FC Bayern München – RB Leipzig 2:0 (2:0)

Der FC Bayern gewinnt auch das zweite Duell in wenigen Tagen gegen Leipzig. Durch den 2:0 Sieg springen die Münchner an die Tabellenspitze.

Selten wurde über eine Partie im Nachgang noch so diskutiert wie über über das Pokalspiel zwischen Leipzig gegen Bayern. Unglückliche Schiedsrichterentscheidungen, aber auch starke Torwartleistungen machten aus dem Spiel ein echtes Highlight.

Falls Ihr es verpasst habt:

Jupp Heynckes reagierte im Vergleich zum Pokalspiel auf drei Positionen.

FC Bayern München vs. RB Leipzig, Grundformationen

Martinez und Rudy starteten im Mittelfeld. Sie ersetzten die vor allem in der ersten Halbzeit des Pokalspiels überforderten Vidal und Tolisso. Heynckes legte also den Fokus auf mehr Spielkontrolle. Der dritte Wechsel betraf die Offensivreihe. James, der noch in Leipzig mit Rückenproblemen fehlte, durfte starten. Coman ist nicht mehr rechtzeitig fit geworden und war nicht mal im Kader.

Auf der Gegenseite nahm Hasenhüttl ebenfalls drei Wechsel vor. Bernardo, der ein gutes Pokalspiel hatte, blieb draußen. Für ihn durfte Klostermann starten. Im Mittelfeld spielte Demme für Kampl. Der einzige Fehlschütze vom Mittwochabend, Timo Werner, fand sich gleichwohl in der Startelf wieder. Augustin saß zunächst auf der Bank. Taktisch änderte sich bei Leipzig wenig. Die 4-2-2-2 Grundformation wurde auch in der Münchner Allianz Arena praktiziert.

Das Spiel begann fast wie erwartet forsch. Leipzig zog die Linie des Pressings erneut durch und versuchte mit Umschaltmomenten immer wieder zum Erfolg zu kommen, allerdings in den ersten Minuten nicht so aggressiv wie unter der Woche. Interessant war die Staffelung der Bayern im Mittelfeld. Mit Martinez alleine auf der Sechs und mit Thiago sowie Rudy auf der Achterposition begann die Partie. Heynckes opferte also zunächst keinen der beiden Spielmacher für eine Defensivrolle.

Die erste große Chance hatten aber die Bayern. Nach einem Eckball von James kam Martinez zum Kopfball (9.), doch der Winkel war zu ungünstig, um den Ball in Richtung Tor zu lenken.

In der 12. Minute gab es im vierten Spiel gegen den FC Bayern den dritten Platzverweis für einen Spieler von Leipzig. Willi Orban verhinderte gegen Robben eine klare Torchance. Mit Unterstützung bzw. Überprüfung durch den VAR gab Daniel Siebert die rote Karte für den Leipziger. Zuvor schickte Rudy Robben sehenswert direkt steil. Ein schöner Pass in die Schnittstelle der Abwehr. Der anschließende Freistoß von Robben wird von Gulacsi um den Pfosten gelenkt.

Fünf Minuten nach dem Platzverweis ging der FC Bayern in Führung. Die Bayern leiten den Ball schnell auf die Außenposition. Hier konnten sich die Münchner ohne Druck durch die Leipziger Ketten kombinieren – abermals ist Rudy beteiligt. Robben ist frei durch auf der Außenbahn und bedient per Flachpass James im Zentrum. Der Kolumbianer blieb cool und schob locker zum 1:0 für die Bayern ein.
Hasenhüttl stellte nach dem Gegentreffer um und brachte Konaté für Werner. Aber der FC Bayern blieb weiter am Drücker. Den Münchnern gelang es in dieser Phase die Außenspieler freizuspielen. Nach einer Flanke von James verpasste Lewandowski knapp das zweite Tor. Sein Kopfball war zu zentral (25.).

Nach dieser Chance verflachte die Partie etwas. Die Mannschaft von Jupp Heynckes tat sich schwer gegen das 4-4-1 von Leipzig. Beide Leipziger Ketten verdichteten das Mittelfeld so geschickt, dass Rudy und Thiago aus dem Spiel genommen wurden. Just in dem Moment, in dem der Bayerntrainer justieren wollte, fiel das 2:0. Ein Geniestreich von Javi Martinez nahm alle (!) Leipziger Feldspieler aus der Partie. Sein Pass durch die Reihen hindurch fand Lewandowski. Der war auf und davon und überwand Gulacsi (38.).

Bei dieser Aktion verletzte sich der Pole allerdings und musste in der 44., also noch vor der Pause ausgewechselt werden. Für ihn kam Vidal.

Die zweite Halbzeit begann mit deutlich weniger Tempo als die erste Hälfte. Die Bayern versuchten jetzt im Positionsspiel die Partie zu kontrollieren. Durch die Auswechslung von Lewandowski fehlte den Münchnern ohnehin die Option im Angriff. Hier versuchten die Mittelfeldspieler Thiago, Rudy und Vidal situativ in die Spitze zu stoßen. James und Robben hielten weitgehend die Außenbahn.

Torchancen erspielten sich die Münchner zunächst nicht. Lediglich Robben (58.) und Alaba per Freistoß (60.) konnten einen Schussversuch verbuchen.

Die Bayern hatten zwar über 80% Ballbesitz, konnten sich aber kaum Chancen erspielen, da sich Leipzig mit der Niederlage abgefunden hatte und keinerlei Risiko einging. Die Mannschaft von Jupp Heynckes vermied es ebenfalls riskant zu agieren und wollte nicht in Konter laufen. Dadurch plätscherte die Partie in der zweiten Halbzeit dem Ende entgegen. Die letzten fünf Minuten bestritten die Leipziger sogar in doppelter Unterzahl, da Keita nach einem Zweikampf gegen Thiago nicht mehr weitermachen konnte und Hasenhüttl bereits früh alle Wechseloptionen ausnutzte.

Die Münchner gewinnen mit 2:0 gegen Leipzig und können beide Duelle für sich entscheiden. Spielentscheidend war natürlich der Platzverweis von Orban, den die Bayern in der ersten Halbzeit effektiv ausnutzen und so früh den Weg auf die Siegerstraße einschlagen konnten.

Drei Dinge, die auffielen:

1. Das Bayern-Mittelfeld

Das Bayern-Mittelfeld mit Martinez, Thiago und Rudy brachte sichtlich mehr Sicherheit in die Partie als die Paarung Vidal, Tolisso und Thiago, die im ersten Aufeinandertreffen starten durften. Ein entscheidender Faktor war das bessere Raumverständnis von Martinez und Rudy im Vergleich zu Vidal und Tolisso. Das Pressing im Zentrum, welches essentiell für die Leipziger Spielweise ist, wurde gekonnt mit Seitenverlagerungen auf Alaba und Kimmich umspielt. Dabei spielte es keine Rolle, wer von Leipzig in die Pressingfalle gelockt werden sollte, es gelang immer wieder sich geschickt zu befreien.

Die Passquote der Bayern ist natürlich durch den Platzverweis schwer zu analysieren, dennoch überzeugten Martinez mit 86%, Thiago mit 92% und Rudy mit 85% in den ersten 45 Minuten. Ihre Quote lag 10-15% höher als die von Vidal und Tolisso am Mittwoch.

Rudy und Martinez waren es schlussendlich auch, die die Bayern mit auf die Siegerstraße brachten. Rudy leitete die zum Platzverweis führende Aktion ein und kombinierte Robben auf engstem Raum vor dem 1:0 frei. Martinez verbesserte seine Packing-Rate schlagartig mit der Vorlage zum 2:0.

2. Kader

Wir haben es an dieser Stelle schon öfters erwähnt, aber der Kader des FC Bayern ist dieses Jahr äußerst dünn besetzt. Carlo Ancelotti bevorzugte es, mit einem möglichst kleinen Kader zu arbeiten. Gerade in der Offensive versucht der FC Bayern mit einem Minimum an Planstellen zu operieren. Das kann gutgehen, muss es aber nicht. Die Verletzung von Ribery, Müller und jetzt auch Coman sowie Lewandowski hinterlassen ein großes Loch. Die Aufgaben bis zur Länderspielpause sind immerhin noch ein wichtiges Auswärtsspiel in der Champions League und ein Auftritt in Dortmund.

Natürlich sind die kumulierten Ausfälle in der Offensive auch Pech, allerdings verpasste der Verein vor der Saison bereits die Weichen für die Ära nach Robbery zu legen. Ein junger Perspektivspieler, der als Flügelspieler bzw. als Stürmer eingesetzt werden könnte, täte dem Kader sicherlich gut. Vielleicht auch schon im Winter.

3. Erfahrung?

Wie bereits erwähnt war es bereits der dritte Platzverweis für einen Leipziger im vierten Duell mit dem Rekordmeister. Die Platzverweise spielten in der Regel den Münchnern in die Karten. Die Spielweise von Leipzig ist riskant. Alle drei Platzverweise verhinderten mehr oder weniger Chancen der Münchner. Vielleicht hilft auch ein Stück weit die Unerfahrenheit der Leipziger noch den Münchnern, die Duelle zu gewinnen. Die Betonung liegt hier auf dem Wort: “noch”. Leipzig war dran. Am nähsten wohl im Pokalspiel.

Zeitgleich zeigen die vielen Platzverweise der Leipziger aber auch, dass ihr Spielsystem gegen spielstarke Mannschaften vielleicht doch einen Hauch zu riskant ist. Leipzig presst hoch. Keita und Co. führen zugleich meist kompromisslos die Zweikämpfe. Leipzig hat in beiden Duellen gezeigt, dass sie in Gleichzahl durchaus mit dem FC Bayern mithalten können.

Für Jupp Heynckes kann die Woche dennoch als Erfolg gewertet werden. Die Defensive hat sich in den letzten Wochen unter ihm stabilisiert. Das Erspielen von Torchancen erfolgt nachhaltiger. Lediglich die Chancenverwertung passte diesmal nicht.

FC Bayern München – RB Leipzig 2:0 (2:0)
FC BayernUlreich – Kimmich (Rafinha, 84.), Boateng, Hummels, Alaba – Rudy, Martinez, Thiago – Robben (Tolisso, 86.), Lewandowski (Vidal, 45.), James
BankStarke, Götze, Süle, Wriedt
LeipzigGulacsi – Klostermann, Orban, Upamecano, Halstenberg – Sabitzer (Bruma, 46.), Keita, Demme, Forsberg (Laimer, 62.) – Poulsen, Werner (Konate, 22.)
BankMvogo, Bernardo, Kampl, Augustin
Tore1:0 James (19.), 2:0 Lewandowski (38.)
KartenGelb: Thiago (82.) / -; Rot: – / Orban (13.)
SchiedsrichterDaniel Siebert (Berlin)
Zuschauer75.000 ausverkauft

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Leserkommentare
  1. Kurt

    Endlich mal wieder eine todlangweilige 2. HZ. Gab zu wenig davon in letzter Zeit.

    TABELLENFÜHRER!

    1. Thomas

      Endlich mal wieder eine todlangweilige 2. HZ.

      Und ich habe mich über die totlangweilige zweite Spielhälfte geärgert. Ich wollte gern noch guten Fußball — mit Kombinationen und Chancen — sehen. Ich sah aber nur Tikki-Takka und Rückpässe. Wenn ich nicht gerade Bayernfan wäre, hätte ich wohl abgeschaltet.

      Und ich rechne es Jerome hoch an, daß er denselben Anspruch an die Mannschaft stellt. Im Sky-Interview fand er klare Worte. Danke, Jerome!

      1. Kurt

        Unter Berücksichtigung der bisherigen Saison und der Personalsituation, hallo, es waren am Ende 8! defensive Spieler auf dem Platz, war das Ergebnis verwalten für mich total okay.

        Natürlich hätte ich mir auch einen höheren Sieg gegen die Leipziger gewünscht, einfach um ein Ausrufezeichen zu setzen, aber das wird halt nix mit dem Robben in aktueller Verfassung.

      2. Vobius

        Vor allem bei der aktuellen Personal Situation und den anstehenden Partien. Der Verwaltungsmodus war auch deswegen OK, weil der Gegner dem gleichen Plan hatte.

  2. Kramnik

    James hätte zumindest erwähnt werden können. Sehr schönes Spiel von ihm.
    Generell ist ein Mittelfeld aus Thiago, Rudy, Martinez und James eine Augenweide.
    Was mir auch sehr gefällt ist die defensive Stabilität, vorallem wenn Javi auf dem Platz steht. Nicht nur durch Pressing gegnerische Angriffe unterbinden, sondern auch ein wenig zurück gezogen “richtig” verteidigen. Hat man unter Ancelotti gar nicht gesehen.
    Was ich auch nochmal loben muss, ist die Leistung von RB. Wie sie zu 10 immer noch verteidigt haben und Phasenweise gepresst haben, nötigt Respekt ab. Ich hätte gedacht die klappen irgend wann zusammen.

    1. Kramnik

      Ach und Alaba kann man noch positiv erwähnen. Bekommt ja in letzter Zeit nicht so viel Liebe ab.

      1. Blanko

        Stimme voll zu: endlich spielt Javi wieder fix auf der 6! Warum das in den letzten 4 Saisons fast nie der Fall war hat verschiedene Gründe, v.a. natürlich Verletzungen; aber eben auch eine falsche Einschätzung seiner Qualitäten sowohl durch Pep wie Carlo. Macht einfach einen enormen Unterschied, VOR ALLEM wenn er neben einem Spielstarken Spieler wie Rudy/Thiago steht und sich auf die Defensivarbeit konzentrieren kann.
        Und: Alaba wirkt zumindest wieder so, als hätte er ein wenig Spaß am Fussball. Für James freu es mich besonders – bin immer noch der Meinung, dass er in allen Belangen der bessere Fussballer ist als Müller und würde mich sehr freuen, den künftig öfter zu sehen.

  3. FR7

    Hoffe Lewandowski fällt nicht aus. Aber souverän und kräfteschonend gewonnen. Weiter so.

    Es trafen gegen Leipzig drei von fünf Thesen zu. Meine Trefferquote liegt bei 56%. (Insg. 42 von 75 richtig)
    ——–
    Meine fünf Thesen zum Spiel waren:

    1. Die Bayern gewinnen das Spiel.
    2. James steht in der Startelf.
    3. RB Leipzig erzielt kein Tor aus dem Spiel heraus.
    4. Der Schiedsrichter zieht mindestens drei Mal eine Karte.
    5. Bayern München trifft mindestens einmal nach einem Standard.

  4. Systemrelevant

    Seitdem Jupp wieder da ist fällt auf, dass die Gegner viele Platzverweise kassieren. Gefühlt in jedem Spiel einen. Zufall oder Fokus?

    Das war heute auch das Mittelfeld, welches wohl die Stammelf bilden wird. Der Unterschied war schon bedeutend, auch wenn wir es nur paar Minuten so richtig unter Druck beobachten konnten.

    Gefühlt auch das erste Spiel unter Jupp, in dem Robert wirklich gut eingebunden war.

    Die Abwehr nach nur so kurzer Zeit natürlich wieder der Trumpf der Jupp-Elf. Ich liebe ihn dafür und am Ende kann man nicht ausschließen, dass damit vllt sogar wieder was ganz großes passieren könnte. Wenn du kein Tor kassierst kannst du schließlich auch nicht verlieren.

    Nach wie vor sind das aber nur die ersten Schritte, aber die Basics können ein bisschen zuversichtlich stimmen.

  5. Ronald

    Gut, dass die Sache mit der Erfahrung angesprochen wurde. Ich sehe es genau so. Normalerweise hatte ich Lust auf das Spiel, doch nach der Roten Karte, habe ich das Spiel nur oberflächlich verfolgt.

    Man kann von dem Konstrukt ” Rasenball Leipzig” halten was man will, jedoch finde ich deren spielweise erfrischend. Wenn das Team zusammen bleibt, dann wächst ein ernstzunehmender Konkurrent heran. Zwiespältig beäuge ich nur den Leitsatz “Wir holen keine Spieler die über 24 Jahre alt sind!”, der geäußert wurde von einem Offiziellen. Die letzten beiden Spiele gegen Bayern verdeutlichten schon, dass dieses Credo auf Dauer nicht zu halten ist. Denn diese eklatanten Fehler der Leipziger beruhen häufig auf ihre Naivität und letztlich auch auf eine Prise Dummheit. Da fehlt jemand auf dem Platz, der die Richtung vor gibt – wie einst ein Lahm oder Alonso (bei Bayern). Spieler dieser Art haben eine gewisse Erfahrung und können eine große Stütze sein, wenn es um wichtige Spiele geht. Allerdings sind solche Spieler viel älter, kosten mehr Geld und das passt bekanntlich nicht zum Konzept Leipzig. Ein Teufelkreis, eben. Damit Leipzig ein ernstzunehmender Dauerrivale wird, müssen solche eklatanten Fehler wie die Roten Karten, gewisse Fouls und die leichten taktischen Defizite beim Verteidigen abgestellt werden, besonders bei wichtigen Spielen. In München würde ich niemals offensiv auflaufen, wenn ich weiß, das jeder einzelne Spieler dort besser ist als meine. Das ist Selbstjustiz. In München gewinnst du mit guter Defensive und stechende Konters. Schade für die schöne Fussballwoche aber ich freue mich für Bayern.

    Dortmund wird eine schwierigere Aufgabe sein, denn wenn sie gewinnen, winkt Platz eins. Außerdem spielt Bayern in Dortmund. Verstehe manchmal nicht diese Auswärtsschwäche der Münchner, denn qualitätsmäßig sind wir denen überlegen. Als ehmaliger Fussballer habe ich mich immer gefreut auswärts ranzumüssen, weil der Druck nicht enorm war. Zuhause hast du meistens mehr Druck.

    Bayern ist erstmalig auf dem ersten Tabellenplatz. Das ist verdient, wenn man die Entwicklung der letzten Spiele verfolgt. Endlich wurde mein Wunsch erfüllt, wenn Rudy, Thiago und James dürften zusammenspielen. Und die haben ihre Sache gut gemacht. Auch fiel mir Alaba wieder besser auf. Er lief viel, kreierte Chance und kam seiner Abwehrarbeit hinterher. Nur mit Himmels werde ich nicht warm – versteh den Typen nicht. Jupp scheint die richtigen Wörter gefunden zu haben. Im Frühjahr wissen wir mehr… .

    Schönes Wochenende.

    1. Systemrelevant

      “keine Spieler über 24…”

      Nach dem Pokalspiel gegen Raba hatte ich über dieses Thema nachgedacht und unsere Situation eben auch mit Real Madrid verglichen. Bin zwar nicht so tief drin in deren Kaderplanung, aber haben sie glaub in den verganganen Jahren keine Spieler über 26 Jahren verpflichtet und das scheint aus vielerlei Hinsicht genau die Grenze zu sein, die Sinn ergibt. Ein 26jähriger Spieler mit 5 Jahresvertrag ist wohl am Ende des Vertrags genau an der Grenze, bei der man ein Abbau der Leistungsfähigkeit vermuten kann und gleichzeitig mit 26 nahe an dem Maximum seiner Leistungsfähigkeit.

      Mit der Annahme dass ein Kader ständig verjüngt werden muss sollte es Altersgrenzen geben und im nachhinein darf ein Wechsel wie 2014 niemals passieren als man einen 25jährigen Kroos gegen einen 33jährigen Alonso tauschte niemals passieren. Wenn wir heute zurückblicken wurden unsere Verantwortlichen von Real vorgeführt, was wirtschaftliche Vernunft angeht. Die Verpflichtung Vidals geht in die gleiche Richtung. Ein Hummels u. U. auch, auch wenn ich diesen Wechsel persönlich nahe an der Grenze empfinde. Einzig die Perspektive dass 2021 eine heute Weltklasseabwehr aus Boa und Hummels gleichzeitig ersetzt werden müssen trübt diesen Deal, auch wenn das eben ein riesen Makel ist.

      Ein Wechsel, bei dem absehbar ist dass der Spieler am Ende der Vertragslaufzeit weit über den Zenit sein könnte darf nicht meht stattfinden.

    2. Thomas

      Ronald, es ist natürlich nicht Selbstjustiz, sondern Selbstmord. :-)

    3. heuberg17

      ‘Selbstjustiz’ ?????
      Du meinst wohl ‘Selbstmord’!!!

    4. Dinzinger

      Selbstjustiz ist was ganz anderes. :)
      Aber recht hast, ist Selbstmord die Spielweise.

      1. Dinzinger

        100 Jahre zu langsam mal wieder, Dinzinger.

  6. Revolet

    Ein paar Sachen zum Spiel in Stichworten:

    – als erstes natürlich der Man of the Match: James Rodriguez. Bockstarke Leistung in der ersten Halbzeit, nicht nur wegen seinem Tor. Fast jede Ballaktion stimmte, die Flanken (besonders die Ecken) waren jedesmal brandgefährlich und auch sonst stets Anspielstation. Hin und wieder hat er sich zu weit auf seiner Seite zurückfallen lassen, sodass sich Alaba und er in der eigenen Hälfte auf den Füßen standen. Das war aber schon alles.
    – Für mich die Enttäuschung des Spiels war Rudy. Starker Pass auf Robben, der dann den Platzverweis einleitete, ansonsten gelang ihm aber wirklich nichts in der ersten Halbzeit. Die Pässe saßen überraschenderweise meistens nicht, verlor in Pressingsituationen ungewohnt häufig die Kugel und war schlichtweg kein Faktor. Keine Anspielstation wie ein James und es wäre nicht aufgefallen hätten wir zu zehnt gespielt. Da ich weiß, dass er’s deutlich aktiver spielen kann, hoffe ich wieder auf mehr in den nächsten Spielen!
    – Javi war ein ganz ganz wichtiger Faktor in diesem Spiel. Nicht nur wegen seinem Steilpass zum spielentscheidenden 2:0. Er hat hinten so gut wie alles zusammengehalten, jegliche gefährliche Situationen der Leipziger schon im Ansatz erahnt und verschluckt und war auch in der Passmaschinerie perfekt eingebunden. Hätte James heute vorne nicht so geglänzt, hätte sich Javi das Krönchen heute verdient.
    – Lewa Verletzung, die schon oft thematisierte und unverzeihliche Kader-Problematik und die daraus resultierende 2. Halbzeit in der alle ein bis zwei Gänge zurückgeschaltet haben. Es war okay, um das Ergebnis zu verwalten, aber generell war das, das “Antiideal” meiner Fußballvorstellung. Angesichts der Situation ohne Mittelstürmer, möchte ich hier aber nicht allzu viel kritisieren.
    – Defense. Defense. Defense. Ich hatte es ja schon nach dem letzten Leipzigspiel angesprochen, aber solange gut verteidigt wird, brauchen wir uns national wenig Sorgen zu machen. Wieder der Vergleich nach Dortmund, wo die schöne, bunte Angriffsfußballfassade so langsam bröckelt. Die werden sicherlich noch sehr gut punkten gegen den allerlei Kleinkram aus der Buli, aber gegen Gegner auf Augenhöhe werden sie immer und immer wieder Lehrgeld sehen. Wenn wir auch nur im Ansatz so spielen wie in der ersten Halbzeit, werden wir in einer Woche keine Probleme gegen Schwarzgelb haben, es sei denn unser Offensivmotor stockt wieder an den bekannten Stellen.

    1. chicago_bastard

      “Für mich die Enttäuschung des Spiels war Rudy. Starker Pass auf Robben, der dann den Platzverweis einleitete, ansonsten gelang ihm aber wirklich nichts in der ersten Halbzeit.”

      Der Satz ist ja schon einfach nur falsch. Wenn man schon im Spiel nicht gesehen hat, wer Robben vor seinem Assist zum 1:0 auf dem Flügel schön freigespielt hat, dann hätte man ja nur den obigen Spielbericht lesen müssen, wo es geschildert wird. Und wahnsinnig viele Fehlpässe können es bei einer Passquote von 91% auch nicht gewesen sein. Rudy war gut und steht jetzt hoffentlich auch bei Heynckes in der Mittelfeld-Rangfolge vor den Geradeausläufern Vidal und Tolisso. Ist einfach wohltuend mit ihm, Thiago und James mal drei Fußballer im Zentrum zu haben.

      1. Kurt

        Rudy sollte aber noch mutiger werden find ich. Ohne jetzt den ausgelutschten Vergleich zum derzeit besten Mittelfeldspieler der Welt zu bringen, aber der Kerl hat eine ausgezeichnete Schusstechnik.

        Hab mir mehrmals gewünscht, dass er doch jetzt bitte mal abzieht, aber ich nehme an, es lag an seiner Spielintelligenz, da “die Lücke” eben doch nicht als solche erkannt zu haben.

      2. Revolet

        Ich habe sehr gute Spiele von Rudy gesehen in dieser Saison. Aber sorry, in der ersten Halbzeit war‘s kein gutes Spiel von ihm. Dass der Passwert dann von der ersten Halbzeit mit 85% auf 91% in der zweiten Halbzeit hochgeklettert ist, versteht sich aufgrund der Spielsituation von selbst. & außerdem finde ich‘s immer sehr kritisch einen Spieler, ja auch einen Mittelfeldspieler, nur an aufgrund seines Passwertes schon eine gute Leistung zu attestieren. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass wenn neben einem Javi ein spielerisch starker Rudy (oder Thiago …) spielt, das für unser Spielsystem sehr förderlich ist. Nur war Rudy für sich genommen kein Faktor in der ersten Halbzeit, um das zu untermauern. Die Beweise werden aber sicherlich noch im Laufe der Saison kommen, also keep cool :)

      3. chicago_bastard

        Die Passquote hab ich nicht ins Spiel gebracht um ihm ein gutes Spiel zu attestieren, sondern wegen deiner Aussage, seine Pässe wären gestern meist nicht angekommen.

        Er hat die beiden spielentscheidenden Situationen, den Platzverweis und das Führungstor, mit starken Zuspielen eingeleitet, für einen zentralen Mittelfeldspieler ist das schon ein mehr als ordentlicher offensiver Arbeitsnachweis in einer Halbzeit. Zudem war er mehrfach im Zehnerraum, einer im Bayernspiel ansonsten oftmals verwaisten Zone, anspielbar und hat da gut Bälle behauptet. Absolut tadellose Leistung.

      4. Revolet

        Da sind wir unterschiedlicher Meinung Chicago. Machste nichts. Ich fand ihn über weitere Strecken in der ersten Halbzeit eher in einem luftleeren Raum, hat sich meiner Meinung nach zu wenig angeboten. Ich vergleiche das ganze natürlich auch mit anderen Spielen in dieser Saison von ihm, wo er mir wesentlich besser gefallen hat. Das war in meinen Augen mit einer seiner schwächsten Auftritte. :)

      5. chicago_bastard

        Noch ein kurzer Nachtrag, da ich vorhin noch einmal die Highlights auf Sport1 gesehen habe: Auch bei der sehr guten Kopfballchance von Lewandowski, die James mit einer schönen Flanke vorbereitet hat, kam der Pre-Assist von Rudy. Da hat er sich wie im vorigen Kommentar beschrieben toll im Zehnerraum angeboten, den Ball gut verarbeitet, so Gegenspieler in die Mitte gezogen und damit auf außen den Platz für James geschaffen und diesen schließlich perfekt bedient. War also schon deutlich mehr als eine gute Aktion in der 1. Halbzeit.

      6. Revolet

        Wie gesagt Chicago, ich hab mir gestern das gesamte Spiel angesehen und könnte dir insgesamt bestimmt 10 Situationen nennen, wo Rudy unter Druck den Ball verloren hat, einen unverständlichen Fehlpass gespielt hat oder in vielen Situationen unsichtbar war und sich nicht angeboten hat, wenn es sehr sehr sinnvoll gewesen wäre. Würde ich mir das Ding nochmal komplett geben, würde ich dir auch gerne die Minutenzahlen aufschreiben, aber das ist es mir dann auch nicht wert. :D

  7. SD2MUC

    Schaut euch da nochmal an. „Am nähsten wohl im Pokalspiel“. Ansonsten vielen Dank für die schnelle Analyse. Bin grad aus dem Stadion heimgekommen und freu mich das schon lesen zu können.

  8. Dianosaurus Ross

    Was mir auffiel: Insgesamt wirkt die Mannschaft schon deutlich fitter als noch vor drei Wochen. Besonders evident bei Robben und Boateng.

    1. heuberg17

      Fitter wohl schon, aber durch das verschärfte Training wohl jetzt auch die vermehrten Muskelverletzungen (Müller, Lewa).
      Das Erbe von Carlo wird uns noch länger verfolgen auf diese Weise…

  9. Sascha

    Das ist der FC Bayern,in den ich mich als Kind verliebt habe !!!!!!!!!
    Gruss

  10. pitvonbonn

    Vor Jupp = 5 Punkte Rückstand, zerstritten und ohne Selbstvertrauen.
    3 Wochen mit Jupp = 3 Punkte Vorsprung, ohne Gegentor als Einheit mit Selbstvertrauen und im Pokal eine Runde weiter.
    So kann es weitergehen.

  11. Marco05

    Für mich die stärkste 1. Halbzeit dieser Saison (im Grunde fast seit dem letzten Heimspiel gegen RB).

    Die Körpersprache, die Konzentration, der Wille – alles war von Anfang an da. Man wollte Leipzig nach den 120 Minuten am Mittwoch direkt so schnell wie möglich den Schneid abkaufen, das ist überragend gelungen. 1. Chance nach 2 Minuten, dann zwei Martinez-Kopfbälle nach guten Ecken, gute Kombinationen, Powerfußball – ja, von unserer Truppe. Auch ohne den Platzverweis wette ich, dass es eine klare Angelegenheit geworden wäre.

    Die Aufstellung in der Form, ist das Beste was wir zur Zeit hinbekommen, gerade in der mittleren Achse:
    Boateng – Hummels – Javi als Defensivbollwerk
    Rudy – Thiago – James als Schaltzentrale im MF ist technisch das feinste was der Kader hergibt.

    Und man hat es sofort an den Kombinationen, am Spielwitz gesehen. Wenn James am Ball ist, dann geht mir das Herz auf. Ziemlich jeder Ball perfekt getimet, so eine Flanke wie die auf Lewandowski haben wir gefühlt seit Jahren nicht mehr hinbekommen, solche Ecken, Pässe die haargenau kommen, der Schuß der zum 1:0 führt technisch ein Traum… a la bonheur.
    Vielleicht etwas zu euphorisch, mag sein, aber die technische Klasse von ihm hat man deutlich gesehen.

    Gleich dahinter kommt für mich Javi. Ein Zweikampf- und Antizipationsmonster erster Güte. Überragendes Spiel von ihm.
    Rudy fand ich ebenfalls stark. Ruhig, ordnend, mit starken Pässen. Thiago mit deutlich gestiegener Spielfreude bei den Möglichkeiten, die die Nebenleute mitbringen.

    Dann noch 2 Dinge:
    #Alaba. Nein, die Flanken kann man weiß Gott noch nicht loben. Als ihm in Minute 3 der erste Versuch komplett über den Schlappen gerutscht ist dachte ich mir au weia. Aber was hat der dann für Betrieb gemacht? Das habe ich von ihm in der Form was Dynamik und Kontinuität anbelangt schon ewig nicht mehr gesehen. Nicht dass das meiste geglückt wäre von den Aktionen, aber er hat sie wenigstens mal wieder gehabt. Wenn er weiter so arbeitet könnte es vielleicht doch noch was werden.

    #Robben
    im Grunde ähnlich. Noch immer viele Aktionen die verpuffen, aber deutlich mitspielerfreundlicher, mehr eingebunden, Pass zum 1:0 ganz stark, die Rote gezogen, Freistoß danach stark, war als zweiter bei Lewy nach dem 2:0 zum Jubeln. Auch hier eine deutliche Veränderung zu spüren.

    Die 2. HZ ignoriere ich komplett, mehr Spannungsabfall geht nach dem Verlauf einfach nicht, das kannst du auch nicht verhindern. Gewollt haben sicher alle, aber da ist einfach die Luft raus nach den intensiven Tagen. Für mich nachvollziehbar und menschlich.

    Wenn Heynckes eines geschafft hat in der kurzen Zeit, dann genau das was er sich vorgenommen hat. Das Gefüge passt wieder. Das Zusammenspiel ist besser, die Null steht wieder und der Teamspirit ist deutlich besser. Mittlerweile hat er auch eine vernünftige Rotation gefunden. Am Dienstag darf wieder Süle ran und Tolisso, so passt das für mich. Hoffe nur, dass Lewy nix Schlimmes hat, sonst wirds wirklich dünn.

  12. willythegreat

    Erst einmal ist es schon eine Leistung, dass RB im zweiten Jahr der Bundesligazugehörigkeit Elf gegen Elf gegen Bayern mittlerweile schon auf Augenhöhe ist. Aber ich finde es schon schwach, dass man die gestrige rote Karte als einzige Ausrede hernimmt. Eine Mannschaft mit dem Anspruch von RB sollte auch einmal konsequent verteidigen können und durch vernünftiges Stellungsspiel in der Lage sein, den Laden erst mal dicht zu machen. Es kommt mir so vor, dass RB nur dann hinten sicher stehen kann, wenn die Abwehrreihe durch das Pressing aus dem Mittelfeld so gut wie möglich vor eigentlichen Abwehraktionen geschützt wird. Ähnliches fiel und fällt mir auch immer wieder bei Bayern und auch beim BVB auf: gelingt das Pressing nicht, dann wirds gefährlich. Da sollten die Trainer unserer Spitzenvereine schleunigst ansetzen. Maßstab sollten da Teams wie Atletico oder Juve sein, die es schaffen, ohne aggressives Pressing schon in vorderster Front sogar Angriffsreihen wie die von Barca oder anderer Topteams durch gute Staffelung im eigenen Strafraum aus dem Spiel zu nehmen und das obwohl die Mittelfeldspieler des Gegners teilweise durchaus Zeit hätten, um nach Lücken zu suchen. Wenn ich mir die Tore von Bayern gestern anschaue, dann hat RB in Sachen Stellungsspiel in der Abwehr noch gehörigen Nachholbedarf und beim FCB und dem BVB ist es nicht anders. Die so hoch gelobte Abwehrleistung von RB am Mittwoch im Pokal lag einzig und alleine an der guten Arbeit gegen den Ball durch das ganze Team und nicht unbedingt an der Qualität der Abwehrreihe wie man gestern sehen konnte. Auch wenn man nicht mehr so aggressiv auf den ballführenden Gegenspieler draufgehen kann, sind Gegentore wie das 0:2 gestern nicht zu entschuldigen. Das ist auch der Hauptgrund, warum unsere Teams in der CL gegen Spitzenteams derzeit kein Bein auf den Boden bekommen. Diese Teams schaffen es einfach, das Pressing zu überspielen und dann sieht man die Hilflosigkeit der Abwerhspieler bzw. fehlende Automatismen. Auch bei Bayern ist es ja keine Seltenheit, dass man sich des Öfteren Gegentore einfängt, obwohl man teilweise drei bis vier mehr Spieler im Strafraum hat als die angreifende Mannschaft. Exemplarisch seien da mal das 0:1 in Paris, der Anschlusstreffer von Hertha zum 2:1 oder das 1:1 im Hinspiel gegen Real im Vorjahr zu nennen. Solche Gegentore würden einer Defensive wie der von Atletico oder Juve eher nicht passieren. Pressing ist gut, aber gutes Stellungsspiel in der Abwehr ist mindestens genauso wichtig.

    1. Osrig

      @WTG:
      Da bin ich ganz bei Dir: Gute Arbeit gegen den Ball mit konsequentem Verschieben der gesamten Abwehrreihe ist das A und O einer erfolgreichen Defensive. Ich habe da noch Gladbach unter Favre vor Augen, die das geradezu perfektioniert haben und quase en bloc einschließlich der Mittelfeldreihe im 4-4-2 verschoben haben. Und das frühes Pressing die Abwehr entlastet, ist sicherlich auch nachvollziehbar.

      Aber wie bei so vielen Dingen kommt es dann auch auf die Balance an, und da sehe ich die größten Probleme! Wieviel offensiv ausgerichtete Spieler bekomme ich in die Positionen, ohne dafür die defensive Struktur zu vernachlässigen? Wie sieht es mit der Verbindung zwischen Zentrum bzw. Außenspielern und dem Sturm aus? Habe ich zuviel Offensive, ergeben sich defensiv Löcher, bleibe ich defensiv in meiner Struktur und Ordnung, fehlen nach vorn die Impulse. Es sei denn, ich setze ohnehin eher auf die berüchtigten Nadelstiche, dann brauche ich nur 2-3 Leichtathleten, die nach Ballgewinn nach vorn rennen und versuchen, vor dem gegnerischen Tor für Überzahl zu sorgen.

      Die Spitzenteams in Europa schaffen es allerdings, defensiv ihre Ordnung zu halten UND dabei relativ hoch zu stehen, um die Wege in die Spitze kurz zu halten. Wenn dann der Ball dann schnell gespielt wird, gleichzeitig aber die Spieler eine hohe Ballsicherheit haben, können auch gute Defensivordnungen in Unordnung gebracht werden.
      Klar, je mehr Grün der Gegner bei einem Konter zur Verfügung hat, umso gefährlicher wird ein Gegenstoß, aber auch die “Nadelstichler” werden nicht jeden Angriff mit einem Torerfolg beenden, und die guten Mannschaften lassen auch nicht mehr viele solche Konter zu! Die Konterabsicherung wird eben immer besser. Was aber wie gesagt auch ein Ergebnis guter Defensivarbeit ist. Entscheidend ist aber die gut organisierte Verbindung in die Spitze aus der Abwehrstruktur heraus, und da haben wir gestern mit dem Dreieck Rudy-Thiago-James vor dem Sechser Martinez ein herausragendes Beispiel dafür gesehen, wie es laufen kann und soll! Von daher gibt es auch wenig Grund, neidvoll auf die Spieler von RB zu schauen.

  13. Flinsi

    Was mir noch wichtig ist: Nach zwei Mal Leipzig schauen in vier Tagen, kann man den Kaderplanern nur ein ganz dickes Lob aussprechen: Wahnsinnspotential! Unfassbar, was die für geile und junge Kicker selbst noch auf der Bank haben. Da sollten wir uns umgehend dran orientieren und hinterfragen, warum wir hier nach wie vor wesentlich schlechter aufgestellt sind.

  14. Osrig

    Was mich viel mehr als die gute Leistung eigentlich aller unserer Spieler – von denen ich Rudy, James und Martinez noch einmal herausheben möchte – begeistert, ist die Tatsache, dass sich Jupp auch taktisch flexibel zeigt und wie so nebenbei sein bevorzugtes 4-2-3-1 umstellt auf eine Art Raute mit 4-1-2-2-1. Jedenfalls hat, wenn ich mich nicht völlig verguckt habe, Martinez allein als Sechser vor unserer Innenverteidigung agiert, und vor sich gleich 2 Zentrale OM gehabt, nämlich Rudy und Thiago, die bei Bedarf hinten mit dicht gemacht haben oder nach vorn für Kreativität im Offensivspiel sorgen konnten.

    Wenn auch nach vorn hinsichtlich einer variablen Besetzung des 10-Raumes noch nicht alles reibungslos funktioniert hat, ja auch noch nicht funktionieren konnte, so erscheint mir diese Umstellung doch als hervorragender Taktikkniff, mit dem Leipzig offensiv gut aus dem Spiel genommen werden konnte! Meines Erachtens ist das sogar eine Lösung auch für andere Mannschaften, die hauptsächlich durch schnelles Umschalten funktionieren. Jedenfalls muss uns gegen DO nicht mehr Bange sein, die Tage der vogelwilden Abwehrleistung wie zu Beginn unter Carlo gehören jedenfalls der Vergangenheit an.

    Und wenn James seine Form halten kann und noch besser ins Spiel eingebunden ist, dann geht es auch in der Offensive strukturiert nach vorn mit noch mehr Torgefahr im Sechszehner des Gegners. Wenn Coman und Müller wieder fit sind, hängt es dann eher vom Gegner ab, wer zusätzlich im OM mit aufläuft, zumal auch Robben ansteigende Form zeigt.

  15. Axel

    Jupp hat mit einem seiner typischen und immer ein wenig lächerlich wirkenden Selbstlobsätze seine überlegene Erfahrung als Grund genannt, warum er besser als seine Spieler (z.B. Boateng) weiß, dass die zweite Halbzeit genau richtig war, dass man mit so einem Gekicke zufrieden sein muss. Er, Jupp, weiß aus mehreren Jahrzehnten exklusiv, dass man kontrolliert und mit gedrosseltem Tempo spielen muss, um die nächsten beiden Spiele mit voller Kraft angehen zu können. Jetzt habe ich absolut keine Erfahrung als Profifußballer und deshalb stellt sich mir die Frage: Warum spielte dann Wriedt nicht?

    1. M1900

      Eine gute Frage ;)

      Ich gehe davon aus, dass er kein Risiko gehen wollte

    2. M1900

      Eine gute Frage ;)

      Ich gehe davon aus, dass er kein Risiko eingehen wollte

    3. Marco05

      Hast du die Interviews nicht zu Ende gehört? Weil er etablierten Spielern zu erst noch ein paar Minuten geben wollte. Muss man auch nicht verstehen. Und da stimme ich Loddar zu: Ob Rafinha nach gefühlt 380 Bundesligaspielen jetzt noch 15 macht oder nicht, so what?

      Die Aussage von Boateng finde ich im übrigen insofern bemerkenswert, als er ja auch auf dem Plat stand und auch lieber 5 mal quer gespielt hat als einmal steil. Und außerdem, wenn sollte man nach dem Ausscheiden von Lewy und gegen 9 verteidigende Leibnitzer auch steil anspielen? Vidal? Noch mal: das Spiel war sowas von durch, da kann man noch soviel wollen, es wird nix mehr, weil der Kopf dicht macht (meine Meinung).

      1. Ibiza

        also was ich zu der Thematik Wriedt gestern (Blickpunkt Sport) noch erfahren habe, ist dass der nicht für die CL gemeldet sein soll! Natürlich grober Schnitzer der sportlichen Leitung, da muß dann ja auf alle Fälle was gravierend schief gelaufen soll wenn der jetzt naheliegenste Stürmer backup wegen so ner technischen Lappalie scheitert. Oder gibts da ev. doch nachvollziehbare Gründe, hab da zu wenig Ahnung von, vielleicht andere mehr?

        Umso mehr denke ich aber muß man die Auswechslungen aus kurzfristigen Gesichtspunkten sehen. Klar, ein Rafinha hat langfristig gesehen nix von nem gefühlt 381tem BL spiel, aber für die kurzfristige Leistungsfähigkeit ist so ein Kurzeinsatz (auch wenn er ja durchaus schon einige hatte zuletzt, von daher isses immer noch ne grenzwertige Arguementation, klar) vielleicht doch was wert. Weil dann eben wenn Wriedt in der CL nicht kann zumindest klar andere Lösungsansätze fürs Dienstag notwendig sind. Hab jetzt gerade noch gelesen, dass nicht nur Lewandowski da doch aus Vorsichtsgründen nicht mitfährt, dafür dann aber der U19 Stürmer (auch wieder keine Ahnung meinerseits diesbgzl.). Aber da dann vielelicht doch lieber wieder zb. Vidal oder Kimmich (da brauchts dann eben möglichst fitten/mental paraten Rafinha) vorne reinstellen?

        Wodurch dann eben umso wichtiger, dass alle im extrem verknappten Restkader halt möglichst kurzfristig
        nahe am Optimum einsatzfähig sein werden, und da können dann so Kurzeinsätze wie am Samstag dann doch vielleicht minimal positiv beitragen?

      2. wipf1953

        Das ist richtig. Auf “de.uefa.com” kann man die Kader aller Vereine anschauen. Bayern hat Wintzheimer und Pantovic gemeldet. Von einer “Panne” würde ich hier nicht gleich ausgehen. Wintzheimer war Anfang der Saison noch für die U23 vorgesehen und ist langjähriger Jugendspieler.

        Bei der Historie unseres Vereins muss man fast froh sein, dass das mit der Nicht-Meldung noch vor dem Einsatz aufgefallen ist (ich sage nur “vier Amateure”, die älteren werden wissen was damit gemeint ist).

  16. pitvonbonn

    Pokalauslosung:
    Durch die Auslosung:
    Leipzig – Bayern
    Bayern – Dortmund
    vorausgesetzt Bayern schlägt auch Dortmund,
    stärkt Bayern ihre stärksten Konkurrenten im kampf um die Meisterschaft.
    Dadurch “befreit” Bayern – Dortmund und Leipzig – von der 3fach Belastung.
    …und ich hatte mich auf den Dreikampf gefreut, aber mit gleichen Waffen (Dreifachbelastung).
    Verrückte Welt.

    1. Marco05

      Das Finale nicht mitgerechnet sind es nach dem 1/8-Finale noch 2 Spiele (bzw. für Leipzig fällt das eine Spiel vor Weihnachten weg). Da kann man mE nicht wirklich von Dreifachbelastung reden. Zumal beide (ggf wir auch) im Februar oder spätestens April ohnehin vermutlich nicht mehr international vertreten sein werden.

      Also wegen den beiden Spielen sehe ich keinen großen Wettbewerbsvorteil für die Bundesliga. Außerdem muss man erstmal abwarten, die beiden letzten Heimspiele im Pokal gegen den BVB waren mit das skurrilste der letzten Jahr(zehnt)e. Hoffe wir “rutschen” da nicht wieder aus…

      Auch wenn das jetzt zwei vorweggenommene Endspiele sind, liegt doch gerade der Reiz in dem Modus darin, dass nicht immer die beiden vermeintlich besten Mannschaften ins Finale kommen. Für mich ist das im Sinne des Wettbewerbs ok. Wenigstens ein Heimspiel, also alles gut.

      1. pitvonbonn

        Es war als Gedankenspiel gedacht.

    2. Ibiza

      als Gedankenspiel finde ich es auch gar nicht uninteressant.

      Aber wesentlich interessanter finde ich das Ganze, und das muß man natürlich wohlgemerkt im Kontext der 5 Meisterschaften in Folge sehen, gerade dadurch, dass dann in diesem von Dir skizzierten Szenario die Hauptkonkurrenten gerade von der Dreifachbelastung befreit wurden. Als Anspruch für die Bayern unter Jupp sehe ich (und haben die letzten Wochen seit dem Trainerwechsel ja Gott sei dank bestätigt) viel eher eine von der Mehrfachbelastung (gerne auch in Europa) befreite Konkurrenz als spannend an!

  17. kita

    An die MSR-Redaktion.

    Es wird ja immer offensichtlicher dass Bayern versuchen wird im Winter einen 2. Stürmer zu holen.
    Wäre super wenn ihr mal versucht einen Artikel mit euren Einschätzungen abzugeben. Denn mir fällt überhaupt keiner ein, am ehesten noch Mario Gomez (wobei er sich in Hinblick auf die WM nicht mit dem Backup zufrieden geben wird, vermutlich).

    Danke

    1. Ju

      Dafür müssten die Jungs aber hellseherische Fähigkeiten haben. Aufgrund der Tatsache, dass der sowieso schon dünne Markt noch dadurch beschnitten wird, dass kein Spieler seine WM-Chancen auf Null setzen möchte, gibt es eigentlich keine naheliegenden Kandidaten mehr. Von Ibisevic mal abgesehen, aber den hätte man letztes Jahr ablösefrei haben können, wollte ihn aber offenbar nicht. Tatsächlich in Frage kommen letztendlich nur Spieler, die entweder keine Stammspieler sind, deren Vertrag ausläuft oder in einer schwachen Liga spielen. Wie viele von solchen Spielern sind denn den Entscheidungsträgern im Verein wohl geläufig?!
      Man kann im Moment maximal Namedropping betreiben. Ohne Insiderinformationen ist es aber unmöglich, die Parameter ‘Wechselwunsch/Lust auf Bank/Abgabebereitschaft/gefällt Uli” abzuarbeiten. In den Raum werfen würde ich mal die Namen Uth und Huntelaar (bei denen der Vertrag ausläuft), Caiuby, Al Soma und natürlich den idealen (wenn auch wahrscheinlich unerreichbaren) Lewandowski-Nachfolger Dolberg.

      Es bleibt zu hoffen, dass man nicht wieder in altbekannte Muster verfällt und irgendjemanden holt, der in einem vollkommen anderen Kontext bei einem anderen Bundesligisten in dieser Saison mal einigermaßen knipst (der sogenante “Hashemian-Reflex”).

  18. […] [Mia san rot] FC Bayern München – RB Leipzig 2:0 (2:0): http://miasanrot.de/analyse-bayern-leipzig/ […]

  19. kita

    Ibisevici oder Huntelaar wären doch klasse.

  20. pitvonbonn

    Schon mal darüber nachgedacht warum Bayern seit Jahren keinen Lewandowski Ersatz verpflichtet hat?
    Weil Lewandowski sonst seinen Vertrag nicht verlängert hätte.
    Und wer bei Bayern wollte schon riskieren Lewandowski zu verlieren?
    Gemach, gemach, Alles wird seinen Gang gehen.
    Wie wäre es im Sommer mit den drei jungen deutschen Nationalspielern:
    Brandt, Goretzka und Gnabry?
    Und wie wäre der behutsame Aufbau von Arp?
    Und eine Überraschung im Winter als Gegenleistung für Sanches und Vidal?
    Bayern schläft nicht.
    Besonnenheit und Langfristigkeit gehen vor Mediendruck und Blitzaktion.

    1. Ju

      Lewandowski hätte nicht verlängert, wenn man ihm einen Spieler zur Seite gestellt hätte, der seine besten Jahre hinter sich hat und damit zufrieden ist, drei von vier Spiele von der Bank zu verfolgen? Bei dem klar kommuniziert ist, dass er in erster Linie Lewandowskis Gesundheit dient? Kann ich mir nicht vorstellen, der ist ja nicht auf den Kopf gefallen.

      1. kita

        Ich habe doch hier in keinster Weise die Bayernführung kritisiert. Aber jetzt wo sogar Lewy öffentlich erklärt, dass er einen Ersatz braucht, könnte man doch drüber diskutieren wäre passend wäre.
        Und auf keinen Fall eine Arp o.ä. jungen Spieler. Die müssen spielen und hier gilt es einen zu holen der überwiegend draußen sitzt. Also Pizzaro von 2014.
        Mit dem enstprechenden Kleingeld gibt es bestimmt einige die gerne mit der Perspektive eines warmen Bankplatzes kommen würden.

    2. Marco05

      Ich glaube auch in dem Fall ist es eine Mischung aus “Bequemlichkeit” und wirtschaftlicher Vernunft. Das Argument, dass auch KHR vorgebracht hat a la “welcher Spitzenspieler setzt sich 34 Spieltage hinter Lewy auf die Bank” geht absolut fehl, denn es ist eine Frage des Anforderungsprofils.

      Einen Sanchez nicht zu holen war richtig, aber war es diesen oder letzten Sommer, als van Persie verfügbar war? Beim Hunter das Gleiche. Da hätte man für vergleichsweise schmales Geld etablierte Altstars holen können, die schon allein vom Namen her erstmal Respekt verursachen.

      Aktuell darf man ja fast froh sein, dass Pizarro in Köln gelandet ist, sonst wäre irgend ein schlauer Kopf wieder auf den gekommen…

      Man hätte allerdings auch perspektivisch jemand holen können wie Volland, der im Zweifel auch “um Lewy herum” spielen kann. Allerdings hat man die ganzen Möglichkeiten mit dem simplem Verweis und der zuletzt gern genommenen Mär vom unzufriedenen Spieler weggewischt (ähnlich bei Ersatzkandidaten für Robbery). Das greift mir deutlich zu kurz, ohne jetzt wieder den Vergleich zu anderen europäischen Spitzenclubs mit teilw. 3-4 Top-Stürmern zu bemühen…

    3. Lukas

      Schau dir den Kader an, Bayern hat definitiv geschlafen!

  21. pitvonbonn

    Wo habe ich das geschrieben?
    Es ging um die Verpflichtung eines fast gleichwertigen Ersatzes, der natürlich auch angemessen zum Einsatz kommen würde wollte.
    Lewandowski hatte und hätte nichts gegen Pizarro, Green oder Wridt oder gegen einen Stürmer, der bereit wäre fast ausschließlich auf der Bank zu sitzen.
    Diese Umdenken braucht auch Zeit bei Bayern und vor allem bei Lewandowski.
    Warum sollte Bayern einen Flächenbrand entzünden, solange Lewandowski fast nie verletzt ist und Müller ihn vertreten könnte?
    Lewandowski reagiert sehr konsequent. Denkt an seinen Abschied aus Dortmund und seinen Flirt, vor seiner Vertragsverlängerung, mit Real. Selbst als er sich unter Ancelotti nicht genügend unterstützt fühlte, war Real wieder im Gespräch. Erst unter Heynckes ließ der Flirt mit Real nach.
    Bayern geht sensibel miot diesem Thema um und das ist gut und verausschauend.

    1. Ju

      Nö, es ging nicht um einen “fast gleichwertigen Ersatz”. Wenn, dann habe ich es übersehen und dich deshalb missverstanden. Vielleicht wäre es dafür hilfreich, wenn du den “Antworten”-Button nutzt, dann kann man deine Kommentare besser zuordnen.

  22. pitvonbonn

    ………………..Bayern geht sensibel mit diesem Thema um und das ist gut und vorausschauend.

  23. cj

    Die Entscheidung, Gnabry zu verleihen kann ich bis heute nicht nachvollziehen. Er wäre als Backup auf allen Offensivpositionen einsetzbar. Zudem wäre es ein gutes Eingewöhnungsjahr für beide Seiten gewesen, um einen Eindruck zu bekommen, ob seine Qualität reicht oder nicht. Ob seine Entwicklung bei Hoffenheim so viel schneller vorangeht als bei Bayern wage ich auch zu bezweifeln. Er hat ja bereits Bundesligaerfahrung bei Bremen gesammelt und wäre deshalb auch sicherlich auf seine Einsatzzeiten gekommen. Nun gut, ich gehe davon aus, dass man jetzt einen klassischen Strafraumstürmer alter Schule holt, der in den Schlussminuten auch mal eine der seltenen Flanken hereinmachen kann. Stellt Euch mal vor: Bayern gewinnt die CL ausschliesslich durch Kopfballtore ab dem Viertelfinale.

    1. M1900

      Wer mir spontan einfallen würde, wäre Sandro Wagner

      Was meint ihr dazu ?

      Oder nächste Saison Wintzheimer und, bzw. Wriedt als Option

      1. rotweiss

        wintzheimer, evina, wriedt? mal was wagen? sandro wagner wird sich das nicht antun, der will zur WM und kann bei Hoffenheim weiter auf sich aufmerksam machen. wobei natürlich die Rückkehr eines weitgereisten münchners zum FCB auch eine eigene Story wäre.

    2. Jo

      “Nun gut, ich gehe davon aus, dass man jetzt einen klassischen Strafraumstürmer alter Schule holt, der in den Schlussminuten auch mal eine der seltenen Flanken hereinmachen kann.”

      Süle war relativ lange Mittelstürmer ;-)). Für die letzten Minuten, warum nicht?

  24. Rainer

    Anthony Material wäre super. Der ist jung, schnell und kann vorne alle Positionen spielen. In der Rückrunde sollte Zlatan bei ManU zurück sein. Dann besteht evt. eine Chance. Auch wenn er diese Saison in der CL nicht spielberechtigt wäre, könnte er Lewandowski entlasten und ein Vorgriff auf nächste Saison sein. Vom Potential eine (U.H.) Granate.

    1. Ju

      Wäre auch meine absolute Wunschlösung als Linksaußen. Glaube aber nicht, dass der für Bayern zu bekommen ist. Wer sich für ihn näher interessiert: da läuft gerade eine Serie bei Cavanisfriseur.

      1. Rainer

        Danke. Toller Bericht. Würde echt Sinn machen bei diesem Spieler ans Festgeldkonto zu gehen.
        Mit Gnabry, Material, Coman und Robben hätten wir den nötigen Speed auf den Flügeln und Möglichkeiten Lewandowski zu entlasten. Bei Ribéry müsste man mal sehen. (Hängt natürlich auch vom neuen Trainer ab. System etc.)

    2. Mika

      Martial. Er heißt Martial.

  25. Osrig

    Mit welcher Begeisterung hier manche über neue Außenstürmer reden, ist für mich nicht nachvollziehbar! Wir brauchen einen guten zweiten Mann für die Mitte, aber keine Mengen an “Wingern”. Gnabry und Coman reichen völlig aus!

    Heutzutage werden die Aussenspieler gedoppelt oder sogar mit drei Mann dicht gestellt, sodass kaum Platz für Tempoläufe ist. Es braucht vielmehr spielstarke und passsichere offensive Mittelfeldspieler, die auch unter Pressingdruck Bälle weiterverarbeiten können und kreative Ideen für den letzten Pass entwickeln können. Die in der Lage sind, Dominanz aufzubauen und zu halten, die mit variabel spielenden Mittelstürmern und angreifenden Aussenverteidigern harmonieren. Für unseren FCB sind daher Spieler wie Thiago, James und Rudy essentiell für die Offensive.

    Flügelflitzer passen in das System von Kontermannschaften, der “Schnellen Umschalter”, die in erster Linie Raum für ihre weiten Schläge nach vorn brauchen und es vermeiden, hoch am gegnerischen Sechzehner zu stehen.

    Man kann als Mannschaft durchaus mal zu solchen Stilmitteln greifen, und es ist gut, ein oder zwei Spieler dieser Art im Team zu haben, aber vom Grundkonzept auf die Flügelzange zu setzen, ist meines Erachtens überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Daher wäre jeder Euro für Martial und Co. zu viel!

    1. pitvonbonn

      …und warum sollte ManU den Martial auch abgeben? Das sind “Fanträumereien am Computer”.

    2. Ju

      “Flügelflitzer passen ins System von Kontermannschaften”, “Grundkonzept der Flügelzange (…) nicht mehr zeitgemäß”, “Coman und Gnabry reichen”….. Osrig, könntest du ausführen, wie du zu dieser Auffassung gelangst? Ich würde, da die Gegenbeispiele PSG, ManCity und Barca im Moment die stärksten Mannschaften sind, da nämlich im Leben nicht drauf kommen. Gerade das Beispiel Barca (und Real) zeigt, dass es unter Umständen auch nicht sinnvoll ist, dribbelstarke Spieler in Gedanken auf die Flügel festzunageln. Ob ein Spieler nun tatsächlich als durchschlagskräftige Flügelspieler eingesetzt wird, oder als Zentrumsdribbler (wie Dembélé), Nadelspieler (Iniesta), ausweichender Mittelstürmer (Benzema) oder ankurbelnder Außenverteidiger (Marcelo), ist ja erstmal egal. Es geht ja um grundsätzliche Attribute, nominelle Flügeldribbler waren das ja erstmal (anfangs) alle. Also wie stellst du dir diese in drei Wettbewerben spielende Mannschaft mit lediglich einem starken 1 gegen 1 Spieler im Kader (Gnabry ist kein solcher) vor?

      Um deine Eingangsfrage zu beantworten: Die Begeisterung für Martial kommt daher, dass der auch auf sehr hohem Niveau Mittelstürmer spielen kann.

      @Pitvonbonn: Abgabebereitschaft k ö n n t e bestehen, da Links aus naheliegenden Gründen das ähnlich talentierte Eigengewächs Rashford bevorzugt wird und man da auch noch Lingard hat. Im Sturm hat man Lukaku und Ibra sowohl ab Sommer wahrscheinlich Griezmann.

      1. Rainer

        Absolut richtig Ju. Genauso stellt sich die Situation von Material da. Hier ist eindeutig die hohe Qualität in der Mittelstürmer Position hervorzuheben. Und gleichzeitig eine super Qualität im eins gg.eins mit Torgarantie auf den Flügeln.(Natürlich brauchen wir keine Spieler, die nur schnell sind, sondern technisch begabte Fußballer (keine Leichtathleten).Dieser Spieler hätte durch seine Vielseitigkeit enorme Einsatzchancen. Ich weiß , das einige sich eher einen klassischen MS wünschen, der dann 99% der Spiele auf der der Bank sitzt. Und der im Falle eines Lewandowski Ausfalles 3-4 Spiele braucht (siehe Ulreich) um seine ohnehin geringere Qualität auf den Platz zu bringen. Und auch die Darstellung in Notsituationen keinen weiteren Strafraum (Kopfball) Spieler bringen zu können, stellt sich hier nicht, da Martinez (Süle) dieses Kriterium auch erfüllen können.

      2. Rainer

        Zudem möchte ich hier nochmal rausstellen das wir unter Quardiola (Ballbesitz, Postionspiel etc.)auch mit Coman, Costa, Robben und Ribéry vier nominelle Flügelstürmer hatten, die für Überraschungsmomente gesorgt haben.

      3. Osrig

        @JU: Ich will gern meine Überlegungen genauer ausführen:
        Der Gedanke hinter der Ansicht, der Fokus auf Flügelspieler und -zangen sei nicht mehr zeitgemäß, ist doch der vor allem von Guardiola vertretene Ansatz, die Kontrolle über das Spiel und den Ball zu behalten: Wenn ich den Ball habe, kann der Gegner kein Tor schießen.

        Habe ich dribbelstarke Spieler, die häufig und gern ins Duell Eins-gegen-Eins gehen, so habe ich auch häufig das Risiko, hängen zu bleiben und den Ball zu verlieren. Bei spielstarken Gegnern renne ich dann erstmal wieder “der Musik” hinterher mit dem Risiko, ein Gegentor zu kassieren.
        Je öfter Spieler ins Dribbling gehen, umso höher ist logischer Weise diese Gefahr! Somit ist bei einem flügellastigen und auf schnelle Aussenläufe ausgerichteten System das Risiko, die Kontrolle über das Spiel zu verlieren, deutlich höher, als wenn ich mit passsicheren Spielern den Ball laufen lasse und dadurch – idealer Weise! – vermeide, überhaupt ins Dribbling gehen zu müssen.

        Natürlich macht es Sinn, das eigene Angriffsspiel breit zu machen und auf den Aussenpositionen schnelle Spieler zu haben. Ich störe mich auch nicht daran, teures Geld für einen guten Mittelstürmer auszugeben.
        Meine Kritik richtet sich darauf, zu sehr den Fokus auf ein Flügelspiel zu richten, bei dem Schnellläufer die Aussenlinie längs rennen, durch Überlaufen die Abwehr versuchen, auszuhebeln und dann nach Innen flanken, in der Hoffnung der Mittelstürmer bringt den Ball über die Linie!

        Das darf als eines von mehreren Angriffs-Methoden im Spiel gern mal genutzt werden, aber der Fokus und somit auch die Auswahl der Spieler muss auf den schnellen Pass-Stafetten und gutem Positionsspiel liegen, was – wenn durch Handlungsschnelligkeit und koordinierten Abläufen begleitet – meiner Ansicht nach deutlich zielführender ist, als sich auf Sprintgeschwindigkeit und Dribbelkünste der Aussenspieler zu verlassen!

      4. Ju

        Ich verstehe, worauf du hinaus möchtest. Allerdings haben wir nicht mehr 1930 und keinen Klassenkampf zwischen Otto Nerz und dem Schalker Kreisel. Als Marschrichtung ist deine Idealvorstellung ja gut und richtig, allerdings wüsste ich nicht, warum man sich selbst derartig geiseln und auf Spieler verzichten sollte, die stark im Dribbling sind. Es ist ja nun mal nicht wegzudiskutieren, dass keine Mannschaft der Welt nur durch ihr Pass- und Bewegungsspiel zurecht kommt. Das letzte Team, das diesem Ideal nahe kam, waren die Spanier in deren Blüte. Allerdings darf man nicht vergessen, dass damals auf Nationalmannschafts Ebene kollektives Pressing noch nicht geläufig war. Es könnte bitter werden, wenn man auf das damalige Spanien das
        simeonische Atletico loslassen würde.

        Letztendlich gibt es für eine Mannschaft, die nicht den Bus parken und sich in Unterzahlangriffen ergehen möchte, nur eine Möglichkeit um defensive Stabilität zu gewährleisten: Positionsspiel, um bei Ballverlust eine gute Staffelung zu haben, Gegenpressing, Absicherung.

        Wie stellst du dir Chancenerarbeitung gegen tiefe Gegner vor, wenn du mit deinem Kombination s Spiel nicht durch kommst? Mir fallen nur flanken ein und die führen statistisch wesentlich Häufiger zum Ballverlust als ein Dribbling.

      5. Rainer

        Es ist definitiv möglich ein Ballbesitz und Positionspiel mit schnellen,dribbel und abschlussstarken Aussenstürmern zu verbessern. Natürlich sollte Bayern das Potential eines James, Thiago und Rudy für schnelles Kombinationsspiel nutzen. Beispiel z,B Bayern 2013, Real letztes Jahr und auch ManCity mit Sane, Sterling, Silva und G.Jesus. Eine gute Balance und Staffelung dahinter und der Gegner sollte eben nicht über 90min in der Lage sein die Außen zu Doppeln bzw. Kombinationen durch die Mitte zu verteidigen.

      6. Osrig

        Das ist mir irgendwie zu sehr Schwarz-Weiß gedacht! Es geht mir doch gar nicht um Ent- oder Weder ^^
        Ich sehe durchaus die Vorteile dribbelstarker Flügelspieler und würde auf keinen Fall auf solche Spieler verzichten wollen!
        Es geht mir um den Fokus, den Schwerpunkt, auf den eine Mannschaft ausgerichtet werden soll! Und da halte ich es für verkehrt und eben nicht mehr zeitgemäß, den Schwerpunkt der mannschaftlichen Entwicklung bei unserem FCB zu stark auf das Flügelspiel zu legen – aus den oben genannten Gründen.

        Da ich stark bezweifele, dass es irgendeinem Verein im Weltfussball gelingt, völlige Ausgeglichenheit zwischen Flügelzange und Zentrumsdominanz in den taktischen Abläufen UND den zur Verfügung stehenden Spielern herzustellen, wird eine Schwerpunktbildung gar nicht zu vermeiden sein.
        Und da ziehe ich Zentrumsdominanz und die Entwicklung des Pass- und Positionsspiels, also des “Juego del Posicion” vor, weil ich das für Erfolgversprechender halte. Selbst gegen Busparker!
        Aber wie gesagt, ich möchte nicht auf Aussenstürmer und Dribbler verzichten, auch Flanken und Torschüsse aus der Distanz – unter Pep ja irgendwie verpönt – sind ein probates Mittel, um zum Erfolg zu kommen und sollen auf jeden Fall genutzt werden. Aber eben nicht als hauptsächliches taktisches Mittel.
        Wohin das führt, haben wir ja unter Carlo gesehen, wo reihenweise die Bälle in den Strafraum geschlagen wurden, ohne dass daraus nennenswert Torerfolge zu erzielen waren.

        Andersherum, wenn ich durch kluges “Juego del Posicion” meinen Aussenstürmer plötzlich auf einer Seite frei kriege und er in den Strafraum eindringen und zum Abschluss kommen kann, dann ist mein Ziel mit dem schnellen Pass-Spiel ja erreicht. Sollte dafür noch ein erfolgreiches Dribbling notwendig sein, muss der Flügelstürmer die notwendige Spielintelligenz aufweisen, um zu entscheiden, ob er damit gute Aussichten zum Erfolg hat, oder lieber doch den erneuten Pass zum in Position gelaufenen Mitspieler sucht.
        Und wie @Rainer es ja schon aufgeführt hat: Schnelle dribbelstarke Leute auf den Aussen sind sicherlich eine Verbesserung für das “Juego del Posicion”, ich möchte ja auch nicht auf diesen Spielertyp verzichten. In jedem Falle aber braucht es dafür passsichere Spieler, die in dieses Pass- und Positionsspiel zu integrieren sind, da das ja der Schwerpunkt sein sollte – und sich die Entwicklung der Mannschaft daran orientieren muss!

  26. pitvonbonn

    Aber vielleicht hat Draxler ja auch bald die Nase voll und Paris braucht wegen Fair Play Einnahmen. (so zwischen 30 und 40 Mio) Draxler kann links und auf der 10 spielen ist dribbelstark und hat einen guten Schuß. Das wäre dann – in meiner Fantasie – der 11te deutsche Nationalspieler und jung ist er dazu auch noch.
    Neuer,
    Kimmich – Boateng – Hummels – Süle,
    Rudy – GORETZKA – DRAXLER –
    BRANDT – Müller – Gnabry
    für Deutschland
    und
    Bernat, Alaba, Martinez, Tiago, Tolisso, James, Robben, Ribery, Coman und Lewandowski
    zusätzlich für Bayern.
    finanziert durch den Verkauf von Sanches und Vidal. (60 Mio. €)
    Grotzka 0 €, Gnabry 0 €, Draxler 40 Mio. €
    Investition 0 €.
    Mir würde das gefallen.

    1. Ibiza

      falls es jemand interessiert analog zu unten (Martial/James) mal noch die Werte der 3 hier angesprochenen dt. Transfertargets, bei Goretzka/Brandt basierend auf den letzten 2 BL saison + der aktuellen, bei Draxler die letzten 3 (2BL, 1 frz league) + aktuelle, da ähnlich wie james etwas älter und bei Topverein wos weniger Einsatzzeit gibt, von daher macht etwas weiterer Zeitraum Sinn, spielt sich aber bei allen 5 im Bereich von 4-5000 Spielminuten ab, also relativ ähnliche Einsatzzeiten:

      Draxler 185min/scorerpunkt
      Brandt 135min/scorerpunkt
      Goretzka 295min/scorerpunkt

      sind postitionsmäßig natürlich nicht 1:1 alle vergleichbar (vorallem Goretzka doch deutlich öfter als zentraler denn offensiver Mittelfeldspieler eingesetzt), aber overall denke ich spricht das sehr klar für eventuelles Schnäppchenangebot Brandt, wenn das mit seiner 12,5mio Ausstiegsklausel für 2018 denn stimmt.

      Und klar, nen Goretzka ablösefrei würde/sollte man natürlich mit Handkuss nehmen, auch wenn er es nicht schafft sich bei uns durchzusetzen kann man den als recht wahrscheinlicher langfristiger dt. Nationalspieler aller Wahrscheinlichkeit (und dann eventuell halt wie zuletzt bei Hoyberg und co praktiziert noch mal mit Leihe ins internationale Schaufenster gestellt) immer noch für 20-30mios irgendwann in die Premierleague verscherbeln und hat damit schon mal wieder nen halben Spitzentransfer finanziert….

    2. Ibiza

      und noch Nachtrag zu Goretzka, in aktueller+vergangener Saison kam er vermehrt dann auch im offensiven Mittelfeld zum Einsatz (kann man sich bei transfermarkt ja alles getrennt nach Einsatzpostition auch anzeigen lassen) und kommt dann, wenn Europa league noch miteinbezieht für breitere Datenbasis, dann auch auf recht ordentliche (siehe Martial, das Argument mit großem Altersunterschied fällt hier dann auch weg) 140min/scorerpunkt basierend auf immerhin auch fast 2000 Spielminuten…

  27. BayernExpat

    Ich weiß, is alles nur Fan Träumerei und zeit vertreib, aber:

    ich wäre positiv überrascht wenn wir fuer Vidal und Sanches zusammen 60 millonen bekommen wuerden.

    ManU wird Martial mit Sicherheit nicht verkaufen, schon gar nicht unter 70 millionen da sie selber wenn ich micht recht erinnere an die 60 gezahlt haben.

    1. pitvonbonn

      Martial ist 21 und hat noch bis 2019 Vertrag mit Verlängerungsoption.
      ManU hat den höchsten marktwert und ist nicht auf Verkaufserlöse angewiesen.
      Bei über 100 Mio. könnten sie schwach werden.
      Das wäre der Wert des Bayern Campus + 30 Mio.
      Das macht Bayern nicht. Warum auch? da auf dieser Position nächstes Jahr Ribery, Coman, Gnabry oder James spielen könnten.

    2. Ibiza

      also wenn ich mir die Einsatzzeiten anschaue bei Martial seit Ankunft in der Premier League vor 2,5 Jahren ist die Entwicklung ziemlcih ähnlich rückläufig (in der aktuellen Saison kommt er auf weniger als 30min pro Spiel in der PL) wie das bei James in Real vonstatten ging, den wir bekanntermaßen für grob die Hälfte dessen, was Real für ihn bezahlt hat, bekommen können.

      Klar, Martial ist wesentlich jünger als James, aber der kam in seiner Real-zeit immerhin auf sehr sehenswerte 90min/Scorerpunkt, bei Martial sind es bei Manu satte 145min, also schon um Welten schlechter…

    3. Ibiza

      zur Einordnung der Werte hier (min/scorerpunkt) dann im Kommentar eins weiter oben noch paar Werte für dt. Nationalspieler Transfertargets ergänzt…

  28. pitvonbonn

    Selbst der sehr gute Bernat wäre dort möglich.

  29. Rainer

    Sehr informative Daten. Danke. Trotzdem war der Ursprung der Material Diskussion seine Vielseitigkeit. Er kann auch als Mittelstürmer Lewandowski ersetzen. Goretzka ist zweifelsohne interessant, wenn man Vidal und Sanches abgibt. Bei Brandt bin ich auch deiner Meinung. (Alter, Preis u. Wiederverkaufswert)
    Zudem spricht m.M. nach nichts dagegen gezielte Toptransfers zu tätigen. Die Abwehr und die sechser Positionen sind gut besetzt. Also lieber in 1-2 Topspieler investieren,als den Kader zu verbreitern.(zudem ist die Zeit von Ribéry bald vorbei).

    1. Ibiza

      ja, stimmt, die Mittelstürmer backup Thematik. Also im Jahr vor+nach seinem Wechsel in die PL kam er auch öfter mal (auch wieder so um die 2000 Minuten ähnlich wie bei Goretzka oben in der offensiveren Variante) in der Postition zum Einsatz, kam dabei aber nur auf 160min/Scorerpunkt, also sogar etwas schlechter noch als overall, was für mich jetzt nicht unbedingt für die These spricht. Allerdings entdeckt man dann auch das eine Spiel, bei dem er in dieser Postition vor kurzem monstermäßig geglänzt hat, nämlich mit satten 4 Scorerpunkt in der CL gegen ZSKA Moskau, und ich würde mal schwer darauf tippen, dass die großen Martial Lobeshymnen (a la “kann froh sein wenn Manu ihn für 100mios gehen lässt”) hier im Forum zu gutem Teil darauf gründen, denn CL-Zusammenfassungen aller Spiele kucken dann halt doch ne ganze Menge mehr Leute als fast jedes Spiel der PL…

    2. Ibiza

      und auch mal noch zur Einordnung, nachdems ja um ev. adäquaten Ersatz für Lewandowski ginge, der steht die letzte 2,5 Jahre bei einem Wert von 75min/Scorerpunkt

      1. MG

        Aktuelles Gerücht: Edin Dzeko

      2. Ibiza

        95min/Scorerpunkt letzte 2,5 Jahre Serie A, das könnte in der Tat perfekt passen…

      3. Ibiza

        hier noch der link zum Gerücht, klingt in der Tat (ebenso wie die Zahlen von Dzeko/AS Rom unten) ziemlich heiß:
        http://www.sportbuzzer.de/artikel/medien-fc-bayern-will-edin-dzeko-in-die-bundesliga-zuruckholen/

      4. Rainer

        Statistiken sind sicherlich hilreich zum analysieren der Spieler. Allerdings sehe ich das generelle Potential eines Spielers als erheblich wichtiger an. z.B Coman ist unter J.H top und unglaublich wichtig für die Mannschaft. Ob er unter Ancelotti so tolle Statistiken hatte? James hatte bei der WM und unter Ancelotti auch bessere Statistiken als unter Zidane Es gibt sicherlich auch andere Spieler die Lewandowski evt, besser eins zu eins ersetzen können. S.u. Dzeko. M.M. nach sollten sie nur verschiedene Pos. In der Offensive bekleiden und eine hohe Qualität haben, um nicht auf der Bank zu versauern. Zudem halte ich eine Summe von 100Mio für viel zu hoch.

      5. Ibiza

        das bei James unter Ancelotti vs. Zidane hätte ich auch so vermutet, krasserweise kommt er bei beiden aber fast exakt auf die gleichen 90min/Scorerpunkt. Umso überzeugender für mich in Punkto James dass er gut das beste (vielleicht das einzige wenn man die 5. Meisterschaft in Folge letzte Saison eher als unvermeidbar ansieht bei der stark schwächelnden Konkurrenz in der Liga, 67 Punkte des 2. waren denk ich schwächster Wert seit langem) Vermächtnis von Ancelotti für die Bayern werden könnte.

        Und klar hat man bei solchen Statisiken insbesondere in einzelnen Saisons unweigerlich Schwankungen, das Bsp. Coman letztes Jahr unter Ancelotti ist da in der Tat nicht schlecht. Deshalb waren die Werte aber eben auch immer schon über einen Bereich von mehreren Jahren genommen, wo sich solche Sachen wie wechselnde Trainer/Formkurven dann meistens wieder tendenziell ausgleichen…

  30. Ibiza

    und Rom hat noch 2 recht ordentliche Mittelstürmer im Kader, Schick (21) + Defrel (26), beide letzte Saison 2 stellig getroffen. Die könnten Dzeko auch kurzfristig im Winter gehen lassen.

    Und bei uns wäre damit das Thema Mittelstürmer backup auf Jahre (Dzeko ist 31) hochqualitativ erledigt. Lewandowski ist mitterweile ja selber auch schon 29, dann auch öfter mal nicht 90 Minuten durchspielen zu müssen und auch mal ein Spiel Pause in der Liga (so dass Dzeko auch “im Saft” bleibt) dürfte ihm, wie er ja selber gerade frisch angedeutet hat, eben schon wirklcih entgegenkommen in den nächsten Jahren…

  31. pitvonbonn

    Wer erfindet wohl immer wieder neue Namen?
    ….und alle schreiben ab…..
    Warum sollte ein Stammspieler von Rom auf die Ersatzbank von Bayern wechseln bei bestehendem Vertrag bis 2020?

    1. Ibiza

      gut, also dass die Bayern ihn wollen würden, wie es in dem Artikel ja vor allem mal heißt, finde ich schon durchaus plausibel – vom Alter und Qualitätslevel sowie zu erwartendem Preis (20/30 mios? Bekommen hat Rom ihn als 29jährigen für 10 mios) wäre das ziemlicher perfekter Deal (am ehesten würde noch die Tatsache die Suppe versalzen, dass man ihn in der CL nicht mehr einsetzen könnte diese Saison nachdem schon für AS Rom dort gespielt, aber für die Halbserie wäre das ev. zu verschmerzen nachdem Lewa ja jetzt recht klar hören hat lassen dass er sich Entlastung wünscht, was dann ja allemal in der Bundesliga ausgiebig praktiziert werden könnte), von daher würde ich eher mal nicht an reine Medienerfindung glauben…

      Ob Dzeko da Bock darauf hat, keine Ahnung, aber er ist in paar Monaten 32 und so ein Rentenvertrag bei Bayern mit der Garantie auf paar weitere Titel und in ner Topstadt (dass er gerne zurück in die Bundesliga will hat er nun wirklich auch oft genug gesagt), so unattraktiv denke ist das nun auch wieder nicht. Wenn Lewa jetzt wirklich bereit ist auch mal mehr Spielzeit zu opfern für die eigene Regeneration (was dann ja auch immer sinnvoller wird in den nächsten Jahre wenn auch er über die 30 geht) und es keine reine Ersatzbankrolle würde, erst recht…

  32. Martin

    Dzeko spielt heute Abend, damit case closed.

  33. […] Auf der anderen Seite wurde dadurch aber auch der positive Rhythmus unterbrochen, der für Siege gegen Leipzig und Dortmund sorgte. Nun will der FC Augsburg diese Serie in München stoppen. 0 […]

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