SHENZHEN, CHINA - JULY 22: Thomas Mueller of Muenchen reacts during the International Champions Cup Shenzen 2017 match between Bayern Muenchen and AC Milan at on July 22, 2017 in Shenzhen, China. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

FC Bayern – AC Milan 0:4 (0:3)

Der FC Bayern verliert gegen den AC Milan mit 0:4 und muss somit die zweite Niederlage in der zweiten Partie auf der Asienreise einstecken. Die Münchner präsentierten sich über weite Strecken offensiv ohne Ideen und defensiv unsortiert.

Carlo Ancelotti schickte seine Elf mit einem 4-2-3-1 in die Partie. Tolisso und Martinez agierten dabei auf der Doppel-Sechs. Müller auf der Zehn hinter Robert Lewandowski. Neuzugang James saß zunächst auf der Bank.

Der FC Bayern kam zunächst gut in die Partie und hatte über Standardsituationen Chancen auf die Führung. Diese gelang aber dem AC Milan. Nach einer Seitenverlagerung wird Rafinha auf der rechten Seite mit einem Doppelpass aus dem Spiel genommen. Der Ex-Wolfsburger Rodriguez kann so einen scharfen Ball in die Mitte spielen. Alaba kann im Zentrum nicht mehr entscheidend klären und Franck Kessie trifft zum 1:0 für Milan (14.).

Gute 10 Minuten später kann Milan mit einer Standardsituation erhöhen. Alaba lässt sich von einer Variante überraschen und hebt die Abseits-Linie auf. Cutrone kommt so aus elf Metern zum Kopfball. Früchtl ist abermals geschlagen.

Nach einer Drangphase der Münchner war es abermals Milan, die einen Fehler der Bayern mit einem Gegentreffer bestraften konnten. Hummels spielt im Aufbau einen folgenschweren Fehlpass, den Milan zum schnellen Konter nutzt. Abermals wird die rechte Seite überspielt und ein scharfer Ball von Musacchio in den Strafraum geschlagen. Der erst 19-Jährige Cutrone konnte so einen Doppelpack bejubeln.

In der Halbzeit wechselte Ancelotti zwei Mal. Sanches und James kamen für Ribery und Hummels. Während der ersten Halbzeit musste bereits Friedl den verletzten Bernat ersetzen. Die Partie beruhigte sich angesichts der Temperaturen von über 30 Grad merklich. Milan gelang es nicht mehr so konsequent umzuschalten. Der FC Bayern presste nun höher und intensiver. Die größten Chancen vergaben Tolisso und Müller leichtfertig, was zum gesamten Auftritt der Bayern an diesem Tag passte.

Mit dem einzigen Angriff ernsthaften Angriff stellte Milan sogar noch auf 4:0. Hakan Çalhanoğlu traf aus 20 Metern mit einem Fernschuss.

Dinge die auffielen:

1. Lange Bälle

Der FC Bayern spielte viele lange Bälle. Insbesondere Mats Hummels, aber auch Alaba und Martinez versuchten mit langen Bällen schnell das Mittelfeld zu überbrücken. Dabei wurde sowohl der hohe lange vertikale Pass versucht, als auch der flache vertikale Ball im Zentrum. Beides gelang gegen gut gestaffelte Mailänder aber nur selten. Die Folge waren viele einfache Ballverluste.

2. Konteranfälligkeit

Beding durch Punkt 1. (Lange Bälle) ergab sich auch eine Konteranfälligkeit im Spiel des FC Bayern. Die ersten drei Treffer von Milan waren allesamt direkte oder indirekte Folgen von Kontern. Selbst dem zwischenzeitlichen 2:0 nach einer Standardsituation ging ein Konter voraus, den Coman per Foulspiel unterbinden musste. Tolisso und Martinez fanden meist nicht den nötigen Zugriff, so dass die Spieler des AC Milan häufig mit Tempo auf die Abwehr laufen konnten. In der Bayern Vierkette stimmte obendrein die Stafflung immer wieder nicht. Rafinha war oft aufgerückt und auch Alaba und Hummels harmonierten noch nicht ideal. Die Folge waren drei Gegentreffer in 40 Minuten.

3. Renato Sanches

Renato Sanches stand nach dem Arsenal Spiel spürbar in der Kritik. Zwar zeigte er eine couragierte Leistung, leitete aber mit seinem Fehler kurz vor dem Abpfiff die Niederlage im Elfmeterschießen ein. Die positiven Ansätze, wie beispielsweise der Lupfer über die Vierkette, wurden so schnell ausgeblendet. Gegen Milan zeigte er sich abermals bemüht und hatte viele Ballgewinne im Angriffsdrittel bei zweiten Bällen. Sanches stand hier in der Regel gut positioniert und konnte Angriffe der Münchner sofort wieder einleiten. Auffällig war, dass er im Gegensatz zu Arsenal tunlichst Dribblings vermied.

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Leserkommentare
  1. GE

    Whow bist du, schnell :-)

    Und bitte Jungs, jetzt nicht die Nummer: „Das Baum brennt“
    Oder wie meinte der englische Kommentator zur 1. Bayernhalbzeit treffend: „Sloppy!“
    Ohne Biss geht a in der Hitz‘n nix!
    Egal in welcher Formation :-)

  2. Ju

    Ich möchte mich mit überzogener Kritik am Spiel zurückhalten. Es war ein Testspiel bei ekelhaften klimatischen Bedingungen – insofern über das Ergebnis den grundsätzlichen Schwamm.

    Es gibt allerdings schon Aspekte, die unabhängig davon angemerkt werden können: Eine Doppelsechs aus Tolisso/Martinez ist gegen hochpressende Gegner suboptimal. Das ist nicht unbedingt überraschend, deshalb fand ich es sehr schade, dass Sanches nicht die Chance von Anfang an bekommen hat. Auf der anderen Seite ist so ein Test sicherlich auch eine Möglichkeit, mal eine nicht so ganz erfolgversprechende Kombination gegen einen aggressiven Gegner zu probieren und vielleicht positiv überrascht zu werden.
    Weiterhin finde ich Alaba als Innenverteidiger nach wie vor nicht ideal. Es war auch nicht das erste mal, dass so Tore nach zweiten Bällen fallen, die von ihm irgendwie unglücklich abgelenkt wurden. Was im Einzelfall auch Pech sein kann, passt aber auch irgendwie zu vielen Offensivaktionen von ihm, wo er manchmal etwas reaktions- und koordinationsschwach wirkt.

    Einhaken möchte ich auch noch beim letzten Satz von Punkt 3: Ich finde das wirklich unheimlich schade, dass der Junge immer wieder dermaßen verunsichert wird. Es gab einige Situationen, wo er sich offensichtlich nicht getraut hat, mit Ball unter Bedrängnis aufzudrehen (also im Sinne von Richtung gegnerisches Tor drehen), obwohl das eine seiner Stärken ist. Auch Vorwärtspässe hat er zwar offensichtlich gesehen, aber leider nicht gespielt. Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, inwiefern Bayern mit Psychologen zusammenarbeitet. Weiß darüber jemand was?

  3. Daniel

    Auch wenn man aus einem mehr oder minder unmotiviert angegangenen Testspiel nicht die ganz großen Erkenntnisse gewinnen kann hat mich dieses Spiel doch in dem Eindruck bestärkt, dass es bei Bayern weiterhin keinen richtigen Ersatz für Thiago gibt. Seine Fähigkeiten ein Spiel aufzuziehen, zu strukturieren und zu gestalten hat kein anderer Mittelfeldspieler bei Bayern (exklusive womöglich James, dieser aber eher in höheren Bereichen). Im Gegenteil sind mit Alonso und Lahm zwei Spieler gegangen, die dies zumindest partiell konnten(Alonso nur im ersten Drittel, Lahm wenn er stark einrückend spielte), wenn auch nicht auf Thiagos Level. Mit Kimmich ist ein weiterer Spieler, der da denk ich hineinwachsen kann, jetzt auf rechts gebunden. Rudy hat noch nie auf diesem Level gespielt. Vidal, Tolisso und Sanches sind meinem Eindruck nach alle am stärksten neben einem dominanten Spielmacher, der sie entlastet-sie haben partiell kreative Aktionen drin (siehe Sanches Lupfer auf Bernat gegen Arsenal), aber nicht so konstant wie benötigt. Wenn Thiago ausfällt seh ich da leider immer noch ein Loch im Kader, das mindestens so groß ist wie das hinter Lewa…

    1. Ju

      Du hast natürlich recht und ich glaube auch, dass das hier im Blog weitgehend Konsens ist. Ich glaube und hoffe aber, dass Rudy – auch, wenn ihm die Stärke im Dribbling abgeht – da einiges leisten kann. Nichtsdestotrotz ist das mittelfristig die größte Baustelle im Kader. (Ideal wäre sicherlich ein Spieler, der zusätzlich noch Ribery etwas Spielzeit abnehmen könnte, aber wenn ich hier nochmal Kevin Kampl erwähne, sind alle vollkommen genervt von mir ;) )

      1. Daniel

        Denke auch, dass Rudy aus diesem Grund wichtiger wird als die meisten glauben. Aber ob Rudy diese Fähigkeiten wirklich auf dem Niveau und in der Konstanz abrufen kann wie es bei Bayern nötig ist? Wir werden sehen. Ganz glücklich bin ich mit dieser Situation jedenfalls nicht…

  4. Tschemp

    Das war heute eine Idealvorstellung des Ancelotti-Fussballs, leider von der falschen Mannschaft. Es gibt nach so einer Klatsche viele Themen, die man ansprechen kann (aber natürlich nicht muss, da Testspiel).

    Mich sorgt unsere fehlende Durchschlagskraft in der Offensive, ohne unseren Arsch-Retter Robben sieht es da nicht gut aus. Ribery kommt nur noch selten durch, Coman’s Ballführung ist zu unsauber und die Anschlussaktion mangelhaft, zu James könnte man sämtliche Götze-Positions-Diskussionen wieder aufwärmen.

    1. Jo

      Da James wohl tatsächlich CA Wunschspieler war (im Gegensatz zu so vielen anderen die Trainern oft angedichtet werden) wird er doch hoffentlich die geeignete Position für ihn finden.
      Ich würde dieses Hin- und Hergeschiebe bisher der Vorbereitung und vor allem der personellen Situation zuschreiben.

    2. Daniel

      Götze-Positions-Diskussionen gab es nur unter Guardiola, nie unter Ancelotti. Zu Ancelotti hätte denk ich Götze gut gepasst und auch James tut das. Ancelotti braucht zwingend einen Spieler im Zehnerraum, wofür letzte Saison nur Thiago in Frage kam (der in meinen Augen aber als halblinker Achter besser aufgehoben ist. Insofern seh ich da eigentlich keine Probleme.

  5. Jo

    Ich fand es soweit ganz unterhaltsam. Manchmal kann man aus einer Niederlage ja auch mehr mitnehmen als aus einem banalen Sieg.

    Unabhängig vom Spiel heute finde ich es schade dass Tom Starke nicht noch ein Jahr dranhängt. Das würde ich mir so als Lebensversicherung für die TW-Position wünschen.

    Abhängig vom Spiel heute (und den vorangehenden Spielen) sieht man, dass wir ohne Neuer (vor allem gegen stärkere Gegner) mit einem Mann weniger spielen, oder mit ihm mit einem Mann mehr, wie man das eben sehen mag.

    Mit am interessantesten aus den bisherigen Spielen finde ich die offensichtlich nun ernsthaft erwogene Option mit Martinez auf der Doppelsechs. Dem kann man natürlich gespannt entgegensehen. Dann sollte er sich allerdings tunlichst noch deutlich steigern. Das wirkt doch noch sehr behäbig und langsam. Der Positionswechsel dürfte natürlich auch nicht einfach sein. Da dürften einem nicht viele Spieler einfallen die zwischen diesen beiden Positionen in einer Saison hin und her wechseln.

    Hummels, wie immer wenn er rechts spielt, nur noch die Hälfte wert.

    Müller knüpft in der Vorbereitung bisher an die letzte Saison an. Und das ist wahrlich kein gutes Zeichen.

    Der Gewinner für mich bisher Tolisso. Hat sich in jedem Spiel immer weiter gesteigert. Kann ich mir sehr gut neben Thiago vorstellen.

    Bei Sanches hoffe ich mittlerweile, dass sich für ihn (zumindest temporär) eine Lösung jenseits des FC Bayern findet. Das vorherrschende Gefühl wenn ich ihn sehe ist Mitleid. Und das ohne jede Ironie oder Häme. Mir scheint die ganze Situation um ihn herum mittlerweile so verfahren, dass ich mir nur schwer vorstellen kann wie er in dieser Umgebung wieder aus diesem (auch emotionalen) Loch herauskommen soll.

    1. GE

      “Abhängig vom Spiel heute (und den vorangehenden Spielen) sieht man, dass wir ohne Neuer (vor allem gegen stärkere Gegner) mit einem Mann weniger spielen, oder mit ihm mit einem Mann mehr, wie man das eben sehen mag.”

      Jaaaaaaaaaaaaaaa, endlich sieht das mal einer ;-)

      1. Daniel

        Ich glaub, dass das hier mehr oder weniger Konsens ist ;)

      2. GE

        Ich konnte hier noch keinen Beitrag finden, wie „Manu der Libero“ in einem „1-4-2-3-1“ die Statik des gesamten Spiels verändert und auch mal auflöst (frühes Pressing oder lange Bälle vom Gegner weitgehend wirkungslos etc., etc.)
        Ansatzweise versuchte das mal die NZZ ;-)
        https://www.nzz.ch/sport/fussball/fc-bayern-muenchen-der-unheimliche-manuel-neuer-ld.16318

      3. GE

        @ Ju: Danke, klasse Artikel!
        Möge er, wenn‘s besonders angebracht ist, auch mal Eingang in die eine oder andere Spielberichterstattung finden ;-)

      4. Du weißt doch, wo du einige Artikel finden kannst, die Manuel Neuers Leistung (bester Keeper der Fußballgeschichte) ausreichend würdigen ;-)

  6. chicago_bastard

    Die in Punkt 1 angesprochenen langen Bälle sind die logische Konsequenz der heutigen Mittelfeldbesetzung. Weder Javi noch Tolisso sind Spielmacher, ergo bleibt den Innenverteidigern nix anderes übrig als das Mittelfeld mit langen Bällen zu überbrücken. Das Traurige ist, dass Ancelotti als Spielmacher aus der Tiefe nur zwei Optionen (Thiago, Rudy) im Kader hat, die heute beide nicht zur Verfügung standen, dann sieht das eben so aus wie heute.

    Die Probelmatik wurde hier ja schon mehrfach angesprochen, nur die Verantwortlichen scheinen sie nicht zu sehen. Mit Goretzka holt man wahrscheinlich den nächsten Mittelfeldspieler, der uns in dieser Hinsicht nicht weiterbringt, so gut seine übrigen Qualitäten auch sind. So muss man beten, dass Thiago verletzungsfrei durch die Saison kommt und ein James in Topform ihn zumindest beim Übergang vom zweiten ins letzte Drittel ein wenig entlasten kann.

  7. Kurt

    War nicht schön, aber die Zeit für Experimente ist jetzt. Die Aufstellung wird man so in der Saison mit Sicherheit nicht noch einmal sehen.

    Ansonsten würde ich aus diesem Spiel echt so gut wie gar nix mitnehmen. Sponsorkick und die Jungs hatten keinen Bock. Sagt absolut nichts über die kommende Saison aus.

  8. Sascha

    Ein Testspiel…das war es,mehr aber auch nicht.Ergebnis unwichtig.
    Wir haben morgen unser Pokalspiel gegen einen Landesligisten
    Da wirds auch nicht schlechter als heute ;)
    Gruss

  9. Osrig

    Anstrengende klimatische Bedingungen in China, mehrere Trainingseinheiten in den Beinen, dazu eher lästige, und trotzdem Energie raubende Sponsorentermine…da kann ein Testspiel schon mal daneben geraten. Insbesondere, wenn der Testspielgegner eine Mannschaft ist, die schon in ein paar Tagen ihr erstes Pflichtspiel – immerhin Euroleague-Qualifikation – vor der Brust hat. Bei Milan wird die Trainingsvorbereitung sicherlich stark auf diesen Termin ausgerichtet sein, dass die Italiener daher unseren Jungs körperlich und mental im Moment überlegen sind, ist für mich nachvollziehbar. Deshalb möchte ich das Ergebnis auch nicht überbewerten. Auch, wenn mich die Niederlage, wie jede andere Schlappe auch, ärgert.

    Ein paar Dinge fallen dennoch auf: Wenn die ordnende Hand im Mittelfeld fehlt, dann wird unser Spiel sehr schnell eindimensional und leicht berechenbar, dann sehen die Angriffsbemühungen zwar recht engagiert, aber ohne Konzept vorgetragen aus. Wenn dann noch der Biss nach vorn fehlt, dann gelingt es nicht, Torgefahr hervorzurufen.
    Mir scheint, dass Ancelotti das schnelle, vertikale Spiel nach vorn unbedingt umsetzen möchte, und dafür Positionsspiel, schnelle Pässe und das bewusste Auseinanderziehen der Abwehr in den Hintergrund treten lässt. Gerade das ist aber erforderlich, wenn man ein Abwehrbollwerk knacken muss!
    Übrigens, da stimme ich Tschemp zu, wenn man Ancelotti’s System spielen will, braucht es dafür ein funktionierendes 4-3-3, wie es Milan auf dem Platz gezeigt hat. Ich finde es zwar immer noch wenig reizvoll, Spieler wie verrückt nach vorn hinter einem weit nach außen geschlagenen Ball hinterherrennen zu sehen, als wäre der Leibhaftige hinter ihnen her, um sie dann zu beobachten, wie sie mehr oder weniger genau den Ball irgendwie in die Mitte bringen. Wo dann der nächste mit hängender Zunge herbeigesprintete Kamerad versucht, den Ball im Tor zu versenken. Laaaangweilig! Aber ok, wenn man dafür hinten sicher steht, im 4-4-2 gut verschiebt und doppelt, dann kann man damit auch erfolgreich sein. Zu blöde, dass unser System immer mehr den gleichen Weg nimmt. Vielleicht können wir auf diese Weise ja tatsächlich mal Real besiegen! Und die vielen Punktverluste in der Liga, die wir kassieren, weil unsere Gegner sich hüten werden, selbst die Initiative zu ergreifen und mit einem Unentschieden zufrieden sind, stören uns nicht mehr.
    Ach ja, einige Mannschaften werden wohl doch initiativ werden. Sie werden hoch stehen, und früh pressen, und unsere Abwehr ein ums andere mal in Verlegenheit bringen…wie es immer gewesen war, wenn das schnelle Pass-Spiel, mit dem man sich aus solchen Drucksituationen befreien kann, in den Hintergrund gerät, weil es im Training an Bedeutung verliert.

    Na gut, ich will nicht unken und sehe viel auch den Umständen geschuldet. Aber ich hoffe sehr, dass der erste Eindruck aus dem Telekom-Cup doch der ist, der die weitere Entwicklung anzeigt.

  10. rookie

    . Man fragt sich wieviele Mittelfeldspieler vom TYp box to box, lauf und kampfstark Bayern noch holen will. Irgendwann kommt dann noch Khedira , den haben bisher nur die Trainer im letzten Moment verhindern können.. Deswegen würde ich sanches auch sofort verkaufen (mit Gewinnbeteiligung bei teurerem WEiterverkauf!!!!_) selbst wenn er noch den Durchbruch hat , er ist eben überhaupt nicht der Typ der uns fehlt.
    Der, der uns fehlt , der spielte bei uns und wurde für ein APpel und ein Ei nach Madrid verkauft…
    Hoffnung macht mir noch Rudy beim confed cup war ich echt begeistert, da waren auch Hammer Pässe dabei. WEnn er dir Chance bekommt könnte er der Königstransfer der Saison werden. Also Thiago muss gesund bleiben und Rudy oft einsetzen…,
    Und bitte endlich einsehen dass Rafinha über Durchschnitt nie hinauskommen wird, ein backup aber nie mehr auf Dauer

  11. Osrig

    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Rudy uns noch alle positiv überraschen wird. Auch James könnte sicherlich die Spielmacherrolle übernehmen, wenn Anc ihn etwas weiter nach hinten stellt.

    1. Josef

      Die Hoffnung auf Rudy hatte ich auch. Seit Carlo sich auf das 4231 mit Doppelsechs mehr oder weniger festgelegt hat, hat sich diese Hoffnung jedoch vorerst zerschlagen. Zum einen ist die Konkurrenz mit Thiago, Tolisso, Vidal (und mit Abstrichen Sanches, Martinez) für nur zwei Plätze krass hoch. Zum anderen ist die Rolle als einer von zwei Sechsern auch nicht ideal für ihn.
      Am stärksten sehe ich ihn als tiefen, alleinigen Sechser hinter zwei weiteren Spielern im zentralen Mittelfeld. So wie letztes Jahr meistens in Hoffenheim, und auch beim Confed Cup. (Auch wäre dann die Konkurrenzsituation weniger scharf.)
      Aber das wird wohl leider nicht passieren.

  12. Ronald

    Das war eine traurige Angelegenheit. Wieso wurde überhaupt Ribery ausgewechselt? Wieso stellt man Alaba, ohne Not, in die Innenverteidgung. Experimentieren hin- oder her Alaba und Martinez waren letztes Jahr auch schon da, daher machte Ancelottis Vorhaben wenig Sinn. James auf die Außenposition ist nur völlig schleierhaft.

    Ancelotti muss akzeptieren, dass er kein Pep Guardiola ist, der, ein feines und intuitives Gespür für die Bindung zwischen dem Spiel und Spieler hatte. Die Verschiebung von Spielern macht nur Sinn, wenn die Qualität des Spieler sich verbessert oder angehoben wird. Daher sehe ich Positionswechsel mancher Spieler kritischer, weil eben jenes nicht eintrifft.

    Es ist schon irrwitzig das gewisse Spieler die Anti-Pep Guardiola eingestellt waren, die größten Problem haben unter Ancelotti. Besonders Müller hat vom Pep’schen System am meisten profitiert und jetzt…. . Sein Status als Identifikationsfigur verhindert das er auf der Bank platznehmen muss. Ebenso Alaba. Ich sehe Juan Bernat vorne und er hätte es weitaus mehr verdient. Costa’s Abgang fand ich ebenfalls falsch, dadurch fehlt eine weitere Option.

    Wünsche mir das Bayern wieder als Team auftritt wie unter Peps Zeiten.

    Kurioses: Mit 18 Jahren verdient der Keeper Donnarumma 6 Millionen in Jahr. Iwas muss ich in meinem Leben falsch gemacht haben :-)

  13. Sascha

    Rookie..passt ja auch ;)

    …und Osrig machtden Pressesprecher.

    Gruss

  14. Diese mega anstrengend Reise unter widrigsten Umständen wurde extra angetreten, um in Asien “Kunden” zu gewinnen bzw. zu halten, das geht nun wohl leider kräftig in die Binsen, denn die Chinesen / Asiaten sind zweifellos größtenteils “Erfolgsfans” …

    Minikader (aktuell stehen in Singapur ganze 11(!!) – inkl. Sanches – “gestandene Profis” zur Verfügung) – und das bei vier Spielen in acht Tagen gegen europäische Spitzenteams – bei gleichzeitig extremen klimatischen Bedingungen und mit zusätzlichen Reisestrapazen …

    Was hat sich die Abteilung “Internationalisierung und Strategie” unter dem FCB Vorstand Jörg Wacker dabei nur gedacht?

    https://petersgradmesser.wordpress.com/2017/07/23/die-internationalisierungsstrategie-des-fc-bayern-im-jahr-2017/

  15. atharva

    Could you please translate to english

  16. wipf1953

    Diese Asienreisen haben immerhin den Vorteil, dass der Jetlag nach dem Hinflug kommt. Wenn die Jungs zurück sind, sollte ganz normal trainiert werden.

    Ich erinnere mich noch gut an die “mittleren Nullerjahre”. Da war Bayern als international kleines Licht meilenweit davon entfernt, an interkontinentale Sponsorensausen auch nur zu denken. Darum sehe ich es so – das “grenzwertige Gefühl, das die Promo-reise hinterlässt, mussten wir uns erst mal erarbeiten.

    Ich sehe es auch als Vorteil, dass nur 2/3 des Profikaders die Reise mitgemacht haben. Da muss man den Confed-Cup ja beinahe loben .

    Heute kam die Meldung, dass innerhalb der nächsten sechs Wochen ein neuer Sportdirektor verkündet werden wird. Interessant, dass das ausgerechnet von Uli Hoeness verkündet wird. Das wirkt so, dass der Neue “sein Mann” sein wird.

  17. Der Uli liest wohl mit, weil er heute die aktuelle Reise auch als “grenzwertig” bezeichnet.

    Außerdem sind dabei der “sportliche Wert” und die durchaus behinderte Saisonvorbereitung von der Marketingmaßnahme, dem Reputationstrip aus Imagegründen zu trennen. Das erste ist sicher leichter zu korrigieren als das zweite …

    1. Jo

      Ja, das sind interessante Aussagen von Hoeneß.

      Ich würde das mal so zusammenfassen: Asienreise ja bitte. Aber die Planung dieses Jahres ist eben “grenzwertig” und durchaus nicht optimal.

      Und im Bezug auf die Kadergröße hat mich auch der blanke Neid erfasst als man gesehen hat wie die Mailänder noch einen Profi nach dem anderen einwechseln konnten.

      1. Osrig

        So, wie ich es interpretiere, meint Hoeness die Anzahl an Spielen, die während so einer Tour veranstaltet werden sollen. Vier Spiele über je 90 Minuten innerhalb von 8 Tagen sind ihm zuviel! Ganz meiner Meinung!
        Leider müssen im schnelllebigen Fußballgeschäft wohl solche Reisen, die mehr den Marketing-Aspekt im Blick haben, als den Wert der sportlichen Vorbereitung, durchgeführt werden, will man in den außereuropäischen Märkten präsent bleiben.
        Doch ohne die positive Verrücktheit der Asiaten – oder auch Südamerikaner – in Frage zu stellen, die durch solche “Events” sicher noch gesteigert wird, nachhaltiger auch für solche Werbemaßnahmen sind meiner Ansicht nach die Erfolge auf europäischer Bühne.
        Daher sollte der FCB, wenn durch die Belastungen solcher Werbereisen die Vorbereitung auf die neue Saison zu sehr erschwert wird, lieber auf diese Touren verzichten! Denn was bringt es, wenn man seinen Bekanntheitsgrad und den Ertrag im Merchandising zwar um ein paar Prozentpunkte steigern konnte, in den Pflichtspielen aber viel zu spät “in die Spur” kommt, oder schlimmer noch, am Ende der Saison zu früh die Kraft verliert?
        Dann lieber wohldosiert in Asien auftreten und einige Spieler weniger mitnehmen, dafür aber die Belastungssteuerung in der Vorbereitung angemessener laufen zu lassen.

    2. Ju

      Es ist aber auch wieder typisch, öffentlich aufgrund einer solchen Problematik aus allen Wolken zu fallen. Gibt schon wieder einen Vorgeschmack auf die alljährliche “nicht vorhersehbare” Personalsituation in der Rückrunde.

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