten fernhalten. Hand aufs Herz, 90% davon werden von den Beratern gestreut, die den Preis in die Höhe treiben lassen.

      1. wahrheitsliebender

        O.k., wenn die Fans solche Tauschmanöver mittragen…. Kenne mich da nicht so aus, wer in England “Bayern und Dortmund” ist….

        Aber Zustimmung dazu – nichts genaues weiß man nicht, bis die Würfel tatsächlich gefallen sind.

        Zuversichtlich stimmt, daß die Bayern das was sie wollen normalerweise bekommen….

        Und grundsätzlich gilt, daß Sanchez Titel gewinnen will und die sind kaum irgendwo so sicher wie in München….

        Gruß!

  23. Mehmet68

    Moin zusammen – wer braucht Sanchez? Für einen schon 28jährigen, der zwar exzellent, aber nicht auf dem Niveau von Neymar etc. spielt, halte ich >60 Mio für zu teuer.

    Da würde ich lieber noch(!) mehr Geld auf den Tisch legen und eine echte Granate wie Mbappé oder Griezman holen, wenn das realistisch machbar wäre.

    Ich glaube auch nicht, dass die aktuelle Marktsituation sich langfristig verbessern wird – zu viel neues Geld unterwegs, plus Investoren aus Asien etc. Erfahrungsgemäß “beruhigt” sich der Markt nur auf den schon geschaffenen Niveaus und steigt eben langsamer. Solange nicht der Profifußball insgesamt auf ein anderes Fundament gestellt wird, was ich für unrealistisch halte, wird immer mehr Geld in den Kreislauf gepumpt.

    Deshalb halte ich es – leider – auch für unrealistisch, dass wir in naher Zukunft wieder eine 1a Flügelzange beim FCB bewundern dürfen: Für zwei so herausragende Spieler müsste man an die 200 Mio. investieren, oder Glück haben, um Talente wie Dembele oder de Bruyne… früh zu holen.

    Gnabry ist als variabler Offensivspieler mit Zug zum Tor sicher eine sinnvolle Verstärkung, aber eher kein Kracher. Eher ein Backup für Müller, als für Lewy, insofern hat man den halt “mitgenommen”.

    1. Rheumakai

      Meine Rede! Was wäre wohl die bessere Investition: Einen 28-jährigen Sanchez mit vielleicht noch 4 guten Jahren für 60 Millionen + 20 Millionen Gehalt, die den gesamten Kader aufmurren lassen?
      Oder Mbappé/Sané/Dembele, die noch mindestens 10 Jahre in den Beinen und ihr höchstes Niveau noch nicht mal erreicht haben für 100 Millionen und 10 Millionen Gehalt und einem Wiederverkaufswert von jedenfalls kaum weniger + Superstarpotential = entsprechendem Vermarktungswert?

      1. Mehmet68

        … vielleicht auch nur noch 2 guten Jahren, das ist meine Hauptsorge. Neben den IV sind die Außen sicherlich die Positionen, auf denen Schnelligkeit am meisten gefragt ist. Wäre er 25, wäre ich positiver eingestellt.

    2. wahrheitsliebender

      @ Mehmet

      Gute Dinge sind in der Regel einfach. Und wenn die Bayern Rang 3. “der Weltrangliste” verteidigen wollen brauchen sie Sanchez, weil der je nachdem, ob man ihn eher auf Links- oder Rechtsaußen einordnet, aktuell dort die Nr. 3 bzw. 4 der Marktwert-Weltrangliste verkörpert….

      Wenn die Bayern auch mit Rang 15 der Weltrangliste auf dem Flügel zufrieden ist, brauchen sie ihn natürlich nicht….

      Bei Transfermarkt.de steht Sanchez aktuell mit 65 Mio. MW links auf Nr. 4, direkt hinter Hazard mit 70 Mio. und Rechts auf Nr. 3. Die nächsten Konkurrenten dahinter folgen auf beiden Seiten erst mit weitem Preisabstand!

      Und – Tranksfermarkt.de ist ansonsten eher eine krasse Unterbewertungsplattform, hat aber Sanchez bei 65 Mio. stehen, weshalb alles darunter als “Schnäppchen” bzw. eher billig erachtet werden darf…..

      Außerdem ist in so einem Fall immer zu berücksichtigen, wenn man den anstatt Sanchez sonst / alternativ bekommen könnte und da sehe ich auf links dzt. eigentlich nur Perisic als Nr. 11 – 12 der Rangliste und auf rechts Salah auf Nr. 7 der WL.

      Sanchez muß also eigentlich für ihren Anspruch ganz klar die erste Wahl sein und eigentlich müssen sie Tod und Teufel dafür tun Sanchez zu bekommen…..

      Und weil davon die Rede war, wer die Flügelzange Robbery adäquat ersetzen könnte, so wäre dies für mich ganz klar das Duo Sanchez + Hazard = die jeweilige Nr. 3 der Welt!

      Die zwei zu bis 2018 zu bekommen wäre der eigentliche Coup und müßte das eigentliche Ziel der Bayern sein!

      Und bis 200 Mio. würden/könnten die zwei wohl kosten, was aber in der jetzigen Situation “angemessen” erscheint und in meinen Augen fast einer Verpflichtungspflicht gleich käme, wenn man denn beide bekommen könnte….

      Gruß!

      1. Mehmet68

        :-)) gute Ausführungen… Hazard würde ich auch sofort nehmen, aber mit 28 wäre mir Sanchez für einen LA fast schon zu alt. Da trügt die Marktwert-Perspektive etwas; Ronaldo wäre de facto auch die 100 Mille nicht (mehr!) wert mit 32.

    3. wahrheitsliebender

      Und noch was, man kann über die spanischen Spitzenclubs sagen was man will, aber über 10 x mehr Weitblick als die meisten Bundesligisten, was hinsichtlich der Marktpreisentwicklung noch möglich werden könnte, verfügen sie.

      Und deshalb hat Real Madrid jetzt im neuen Arbeitspapier von Asensio die Ausstiegsklausel auf “günstige” 350 Mio. festgeschrieben, wie ich so eben lese…..

      Die meisten Bundesligisten hingegen glänzen bis dato mit der Festlegung von absurd niedrigen Ausstiegsklauseln, ohne jede Weitsicht, welche sie nicht selten bereits in der darauf folgenden Saison bereuen und von den PL-Club als “absurder Pipifax-Nonsense” problemlos gezogen und aus der Portokasse bezahlt werden kann….. In der Bundesliga sind diesbezüglich noch viele auch nichtmal ansatzweise auf Ballhöhe….

      1. Wenn du jetzt dieses absurde Festlegen von Ausstiegsklauseln in astronomischen Höhen in Spanien als beispielhaft verkaufen willst, dann fange ich gleich zum Kotzen an … Diese Summen tragen früher oder später (augenblicklich eher früher) zum Tod des Fußballs (als Volkssport) bei – und du feierst so etwas?

        2 Bemerkungen zu diesen perversen Entwicklungen:

        1) Was meinst du, wie (sau)teuer sich die Spieler und ihre Berater solche absurden Ausstiegsklauseln von den Vereinen erkaufen lassen?

        2) Ein fähiger Weltverband (Infantino ist leider fast noch schlimmer als der Blatter Sepp) würde da einen Riegel vorschieben.

      2. Systemrelevant

        Na ja, wäre mir jetzt nicht bekannt das jemals eine solche Ausstiegsklausel gezogen wurde. In der Regel sollen diese Ausstiegsklauseln nur symbolisieren, dass der Spieler unverkäuflich ist. Bayern braucht das nicht, weil die Verträge keine Ausstiegsklauseln haben.
        Andere Bundesligavereine sind auf die Verkäufe angewiesen und entweder schlucken die Vereine diese Pille bei der Verpflichtung oder der gewünschte Spieler wechselt einfach woanders hin.

      3. wahrheitsliebender

        @ Systemrelevant

        Doch, doch in Italien, Portugal und Spanien werden die Ausstiegsklauseln schon zunehmend gezogen – wurde nicht auch Higuain über die gezogene Ausstiegsklausel nach Juventus transferiert?

        Und ja, in Deutschland ist es eine Kombination aus “Zwang und Unfähigkeit”…

        @ Peter

        Ich verkaufe nichts für beispielhaft, wenn ich die Gegebenheiten zur Kenntnis nehme und lediglich sage, daß die Spanier damit besser umzugehen wissen….

        Du hast mich sofort auf deiner Seite, wenn es darum geht die Exzesse einzudämmen, zu verbieten oder gar das ganze System besser neu aufzusetzen….

        Und ja diese Summen und insbesondere das die Profis sich von diesen zu “maximaler Untreue und Söldnertum verleiten lassen” führen zu einer Entfremdung zwischen dem Volk und dem Profifußball, was irgendwann auch in kompletten Interessensverlust umschlagen kann.

        In England z.B. sind im letzten Jahr z.B. die Fernsehzuschauerzahlen anscheinend bereits kräftig zurückgegangen….

        Diese Unsummen sind aber nicht die Folge von “Ausstiegsklauseln” sondern von der Globalisierung des Fußballes und das dieser zur globalen Sportart Nr. 1 aufgestiegen ist.

        Das ganze verbunden mit einer zunehmenden Konzentration von Geld und den Spitzenspielern in ein paar wenigen Ligen und Vereinen, zu denen auch der FCB als Profiteur gehört und die auf normalem wirtschaftlichen oder sportlichen Wege von der Spitze eigentlich nicht mehr zu Verdrängen sind, was auf Dauer einen extremen Langeweilefaktor mit sich bringt …..

        Ich bin ja z.B. kein “reinrassiger” Bayern-Fan und sage schon seit langem, daß die abgekoppelte Stellung der Bayern vom Rest des Ligabetriebes eigentlich kaum mehr brechbar erscheint…

        Es Bedarf praktisch schon beinahe einer ganzen Generation an “Vollversagern” an der Bayernspitze / im Management, um den Bayern ihre Stellung nochmal streitig zu machen und sie nochmal von der Bundesligaspitze zu verdrängen….

        Und die Leute an der Spitze des Weltfußballes haben allesamt kein Interesse daran etwas grundlegendes zu ändern!

        Da braucht man nicht nur auf andere zu zeigen. Rummenigge gehört natürlich auch dazu….
        Rummenigge hockt auch an der Spitze von Gremien, die alles verhindern werden, was dem FC Bayern Schaden und die Dominanz der Bayern gefährden könnte….

        Eigentlich dürften an der Spitze der nationalen und internationalen Verbände nur unabhängige Leute stehen, welche einzig und alleine für das Gemeinwohl der Ligen bzw. des Weltverbandes arbeiten…

        Gruß!

      4. @ WAHRHEITSLIEBENDER

        OK – da gebe ich dir auf allen Ebenen recht und wir kämpfen auf derselben (guten ;-) ) Seite ….

  24. wahrheitsliebender

    Und dieser schweren Fehleinschätzung der Marktpreisentwicklung scheint ja sogar Rangnick bei Keita zum Opfer gefallen zu sein, was nächstes Jahr den Bayern zum Vorteil gereichen könnte….

    Auch dort liest man davon, daß Keita für 2018 eine Ausstiegsklausel von nur 45 – 50 Mio. im Vertrag stehen hätte, die danach sogar noch fallen würde…..

    Wenn ich meinen eigenen Kaderbau und Aufstieg in die Spitze selber konterkarieren und boykottieren will, muß man es genau so machen….

  25. Sascha

    Am Ende ist es gar nicht so entscheidend,ob Sanchez kommt.Ich für meinen Teil,sehe den Spieler zwar als Verstärkung an,aber dann hätte Müller ein Problem mehr.Ferner wird Rudy nur “Bankwärmer” sein.Die linke Seite ist eh schon überbesetzt,mit Coman,Ribery und jetzt noch mit Gnabry.
    Wozu dann noch ein Links Aussen ?!
    Im Übrigen,wenn es so weiter geht wie letztes Jahr,dann wird Carlos Fussball eh schlechter als besser,meiner Meinung nach.Gerade Carlo ist nun wirklich kein Trainer,der junge Spieler fördert.
    These : Wenn kein neuer Trainer komt,spätestens nächstes Jahr,dann nützen dem Verein auch keine Riesentransfers etwas.Dafür müsste man erst einmal die Taktik wesentlich verbessern und das sehe ich bei Carlo nicht.
    Bayern will jetzt “so über die Runden kommen”,habe ich das Gefühl,und so etwas hat noch nie funktioniert.
    Man sollte eher mit 2 Spitzen spielen,bei Carlos Stil und die Kreativität im zentralen Mittelfeld verbessern.Diese Flügellastige Spiel war bei Pep Super,bei Carlo ist es eher ein Windstoss,der durch die Hose pfeift,habe ich oft das Gefühl.Das haben wir ja nun oft genug in den Spielen letzte Saison gesehen.Ohne Robben wären Wir vielleicht noch nicht einmal Meister geworden.
    Also : Geld in die Hand nehmen und endlich mal Gas geben,sonst wird der FCB ganz schnell abgehängt,und gehört dann eher zu den besten 10 Teams der Welt.Und das darf nicht der Anspruch sein.
    Gruss

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