FC Bayern München – Borussia Dortmund 4:1 (2:1)

Für die Bayern ging es am 28. Spieltag darum, sich ein gutes Gefühl für das Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid am Mittwoch zu holen. Der Gegner war ein geschwächter, aber hochmotivierter BVB.

Während Ancelotti nur auf Manuel Neuer und Thomas Müller verzichten musste, fielen bei den Dortmunder gleich mehrere Stammspieler aus. Dennoch konnte Thomas Tuchel eine schlagkräftige Mannschaft aufstellen.

Falls Ihr es verpasst habt:

Die Bayern überraschten nicht.

FC Bayern gegen Borussia DortmundBayern gegen Dortmund – Grundformationen

Bis auf Ulreich im Tor bot der Trainer die bestmögliche Elf auf, wenngleich diese Bewertung gerade in der Innenverteidigung schwer fällt. Vor Alaba, Martínez, Boateng und Lahm agierten Vidal sowie Alonso auf der Doppelsechs. Ribéry, Thiago, Robben und Lewandowski komplettierten das 4-2-3-1 des Italieners.

Thomas Tuchel musste da schon etwas kreativer werden. Bürki hütete das Tor hinter einer Dreier- beziehungsweise Fünferkette, die aus Schmelzer, Bartra, Sokratis, Ginter und Passlack bestand. Im Mittelfeld mussten Weigl und Kagawa passen, weshalb Castro und Guerreiro begannen. Dembélé und Pulisic besetzten die Flügel und Aubameyang nahm das Duell mit Lewandowski an.

Die Begegnung startete mit Ballbesitz für die Borussia, die auch die erste kleine Chance vorweisen konnte. Dembélé bekam viel Platz auf dem rechten Flügel, ließ Boateng stehen und verzog dann um einige Meter (2.).

Doch dem frühen Druck setzten die Münchner mit ihrem ersten guten Angriff ein Ende. Nach gutem Laufweg von Robben fand Thiago den freigelaufenen Lahm. Der Kapitän brachte den Ball schließlich in den Rückraum zu Ribéry, der die frühe Führung erzielte (4.).

Dennoch blieben die Dortmunder druckvoll. Sie waren von Anfang an um Ballbesitz und offensiven Fußball bemüht und spielten wenig abwartend. Bayern verteidigte aber zunächst stabil und konzentriert.

Genauso konzentriert waren die Münchner vor dem Tor. In der 9. Minute war es Lewandowski, der einen Freistoß nur deshalb zum 2:0 versenkte, weil Dembélé sich in der Mauer wegduckte. Ein Traumstart für den Rekordmeister, obwohl der BVB gut begann.

Bayern zeigte sich vor allem im Gegenpressing und in der Verteidigung hellwach und erspielte sich so immer wieder die nötigen Räume für die Offensivspieler.

Es folgte eine Phase, in der die Bayern auch die Kontrolle mit dem Ball übernahmen. Speziell über Lahm, Thiago und Robben lief jetzt jeder Angriff. Letzterer hatte zwei gute Möglichkeiten, verzog aber knapp (12. und 17.).

Bis zur 20. Minute dauerte es, bis der BVB wieder vor das Tor der Münchner kam. Da allerdings mit dem Anschlusstreffer. Eine Hereingabe wurde von Vidal schlecht ins Zentrum geklärt, wo Guerreiro sehenswert abschloss. Nur noch 2:1.

Wenig später holte sich Lewandowski seine fünfte gelbe Karte in dieser Saison ab, womit er gegen Leverkusen in einer Woche fehlen wird (24.). Das Spiel des Rekordmeisters war nun wieder zerfahrener und die Begegnung offener.

Höhepunkte blieben jedoch erstmal aus. Eine Ecke, die durch den Strafraum der Dortmunder segelte, war noch die gefährlichste Möglichkeit zwischen der 25. und der 35. Minute.

Die Schlussphase der ersten Halbzeit war das genaue Gegenteil vom Beginn der Partie. Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten, viele Fouls, kaum Höhepunkte. So ging es mit dem 2:1 in die Kabinen, wo Thomas Tuchel Rode für Castro einwechselte.

Heraus kamen beide Mannschaften ähnlich wie zu Beginn des ersten Durchgangs. Die Dortmunder bemüht, aber Bayern mit einer unglaublich präsenten rechten Seite um Robben und Lahm.

Aus einem Konter resultierte so auch das 3:1. Robben setzte sich in typischer Art und Weise von außen nach innen durch und setzte den Ball flach ins lange Eck (49.).

Es schien, als wäre die Partie nun entschieden gewesen. Bayern fand sich nach der eher schwächeren Phase in Halbzeit 1 wieder und dominierte den Gegner mit Gegenpressing und cleveren Passstafetten. Tuchel brachte zwar Mor für Dembélé, doch auch das half wenig (59.).

Die Münchner mussten nicht mehr viel tun und versuchten sich regelmäßig ihre Chancen zu erspielten. Immer wieder war Robben der Mittelpunkt. So auch in der 64. Minute, als ein Distanzversuch nur knapp das Tor verfehlte.

Trotz aller Dominanz kam der BVB jedoch beinahe zurück. Aubameyang tauchte frei vor Ulreich auf, aber Boateng klärte auf der Linie. Der direkte Gegenstoß führte dann allerdings zur Entscheidung.

Lewandowski lief allein auf Bürki zu, wurde dann allerdings gefoult. Elfmeter, gelb für den Torwart und das 4:1 durch den Gefoulten (68.). Beim Foul schien der Pole sich jedoch an der Schulter verletzt zu haben, weshalb Ancelotti sofort reagierte und Kimmich brachte (71.). Reine Vorsichtsmaßnahme.

Auch der BVB-Trainer wechselte zuvor ein letztes Mal. Für Guerreiro kam Merino (69.). Die Wechselspiele führte Bayerns Trainer fort, indem er Ribéry gegen Costa tauschte (74.). Dementsprechend beruhigte sich auch die Partie für einen Moment, der nicht lange anhalten sollte.

Kimmich verpasste das 5:1 aus spitzem Winkel knapp (76.). Es war eine Vorführung des FC Bayern und die mit Abstand konsequenteste und beste Saisonleistung gegen einen BVB, der zumindest bis zum vierten Gegentor keine schlechte Leistung bot.

Javi Martínez, der sich mit seiner Leistung erneut für die Startelf am Mittwoch empfehlen konnte, bekam unter großem Applaus ebenfalls ein paar Minuten Erholung. Für ihn kam Mats Hummels (79.).

Vidal (84.) und Pulisic (87.) hatten die nächsten Chancen auf ein Tor. Beim Abschluss des Dortmunders durfte sich auch Ulreich nochmal mit einer guten Parade beweisen.

3 Dinge, die auffielen:

1. Bayerns Arbeit gegen den Ball

In der Anfangsphase machten die Münchner aus wenigen Chancen zwei Tore. An der Effizienz gibt es derzeit wenig zu kritisieren und so ist zu erwarten, dass der Rekordmeister auch gegen Real Madrid das ein oder andere Tor schießen könnte.

Umso spannender ist es aber, die Arbeit ohne Ball zu bewerten. Gegen einen offensiv ausgerichteten BVB offenbarten sich hier einige Schwächen, aber auch viele Stärken.

Positiv zu bewerten sind das direkte Gegenpressing bei Ballverlusten und die Eins-gegen-Eins-Verteidigung der Viererkette. Die Bayern haben es selbst in komplizierten Phasen verstanden, wenige Großchancen zuzulassen. Dembélés Dribblings und Aubameyangs Läufe wurden weitgehend gut verteidigt.

Gerade Javi Martínez sticht in dieser Saison heraus, aber auch Lahm und Boateng machten ihren Job gut. Kleinere Schwächen gab es hingegen bei Alaba zu beobachten, der sich von Dembélé immer wieder düpieren ließ. Mit Bale wartet am Mittwoch ein anderes Kaliber auf den Österreicher.

Grundsätzlich lässt sich jedoch festhalten, dass die Münchner in diesem Bereich eine Entwicklung vollzogen haben. Die zu Beginn der Saison schwache Konterabsicherung und Unsicherheit in den Zwischenräumen ist fast komplett abgestellt. Gegen Offensivreihen wie die des BVB lässt sich nicht alles verteidigen, aber viele Großchancen boten sich den Gästen nicht.

Woran bis zum Mittwoch noch zu arbeiten ist, ist aber das Angriffspressing. Dieses funktionierte zwar nach Ballverlusten gut, doch in längeren Ballbesitzphasen gelang es den Dortmundern immer wieder sich freizuspielen. Nutzen konnten sie dies zwar zu selten, aber bei Real Madrid kann man sich sicher sein, dass kleine Fehler sofort bestraft werden.

Beide Mannschaften werden am Mittwochabend großartige Offensivspieler aufstellen. Umso entscheidender wird die Defensive sein. Schaffen es die Bayern, ihre Arbeit gegen den Ball zu optimieren, wird Real es äußerst schwer haben, ein Tor in der Allianz Arena zu erzielen. Trotz Bale. Trotz Benzema. Trotz Ronaldo.

2. Robben und Lahm rechtzeitig in guter Form, Alaba noch nicht

Ein weiterer Faktor für das Champions-League-Viertelfinale wird die rechte Seite des Rekordmeisters sein. Marcelo, Linksverteidiger bei Real Madrid, ist einer der Schlüsselspieler und entwickelt während eines Spiels eine Dynamik in der Offensive, die es zu verteidigen gilt.

Umso wichtiger sind Robben und Lahm, die den Brasilianer so lange wie möglich in der eigenen Hälfte binden müssen. Gegen Borussia Dortmund begannen beide überragend. In der starken Anfangsphase lief fast jeder Angriff über die rechte Seite. Lahm hinterlief Robben, Robben zog nach innen und brachte seinem Kapitän so wichtige Räume ein oder es war mal andersherum.

Der BVB bekam die beiden überhaupt nicht unter Kontrolle und schob auch noch Thiago auf die halbrechte Seite, gab es so unfassbar starke Szenen wie beim 1:0-Führungstreffer. Robben hatte am Ende 12 Abschlüsse, brachte 24 von 28 Pässen im letzten Drittel an einen Mitspieler und bereitete 2 Torschüsse vor. Ganz abgesehen von seinem Tor. Der Niederländer machte mit der Dortmunder Abwehr, was er will. Belegt wird das durch 8 erfolgreiche Dribblings.

Lahm leitete viele Angriffe ein, überzeugte wiedermal durch seine Spielintelligenz und kontrollierte die linke Seite der Borussia nach Belieben. Eine Torschussvorlage, 64 erfolgreiche Pässe (von 71), 5 Balleroberungen und 3 der berühmten Lahm-Grätschen komplettierten eine Leistung des Kapitäns, die für die wichtigen Spiele gegen Real hoffen lässt.

Etwas schwächer war das Zusammenspiel hingegen auf der anderen Seite. Ribéry drehte zwar gehörig auf und war an vielen Angriffen beteiligt, aber gerade Alaba hatte Probleme, seinen Vordermann perfekt zu unterstützen. Vielleicht auch, weil Ribérys Rolle nun eine andere ist. Das Einrücken bekommt dem Franzosen gut, lässt Alaba aber etwas isoliert zurück. So agierten die Bayern doch sehr rechtslastig. Schlussendlich aber dennoch erfolgreich und es wird spannend zu sehen, wie dieser Fokus in der Champions League funktioniert.

3. Noch mehr Konzentration mit dem Ball

Bei aller Effizienz, die den FC Bayern gegen Dortmund auszeichnete, muss man aber auch sehen, dass sich dem BVB einige Kontersituationen boten. Meist aus einfachen Ballverlusten, weil Vidal, Ribéry oder Robben zu leichtfertig oder zu ballverliebt waren.

Am Positionsspiel lag es in den wenigsten Fällen, denn das war, wenn man nur die Ancelotti-Zeit als Vergleich nimmt, vollkommen okay. Oft war es die Entscheidungsfindung, die zu lange dauerte, oder das Ignorieren eines besser stehenden Mitspielers.

Vor drei Jahren waren solche Leichtfertigkeiten und Fehler mitverantwortlich für die insgesamt hohe Niederlage gegen Madrid. Das gilt es am Mittwoch abzustellen. Die Zentrale wird eine große Rolle spielen und man kann davon ausgehen, dass die Königlichen solche Situationen konsequent bespielen und ausnutzen werden.

Auch die Absicherung der Flügelspieler sollte besser gewährleistet werden als am Samstagabend gegen Borussia Dortmund. Fast jeder Ballverlust Ribérys resultierte in gefährlichen Gegenstößen.

Alles in allem haben die Bayern aber eine sehr gute Leistung abgerufen, die Hoffnung macht, dass die nötigen 5% gegen Real Madrid hinzukommen. Sie kontrollierten ein Top-Team aus der Bundesliga, das trotz guter Leistung hoffnungslos unterlegen war. Der Unterschied zwischen dem FCB und den Dortmundern war größer denn je.

Das lag zwar auch an der Verletzungssituation der Gäste, doch das ändert nichts an der insgesamt herausragenden Leistung der Münchner. Selbst in Situationen, in denen sie in dieser Saison oft den Faden verloren hatten, blieben sie konzentriert und fokussiert. In den richtigen Momenten bremsten die Bayern ihren Gegner aus und tankten so das nötige Selbstvertrauen für das Highlight am Mittwoch.

FC Bayern – Borussia Dortmund 4:1 (2:1)
FC BayernUlreich – Lahm, Martinez (79. Hummels), Boateng, Alaba – Alonso, Vidal – Robben, Thiago, Ribery (74. Costa) – Lewandowski (72. Kimmich)
BankStarke – Bernat, Rafinha, Coman
Borussia DortmundBürki – Passlack, Ginter, Sokratis, Bartra, Schmelzer – Dembele (59. Mor), Castro (46. Rode), Guerreiro (69. Merino), Pulisic – Aubameyang
BankWeidenfeller – Bender, Piszczek, Sahin
Tore1:0 Ribery (4.), 2:0 Lewandowski (10.), 2:1 Guerreiro (20.), 3:1 Robben (49.), 4:1 Lewandowski (68., Foulelfmeter)
KartenGelb: Lewandowski, Vidal / Passlack, Bartra, Bürki
SchiedsrichterMarco Fritz (Korb)
Zuschauer75.000 (ausverkauft)

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Leserkommentare
  1. Marco05

    Da kann man ja fast drauf warten, dass der Spielbericht irgendwann vorm Spiel kommt ;)

    Es gibt viel zu schreiben, aber das Wichtigste ist, dass Lewy bis Mittwoch fit wird. Für mich ist die gelbe Karte an Bürki ein Witz, passt aber ins Gesamtkonstrukt der Schiedsrichterleistungen gegen den FCB.

    Für mich ein fast überragender Auftritt gegen den immernoch top Ligakonkurrenten. Dass man (in Gestalt von Martinez hauptsächlich) diese Offensive fast komplett lahm legt ist aller Ehren wert.

    Und nun heißts beten für Lewy!

    1. Thomas

      Hoffentlich kriegt der Doc die Schulter wieder hin! Ansonsten: wunderbar, wunderbar, wunderbar :-) Unsere Jungs haben den Schalter wieder mal umgelegt. Real kann kommen.

    2. Update zu Lewandowski: Sowohl Ancelotti als auch Lewy selbst gehen davon aus, dass ein Einsatz gegen Real nicht in Gefahr ist.

      1. Marco05

        Ja das war jetzt erstmal beruhigend, vor allem seine eigene Einschätzung dazu. Bei Lewy kann man sich sowieso sicher sein, dass er die Zähne zusammen beißt wenn es irgendwie geht.

  2. Jo

    Lewandowski spricht gerade von einer Prellung und das es für Real reichen sollte. Puh, erst mal durchatmen!!

    Das wäre das einzige gewesen was diesen Abend hätte trüben können. Ein klarer, hochverdienter Sieg gegen den BVB. Das gab es zumindest in der Deutlichkeit ja recht selten und tut deshalb umso mehr gut.
    Klar, die Dortmunder stark in ihrer Aufstellung eingeschränkt, wobei ich mir nicht ganz sicher bin inwieweit das von Tuchel nicht gepokert war. Einen Automatismus für den Pokal würde ich deswegen noch nicht ableiten.

    Javi, einfach ein Tier im Zweikampf. Der Erfinder des “no pasaran” (na ja zumindest auf der Fußballbühne).
    Alonso heute mal wieder mit chirurgischer Präzision die Dortmunder Linien filetiert. Hat heute sogar Thiago in den Schatten gestellt.
    Robben berstend vor Energie und Spielfreude. Der war so aufgedreht ich hatte immer die Befürchtung, der reißt sich noch irgendwas.
    Boateng nicht übel, aber für mich noch nicht in seiner besten Verfassung. Am Mittwoch vmtl. nicht in der IV, zumindest nach meiner Einschätzung.

  3. Kramnik

    Geh in allen Punkten mit und bin vollkommen zufrieden. Was Robben und Ribery gemacht haben war absolute Weltklasse. Schmelzer wurde komplett zerstört. Lahm war auch einfach nur überragend, erst nimmt er Pulisic aus dem Spiel, dann Dembele. Mach mir gar keine sorgen gegen Ronaldo. Auch Bale schätz ich nicht so stark in der Saison ein. Hab mir das Spiel gegen Atletico angeschaut, dort ist er komplett abgetaucht. Das absolute Highlight war aber das Tackel von Vidal, einfach nur Weltklasse. Wenn er gegen Madrid noch fokussierter spielt, dann kann man zu Hause schon ein riesen Schritt Richtung Halbfinale gehen.

  4. Ju

    Würde meine volle Zustimmung dahingehend einschränken, dass ich Bale im Moment nicht für ein anderes Kaliber als Dembele halte. Der Junge spielt teilweise atemberaubend, während ich von Bale auch verletzungsbedingt in dieser Saison noch nicht viel gesehen habe.

  5. GP11

    Ribéry und Robben wie zu besten Zeiten. Vor allem ersterer versprüht geradezu Spielintelligenz.
    Alonso wie in allen Topspielen eine Macht.
    Martínez ist wenig überraschend unser bester Innenverteidiger. Das erste Mal seit 2013, dass er in der heißen Phase einer Saison hundertprozentig fit ist.
    Einziger Wermutstropfen (angenommen Lewandowski hat wirklich nichts):
    Das 4-2-3-1 passt einfach nicht. Thiago wird zu wenig in den Spielaufbau eingebunden und Vidal kommt zu spät in die Zweikämpfe bzw. ins Pressing. Ein 4-3-3 mit exakt gleichem Personal wäre meiner Meinung nach besser.

    1. NJ-96

      Wobei ich als CA am Mittwoch eher Müller (so er denn wirklich fit sein sollte) hinter Lewy spielen lassen würde und Thiago für Vidal neben Alonso.

  6. Mika

    Ja Mann! Richtig schönes Spiel und ein gutes Zeichen für Real.

  7. Osrig

    Tja, da hat Ancelotti wohl den Tuchel “ausgecoached” ^^. Das hätte ich zu diesem Zeitpunkt nicht erwartet, das unser FCB mit soviel Dynamik und Konzentration zu Werke geht. Und das Ancelotti durchaus mal abwartend etwas Raum geben lässt, um dann die schnellen vertikalen Pässe zu fordern, damit scheint der DO-Trainer nicht gerechnet zu haben, zumindest nicht in dieser Präsision^^ Diesmal war alles da, was ich sehen möchte: Bewegung, Besetzung der Räume und schnelles Pass-Spiel, so kann man selbst früh anlaufende Gegner ausspielen, und selbst eine fünfer-Abwehrkette vor Probleme stellen. Tatsächlich hat DO nie wirklich Zugriff im Mittelfeld bekommen, und ihr Heil in den eher ungenauen Pässen auf die Aussenpositionen gesucht, in der Hoffnung, ihre Leichtathleten können den Ball verarbeiten. Wie gut, das Javi und unsere übrigen Abwehrspieler gut eingespielt sind und hellwach waren, wirklich gefährlich wurde es höchstens ein oder zwei mal. Und auch Real muss solche Möglichkeiten erstmal nutzen! Auch Benzema und Co. zielen mal daneben!
    Nach vorn war das Tempo, mit dem Robben und Ribery ihre Vorstöße fuhren, beeindruckend, gerade Robben war energiegeladen und konzentriert, Willen pur, sein Tor ein typischer Robben, das einmal mehr unterstreicht, dass unser Holländer noch immer Weltklasse sein kann. Ich hoffe sehr, das Arjen diese Klasse auch bis zum Juni halten kann.
    Ribery nach vorn ebenfalls bei alter Klasse, einzig seine Defensivarbeit lässt etwas zu wünschen übrig, da muss gegen Real noch etwas mehr kommen. Ich fand es daher nachvollziehbar, dass sich Carlo für die Auswechselung entschieden hat.
    Übrigens: Auch wenn Carlo taktisch und hinsichtlich “ingame-Coaching” sicher noch ein paar Prozente mehr schaffen könnte, hinsichtlich seiner Menschenführung ist unser Italiener tatsächlich unerreicht! Sehr sympathisch , wie er den ob seiner Auswechselung doch erbosten Franck beruhigt hat: Beide Hände auf die Schultern, ein paar aufmunternde Worte und…ein Küsschen auf die Wange! Da blieb selbst dem Monsieur nichts anderes übrig, als zu schmunzeln! So hält man seine Stars bei Laune! Prima!^^
    Da auch Lewy nichts Ernstes hat und am Mittwoch spielen kann, sehe ich dem Duell gegen die Königlichen nach dieser beeindruckenden Vorstellung doch recht optimistisch entgegen.

    1. Kurt

      Tuchel coacht sich gegen Bayern doch jedes Mal selbst aus. Bei Pep als Fanboy noch vor Ehrfurcht erstarrt. Die Spiele hat er wohl eher für sich persönlich als Lehrmaterial betrachtet. Und jetzt bei Ancelotti schenkt er quasi schon vorher ab, weil man sich auf andere Aufgaben konzentriert, weil es in der Liga sowieso nichts zu holen gibt.

  8. R3F

    Wie von nem anderen Stern!
    Wenn man das mal mit anderen Bundesliga Mannschaften vergleicht sind das schon Welten.
    Das selbst der BvB so unter die Räder kommt hätte ich nicht erwartet zumal die letzten 20 Minuten ja auch nur verwaltet wurden.
    Bin mal gespannt auf Real wird bestimmt ein Bomben Spiel.

    1. Kurt

      War aber auch nicht “der BVB”. So ehrlich muss man sein. Wie von einem anderen Stern seh ich aber auch so. Nur wäre das in Spanien, Italien oder England auch nicht anders. Bayern ist einfach eine Stufe über dem Rest.

      Hoffentlich kann man das dieses Jahr auch endlich wieder in der CL zeigen.

  9. Kurt

    Egorobben heute mal wieder. Ich fands dann sogar eher witzig, wie sehr er das Tor gegen Dortmund wollte.

    Bleibt aber zu hoffen, dass er in den wirklich wichtigen Spielen auch mal zu Lewy passt, wenn der besser steht.

    Ansonsten eigentlich ein nichtssagendes Spiel, bei der Dortmunder Aufstellung. War natürlich trotzdem schön, so zu dominieren und einen klaren Sieg einzufahren. Nur dass man die Dortmunder wieder ins Spiel kommen lassen hat, wegen dieses zufälligen (mehr oder weniger, man meint wirklich Vidal kann sich nur für die absoluten KO-Matches so richtig motivieren) Sonntagsschusses von Guerreiro fand ich unnötig.

    Schöner Abend jedenfalls. Dass Lewy nichts Ernstes hat, ist die Hauptsache und wurde ja schon von ihm mitgeteilt.

    1. Kurt

      Das “Problem” sieht man ja sogar auf dem Foto oben zum Bericht. Lewy’s Gesichtsausdruck war auch schon mal freudiger, bei einem Tor vom Mitspieler. ^^

      Ich glaube wirklich, dass der Arjen es nicht so ganz verkraftet, dass Lewy der “Star” der Mannschaft ist mittlerweile. Ich glaube nicht, dass es in wirklich wichtigen Spielen ein Nachteil sein wird, aber so einen Zwist (oder Zusammenprall zweier ehrgeiziger Egos) zwischen zwei Spielern gab es meines Erachtens in den letzten Jahren nicht bei uns.

      Muss man aber natürlich beiden ankreiden. Solange die dann beide ihr Tor machen, soll es uns ja recht sein.

      1. Marco05

        Den Zusammenprall gab es im wahrsten Sinne des Wortes vor einiger Zeit schon mit Ribery, bis man sich zusammengerauft hat. Mich ärgert die – ich nenns mal – Konkurrenz der beiden auch etwas, jedoch habe ich das Gefühl, dass man sehr professionell damit umgeht. Da darf man sich auf dem Platz schon mal ärgern, auch wenn Robben das neulich übertrieben hat, aber am nächsten Tag geht es ganz normal weiter, mit dem gemeinsamen Ziel. Im übrigen hat sich auch Lahm für seine Verhältnisse furchtbar aufgeregt, als er den ein oder anderen Ball nicht bekommen hat. Und wenn einer 4-5 mal scheitert und dann im nächsten Versuch (endlich) trifft, dann hält sich halt die Freude der anderen in Grenzen. Umgekehrt ist es ja genauso.

        Bei Robben sind es zwei Dinge: 1. er muss mindestens in der Hälfte aller Situationen viel eher abspielen. 2. Er ist in überragender Form und fühlt sich offenbar auch so. Wenn es gegen Real gelingt, die beiden Dinge überein zu bringen, dann ist das eine veritable Waffe, die ohne Varane und ohne Pepe (!) erstmal verteidigt werden will.

  10. Systemrelevant

    Robben hat für Real Maß genommen. Am Mittwoch werden mindestens 2 von 3 Versuchen im Kreuzeck landen. :-)

    Real wird mit einem schlechten Gefühl in den Flieger steigen. Am Mittwoch wird ein neues Kapitel La bestia negra geschrieben.

  11. wipf1953

    1. Vorab – ich habe meine Ankündigung wahr gemacht und mir tatsächlich das zeitgleiche Bayern-Basketballspiel angesehen.Was sich gelohnt hat, ich bin jetzt schon so emotionalisiert wir ihr alle hoffentlich nach dem Mittwochspiel.

    2. Es gibt eine interessante Parallele zwischen den Fußballern und den Basketballern dieses Jahr. Beide mit neuem Coach (Sasha Djordevic ist ebenso tiefenentspannt wie Carlo der Große). Beide Teams kamen zu Saisonbeginn nur langsam ins Rollen, scheinen jetzt aber voll da zu sein. Allerdings sind die Fußballer erfahrener, routinierter. Wenn sie gut spielen gewinnen sie auch – das müssen die Basketballer noch verbessern.

  12. chicago_bastard

    Das Problem bei Lewy ist nicht nur ob er spielen kann, sondern wie sehr er durch die Schultergeschichte beeinträchtigt sein wird wenn er spielt. Gegen Real brauchen wir ihn bei 100%, wenn er aber noch was in der Schulter spürt dann fehlen da ein paar Prozente, weil man sich dann aus Angst nicht mit voller Intensität in die Zweikämpfe wirft. Erinnert ein wenig an Barcelona vor 2 Jahren, als er mit Maske spielen musste, was sein Spiel natürlich beeinträchtigt hat. Hoffen wir, dass es dieses Mal glimpflicher ausgegangen ist.

    Ansonsten hat mich das Spiel in der Ansicht bestärkt, dass Thiago etwas weiter hinten wichtiger für uns wäre und folglich eine Aufstellung mit Müller auf der 10 und Thiago/Vidal dahinter die beste wäre. Thiago war gestern ordentlich aber auf der 10 kann er naturgemäß weniger Einfluss auf unser Spiel nehmen. Müllers Verletzung dürfte dem aber einen Strich durch die Rechnung machen, selbst wenn er fit wird, wird er wohl von der Bank beginnen.

    Jetzt heißt es beten, dass Hummels nix Schlimmes hat…

    1. Marco05

      Bei Hummels siehts ja nicht so gut aus…

      Fassen wir mal kurz zusammen:

      Hummels – fällt wohl aus
      Boateng – Rekonvaleszent
      Neuer – Zustand nach Fuß-OP
      Costa – Aufbautraining
      Lewandowski – angeschlagen
      Müller – trainiert teilweise wieder

      Der Traum von “alle fit” ist definitiv für Mittwoch geplatzt. Bisher zwar noch nichts, was nicht aufzufangen wäre, aber gerade Hummels (eventueller) Ausfall mit der Kombi Neuer/Boateng ggf. noch nicht richtig fit, wäre nicht gerade gut…

  13. wipf1953

    Die Standardmedien haben ja mal wieder kein anderes Thema als den “Robben-Move”. Machen wir doch das Spiel mal kurz mit, Was denkt Ihr – mir kommt es subjektiv so vor, dass Robben diese Saison etwas mehr Platz bei seinen Angriffen hat und diese seine “Waffe” dieses Jahr besser nutzen kann als in den vergangenen Saisons. Allen Systemdiskussionen und allen Forderungen, den Ball abzugeben zum Trotz: Arjen ist weiter unser “go-to-Guy”. Ich habe ein gutes Gefühl, dass dieser “Gefahrenherd” wieder voll da ist.

    1. GP11

      Dass er mehr Platz hat liegt an Thiago. Sonst konnte man ihn immer problemlos zustellen, da die Mitte eh immer tot war.
      Das gleiche Spiel mit Ribéry auf links.

      1. wipf1953

        Verstehe ich nicht so ganz – Du meinst, Robben hat mehr Platz weil jetzt Thiago zentral spielt und Müller draußen ist?

    2. Ju

      Robben hat erstmal grundsätzlich mehr Platz durch das vertikalere Aufbauspiel. Das ist ja auch Sinn der Sache und Grund, dass man das höhere Risiko in Kauf nimmt. Weiterhin kommt hinzu, dass er sich oft recht hoch positioniert und dann direkt das Duell gegen den gegnerischen Außenverteidiger und nicht gegen einen Mittelfeldspieler bekommt. Die Krux dabei ist, dass sowohl die Zuspiele, als auch die Dribblings weitgehend unabgesichert vonstatten gehen. Während letzteres recht unproblematisch ist, da er quasi nie den Ball verliert, könnte ersteres noch teuer werden (wenn der Ball abgefangen wird und ein spielstarker Spieler mit Ball am Fuß aufrückt). Weiterhin hat er natürlich immer noch seine Dribblings aus breiter Position, die er ja seit jeher einstreut.

  14. Lobo

    Also sind diesmal fast alle optimistisch eingestellt. An der Börse würde ich jetzt meine Aktien verkaufen!

    1. Pat

      Sell on good news, wie wahr…

    2. Jo

      Diesmal? Das war 2014 ganz genauso.

  15. Osrig

    Thiago halte ich auf der 10er Position für wertvoller, als auf der 6 oder 8! Auch wenn man als Spieler im Mittelfeld von den hinteren Positionen aus sicherlich mehr Grün vor sich hat und dementsprechend mehr Einfluss auf das Spiel nehmen könnte, sind Thiago’s Fähigkeiten mit dem Ball unmittelbar hinter den Spitzen doch wichtiger. Denn er kann den entscheidenden Pass spielen, mit dem die Abwehrkette ausgespielt wird, selbst wenn der Gegner den berüchtigten Bus im eigenen Strafraum geparkt hat. Unser Offensivspiel wird variabler, unberechenbarer für den Gegner, und so kann Thiago schon durch seine Präsenz Gegner auf sich ziehen, Räume schaffen und somit gerade Robben und Ribery Freiräume ermöglichen. Was Thomas Müller durch seine Raumdeutungen und Läufe ermöglicht, schafft Thiago dann durch den einen genialen Pass.
    Vidal wiederum, gegen DO mit den meisten Ballkontakten, kann als Abräumer gut wirken, als Aufbauspieler nicht ganz so gut wie Thiago oder Alonso, ist er hinter den Spitzen eher schwächer.
    Die Egomanie sollten sowohl Arjen als auch Lewy einstellen, der Erfolg steht über einzelnen Spielern, und das wissen die beiden auch.

  16. […] Verletzung noch nicht eingespielt. Dies zeigte sich in vielen kleinen Fehlern sowohl beim Spiel gegen den BVB als auch beim Hinspiel. Einen Vorteil dürfte der Spielaufbau erleben. Hier hatte Martínez 0% […]

  17. […] auch die Laufwege der schnellen BVB-Angreifer einzuschränken. Vor einigen Wochen hat der FC Bayern in der Bundesliga gezeigt, wie man den BVB bespielen muss. Allerdings sollte diese Partie nicht überbewertet […]

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