Die Ancelotti-Bayern: Eine Fehleranalyse

Der FC Bayern hat sich selbst um die Chance gebracht, die Saison mit mindestens einem Finale abzuschließen. In den Partien gegen Real Madrid und Borussia Dortmund wurden individuelle Fehler gemacht, die einer grundsätzlich guten Saison einen faden Beigeschmack geben und viele Diskussionen wiederbeleben.

Es ist immer wichtig das große Ganze zu betrachten und eine Perspektive einzunehmen, die nicht monokausal auf die Niederlagen im April zurückblickt.

So wie das vorläufige Lob an Carlo Ancelotti zu intensiv war, ist auch die Kritik am Trainer in den Medien zu einseitig und teilweise sogar falsch beleuchtet worden. Wie kann ein Mann, der für seine hervorragende Belastungssteuerung und eine gute Form in Februar und März gefeiert wurde, plötzlich der Depp in der Öffentlichkeit sein?

Die Sprünge rund um die Person Ancelotti sind riesig und es gibt vielerorts nur schwarz oder weiß. Auch wir im Blog haben uns stets kritisch, aber auch immer differenziert mit dem Trainer beschäftigt.

Nun, wo die Saison nur noch vier Bundesliga-Spiele andauern wird, ist es Zeit ein Fazit zu ziehen. Woran lag es, dass der Rekordmeister die Spielzeit trotz wahrscheinlicher Meisterschaft mit einem mauen Gefühl abschließt?

Der letzte Schuss einer goldenen Generation

Am Ende dieser Saison verabschiedet der FC Bayern Philipp Lahm und Xabi Alonso. Zwei Spieler, die in ihrer Karriere alles erlebt haben.

Darüber hinaus stehen mit Arjen Robben und Franck Ribéry die nächsten Leistungsträger in der Schlange derjenigen, die bald ihren Hut nehmen. Es ist für keinen Klub der Welt einfach Spieler auszutauschen, die solch ein hohes Niveau erreicht haben und viele Verdienste nachweisen können.

Für die Klubführung des Rekordmeisters war nach drei Jahren in Folge ohne Champions-League-Finale deshalb klar, dass man die Königsklasse wieder gewinnen möchte. Für diese Spieler.

Der Übergang in eine neue Spielergeneration wurde dafür bewusst hinten angestellt. Entwicklung einer eigenen Identität oder Philosophie sowie die Gedanken daran, wie man einen Nachfolger für Lahm oder “Robbery” aufbauen könnte, waren nach dem Abgang Guardiolas nicht zu erkennen.

Lahm und Alonso beenden ihre Karriere am Ende der Saison. Ihr letzter Schuss reichte “nur” für die Meisterschaft.
(Foto: Christof Stache / AFP / Getty Images)

Dies aber ausschließlich Ancelotti vorzuwerfen, wäre der falsche Weg. Bereits im Februar sprachen wir vom bewussten “Rückschritt für den großen Wurf”.

Der Italiener ist kein innovativer Entwickler, der sich mit den jungen Spielern an die Taktiktafel setzt und Fußball paukt. Er ist jemand, der aus erfahrenen Spielern alles herausholen kann und so seine größten Erfolge feierte.

Dieser Ruf lockte den FC Bayern, denn was wäre schöner, als ein erfolgreicher Abschluss einer Generation, von der man in Jahrzehnten noch erzählen wird?

Der falsche Zeitpunkt für Ancelotti?

An dem Gedanken ist wenig verwerflich. Ancelotti hat mehrfach nachgewiesen, dass er das kann. Nur vielleicht wurde er zu einem Zeitpunkt geholt, der nicht optimal für seine Arbeitsweise war.

Als der 57-Jährige mit Real Madrid die Champions League gewann, fand er einen Kader am Anfang seines Zenits vor. Die Königlichen hatten damals gewiss die besten Einzelspieler Europas und Ancelotti wusste mit ihnen umzugehen. Es brauchte keinerlei Entwicklung.

In München ist das nun etwas anders. Robben, Ribéry, Alonso und Lahm bildeten fast die Hälfte der Stammelf. Allesamt haben ihre Leistungsspitze bereits hinter sich.

Das fiel vor allem im Duell mit Real Madrid auf. Lahm und Robben ließen sich über weite Strecken von Marcelo dominieren. Ribéry konnte seine Klasse nur in wenigen Phasen zeigen und auch Alonso hatte Probleme, seine Qualität über 210 Minuten zu zeigen.

Misst man sich mit dem Kader der Königlichen auf individueller Ebene, wird man es schwer haben. Das war von Anfang an klar. Auch deshalb hat Ancelotti seinen Schlüsselspielern in der Hinrunde viele Pausen verschafft. Der Rhythmus sollte sich auf einen Höhepunkt im April steigern.

Frühe Fehler zeichneten den Weg

In der Praxis konnte dieser Plan am Ende aber nicht umgesetzt werden. Das lag auch daran, dass weit vorher Fehler begangen wurden.

Die Annahme, dass man einen Rhythmus plötzlich mitten in der Saison aufnehmen könne, erwies sich in der Umsetzung als schwierig. Es ist wahr, dass die Bayern sich in der Rückrunde gesteigert haben. Es gab viele Spiele, in denen der Rekordmeister seine Qualität aufblitzen ließ und an vergangene Jahre erinnerte.

Jedoch wurde auch ziemlich schnell klar, dass die Münchner zu wenig Konstanz in ihre Leistungen bekamen. In der Bundesliga agierte man meist im Energiesparmodus, während wenige Tage später das Tempo wieder angezogen werden sollte.

Ancelotti vertraute zudem auf einen sehr kleinen Pool aus maximal 12 oder 13 Spielern. Zur Stammelf kann man vielleicht Müller und Costa als Rotations- und Einwechselspieler hinzuzählen, die relativ viele Einsätze bekamen.

Fehlende Qualität von der Bank

Das bringt einige Nachteile mit sich. Auf der einen Seite war man nicht in der Lage Ausfälle oder einzelne Formschwächen zu kaschieren. Spieler, die von der Bank kamen, schwächten das eigene Spiel eher als frischen Wind zu bringen. Die Ursachen dafür sind fehlende Spielpraxis, mangelndes Selbstvertrauen (speziell bei jungen Spielern) und daraus resultierende Formschwäche.

Hier und da wurde zwar hinterfragt, ob Bernat, Sanches, Coman und Costa überhaupt die Qualität haben, um den Bayern auf hohem Niveau zu helfen. Auch die Kaderplanung bekam viel Kritik. Doch wie sollen sich solche Spieler beweisen, wenn sie ihre Chancen nur sporadisch erhalten?

Ihre besten Auftritte hatten sie alle, wenn sie einzeln in ein funktionierendes Team integriert wurden. Oft brachte Ancelotti aber alle auf einen Schlag, was zu Verunsicherung, fehlenden Automatismen und immer weiter sinkendem Selbstvertrauen führte.

Der Trainer ist nicht für alles verantwortlich

Der Italiener hatte seine erste Elf auf einem Niveau, auf dem der große Wurf dennoch machbar gewesen wäre. Oft wird vergessen, dass große Spiele auch durch Glück und Pech entschieden werden.

Ein verwandelter Elfmeter im Hinspiel und etwas glücklichere Schiedsrichterentscheidungen im Rückspiel und man würde heute womöglich auf ein Halbfinale gegen Atlético Madrid hinfiebern.

Eine verwandelte Großchance von Lewandowski zum 3:1 gegen Borussia Dortmund und die Münchner ständen vielleicht im DFB-Pokalfinale.

Äußere Faktoren sollten nie als Hauptgrund vor die eigenen Fehler geschoben werden. Dennoch zeigt diese Konstellation, dass auch ein besseres Abschneiden in den Pokalwettbewerben im Bereich des Möglichen lag. Es war letztendlich nicht so, dass die Bayern gnadenlos unterlegen gewesen wären.

Da sind auch die Spieler stark in die Pflicht zu nehmen. Es liegt nicht am Trainer, dass Javi Martínez und Arturo Vidal sich einen unnötigen Platzverweis holen. Es liegt auch nicht am Trainer, dass ein Elfmeter verschossen wird oder ein Pass über fünf Meter nicht ankommt.

Auch Pep Guardiola verlor 2015 ein Halbfinale gegen Borussia Dortmund, in dem seine Mannschaft klar überlegen war.

Was aber sehr wohl eine berechtigte Kritik am Trainer ist, ist die fehlende Reaktion auf die veränderten Umstände nach Rückschlägen. Oft wusste die Mannschaft dann keine Lösungen mehr. Ancelotti veränderte gar nichts oder wechselte schlicht fragwürdig aus.

Es braucht keine taktischen Anpassungen im gefühlten Sekundentakt, wie sie Guardiola vornahm. Aber das Team braucht in diesen Momenten jemanden, der Hilfestellung leistet und von draußen wenigstens reagiert statt zuzusehen.

Wer unterstützt Ancelotti eigentlich?

Wenn man sich mit Teams wie Real Madrid messen möchte, braucht es einen Plan. Ancelotti ließ es jedoch in jeder Partie auf einen Zweikampf ankommen, in dem jeweils die individuelle Klasse entschieden hat.

Das funktionierte genau so lange, bis mit den Madrilenen jemand kam, der einen besseren und breiteren Kader hat als die Münchner.

Es ist eine These, die sich nur schwer belegen lässt, da Guardiola es ebenfalls nicht schaffte die größten Teams zu schlagen. Doch ein Sieg wird wahrscheinlicher, wenn man diesen individuell starken Gegnern mit Strategie, Taktik und mannschaftlicher Geschlossenheit begegnet. Ein reines Armdrücken wird der FC Bayern auf diesem Niveau auch in Zukunft eher verlieren.

Doch wer hilft Carlo Ancelotti eigentlich seit dem Wechsel von Paul Clement? Es ist schon sehr merkwürdig, dass ein Co-Trainer seiner Klasse einfach so im Winter wechseln darf, ohne ersetzt zu werden.

Gerland stieg zwar in der Hierarchie auf, doch auch er wird ja vorher etwas getan haben wofür es Ersatz bräuchte. Vielleicht wäre es sinnvoll, Ancelotti jemanden an die Seite zu stellen, der ihm taktisch unter die Arme greifen kann.

Wem hat dieses Jahr geholfen?

Der größte Kritikpunkt am vergangenen Jahr ist aber die fehlende Entwicklung. Schon zu Beginn der Saison stellten wir in einem Zwischenfazit fest, dass sich vieles zwangsweise zurückentwickeln wird. Das taktische Wissen Guardiolas und die damit verbundene Flexibilität gingen logischerweise verloren.

Gerade die jungen Spieler im Kader brauchen aber jemanden, der ihnen etwas beibringen kann. Kimmich und Coman saugten jede Anweisung des Katalanen auf und wussten auf dem Platz dementsprechend zu überzeugen.

Joshua Kimmich hatte kein gutes Jahr. Ihm fehlte speziell in der Rückrunde der Rhythmus.
(Foto: Alex Grimm / Bongarts / Getty Images)

In dieser Saison wirkten sie eher hilflos und überfordert. Der Verein bekennt sich zwar zu ihnen und spricht das größte Vertrauen aus, doch das spiegelte sich unter Ancelotti nur selten wieder.

Diese Kritik ist auch nur teilweise an den Trainer gerichtet. Vielmehr ist es eine an den Verein, der im ersten Jahr nach Guardiola alles auf den letzten Schuss einer großen Generation gesetzt hat und dabei vergaß, dass es sehr viele wichtige Aufgaben für die Zukunft gibt.

Ancelotti wurde zu einem Zeitpunkt geholt, zu dem es einen Übergang braucht. Die Ära, die 2009 mit van Gaal begonnen wurde, hat ein Ende gefunden. Der Klub braucht neue Impulse in allen Bereichen und dafür ist und war der Italiener vielleicht nicht der richtige Mann.

Es sind noch vier Spiele zu absolvieren. Gewinnt Leipzig alles, brauchen die Bayern noch vier Punkte. Das Restprogramm besteht aus zwei Auswärtsspielen in Wolfsburg und Leipzig sowie zwei Heimspielen gegen Darmstadt und Freiburg.

Am Ende wird sehr wahrscheinlich die Meisterschaft als einziger Titel auf dem Konto des FCB stehen. Aufgrund der gewachsenen Ansprüche und der Schwäche der Liga löst dies natürlich keine Jubelstürme aus. Aber man darf nicht vergessen, dass der Rekordmeister damit weiterhin Geschichte schreibt.

Dennoch bleibt ein Gefühl der Leere, das einfacher zu akzeptieren wäre, wenn es ein Übergangsjahr der Entwicklung gewesen wäre. So bleibt die berechtigte Frage: Wem hat dieses Jahr geholfen?

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Leserkommentare
  1. FCB 34

    Sehr gute und sachliche Analyse. Kann man nur unterschreiben.

  2. Kita

    Sehr sehr guter Artikel. Genau so ist es.
    Dennoch ist zu hinterfragen, was mit z.B. Boateng ist.
    “Is imma verläzt” würde Trap sagen. Wer kümmert sich darum? Wo ist ein Ersatz für Sammer oder zumindest ein Co-Trainer der sich um die Ausbildung der Jungen kümmert?

  3. Bayernmöger

    Großartig die Probleme auf den Punkt gebracht. Eine Frage hätte ich noch: gibt es die “Baustelle” medizinische Abteilung? HWMW ist ja nun nicht zurückgekommen, obwohl er ja angeblich nur nicht mit Pep konnte. Weiß jemand wie wir mit Verletzung und Rekonvaleszenz im Vergleich zu anderen Großclubs dastehen? Marti Perarnau hatte das ja mal schön in seinem zweiten Pep-Buch analysiert. Aber wie ist es aktuell?

    1. Ich habe dazu leider kein fundiertes Fachwissen, aber wenn ich rein von dem ausgehe, was ich in der Öffentlichkeit mitbekomme, dann höre ich beim BVB, aber noch mehr bei Hoffenheim und Leipzig ständig Worte wie Belastungssteuerung, Überwachung der Profis, Erfassung von vielen Daten, Ernährung und und und… das wirkt hochprofessionell und geplant. Natürlich haben Leipzig und Hoffenheim nicht diese Belastung wie die Bayern, daher wird sich vermutlich erst in Zukunft zeigen wie sie Verletzungen vorbeugen können, aber ich habe ein Gefühl, das mir sagt, dass Bayern da sehr viel Luft nach oben hat.

      Belegen oder genau analysieren kann ich es jedoch nicht, weshalb dies nur ein ferner Eindruck ist.

  4. KNURRH4HN

    Wir haben also einen Trainer, der entscheidet, welche Spiele wichtig sind und dann bringt er die 11 größten Namen mit immer derselben Aufstellung. Wenn es nicht läuft, dann macht er nichts. Genau das hat er bei Madrid auch so gemacht und – wegen der individuellen Qualität – die Champions League gewonnen. Mit Verlaub – die Entscheidung, welches die wichtigen Spiele und die größten Namen im Team sind, die können auch preisgünstigere Trainer treffen – z.B. mein Nachbar. Wenn wir uns einig sind, dass wir einen Trainer für den Neuaufbau brauchen und Ancelotti das nicht ist, dann sollte er jetzt gehen, um die Bundesliga nicht weiter zu entwerten, indem man den Meistertrainer entlässt. Soll doch der Hermann seinen Titel als Cheftrainer holen und nächstes Jahr probieren wir es wieder mit Konzept und nicht mit Namen.

    1. Müller

      Für mich stellt sich die Frage ob CA der Richtige ist um junge Spieler langfristig einzubinden. Er ist sicherlich nicht Schuld wenn Tore nicht geschossen werden aber wir brauchen einen Generationenwechsel auch auf der Trainerbank. Wie wärs zum Beispiel mit Favre von Nizza der macht dort einen mega Job. Müller ist verunsichert weil er zu wenig spielt resp CA keine gute Position für Müller finden will. CA ist ein Dinosauriertrainer und die Dinos sind ausgestorben.

      1. Systemrelevant

        Na ja, mir ist diese Argumentation zu einseitig. Gab auch einige junge Spieler die Carlo erst auf das Radar des internationalen Fußballs brachte. Warum er es bei diesen schaffte sie einzusetzen und ein Kimmich dagegen nur wenige Chancen erhält ist halt so eine Frage.
        Und ich erinnere mich daran wie Jupp vor über 10 Jahren ebenfalls mit der Begründung eines Dinosauriertrainers aus der Buli verschwand, damals übrigens in etwa so alt wie Carlo heute, und knapp 10 Jahre später mit Fußball auf höchsten Niveau alles gewann was es zu gewinnen gab. Ein Weltklasse-Trainer sollte man niemals unterschätzen und in eine Schublade schieben und Carlo gehört zweifelsohne in diese Kategorie.

        Dass er nächste Saison einige Hebel in Bewegung setzen muss steht aber auch fest. Der gesamte Kader muss nächste Saison zu deutlich mehr Spielzeit kommen, Spielpraxis sammeln. Auch die offensiven Spieler müssen sich deutlich mehr an der Abwehrarbeit beteiligen usw. Vielleicht ist es nötig, wie auch im zweiten Jahr unter Jupp, die Zügel ein bisschen anzuziehen

  5. chicago_bastard

    “Es ist eine These, die sich nur schwer belegen lässt, da Guardiola es ebenfalls nicht schaffte die größten Teams zu schlagen. Doch ein Sieg wird wahrscheinlicher, wenn man diesen individuell starken Gegnern mit Strategie, Taktik und mannschaftlicher Geschlossenheit begegnet.”

    Nicht nur wird die These durch Guardiolas Amtszeit nicht bestätigt, sie wird sogar eher widerlegt. So chancenlos wie 2014 und 2015 war man gegen einen der beiden spanischen Giganten dieses Mal nicht, es stand nach 180 Minuten 3:3. Kein Vergleich zum strategischen Ansatz, der uns zwei mal Begegnungen bescherte, die zur Halbzeit des Rückspiels oder schon vorher entschieden waren. Man war mit einem der beiden Großen mehr oder weniger auf Augenhöhe, 2014 und 2015 war man es nicht ansatzweise.

    Was für ein großartiger strategischer Ansatz ist eigentlich bei Zidane zu erkennen? Der ist schließlich Trainer des momentan erfolgreichsten Großclubs. Die einzigen strategischen Ansätze, die funktionieren, sind die unterschiedlichen Ausprägungen von Underdog-Fußball von Simeone auf der einen und Jardim auf der anderen Seite. Auf den FC Bayern sind die eher schwer zu übertragen.

    1. pitvonbonn

      2014/15 chancenlos?
      2014 war mehr als die halbe Mannschaft verletzt.
      2015 verschoss Müller den Elfmeter.

      1. chicago_bastard

        2014 war überhaupt keiner verletzt. Falls du 2015 meinst, dann haben da Robben, Ribery und Alaba gefehlt. Ancelotti fehlten gegen Real Lewandowski und Hummels, zudem war Boateng nicht richtig fit. Verschossener Elfmeter? Den hatte Ancelotti jetzt mit Vidal auch.

      2. 2015 war das ganze Mittelfeld unfit + fitgespritzt. Dazu Lewy mit Maske, Alaba, Ribéry und Robben ausgefallen. Das Ding hätte kein Trainer der Welt gewonnen. 2014 war die dunkelste Stunde Guardiolas, Zustimmung. Aber da hatte das Team auch viel zu verantworten, das sich zu teilen im Rückspiel laut stimmigen berichten gegen die Taktik des Trainers stellte. 2016 war reines Pech. Wie waren klar das bessere Team und kommen wegen eines individuellen Fehlers nicht weiter. Durch taktische cleverness, Strategie und Kopf haben wir Atlético an die wand gespielt. Sowas passiert genauso wie in dieser Saison. Ich werfe Ancelotti Wechselfehler gegen real vor. Nicht die individuellen Fehler. Ich werfe ihm außerdem vor, dass er versucht hat, sich mit real individuell zu messen. Zidane kann sich das erlauben. Er hat den besten Kader der Welt. Als leicht unterlegener FCB kannst du das nicht tun. Geht meistens schief. Trotzdem waren die Chancen da. Dummheit von Spielern und in einigen Szenen auch vom Trainer waren schuld.

        Ich bleibe aber dabei, dass die Wahrscheinlichkeit mit Plan, Strategie und Kopf höher ist solche Teams zu schlagen als mit reiner individueller urgewalt, die man auf einen Höhepunkt steuern möchte. Zumal ersteres auch langfristig erfolgreich sein kann.

      3. chicago_bastard

        Wie gesagt, dieses Mal fielen mit Lewandowski und Hummels zwei absolute Säulen des Teams aus, zu allem Überfluss waren ihre Ersatzleute Boateng und Müller auch gerade erst von Verletzungen zurückgekommen und somit auch nicht ganz auf der Höhe. Dann noch ein verschossener Elfmeter beim Stand von 1:0 und der absolut dämliche Platzverweis von Martinez binnen 5 Minuten, gegen den kein Trainer was machen kann. Und trotz dieser widrigen Umstände hat man es dennoch geschafft gegen den besten Kader der Welt eine Verlängerung zu erzwingen und in der wäre die Chance auf ein Weiterkommen ohne den unberechtigten Platzverweis meiner Meinung nach gut gewesen, da das Momentum und die Auswärtstorregel für uns sprach.

        Wie können also schwierige Umstände wie Verletzungen eine General-Entschuldigung für das chancenlose Ausscheiden gegen Barcelona 2015 sein, nicht aber für ein knappes und angesichts der Schiri-Fehler extrem umglückliches Ausscheiden gegen Real 2017? Das ist in meinen Augen inkonsistent.

      4. Weil 2015 komplett andere Umstände waren. Wenn du das selbst beim schreiben nicht merkst, lohnt es sich nicht weiterzudiskutieren. Du hast deine Meinung, ist okay, aber da kommen wir sowieso nicht zusammen.

        Die Leistungsfähigkeit von Hummels, Müller und Boateng war eine komplett andere als bei Thiago, Schweinsteiger und Co. damals. Bayern konnte gegen real eine schlagfertige Truppe aufstellen, während 2015 Positionen mit Spielern besetzt waren, die das nicht können. Die kompletten außenbahnen waren unterlegen. Das war der Super GAU für jeden Trainer. Diesmal war es etwas Verletzungspech, das Nachteile mit sich brachte, aber immer noch lösbar war. Zudem fielen bei real ebenfalls Spieler aus, was bei Barca nicht der Fall war.

        Zu allen Punkten, wo ich Ancelotti verteidige, habe ich alles gesagt, aber ich bleibe dabei: mit taktischem Plan und dem Weg der letzten Saison, als Guardiola den mix aus Taktik und Pragmatik fand, bist du tendenziell eher erfolgreich.

      5. Ein Beispiel, was der Unterschied zwischen Ancelotti und Guardiola ist:
        2015 Hinspiel Barcelona: Pep experimentiert mit einer Dreierkette in den ersten 15 Minuten, stellt die dann aber wieder um, weil er merkt, dass Barca zu viele Chancen/Platz hat.
        2017 Hinspiel Madrid: Nach der Pause ist Real direkt besser im Spiel, Alonso wirkt überfordert, ein Fehlpass von ihm führt zur ersten gelben Karte von Martinez. Statt zu handeln lässt Ancelotti so weiterlaufen. Nach der roten Karte nimmt er einen Mittelfeldspieler raus, und opfert so das Zentrum und die halbe Stunde an Real.

        Zum Thema widrige Umstände bzw. Glück und Pech: Real hätte bereits in München höher gewinnen müssen, dann wäre das Spiel auch früher durch gewesen. Das war Glück für Bayern.

      6. chicago_bastard

        @Justin: Siehe meine Antwort an Larry unten. Peps Resultate gegen Top-Gegner geben es überhaupt nicht her, seinen Ansatz in Spielen auf Augenhöhe als erfolgversprechender einzustufen. Thesen aufstellen, für die es keine Belege gibt, ja denen die Realität sogar widerspricht, kann man natürlich machen, ob es aber sinnvoll ist?

      7. Ju

        War die These nicht, dass es gegen bessere Mannschaften nicht sonderlich erfolgversprechend ist, sich auf die eigene individuelle Klasse zu verlassen?

        Hat sich doch bestätigt. Gegen Real war es zwar unglücklich, aber nicht unverdient. Gegen Atletico hat man im Herbst verloren.

        Pep hat’s mit Bayern nicht geschafft.

        Wie es geht zeigen Trainer wie Simeone; dem man ja wohl vieles absprechen kann, aber sicherlich nicht, besseren Gegnern “mit Strategie, Taktik und mannschaftlicher Geschlossenheit” zu begegnen. Genauso wenig wie man Pep’s Barcelona, die nominell im ersten Jahr sicherlich nicht die individuell stärkste Mannschaft der Welt war, absprechen kann, mit “Strategie, Taktik und mannschaftlicher Geschlossenheit” gewonnen zu haben.

      8. chicago_bastard

        Wer soll 2008/09 denn besser aufgestellt gewesen sein als Barcelona? Spanien war gerade mit einem Gerüst aus den Barca-Spielern Xavi, Iniesta und Puyol in überragender Manier Europameister geworden, Messi war in dieser Saison schon der Beste der Welt, dazu kamen weitere Weltklasse-Spieler wie Etoo, Henry, Dani Alves.

        Simeone hab ich doch selbst genannt. Glaube nicht, dass dessen Underdog-Stil zu einem Verein wie Bayern passt.

      9. Klaus Moor

        Hier wird noch immer über das Ausscheiden gegen Real gejammert und man diskutiert weiterhin die Entscheidungen des Schiedsrichters in Madrid. Wäre es ein Endspiel, so hätten diese Hinweise ja noch ihre Berechtigung gefunden. Leider verkennen und vergessen viele das Hinspiel bei der Bewertung des Viertelfinales. Keiner hätte sich beschweren dürfen, wenn schon nach 90 Minuten das Rückspiel unwichtig geworden wäre (Barca vs. PSG wiederholt sich leider nicht immer). Langsam sollten auch die Ancelotti-Fans die Defizite des Trainers erkennen, denn nicht immer bedeutet zum Beispiel ein Platzverweis auch ein Bruch im Spiel. Leider wurde dies in beiden Spielen mehr als deutlich und jedes Mal reagierte Ancelotti mehr als “unglücklich”. Über die schon häufig angesprochenen starre Taktik will ich mich hier gar nicht mehr auslassen, ebenso nicht über die Integration junger Spieler.

    2. 2014 war das Hinspiel ok, im Rückspiel hat sich Pep verzockt.
      2015 war die halbe Offensive verletzt. Wie Barca mit verletzter Offensive spielt, hat man 2013 gesehen.
      2016 war man hochüberlegen und müsste zur Pause 3:0 führen.

      Die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen war unter Guardiola höher, weil er die invidiuelle Unterlegenheit durch taktische Maßnahmen ausgeglichen hat. Das hat Ancelotti nicht. Der hoffte weiter auf genügend Aktionen seiner Stars (was die Auswechslung von Lewandowski umso unverständlicher macht).

      1. chicago_bastard

        Dass die Wahrscheinlichkeit gegen Top-Gegner zu gewinnen unter Guardiola höher war ist nur eine Behauptung, die wie gesagt durch nichts gestützt wird. Man kann sich gerne mal Peps Bilanz mit City gegen die Top 6 der Premier League anschauen, erstellt man nur aus den Ergebnissen der Top 6 gegeneinander eine Tabelle steht er auf dem letzten Platz (Klopps Liverpool übrigens auf dem ersten).

        Selbst in seiner zweiten Bundesliga-Saison hatte er doch eine ganz schwache Bilanz gegen die Top 6 der Bundesliga und das obwohl keine dieser Mannschaften qualitativ in die Nähe der Bayernelf kam.

        Peps Ansatz ist überragend gegen deutlich schwächer besetzte Gegner, gegen die man unter ihm so gut wie keine Punkte abgegeben hat. Aber gegen starke Gegner sieht seine Bilanz überhaupt nicht mehr gut aus, daher wird eure These von der Realität überhaupt nicht gestützt.

      2. 2013/14 und 2015/16 war die Bilanz in der Bundesliga gegen die Topteams besser, was machen wir daraus?

        Der Vergleich mit City ist eher gewagt. Da findet er ein Team vor, was komplett anderen Fußball gespielt hat.

        Gegen starke Gegner sieht die Bilanz von wenigen Trainer gut aus. Ja, Pep gelang es in drei Jahren Bayern nie ein Halbfinale gegen einen starken Gegner zu gewinnen. Dafür gelang ihm das mit Barca vorher mehrfach. Da würde ich aber sagen – wie bei City – die Kader sind kaum vergleichbar.

        Ich fasse meine Sicht mal so zusammen: Pep hat der Mannschaft 100 Lösungsmöglichkeiten mitgegeben und auch im Spiel immer wieder neu umgestellt. Er hatte eine perfekte Vorbereitung und wollte möglichst wenig dem Zufall überlassen. Carlo lässt den Spielern die lange Leine und hofft auf Geistesblitze. Funktioniert haben beide Maßnahmen nicht. Allerdings hat Pep in seiner Zeit bei Bayern auch seine Herangehensweise angepasst und gegen Ende nicht mehr nur starr auf seiner Philosophie beharrt. Ancelotti sollte ähnlich handeln und im Zweifel auch mal umstellen und nicht nur auf die Spieler vertrauen. Eine Mischung wäre wohl am erfolgreichsten.

      3. chicago_bastard

        Auf den letzten Absatz können wir uns gut einigen.

      4. Der Kern meiner These: Du gewinnst gegen Real Madrid nur in den seltensten Fällen, wenn du es auf Mann gegen Mann ankommen lässt, nicht deine Strategie vielseitig gestaltest und du nicht in der Lage bist, auf äußere Umstände anzupassen und zu reagieren. Dabei glorifiziere ich gewiss nicht Pep Guardiola, aber es sollte auf dem Niveau möglich sein, Anpassungen vorzunehmen.

        Das hat CA fast gar nicht getan und wenn, dann nur gezwungen durch Platzverweise, wovon einer auch auf seine Kappe geht. Im Hinspiel hat er Real eingeladen mit seinen Änderungen und vorher nicht auf das wechselnde Momentum reagiert. Gegen Dortmund reagierte er nicht auf Tuchels Umstellung. Natürlich kannst und im Fall vom BVB MUSST du diese Spiele auch gewinnen. Mit Flexibilität, mannschaftlicher Geschlossenheit und Anpassungen gelingt das aber eher. Und ich glaube, dass ich diese Gründe auch so dargestellt habe und ein Text nicht auf einen oder zwei Sätze reduziert werden muss.

      5. Sascha

        Für Justin :
        Darf ich nocheinmal deinen Satz wiedergeben : Der Platzverweis von Vidal geht auf die Kappe von Carlo.

        Ist das dein Ernst ?
        Wie wäre es denn damit ?

        Vielleicht kam der Wechsel zu spät,oder die Umstände waren so,das Carlo nicht auswechseln wollte.

        Ein Trainer entscheidet nicht über Situationen im Real Life.Es sind 2 Personen,die sich treffen,manchmal tuts weh,und manchmal pfeifft der Schiri nicht ;)
        Gruss

      6. Revolet

        @Larry

        2014 war’s im Rückspiel ein Desaster, so muss man es leider deutlich sagen, “verzockt” reicht da für mich leider nicht.
        2015 war’s höchst tragisch mit der Verletzungshistorie, nur Barca war mir Qualitativ auch schon zu diesem Zeitpunkt etwas besser besetzt, aber man hat’s im Hinspiel über weiter Strecken ganz gut hinbekommen, bis dann in der 2. Halbzeit alles auseinander fiel. Da würde ich Guardiola nur eine Teilschuld geben.
        2016 war’s wohl insgesamt der engste Vergleich zwischen einem spanischen Topteam. Aber die Art und Weise wie man Gegentore geschluckt hat war einfach stümperhaft, da reichte meiner Auffassung nach die Gesamtlage der taktischen Ausrichtung schon nicht mehr gegen ein cleveres Team wie Athlético zu bestehen. Im Achtelfinal-Rückspiel gegen Juventus ähnlich, nur mit einem Kraftakt (der zugegebenermaßen schon ziemlich geil war :D) nochmal aus der Situation befreit.

        @Chicago
        Sehe es ziemlich genauso wie du. Unter Pep hätte man wohl auch noch in ein paar Jahren die Liga weitestgehend demontiert, nur einen Gegner auf qualitativer Augenhöhe (oder wie im Fall Real 2017 qualitativ besser besetzt) hätte man vermutlich kaum über zwei KO-Spiele ausgeschaltet.

      7. Daniel

        @Revolet:
        “Unter Pep hätte man wohl auch noch in ein paar Jahren die Liga weitestgehend demontiert, nur einen Gegner auf qualitativer Augenhöhe (oder wie im Fall Real 2017 qualitativ besser besetzt) hätte man vermutlich kaum über zwei KO-Spiele ausgeschaltet.”

        Unter Pep haben wir letztes Jahr im AF mit Juve einen Gegner auf qualitativer Augenhöhe über zwei KO-Spiele ausgeschaltet. Die Aussage ist also falsch.

      8. Revolet

        @Daniel Sorry, aber bevor du dir die Mühe machst Aussagen von mir zu falsifizieren, hättest du mal ein paar Zeilen weiter oben betrachten sollen. Sowas ärgert mich wirklich, schlichte Besserwisser …
        Gegen Juve war’s ungeheuer knapp und zur Halbzeit im Rückspiel waren wir schon raus, deswegen der angesprochene Kraftakt ^^

    3. Roland Wohlfarth

      “So chancenlos wie 2014 und 2015 war man gegen einen der beiden spanischen Giganten dieses Mal nicht” Ernsthaft? Mit einem anderen Torwart als Neuer hätte Bayern das Hinspiel 1:3-5 verloren. Speziell nach der roten Karte für Martinez wurden die Bayern im eigenen Stadion von Real in fast schon demütigender Weise an die Wand gespielt. So chancenlos war man im Rückspiel gegen Atletico 2016 nicht.

  6. Tschemp

    Ich stimme auch zu. Es ist vollkommen nachvollziehbar, dass wir unser Blatt noch ein letztes Mal ausgereizt haben.

    Wahrscheinlich kommt der FC Bayern nie wieder in die Position der letzten 4-5 Jahre. Es ist (war) eine einzigartige Konstellation, dass wir mit Neuer, Lahm, Alaba, Robben und Ribery Spieler hatten, die jeweils guten Gewissens eine Zeit lang als die Weltbesten auf ihrer Position bezeichnet werden konnten. Dazu haben wir im Zentrum mit Boateng, Alonso, Müller, Hummels, Lewandowski, Javi oder Vidal viele weitere Weltklasse-Spieler im besten Alter zur perfekten Ergänzung.

    Diese Kaderqualität werden wir in der Form kaum noch einmal erreichen, zumal wir die Spieler nicht blind wie andere mit dem Scheckbuch zusammengekauft haben. Alleine 12 Mio. Ablöse für die drei Abwehrspieler Lahm-Boateng-Alaba sind einfach sagenhaft.

    Jetzt werden wir die Zeche zahlen für den Rausch des Erfolges. Es ist unmöglich, Spieler wie Lahm oder Prime Robbery gleichwertig zu ersetzen. Denn dazu bräuchten wir die besten Spieler der Welt auf der jeweiligen Position. Selbst mit allem Geld der Welt würden wir das nicht wieder in der Form zusammen stellen können.

    Daher war es richtig, die Aussicht auf kurzfristigen Erfolg in dieser Ausnahmesituation nochmal über alles andere zu stellen.
    Jetzt folgen also wieder Jahre mit mehr Säen statt Ernten. Hat auch was für sich, die aufkommende Langeweile ist vorbei.

  7. Kramnik

    Mich würde mal interessieren wie realistische ihr einen Trainerwechsel haltet. Von Rummenigge und Hoeneß kommen ja durchaus unterschiedliche Signale zu der Person Ancelotti.

    1. Stand jetzt eher unwahrscheinlich. Die Option einen Co-Trainer zu holen, der im Hintergrund viel übernimmt, halte ich für wahrscheinlicher.

      1. Tipic

        Gibt’s da schon irgendwelche Namen?

    2. Marco05

      Ausgeschlossen. Punkt.

      Davon abgesehen, dass ohnehin kein geeigneter Kandidat ‘verfügbar’ ist, wird man sich nie die Blösse geben, einen dermaßen rennomierten Trainer nach einer Saison abzusägen, zumal – trotz der berechtigten Kritik an (Wechsel-)Taktik – das Ausscheiden im Grunde immer selbst verursacht war.

      Direkt nach dem Spiel wünscht man sich aus Frust und Ärger gerne ganz schnell irgendwelche Revolutionen. Mit ein paar Tagen Abstand relativiert sich das und ich bin ehrlich gesagt auch froh, dass Rummenigge das sehr besonnen angeht.

      Von UH habe ich noch nichts zu Ancelotti gehört. Sieht der das anders?

    3. Ju

      Ich glaube nicht, dass man Ancelotti entlassen möchte.

      Anders könnte die Situation erst aussehen, wenn man sich in der Führungsetage nach der Saison entscheidet, dass einem die Entwicklung einiger Spieler in der nächsten Saison wichtiger ist als reine Ergebnisse (was ich nicht glaube) und man Ancelotti fragt, ob er willens und in der Lage ist, das durchzuführen. An dieser Stelle auftretende Differenzen könnten zu einer Veränderung der Lage führen.

    4. Lernd Beno

      Tuchel ist wohl erstmal mit dem wahrscheinlichen Pokalsieg in weite Ferne gerückt, dazu noch die besonderen Umstände in Dortmund, die ihn aufgrund seines Umgangs meines Ermessens endgültig etabliert haben. Könnte mir Nagelsmann daher ab 2018 gut vorstellen, eine Saison Abwarten, ob er CL-Format hat, und ihn dann verpflichten. Mehr als mit Hoffenheim CL zu spielen kann er dort ohnehin nicht erreichen.

  8. chris

    Schöne und gute Analyse. Allerdings ist der Trainer schon nicht ganz unschuldig wenn ein Vidal der nach 5 Minuten die erste gelbe Karte gesehen hat noch 80 weitere Minuten intensiv in die Zweikämpfe gehen kann ohne vom Trainer geschützt werden. Auch muss meines Erachtens dem fehlenden Sportvorstand oder Sportdirektor eine größere Bedeutung beigemessen werden. Ich bin mir sicher dass Sammer des Öfteren die Schnittstelle Mannschaft:Verein positiv beeinflusst hat. Fast die gesamte Saison arbeitete der Trainerstab alleine vor sich hin, ohne aus einer anderen Perspektive einen Input oder eine Rückmeldung zu bekommen.

  9. Sascha

    So,haben sich jetzt wieder Alle ausgetobt,und kann man jetzt mal wieder sachlich diskutieren ?!

    Ancelotti bleibt Trainer.Mit Thiago wurde verlängert.Option bei Coman wurde gezogen,wie Viele vermutet hatten.
    Könneb Wir uns Alle mal darauf einigen,nicht Pep mit Anderen zu vergleichen,oder Dinge zu schreiben,die einfach durch sind,weil man sie nicht mehr ändern kann.?!
    Ist das möglich ?
    Ferner hat der FCB noch einmal versucht seine vermeintlich beste Elf auf den Platz zu bringen,was phasenweise gut funktioniert hat.
    Beide Spiele gegen Real (auswärts)und gegen Dortmund hätte man gewinnen können,aber dieses Jahr war der Fussballgott eben nicht auf unserer Seite.Punktum.

    Viel wichtiger werden nächste Saison,die jungen Spieler,was Carlo sicherlich auch so geplant hat.Er wollte halt nochmal Alles auf eine Karte setzen,und es ist eben “dumm gelaufen”,wie ich sage.

    Es werden vielleicht ein oder Zwei Verstärkungen kommen,mehr aber nicht.Ich sehe auch kein Bedarf Alles über den Haufen zu schmeissen und Vieles verändern zu müssen.

    Ich glaube,das Sanches die Position von Alonso einnehmen wird,und Kimmich KEIN Rechtsverteidiger wird.Das ist meine Meinung.Es werden Positonen nur punktuelkl verändert.Die Rechtsverteidiger-Positon übernimmt Süle oder Rudy.
    So könnte es aussehen nächstes Jahr (Spekulation)
    Neuer
    Rudy,Boa,Hummels,Alaba

    Sanches (Kimmich),Vidal

    Robben(noch offen) Thiago(Sanches oder Müller) Coman(Ribery)

    Lewa(noch offen,u.a.Müller)

    Natürlich nicht immer,es ist aber eine Variante.Wie gesagt,das ist meine Meinung.Wenn es anders kommt,auch OK.Hauptsache es geht Vorwärts.
    Gruss

  10. Stiftl

    Was mir hier komplett untergeht bzw. falsch empfunden wird: Lewandowski hat sich und der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen, als er im BuLi Spiel gegen Dortmund – aus meiner Sicht – völlig unnötig beim Stand von 3-1 auf den “Zweikampf” mit Bürki eingelassen hat und dadurch die Schulterverletzung bekam. Das was unnötig wie ein Kropf, ein Weltklassemann wie er hätte in diesem Moment seinen Ehrgeiz (Torjägerkanone) vergessen und an die drei wichtigen Pokal-Spiele der kommenden Wochen denken sollen!

    So fiel er erst im Hinspiel aus und seitdem bewegt er sich meinem Empfinden nach nur noch im “Müller” Modus: kein Durchsetzungsvermögen und die Kaltschnäuzigkeit ist auch weg. Letzten Endes haben wir uns u.a. dadurch selbst aus den Pokal-Wettbewerben gekegelt, denn ohne funktionierenden Stürmer reicht es einfach auf diesem Niveau nicht.

    1. Sascha

      Hast Du schon einmal Fussball gespielt ?
      Und wenn Du das hast,denkst Du dabei nach,oder spielst Du ?
      Soviel zu Deinem Kommentar.

  11. grullit

    noch was ueber coman: wenn der verein echt voll hinter ihm steht dann zieht man die kaufoption nicht im letzten moment.

    1. Brian Laudrup

      Das dachte ich erst auch, alles andere wäre aber höchst fahrlässig, da er auch drei Tage vor Ablauf der Frist noch eine schwere Verletzung erleiden kann, die eine Verpflichtung wieder in einem anderen Lichte erscheinen lassen würde.

  12. grullit

    damit will ich sagen dass er ne andere saison gespielt haette ween er (coman) mehr vertrauen bekommen haette…auch von der vereinsfuehrung. wo ist der fcb geblieben der auch mit verletzten spielern verlaengert?

    1. Sascha

      Ich verstehe nicht,wo darin ein Problem liegen soll ?
      Die Frist wurde eingehalten,und der Verein hat sich diese Zeit genommen.
      Da sich beide Parteien einig geworden sind,erledigt sich die Frage von selber.
      Aber noch etwas zur Trainerdiskussion :
      Es gibt,meines Erachtens nur 2 Trainer,die in Frage kommen 2018.
      Das sind Joachim Löw und Jürgen Klopp.
      Gruss

      1. Sascha

        Beide haben lange Verträge !
        These :
        Ich sehe zur übernächsten Saison,zur Zeit,keine Option die passen könnte.
        Aber,ich behaupte : Es wird KEIN Deutsches “Trainertalent” sein.

        Da Vieles beim FCB,über Vitamine läuft,sehe ich eher einen “guten
        Bekannten” in der übernächsten Saison,wenn überhaupt ein Wechsel im Trainerbereich kommt.Nächste Saison geht es wieder bei Null los.
        Also Ruhe bewahren :)
        Ich denke,das sich eher Hierachien verändern werden,und Spieler,wie Thiago,Hummels (Selbstläufer),Alaba,Boateng(Selbstläufer),Kimmich,Süle (?) mehr in den Vordergrund rücken,durch ihre Spielzeit.
        Neuer,Thiago,Müller und Lewa werden vielleichjt der Mannschaftsrat sein.
        Aber erstmal Deutscher Meister werden :)

        Gruss

  13. Osrig

    Ist ja schon eine Menge los hier zu diesem wichtigen Thema! Schön! ^^
    Erstmal zu @CB: Ich finde, Du übersiehst geflissentlich, dass Guardiola die Mannschaft erstmal zu seinem System, seiner Spielweise hinführen musste, da brauchte es Entwicklungszeit!
    An der Überlegung, dass “… Strategie, Taktik und mannschaftlicher Geschlossenheit…” zu einer höheren Siegwahrscheinlichkeit im Wettstreit mit den großen Clubs Europas führt, als “ein reines Armdrücken”, also das Sich-Verlassen auf die individuelle Qualität der Spieler, führt meines Erachtens kein Weg vorbei und sollte zur Erkenntnis führen, diesen Dingen in Trainerstab und Führung wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

    Entwicklungszeit! Die soll und darf auch Ancelotti haben! Denn wie schon im Bericht anklingt, hat der Italiener sicherlich nicht alles verkehrt gemacht. Und seine immense Erfahrung sollte genauso wenig unterschätzt werden, wie sein taktisches Gespür, über das er als einer der zu seiner Zeit weltbesten Mittelfelder fraglos verfügen wird.
    Aber er ist jetzt gefordert! Nur, wohin sollte die Entwicklung gehen?

    Wenn ich mir das Real-Spiel noch einmal vor Augen führe, dann bin ich immer noch der Meinung, Zidane hat seine Mannschaft auch taktisch hervorragend eingestellt:
    Real hat sich sehr flexibel aufgestellt, aus einer kompakten Defensive in einem 4-4-2 System haben sie situativ das Pressing aufgenommen, und bei Ballgewinn sofort die vertikalen Pässe auf ihre schnellen Außenspieler gespielt und den direkten Weg zum Tor gesucht – mit der entsprechenden Torgefahr!
    Das war reines Konterspiel, wie wir es von vielen Gegnern in der Bundesliga kennen, die sich hinten reinstellen und vorn versuchen, die berüchtigen “Nadelstiche” zu setzen. Für mich unansehnlicher, unattraktiver Fussball, der aber erfolgreich sein kann.
    Real kann aber mehr als nur Konter! Sie haben gezeigt, dass sie eben auch in der Lage sind, den Ball laufen zu lassen, Dominanz durch schnelles Pass-Spiel und flexible Positionsbesetzungen aufzubauen, und sie haben auf diese Weise ebenfalls für Gefahr sorgen können. Zumal sie auch in der Lage waren, in solchen Situation auch früh ins Pressing zu gehen, unsere Abwehr dadurch zu verunsichern und unsere Mannschaft zu verunsichern.
    Diesen Wechsel zwischen defensiver Ausrichtung und den Gegner locken, und das aggressive gegen den Ball arbeiten schon am gegnerischen Strafraum nach Hochschieben der gesamten Mannschaft, aber auch der Wechsel in die eigenen Ballbesitzphasen, in denen in der gegnerischen Hälfte Ball und Gegner laufen gelassen wird, DAS macht die taktische Besonderheit von Real aus! Glücklicher Weise war Real in vielen Spielsituationen taktisch etwas nachlässig, auch selbst zu verunsichern, sodass Chancen für uns da waren, aber das Konzept als solches halte ich für gut!!
    Übrigens bin ich mir ziemlich sicher, dass da auch noch Anteile von Ancelotti mit eine Rolle spielen, denn Zidane als Carlos Assistent wird sich schon einiges bei seinem Lehrmeister abgeguckt haben.

    Ich hoffe, dass Ancelotti sich in seinem zweiten Jahr taktisch entsprechend weiter entwickelt und für unseren FCB ein ähnlich flexibles und dynamisches System auf den Rasen bringt, dass Dominanzaspekte genauso wie kompakte Defensivstrukturen- und Konteranteile in einer ausgewogenen Mischung vereint.
    Zusammen mit der zweifellos auch in der nächsten Saison vorhandenen individuellen Klasse unserer Spieler – auch der stärker einzubindenden jungen Spieler – dürften wir auch dann in der Lage sein, wieder ganz oben mitzuspielen.

    1. Osrig

      Nachtrag: Das unsere Spieler in dieser Saison schon in der Lage waren, Aspekte dieses Systems umzusetzen, haben sie schon gezeigt: Wir haben Spiele gesehen, nicht zuletzt gegen DO, da lief der Ball in schnellen Pass-Stafetten wunderbar durch die eigenen Reihen nach vorn, und auch das frühe Pressing haben die Jungs schon mehrfach gezeigt. Jetzt gilt es in der nächsten Saison, diese Aspekte noch besser miteinander zu verweben, zu balancieren, und die Spieler entsprechend einzubinden.

    2. Effenberg

      CA soll sich mit Mitte 60 noch taktisch weiterentwickeln? Das ist doch wohl nicht dein Ernst…

    3. Sascha

      Hach,es klingt Ales so schön,aber es ist eben kein Computer-Spiel,sondern Das wahre Leben des Fussballs ;)

      1. Osrig

        Auch das wahre Leben Fussball darf gern strukturiert und koordiniert werden. Taktik!! ^^
        Das nicht alles so glatt läuft, wie auf dem Reißbrett oder in Fifa 201x – das ich trotz PS4 nicht spiele ;-) – das ist klar!
        Und selbstverständlich kann sich auch ein älterer Herr wie Ancelotti noch weiter entwickeln. Gerade vor dem Hintergrund seines riesigen Erfahrungsschatzes ist das doch eine besondere Herausforderung für einen Trainer. Und wie gesagt, ich halte ich nicht für einen Menschen, der festgefahren in seinen Ansichten nur seine eigene Ansicht gelten läßt! Da mag es andere Handelnde in unserem Verein geben!
        Eine ganz andere Frage ist, welche Erkenntnisse Carlo gewinnen wird, und wie er sie umsetzen kann.
        Das werden wir dann nächste Saison sehen.

  14. Effenberg

    Dass CA keine jungen Spieler weiterentwickelt, war vorher klar. Das ist absolut fahrlässig, wo man mit Kimmich, Coman und Sanches drei absolute Spitzentalente im Kader hat, die bei jedem europäischen Top-Club spielen könnten. Alle 3 setzt CA nicht ein. Warum nicht? Hält er sie für zu schlecht? Die Qualität von Sanches hat man bei der EM gesehen.

    Ein Nagelsmann wäre übrigens der ideale Trainer für solche Spieler.

    Mit Rudy u Süle hat man sich allenfalls in der Breite verstärkt. Richtig nach vorne bringt uns keiner von beiden.

    Ein Frage mal zum großen Kaderplaner Reschke: Warum kauft ER keinen Dembele für schlappe 15 Mio? Warum erkennt der BVB, dass Potenzial von Dembele und Weigl? Oder ein Pulisic, der sogar ablösefrei kam? Wen hat Reschke “entdeckt”? Costa in Russland. Schönen Dank auch.

    Auch wenn es hier niemand gerne hört, aber warum spielt Müller immer und immer wieder? Seine Leistung ist gleich null. Er ist völlig neben der Spur. Ihn musst du auf die Band setzen und, wenn überhaupt, mal in der 80. einwechseln.

  15. Stern des Südens

    @Osrig: Ich schließ mich Deinen Ausführungen vollumfänglich an. Ich habe einige Entscheidungen von Carlo nicht verstanden bzw. gut geheißen. Allerdings hat er ein Team übernommen, das auf relativ intensive Art von seinem Vorgänger “indoktriniert” wurde. Die Spieler haben immer mal wieder selber geäußert, dass ihnen die taktisch wieder größere Freiheit zwar gefällt, aber eben gleichzeitig – sagen wir, ein anarchistisches Moment – ins Spiel bringt. Trotz dieses Paradigmenwechsels hat Ancelotti eine “weiche” Umstellung hinbekommen. Teilweise war absoluter Zungenschnalzfußball zu sehen, auch ohne Peps enges taktisches Korsett. Ergebnistechnisch hätten einige Kleinigkeiten ganz andere Ausgänge bewirken können. Ich erwarte nicht jedes Jahr alle Titel, aber ich möchte jedes Jahr Spitzensport, zumindestens phasenweise, genießen können. Und das hat das Team auch dieses Jahr geliefert. Und ich bin fürchterlich gespannt, wie der Trainer mit der Kraft des Faktischen (Rücktritte, Alter & Transfers) mit dem dann größeren Abstand zu Peps Idee und Spielweise nächste Saison umgeht. Guter Fußball wird wieder nicht zu vermeiden sein ;-)

  16. Osrig

    “Guter Fußball wird wieder nicht zu vermeiden sein ;-)”
    Na, das hoffe ich doch mal für die nächste Saison! Insbesondere, wenn Carlo die Mannschaft tatsächlich taktisch weiterentwickeln kann, und sich nicht nur auf individuelle Klasse verlässt!

    DAS Ancelotti sich auch mit 60 Jahren noch weiterentwickeln kann, daran habe ich keinen Zweifel. Ich glaube nicht, dass ihm Stillstand behagt, und ich erlebe ihn nicht als eigensüchtigen Narzissten, der nur seine eigenen Überzeugungen gelten lässt.
    Dafür spricht zum Beispiel eine Aussage aus der Pressekonferenz zum Wolfsburg-Spiel, in der er zum Thema Kritik m. E. sinngemäß gesagt hat, er müsse bei Kritik ruhig bleiben und abwägen, was berechtigt sei, und was übertrieben.
    Das spricht, wie ich finde, schon dafür, dass er sich mit sachlicher Kritik durchaus auseinandersetzt. Was ihn, wie ich finde, noch sympathischer macht!
    Wenn aber Kritik nicht grundsätzlich an sich abprallen lässt, dann können wir auch davon ausgehen, dass Änderungen und somit hoffentlich auch Verbesserungen eintreten werden. Auch und gerade auf taktischer Ebene!

  17. Brian Laudrup

    Hier und auch im 5-Aufgabe-Artikel wird ein Aspekt angesprochen, der mich schon im Winter höchst erstaunt zurückgelassen hat: die Co-Trainer-Geschichte. So einen versierten Mann ersatzlos ziehen zu lassen ist auf diesem Niveau schlicht fahrlässig. Hier und mit dem Sportdirektor/”Innenminister” waren somit zwei absolute Schlüsselpositionen im Umfeld nicht besetzt. Es wäre ein Wunder, wenn sich das nicht ausgewirkt hätte.

    1. Osrig

      Es ist ja nicht so, dass wir nach dem Weggang von Clement überhaupt keine Co-Trainer haben! Es ist neben Gerland ja noch Ancelotti Junior dabei, der das Training mit seinem Vater zusammen leitet. Statt 3 Co-Trainer “nur” noch zwei finde ich jetzt nicht so schlimm! Schwerwiegender ist für mich die nicht gelingende Besetzung des Sportdirektor-Postens, für den aber der adäquate Mann ja augenscheinlich schwer zu finden ist. Und es wird ja immer deutlicher, dass dieser “Innenminister” enorm wichtig ist, als Unterstützer von Mannschaft und Trainer! Deshalb – ich wiederhole mich da gern – sollte er meines Erachtens auch über Trainererfahrung verfügen, um dem Cheftrainer auf Augenhöhe begegnen zu können, um ihm auch eine Hilfe gerade in schwierigen Zeiten zu sein.

      1. Gerland wird aber auch Aufgaben gehabt haben. Ich stelle mir das bei einem großen Klub so vor, dass der ganze Trainertab Bereiche übernimmt. Diese sind durch die Vielzahl an Trainern hervorragend abgedeckt. Wenn einer geht, muss ein Ersatz her. Gerland rückt auf. Wer macht dann Gerlands Job?

  18. Jo

    Schade, dass schon wieder so eine Pep vs. Carlo Diskussion läuft, wer jetzt vielleicht noch etwas besser und wohlbegründeter verloren hat.
    Wie ich schon nach der Niederlage gegen Real meinte wäre jetzt vielleicht der richtige Moment diese Konfrontation zu beenden. Vielleicht kann man einfach festhalten, dass beide Trainer keine Idioten waren die sichere Siege verdaddelt haben. Beide sind mit völlig unterschiedlichen Heransgehenweisen jeweils an den besten Mannschaften der Welt gescheitert. Wäre es so abwegig einzuräumen, es wäre vielleicht einfach nicht mehr drin gewesen?
    Dann könnte man vielleicht auch die letzten Jahre im Rückblick deutlich besser genießen, als sich gegenseitig die Verletzten der letzten 5 Jahre vorzurechnen.

    1. Osrig

      Es ist ohnehin m.E. albern, das Wirken eines Trainers an einer einzigen Niederlage festzumachen! Und auch wenn ich Carlo in einigen Dingen noch oder schon wieder kritisch sehe, kann ich ihn doch nicht nach einer einzigen Saison schon verurteilen. Das wäre auch albern! Tatsächlich, wie Du ja auch sagst, sind weder Guardiola noch Ancelotti Deppen, und wir sollten abwarten, was sich zur neuen Saison tut und wie die neue Saison läuft. Ich kann mir vorstellen, dass uns Ancelotti positiv überrascht!
      Und ganz wichtig: Die noch laufende Saison vernünftig und seriös zu Ende spielen, und die Meisterschaft endgültig unter Dach und Fach bringen! Denn die 5. Meisterschaft in Folge zu erringen, gerade auch unter den gegebenen Umständen, ist ganz sicher eine hervorragende Leistung, die man durchaus würdigen darf!

      1. Das geht in eine Richtung, die ich absolut vermeiden wollte. Ich messe Carlo genauso wenig an einem Spiel wie Pep. Deshalb komme ich zu den Folgerungen im Artikel, die ihn schon auch stark kritisieren. Nicht weil er zwei Titel nicht holt. Die Vielzahl an Problemen ist deutlich gewachsen. Sollte in einem Übergang anders sein.

      2. Jo

        @Justin: Genau so muss das sein. Ich kann einen Trainer m.E. nicht an einzelnen Vorgängen in einzelnen Spielen messen. Zumindest nicht wenn ich mich fundiert mit seiner Arbeit auseinandersetzen will.
        Deshalb hat dieses “hat Müller nicht eingesetzt”, “hat Vidal nicht ausgewechselt” in so einer Auseinandersetzung nichts verloren. Genauso wenig ist es für eine Gesamtwürdigung nicht interessant, ob Carlo gegen Dortmund mangelhaftes Ingame-Coaching vorzuwerfen wäre. Interessant wird das dann wenn das ein Muster ist/wäre.
        Ach, um kein Missverständnis aufkommen zu lassen. Ich weiß dass du das in deinem Artikel auch so angegangen bist und schätze ihn deshalb.

        @Osrig: Du hast vollkommen recht. Der fünfte Titel ist eine grandiose Leistung, die man, wie vielleicht so vieles, erst im Rückblick richtig zu würdigen verstehen wird.
        Um den unten gespielten Ball Lerby/Ribbeck aufzunehmen. Wer das erlebt hat, weiß manches vielleicht auch anders einzuschätzen und über Krisen die vsl. mit einer Meisterschaft enden milde zu lächeln.

      3. Max

        Ich finde, dass man die KO-Spiele schon als einzelne Bewertung heranziehen kann, aber dies eben nicht nur abhängig vom reinen Ergebnis. Das CL-Achtelfinale war souverän. Das CL-Viertelfinale waren für mich zwei ebenbürtige Mannschaften. Die erste Halbzeit im Hinspiel war ok bis gut. Die zweite Halbzeit eine Katastrophe, aufgrund individueller Fehler (Martinez) und anschließenden falschen Anpassungen von CA. Im Rückspiel fand ich uns eigtl. für ein Auswärtsspiel im Bernabeu ganz gut, zwar mit Glück, aber im Bernabeu haben wir fast immer verloren (bis auf 2001-Halbfinale, damals auch mit Glück und überragenden Kahn und 2002 in der Zwischengruppenphase, im entscheidenden Halbfinale dann wieder entscheiden verloren).
        Im DFB-Pokal Halbfinale waren wir eigentlich überlegen und haben gut gespielt. Ich kann hier CA keine großen Vorwürfe machen.

        Unter Pep wars eigentlich ähnlich. Das reicht von vercoacht 13/14 (allerdings auch auf Wunsch der Mannschaft), chancenlos 14/15 aufgrund äußerer Umstände, unglücklich ausgeschieden 14/15. Wobei man auch z.B. im Viertelfinale 14/15 gegen Juve auch viel Glück hatte. Um den Henkelpott zu gewinnen, braucht man eben eine gehörige Portion Glück. Jede Mannschaft die das Ding gewonnen hatte, hätte zu einem Zeitpunkt ausscheiden können.

        Ich will jetzt nicht alles rosig reden und sehe auch Probleme im nächsten Jahr (Alonso und Lahm weg, unsere alten Winger), aber von der Bewertung sehe ich keinen großen Unterschied zwischen Pep und CA. Beide haben eben unterschiedliche Herangehensweisen.

        Hinsichtlich Einbindung der jungen Spieler war Pep mE auch nicht besser. Kimmich und Coman kamen auch nur rein weils keinen anderen mehr gab. Mir fällt kein Jungspieler ein der den Durchbruch geschafft hat.

  19. Gestrandedinberlin

    Liebes Mia San Rot Team, vielen Dank wie immer für die Artikel. Eure Seite ist eine meiner liebsten Seiten überhaupt…Also bitte folgende Kritik in diesem Rahmen sehen:
    Aus meiner Sicht sind die Artikel (und auch die Diskussionen) in letzter Zeit zu sehr auf Oberflächlichkeiten fokussiert. Am Anfang habe ich euch gelesen, weil ihr (wie die guten Artikel von Spox) so ein Zwischending aus den manchmal etwas anstrengenden Spielverlagerungsartikeln und dem esoterischen Kicker, wo man dann alles durch einen fehlenden Willen erklärt. Also tiefgehend aber gut lesbar. In letzter Zeit wird hier aber zu sehr auf einzelne Spieler als auf Strukturen eingegangen. Mir selber fällt das bei Bayern Spielen auch sehr schwer – daher fand ich die früheren Artikel ja umso hilfreicher. Vielleicht passt das dann einfach zu Ancelotti, das man sich auf individuelle Leistungen anstatt auf Strukturen konzentriert.
    Für mich sind die Probleme dann eben genau eher strukturell, gegen gute Gegner hat man aus dem Spiel heraus in den letzten Wochen zuwenige Tore gemacht, die Frage ist doch, warum ist das so? Wer außer der Trainer ist für die Struktur verantwortlich? In den letzten Spielen wurden doch gefühlt 100 erfolglose Flanken geschlagen, macht man das, wenn man einen guten Matchplan hat? Am Anfang der Saison war doch klar zu erkennen, dass man häufiger direkt spielen wollte, was ist davon geblieben? Vielleicht braucht Ancelotti noch eine Saison, um seine Ideen umzusetzen…

    1. Danke für deine Kritik. Natürlich würde unser “Taktik-Herz” auch viel lieber über Strukturen berichten, aber wie du richtig sagst: Unter Ancelotti gibt es da keine Veränderungen. Man könnte alle Analysen aus dieser Saison übereinander legen und würde immer wieder dieselben Strukturen erkennen. Die Zeit der Flexibilität ist damit auch bei uns etwas vorbei. Carlos Fokus auf individuelle Klasse wirkt sich somit auch auf uns aus. Klar. Natürlich versuchen wir trotzdem taktische Probleme aufzuschlüsseln.

      1. Gestrandedinberlin

        Danke für die Antwort…Ich denke halt nur, dass gerade bei diesem Artikel der ein oder andere Hinweis in die Richtung noch sinnvoll gewesen wäre. Die Frage ist halt auch schon, ob, falls es wirklich so wenige Strukturen gibt, das wirklich reichen kann für den großen Wurf. Aus meiner Sicht halt nicht. Problematischer als das Nicht Erreichen des Großen Wurfs wird aus meiner Sicht aber das Dortmund und Leipzig nächste Saison noch stärker werden.
        Na ja, ich habe heute Zufällig einen Artikel über die Saison mit Sören Lerby und Erich Ribbeck (?) gelesen – müsste jetzt 25 Jahre her sein. So gesehen eine hervorragende Saison.

      2. Osrig

        @Justin: Ich finde, ihr könnt gern wieder ein bisschen mehr auf Taktikdinge eingehen! ;-)

      3. Werden wir auch wieder, wenn es Zeit dafür ist. Es ist nur schwierig davon zu schwafeln wie viel uns gewisse andere Mechanismen (Beispiel: Dreierkette oder einrückende AV) bringen würden, wenn wir genau wissen, dass es unter dem aktuellen Trainer nicht passieren wird. Ich hoffe du verstehst was ich meine. Ancelotti ist eben taktisch sehr limitiert, weil er andere Prinzipien hat, die für ihn erfolgreich waren. Natürlich kann man Fehler analysieren, was wir auch versuchen, aber man muss dabei auch versuchen ihn nicht zu sehr an Dingen zu messen, für die er gar nicht steht. Zum Beispiel taktische Flexibilität.

        Ich verstehe aber was ihr meint und ich bin sicher, dass auch der taktische Aspekt bei uns in Zukunft nicht zu kurz kommen wird. Danke für das Feedback.

      4. Sascha

        Genau,derspielte auf dert falschen Pposition.,Der A>ndere hätte mal dort spielen sollen.Und überhaupt ist die Taktik verkehrt.Hätte mal B für D dort gespielt,und hätte die 10 auf der 8 gespielt,dann wären Wir Weltmeister geworden.Der Eine kann ja eh nix ,der Andere hat keine Weltklassre.Der Sowieso hat keine Ahnung,und der Typ ist eh ne Lusche.Auch der Dings ist eine Katastrophe,und der Andere taugtr nix.Nene,die Mannschaft ist ein Trümmerhaufen ! Die haben Alle keine Ahnung ! ;)

      5. Sascha

        Fussball zu spielen,ist Komunnikation ohne Worte !
        Das Passpiel entscheidet über ein Spiel,und der unbedingte Wille zu wissen,und Alles zu geben,sich auf den Mitspieler verlassen zu könen.Das hat die Mannschaft nicht hinbekommen.Das ist das die Erkenntnis dieses Jahr..Läuferisch,Mental und Taktisch war das Team nicht geschlossen und die Egoismen hatten Vorrang.Das hat Uns Titel gekostetz !
        Gruss !

      6. Osrig

        @Sascha: Da stimme ich Dir weitgehend zu! Jedenfalls haben deswegen sicherlich die entscheidenden 5 bis 10 Prozent an Leistung und Fähigkeiten gefehlt! Taktisch gesehen vermutlich sogar noch mehr!

        Obwohl: Wenn ich die Interviews mit Reschke und jetzt aktuell mit Sammer lese, dann fällt auf, dass diese erfahrenen Sportfunktionäre/Fußballer diese letzten fehlenden Prozente eher mit Mentalität, Willen und Charakter in Verbindung bringen. Somit zielen diese Aussagen dann doch wieder auf die individuelle Klasse ab, welche den Ausschlag geben würde. Irritiert mich sehr!
        Ist die Frage “Taktik vs individuelle Klasse” am Ende wie die Frage nach der Henne oder dem Ei?

      7. Du brauchst letztendlich beides. So wie Pep in seinen erfolgreichsten Zeiten abhängig von seinen Spielern war, ist er es auch in den schlechten. Selbiges gilt für Carlo. Was Peps großer Vorteil ist: Er kann einzelne Ausfälle mit Cleverness kaschieren. Das Gefühl hatte ich bei CA nicht. Für den Plan des Italieners braucht es zudem mehr als nur 12-13 fitte Spieler und eine Bank die nie zum Einsatz kommt.

  20. Revolet

    Für mich war die Kaderplanung im Sommer 2016 einfach eine der unverständlichsten der letzten Jahre. Der Transfer von Hummels war, wie man nun am Ende der Saison sagen kann, schlichtweg großartig. Das ein Talent wie Sanches überhaupt nicht in die Spur kommt, passiert, war aber nicht ausschlaggebend. Viel entscheidender war es wie der Kader zusammengestellt war & das ging meiner Meinung nach überhaupt nicht. Ríbery (34), Robben (33), Alonso (35), Lahm (33) sind mehr oder weniger gesetzt in der Stammelf. Fast ohne Alternativen, einfach gesetzt. Ich erwarte keine Wunderstücke von den alten Herren, dafür sind sie über dem Zenit, was eben prekär gegen Top-Teams wie Real wird. Der Kader war schlichtweg viel zu klein besetzt. Wenn man bedenkt, dass wichtige Stützpfeiler wie Vidal (29), Boateng (28), Hummels (28), Lewandowski (28), Martínez (28), Neuer (31) in naher Zukunft auf die 30/31er Marke zu steuern, bzw. sie schon erreicht haben, aber kein auf vielen dieser Positionen sich gleichwertig entwickelnder Ersatz in dieser Zeitspanne im Kader bereit steht, muss man die Kadersituation äußerst kritisch sehen. Für mich kann man einen Profi mit seinem Leistungsmaximum und einem Leistungsniveau, wie es in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird, bis etwa 31 Jahren sehen, danach spielt er in fast allen Fällen über seinem Zenit und kann sein Maximum schlichtweg nicht mehr erreichen. Mein Vorschlag für Transfers in der Sommerpause sind umfassend, vielleicht auch teilweise unrealistisch, vielleicht aber auch nicht. In den Kader müssen mind. 100 Mio. investiert werden in diesem Sommer, um im Konzert der Großen noch mitspielen zu können. Dafür reicht es einfach nicht seit 2 Jahren immer wieder auf die rostige Flügelzange Ríbery & Robben zu setzen. Viel verdienter Spieler und Einsatzzeiten sollen sie bekommen, ganz klar, aber erste Elf auf Top-Niveau? Aus meiner Betrachtungsweise schwer vorstellbar. Genug geredet, hier meine Transferziele:
    – 1x gestandener Flügelspieler a la Alexis Sanchez (28, von vielen ja bereits in Betracht gezogen), Mertens (29, vom Alter her schwierig, aber gerade auf Leistungsmaximum), Insigne (25), Carrasco (23), …
    – 1x talentierter, junger Flügelspieler a la Brandt (20), Gnabry (21), Dembélé (19), Pulisic (18) letzte Transferperiode hätte ich ohne wenn und aber Kante gesagt (wäre das mal passiert, man man man), nun würde meine Wahl auf Keita (22) von Leipzig fallen. Vor einer Zusatz-Verpflichtung von Rudy, hätte ich mir anstatt ihm auch einen Kampl (26) vorstellen können
    – 1x Weltklasse-Rechtsverteidiger –> großes Problem, habe keine Antwort drauf, Kimmich dort einzusetzen wird nicht funktionieren meiner Meinung nach
    – 1x Sturm-Backup –> viele sagen immer “Mein Gott, das wird schwer da einen vernünftigen zu finden, der sich hinter Lewa die ganze Saison auf die Bank setzt.” Ich sehe es anders. Sofern öfter rotiert wird, wird der Sturm-Backup einige Einsatzzeiten in der Liga auch in der Startelf sammeln und einen Pool möglicher Kandidaten sehe ich da auch, angefangen von einem wie Wagner (29), dem die €-Zeichen bei so einer Anfrage bereits in den Augen glühen würden. Der internationale Markt gibt aber auch einiges her.

    1. Revolet

      Achja, zudem einen Costa für 30+x abgeben, 100% abgeben.

    2. Sascha

      Ich denke nicht @ Osrig

      Denn gerade eine Mannschaft,wie Atletico zeigt,das ein Team mit einer guten taktischen Ausrichtung,oft viel mehr leistet,als individuelle Klasse.

      Ich sehe es auch regelmässig in unteren Ligen,wie sehr eine gut trainierte Taktikänderung,Spiele entscheidet.

      Gerade beim FCB,finde ich,haben Wir zu wenig Vorgaben gesehen,oder sie waren da,wurden aber als TEAM nicht so umgesetzt,wie sich das vielleicht Carlo gedacht hat.

      Insofern hoffe ich,das über eine gute Kommunikation sprich Trainer-Mannschaft,sich unser Fussball verbessern wird.Und wie schon geschrieben,ich fand das Rückspiel gegen Real und das Spiel gegen Dortmund schon sehr stark.

      Gruss

    3. Sascha

      Ich sehe das anteilig Anders.
      Der internationale Markt gibt eben NICHT mehr her.
      Unglaubliche Ablösesummen und überteuerte Verträge,die nur ansatweise,die Leistung eines Spielers wiederspiegeln.
      Ich sehe das ja z.B. bei Thiago.Der ist locker mal das doppelte Wert,aber laut Transfermarkt “nur” 40 M.
      Auch bei anderen jungen Talenten ist es ein sehr hohes Risiko einen 20jährigen für 50 M zu verpflichten.Was ist mit Verletzungen,wie entwickelt sich der Spieler,passt Er zu Uns,…usw…
      Kampl oder Andere Spieler auf dem Niveau helfen doch dem FCB nicht weiter.Es sollte,meiner Meinung nach,mindestens ein Weltklassespieler kommen.
      Wer das wird ?
      Ich bin gespannt….
      Gruss

      1. Sascha

        Ich würde (Ich habe aber nichts zu melden beim FCB ;),Dembele von Dortmund kaufen,Sanchez,Werner und zum Abscluss noch Carvajal.
        Gruss

      2. Revolet

        @Sascha Danke für deine Antwort! Naja, ich sehe es zwiegespalten. Der internationale Markt gibt doch noch einiges her, nur man muss den Spieler & dessen Situation stets im Einzelfall betrachten. Beispielsweise bei einem Alexis Sanchez, noch ein Jahr Vertrag bei Arsenal & ich bin mir sicher er will in der CL auch mal um mehr als die Achtelfinalteilnahme mitspielen & mal den ein oder anderen Pokal mitnehmen. Für 45-50 Mio. denke ich, würde er bei einem Restvertrag wechseln. In solche Dimensionen muss Bayern natürlich schon vorstoßen, sonst können wir uns langfristig verabschieden.

      3. Revolet

        Noch ein kleiner Nachtrag: einen Carvajal werden wir im Leben nicht bekommen, bester RV der Welt & Stammspieler bei Real, so realistisch muss man sein :D
        Was ich allerdings nicht verstehe ist, warum wir Talente & junge Spieler nicht wesentlich öfter ausleihen oder verkaufen & mit einer Rückkaufoption ausstatten. Man sieht es bei so vielen Top-Clubs wie z.B. Real, dass es funktioniert & fruchtet. Zudem ist es für den FCB absolut finanzierbar die besten Talente der Welt zu verpflichten. Man darf es halt nur nicht so quantitativ & über mehrere Konglomeratsvereine aufteilen wie bei Chelsea. Aber das wäre eine sinnvolle Stütze für die Zukunft.
        Bayern kauft selten Spieler, die bereits auf Weltklasse-Niveau sind, womit sie in den entscheidenden Phasen in der CL konkurrenzfähig sind. Bayern kann Spieler sehr gut auf dieses Niveau entwickeln & anheben, weswegen die bisherigen Ablösesummen im internationalen Vergleich clever niedrig sind. Die einzigen im aktuellen Spieler im Kader, die bereits Weltklasse waren, als sie verpflichtet wurden & mir spontan einfallen, wären: Lewandowski, Hummels, Vidal & vllt Neuer.

      4. Osrig

        @Sascha: Dembele von DO muss erstmal seine Klasse auch nachhaltig unter Beweis stellen. Nur weil er unsere müden Helden jetzt mal ausgetanzt hat, ist er noch lange keiner für unseren FCB.
        Bei Sanchez ist das sicherlich anders, da bin ich ganz bei Dir! Der ist im besten Fussballer-Alter, hat schon an der Kategorie “Weltklasse” gekratzt, und kann sich vielleicht noch weiterentwickeln. Als Ersatz für Rib und Rob würde er der Mannschaft gut tun. Er muss sich nur mit Vidal verstehen, und wir müssen aufpassen nicht Sanches und Sanchez durcheinander zu kriegen ;-)
        Werner bin ich zwiegespalten, sehe ihn eher als Leichtathlet und Konterspieler, aber er ist noch jung. Ob er sich hinter Lewa einreihen würde? Carvajal als RV wäre natürlich ein gewaltiges Pfund, aber ich befürchte auch, dass er nicht zu bezahlen ist. Lieber erstmal solide mit Rafi als RV und in Ruhe einen jungen Spieler auf der Position aufbauen.
        Wenn wir schon von Real-Spielern reden: Wen ich gern bei uns sehen würde, das wäre James! Auch wenn die Vereinsführung für ihn viel Geld in die Hand nehmen muss: Der Junge ist klasse, offensivstark, ein Mann für den dritten oder zweiten Pass! Zusammen mit Thiago würde er ein kongeniales Duo bilden können, mit dem wir ein bärenstarkes Mittelfeld aufbauen können, das seinesgleichen sucht. Kimmich als 6er, vorn Coman und Müller. Wahlweise Vidal, wenn eher ein Abräumer gebraucht wird.
        Wir wären dann auch nicht allein auf die taktische Brillianz von Thiago angewiesen, ausserdem könnten sich die beiden ersetzen, wenn der eine mal eine Verschnaufpause bräuchte.
        Da wohl nur – wenn überhaupt – ein Großtransfer getätigt werden wird, müsste man zwischen Sanchez und James entscheiden, und da wäre mir James lieber!

      5. Revolet

        @Osrig James & Thiago zusammen? Oha, da kommt mir aber ehrlich gesagt das Grauen. Nichts für ungut, aber das würde niemals funktionieren :D generell ist James ein interessanter Spieler, was mir an ihm aber nie gefällt ist, dass er ziemlich laufschwach ist. Da fehlt mir einfach komplett der Einsatzwille und auf der 10er Position sind wir mit Müller und wahlweise Thiago gut besetzt :)

      6. Osrig

        @Revolet: Ob James laufschwach ist, kann ich nicht beurteilen, so gut kenne ich den Spieler nicht! Ancelotti scheint einiges von ihm zu halten, und wenn er zum FCB kommt, wird er wissen, das auch Laufarbeit von ihm erwartet wird. Generell meine ich, dass zwei “Zauberfüsse” in einer Mannschaft besser sind, als einer, insbesondere, wenn man eine massierte Gegnerabwehr knacken muss! Ein Ausfall wäre auch besser zu verkraften! Wer letztlich auf die 10er Position besetzt, ist zweitrangig, wichtig ist, dass beide es können, und wir mit Müller dann sogar noch variabler sind. Wobei Thiago ja eher lieber das Spielfeld vor sich ja, also taktisch hinter James einzusetzen wäre.
        Sanchez wie gesagt, wäre natürlich auch ein toller Transfer, nur wäre mir, müsste ich mich entscheiden, James lieber. Wobei ich ihn wie gesagt nicht aus dem Eff Eff kenne^^

      7. Sascha

        Es ist eben genau nicht so.Du brauchst einen “Staubsauger” vor der Viererkette und einen “Kreativen”,wenn Du mit zwei 6ern spielst.
        Gruss

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    1. Sascha

      Noch ein Nachtrag @ Osrig

      Dann formuliere ich es anders.Dann ist Dembele eben ein Weltklasse-Talent.Wer das nicht sieht,hat die Brille mit Salamischeiben geputzt ;)

      Gruss

      1. Osrig

        Auf “Weltklasse-Talent” können wir “Brillenträger” uns einigen!^^

  22. […] Die Ancelotti-Bayern: Eine Fehleranalyse | Justin […]

    1. Sascha

      So mog wie dat @Osrig
      Gruss aus Hamburg

  23. Sascha

    Noch ein Nachtrag zum Spiel Real gegen Atletico :

    Nach 15 Minuten denke ich :
    Wenn Real ernst gemacht hätte,dann wären Wir aus dem Stadion geschossen worden.

    Und Zweitens : Wie konnten Wir da in die Verlängerung kommen ?
    Und Drittens :
    Gruss

  24. […] nicht hineinversetzen. Euphorie wird es nicht geben in München. Dafür hinterlässt diese Saison zu viele Fragezeichen, die mit Titeln nichts zu tun haben. Dafür ist die Konkurrenz in der Bundesliga zu gering und die […]

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