SINSHEIM, GERMANY - AUGUST 22: Jerome Boateng of Muenchen blocks a free kick with his hand during the Bundesliga match between 1899 Hoffenheim and FC Bayern Muenchen at Wirsol Rhein-Neckar-Arena on August 22, 2015 in Sinsheim, Germany. (Photo by Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Baustelle Abwehr: Was Benatias Ausfall & Boatengs Sperre bedeuten

Der Sieg gegen die TSG Hoffenheim war hart erkauft. Nach nicht mal zwei Spieltagen steht Pep Guardiola beim Blick auf das Spitzenspiel gegen Leverkusen vor der ersten großen personellen Herausforderung der Saison: Wie stellt er die Defensive gegen das starke Pressingspiel von Roger Schmidt auf?

Nicht einmal 36 Minuten waren in Sinsheim gespielt, als die medizinische Abteilung des FC Bayern auf den Platz eilen musste. Medhi Benatia griff sich an den Oberschenkel und es ging nicht mehr weiter. Pep Guardiola reagierte sofort und brachte Rafinha. Taktisch veränderte sich wenig. Das Konzept der Dreierkette konnte aufrechterhalten werden. Selbst dann, als der FC Bayern nach der Gelb-Roten Karte für Jerome Boateng in Unterzahl spielte. Xabi Alonso rückte für den deutschen Nationalspieler in die Dreierkette. Hoffenheim konnte die nummerische Überzahl nicht nutzen. Die TSG erspielte sich keinerlei Torchancen mehr.

Benatia weckt Sorgen

Trotz des mit sechs Punkten geglückten Saisonstarts gibt es nun eine Baustelle in den Reihen des FC Bayern, die ein wenig Sorgen macht. Medhi Benatias erneute Muskelverletzung (Verdacht auf Muskelfaserriss) könnte je nach Schwere der Blessur ein herber Rückschlag sein. Es ist bereits die fünfte Muskelverletzung von Benatia im Trikot des FC Bayern. Weil Boateng aufgrund seiner Gelb-Roten Karte in der kommenden Woche gegen Leverkusen gesperrt sein wird, muss Guardiola ohnehin improvisieren. Das zuletzt gut harmonierende Pärchen Boateng und Benatia ist für das Spitzenspiel nicht einsatzfähig. Gerade der mögliche längere Ausfall des Marokkaners schmerzt, hatte er doch reichlich Pluspunkte in der noch jungen Saison sammeln können. Nicht nur wegen des 1. Treffers der laufenden Spielzeit. Auch gegen Hoffenheim überzeugte er mit guten Zweikampfwerten (83%) und stabilisierte so die rechte Abwehrseite egal ob in der Dreier- oder Viererkette. So ließ sich der Marokkaner beispielsweise nicht von dem deutlich schnelleren Kim überlaufen und konnte so einen Konter noch zur Ecke klären (14.). Durch die erneute Verletzung wird Benatia weiterhin nicht konstant über mehrere Spiele auf dem Platz mitwirken können. Sein Talent kann er so in den nun fast 14 Monaten FC Bayern immer nur punktuell andeuten. Zu oft warfen ihn zwei bis vier Wochen Verletzungspause zurück.

Hinzu kommt der Platzverweis von Jerome Boateng. Die erste gelbe Karte war notwendig, da nach einem Ballverlust von Rafinha Volland eine gute Torchance gehabt hätte. Das anschließende Handspiel (und der fällige Strafstoß) passen ins Bild von Jerome Boateng, der sich seinen Status als „Weltklasse-Abwehrspieler“ durch mutige und oftmals richtige Zweikampfentscheidungen erarbeitet hat. In dieses Muster passen aber auch die ein oder andere Laissez-faire Aktion, die meist noch mal gut geht, aber hin und wieder teuer bezahlt werden muss. In machen Situationen fehlt es Boateng schlichtweg an der nötigen Konzentration. Der Platzverweis gegen Hoffenheim war bereits sein vierter im Trikot des FC Bayern.

Der Platzverweis hat das Spiel gegen Hoffenheim nicht mehr nachträglich verändert, da der FC Bayern so dominant war, dass er das Spiel auch mit zehn Spielern noch drehen konnte. Dafür fehlt Boateng nun gegen die taktisch gefährlichste Mannschaft – Bayer 04 Leverkusen. Ausgerechnet Leverkusen, gegen die Jerome Boateng schon seine letzte Partie in der Bundesliga (Saison 2014/15) verpasste. Die Elf von Roger Schmidt gewann verdient im Frühjahr mit 2:0. Leverkusen setzt auf ein radikales Pressingkonzept mit einer 4-2-2-2 Grundformation, bei dem bis zu 5-6 Spieler versuchen den Spielaufbau der Gegner zu unterbinden. Da viele Abwehrspieler und Torhüter solche Situationen nicht gewohnt sind bzw. nicht gut auflösen können, kreiert die Werksfelf viele Chancen bereits im letzten Drittel. Ein Mittel gegen diese Spielweise sind lange – diagonale Seitenverlagerungen. Ein Spieler, der diese Bälle perfekt beherrscht, wäre Jerome Boateng. Gegen die TSG Hoffenheim kamen 8 seiner 11 langen Pässe an. Costa konnte durch diese Verlagerungen immer wieder viel Raum bekommen. Gerade in der ersten Halbzeit erspielte sich der FC Bayern die meisten Tormöglichkeiten nach langen Bällen auf die Außenspieler.

Da neben Medhi Benatia und Jerome Boateng auch noch Holger Badstuber und Javi Martinez weiterhin verletzt fehlen, steht mit Dante nur noch ein gelernter Innenverteidiger zur Verfügung. Dante selber war gegen den Hamburger SV leicht angeschlagen und stand deswegen nicht im Kader. Auch gegen Hoffenheim bekam er keine Chance. Viel mehr brachte Pep Gaurdiola besagten Rafinha. Immerhin konnte er während des Freundschaftsspiels in Dresden etwas Spielpraxis sammeln. Alaba und Rafinha dürften unabhängig von der taktischen Aufstellung gesetzt sein, allerdings müssen sich beide weiter steigern. Alaba leitete durch seinen Fehler das schnellste Tor der Bundesligageschichte ein. Auch gegen Wolfsburg und im DFB-Pokal hatte er seine Probleme. Der Formaufbau nach seiner Knieverletzung dauert immer noch an. Rafinhas individueller Fehler in der zweiten Halbzeit war der Dominostein für die Abwehrprobleme, da er den Platzverweis von Boateng einleitete. (Was im übrigen keine Entschuldigung sein sollte.)

Guardiolas Alternativen

Taktisch muss Pep Guardiola nun eine Grundsatzentscheidung treffen. Setzt er auf eine Dreier-/Fünferkette oder versucht er eine Viererkette gegen Leverkusen. Die naheliegende Variante wäre jene aus der Endphase gegen Hoffenheim: Eine Dreierkette mit Alaba, Alsono und Rafinha. Zumal Alonso sich nicht dem Pressing im Mittelkreis stellen müsste und so (zumindest theoretisch) etwas mehr Zeit zum Spielaufbau bekommen würde. Zudem kann er die langen Bälle in ähnlicher Qualität spielen wie Boateng. Gegen Hoffenheim fanden 9 von 15 langen Bällen ihr Ziel.


Mögliche Aufstellung gegen Leverkusen. Die Dreierkette könnte im Bedarfsfall zur Fünferkette werden.

Etwas mehr defensive Stabilität könnte das Konstrukt in einer 3-4-3 Grundformation mit Bernat und Lahm im Mittelfeld bekommen. So könnte im Bedarfsfall die Dreierkette zur Fünferkette werden. Was die Abstände untereinander verkürzt und den Spielaufbau aus dem letzten Drittel erleichtert. Auch defensiv wäre die Unterstützung von Bernat und Lahm gegen die schnellen Außenspieler Bellarabi und Brandt/Son sicherlich eine sinnvolle Variante. Natürlich könnte auch Dante den Part im Zentrum der Dreierkette übernehmen. Die Frage wird aber sein, ob Pep Guardiola ihm diese Rolle mit der bisher eher wenigen Spielpraxis zutraut. Des Weiteren wäre Alonso dann im Mittelfeld dem erhöhten Pressing der Mittelfeldspieler von Leverkusen ausgesetzt.

Eine mögliche Alternative wäre die Rückkehr zur Vierkette. Hier dürfte Dante gesetzt sein. Sein Partner wäre Alaba, wie bereits in einigen Testspielen gesehen. Das 4-1-4-1 könnte durch das Außenverteidiger-Pärchen Bernat und Rafinha ergänzt werden. Alonso würde wohl oftmals abkippen und sich zwischen die beiden Innenverteidiger fallen lassen, um das Winkelproblem zu lösen.


Alternativ wäre die Viererkette eine Option. Allerdings sind Dante und Alaba beide Linksfuß. Ein Problem im Spielaufbau.

Schließlich nutzen Alaba und Dante vorrangig den linken Fuß zum Spielaufbau. Leverkusen könnte dies durch geschicktes Anlaufen ausnutzen, weshalb ein zusätzlicher Spieler unumgänglich im Aufbau wäre. Ein Nachteil dieser Variante ist, dass durch das Abkippen von Alonso der Übergang vom Abwehr- ins Mittelfelddrittel erschwert wird, weil die vertikalen Abstände zu groß werden. Ein Problem, das vor allem gegen den Hamburger SV, aber auch im DFB-Pokal gegen Nöttingen zu sehen war.

Egal wie sich Pep Guardiola sich in der Abwehr entscheidet, durch die Sperre und die Verletzung wird einmal mehr offensichtlich, dass der FC Bayern auf einen großen Kader angewiesen ist. Ein Verkauf vom letzten einsatzfähigen Abwehrspieler – vielleicht sogar nach Leverkusen – dürfte damit zumindest bis zum Samstagabend vom Tisch ein. Anschließend folgt eine Länderspielpause in der Spieler wie Martinez, der wohl nah am Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining ist, wieder zu Alternativen werden. Auch Badstuber und Kirchhoff stiegen unlängst ins Lauftraining ein.

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Leserkommentare
  1. Erich_B

    Ich frage mich persönlich was man sich bei der Kaderplanung gedacht hat.
    Natürlich ist es einfach daherzureden bei in letzter Zeit so vielen verletzten Spielern und das 2 IV ausfallen ist auch nicht alltäglich.

    Wenn bei Bayern jemand mit 4er-Kette plant musst man normalerweise 4 IV’s einplanen:
    – Boateng => O.K.
    – Benatia => Permanent irgendwelche Verletzungen, letzte Saison lt. obigen Bericht 4, seriös kaum planbar
    – Martinez => Siehe Badstuber
    – Badstuber => Für mich der IV Nr. 4, nicht aufgrund seines Leistungsvermögens, sondern aufgrund seiner Verletzungshistorie. Kein vernünftiger Mensch kann damit rechnen das er nochmal über längere Zeit (1 Saison) auf hohem Niveau kontinuierlich seine Spiele macht. Ich würde mir nichts mehr Wünschen als das, bloß sehe ich die Wahrscheinlich dafür sehr gering. Sein Körper ist schlicht auf die Belastung nicht mehr eingestellt. Eigentlich müsste man das so planen das er nicht mehr als 1 Spiel die Woche macht, je nach Belastung dann Einsätze die nicht über 60/70 Min. hinausgehen.

    Bei Martinez sehe ich das ähnlich kritisch. Viele vergessen das er in der 1. Pep-Saison schon Verletzungen hatte und nie an das Leistungsvermögen der Tripple-Saison herangekommen ist. Jetzt fällt er schon über 1 Jahr aus. Ich würde mit ihm auch nicht nach der Länderspielpause rechnen. Warum auch ? Der bekommt erstmal im besten Fall Einsätze von 10-20 Min. zum Schluss des Spiels. Kann sich noch jemand erinnern wie behutsam Jupp den damals aufgebaut hat nach seinem Wechsel ? (Warum auch immer damals, wohl eher um ihn an das System zu gewöhnen und an die 6er Position). Aber um sein Leistungsvermögen zu erreichen hat das damals gebraucht. Seine ersten richtig großen Spiele hat er dann gemacht zu Beginn der Rückrunde gemacht (1:0 Sieg der Bayern gegen BVB im Pokal).
    Hinzu kommt bei Martinez das er IV bei Bilbao gespielt hat, bei Bayern hatte er im Pep-System auch schlechte Spiele als “klassischer” IV. Als zentraler Verteidiger dagegen jedoch 1 sehr gutes Spiel gegen den BVB.
    Unterm Strich sehe ich ihn in einer 4-er Kette jedenfalls als Fragezeichen.

    So bleibt nur noch Dante, den man Leistungstechnisch unter Pep jedoch schon hätte verkaufen müssen, weil er anscheinend für das Pep-System nicht brauchbar ist.

    => Von 5 potentiellen IV’s sehe ich 3 als Sollbruchstelle bzw. 1 dem Niveau von Pep’s System nicht gewachsen.

    Zum Thema 3-er Kette: Die gefällt mir eher mit potentiell spiel-starken IV’s wie z.B. Boateng/Martinez/Alaba/Badstuber. Aber nicht mit “klassischen” AV. Rafinha will ich da eigentlich eh nicht sehen. Sein oben beschriebener Fehler reiht sich ein in seine Leistungen in den Vorbereitungsspielen, wo er durch Fehlpässe geglänzt hat. Zum anderen geht mit den klassischen AV’s in einer 3-er Kette Kopfballstärke verloren, Rafinha schlicht zu klein, Alaba hat jedoch noch die Dynamik um das einigermaßen auszugleichen.
    Zieht man Lahm in die 3-er Kette, hat man wieder das Thema das du auf Alonso angewiesen bist im Mittelfeld (Der hatte letzte Saison in der Hinrunde gute Spiele, bloß war dann wohl auch aufgrund seines Alters völlig überspielt irgendwann).

    Mir gefallen die Optionen schlicht nicht, und ich bin gespannt ob man inzwischen nicht irgendwann an dem Punkt ist wo diese ganze Systemvariabilität nicht zu lasten der Stabilität geht (War letztes Jahr schon ein Thema in diesem Blog).
    Ich lasse mich jedoch gerne eines besseren belehren…

    (Im übrigen sieht man auch gut bei einigen Spielern beim BVB die schwerwiegende Verletzungen hatten das diese nicht so einfach auf das alte Niveau zurückkommen bzw. immer wieder Verletzungen haben: Piszczek / Subotic / Blaszczykowski).

    1. Axel

      Ich verstehe den Satz “Von 5 potentiellen IV’s sehe ich 3 als Sollbruchstelle ” nicht. Eine Sollbruchstelle ist ein Element, dass im Schadensfall vorhersagbar versagen SOLL, um den Gesamtschaden klein zu halten. Wie passt das?

      1. Erich_B

        Sollbruchstelle ist nicht der perfekte Ausdruck und per Definition falsch. Was ich jedoch sagen will:
        Man hat 5-6 Spieler im Kader bei denen man erwarten kann bis weitere Verletzungen diese wieder zurückwerfen auf Basis der Historie der vergangenen 2-3 Jahre.
        Zum anderen ist schlicht nicht zu erwarten das z.B. Martinez sofort wieder hohes Niveau hat. Vor allem weil er das Pep-System kaum kennt.
        Ribery’s Verletzung scheint sich ebenfalls weiterhin hinzuziehen:
        http://www.tz.de/sport/fc-bayern/fc-bayern-franck-riberys-leidensgeschichte-geht-weiter-5372405.html

        Sorry wenn das jetzt provokant kling: Aber bis Ribery fit ist, ist Robben schon wieder verletzt…
        Im Moment mutet es wieder eine Herkules-Aufgabe an diesen kann zu managen/steuern.

    2. Done

      @axel: ich würde sagen ungeschickt formuliert, es dürfte aber klar sein, was gemeint ist;-)

      1. Axel

        Erich, danke! Jetzt verstehe ich und bin Deiner Meinung.

  2. gunther

    + 1
    besser kann man es nicht zusammenfassen, danke!

  3. kurt

    Denke (und hoffe) man wird jetzt noch auf die Verletzung reagieren und einen IV holen. Ähnlich wie bei der Verletzung von Martinez. Irgendwie wurde in den Analysen diese Schwachstelle oftmals übersehen (oder ich hab es so empfunden).

    Alaba als LIV in einer Dreierkette finde ich perfekt, aber da mit Benatia nicht wirklich zu planen ist. leider Gottes, sollte man wirklich noch einen fähigen Innenverteidiger verpflichten, der auch den RIV-Part ausfüllen könnte.

    Kann mir zwar auch Vidal als Lösung vorstellen, allerdings wäre er dort wohl eher verschenkt.

  4. Jo

    Wenn das ganze einem guten Zweck dienen sollte, dann hoffentlich der Erkenntnis, dass wir keine Spieler mehr abzugeben haben.
    Jenseits allen Medienlärms von allfälligen “Opfern” in unserem Kader genügt doch wieder mal eine einzige halbe Stunde in Hoffenheim um die Sicht auf die Dinge zu klären.
    Wir werden, früher oder später froh um wahrscheinlich so ziemlich jeden Spieler in unserem Kader sein. Vielleicht nicht so häufig wie sich das der jeweilige Spieler vorstellt, aber das ist eine Sicht die sich ein Verein der erfolgreich sein will eben nicht zu eigen machen kann.

    Da sich an der Situation bei den IV vsl. nichts mehr ändern wird (gehe jetzt mal nicht von Zukäufen diese Woche aus), verweise ich auf eine weitere Option in unserem Kader. Wie schon mal erwähnt könnte ich mir vorstellen, dass man Höjbjerg zu einem brauchbaren IV/HV entwickeln könnte.
    Ob man das unbedingt gegen Leverkusen probieren sollte? Na ja, aber auf Sicht der Saison gesehen könnte das was werden.

    1. Robert

      Das habe ich auch gerade gedacht, Hojbjerg könnte den rechten HV in der Dreierkette spielen. Zentral Alonso oder Dante gefällt mir aber beides nicht… Trotzdem lieber Dante

      1. Robert

        Hab Grad den Kader noch mal angeschaut, da fiels mir wie Schuppen von den Augen… Genau dafür haben wir Ulreich geholt. Und Neuer zentral in der Dreierkette ;)

      2. Done

        Hehe, das wäre natürlich der Königsweg! Made my day!

    2. Done

      Sehe ich ähnlich wie Jo. Denke nicht, dass es bald zu Zukäufen kommen wird, zumal sich auf dem Transfermarkt ja, soweit ich das sehe, nicht groß Alternativen aufdrängen.

      Mit Hojbjerg als IV wäre zumindest mittel-/langsfristig eine Alternative denkbar, aber natürlich nicht fürs bevorstehende Leverkusenspiel. Die Alonso-Lösung fände ich jetzt nicht so schlecht. Gerade mit quirligen Spielern an seinen Seiten wie Alaba/Bernat/Rafinha könnte er mit seiner Übersicht und seinem Stellungsspiel hier eine Lösung sein.
      Ich bin bei den Amateuren nicht so drin, bietet sich hier denn gar keiner an, mal hin und wieder eine Lücke im Profikader zu stopfen? Das war doch früher auch Gang und Gäbe, dass in solchen Fällen aufgefüllt wurde. Trapattoni wird sich erinnern…

      Ansonsten sollten wir uns gegen Leverkusen auf unsere Offensive verlassen dürfen. Leverkusen hat in den Ausfällen von Toprak und Jedvaj ähnliche Probleme wie wir. Mit Papadopoulos und Tah stehen die auch nicht sicher hinten.

    3. rookie

      genau mein Gedanke, Hoibär als Innenverteidiger , einen Versuch wert im Mittelfeld wird er es nie bei Bayern packen

  5. Baldi

    Was würdet ihr von Rode als RIV in einer Dreierkette halten? Hojbjerg hingegen wirkt auf mich manchmal so als ober etwas zu lange für die Entscheidungsfindung braucht, was gegen Pressingkusen alles andere als optimal wäre.

    1. Jo

      Ja, Höjbjerg hat definitiv noch Probleme bei der Entscheidungsfindung. Allerdings fällt mir das nur in der Offensive in engen Räumen, bei schnellen Aktionen auf. IV wäre da eine andere Kiste. Dass er dort allerdings sicher noch “Einarbeitungszeit” benötigen würde, nehme ich auch an.

      Bei Rode weiß ich nicht so recht. Da würden mich die bisherigen Erfahrungen als RV etwas abschrecken. Richtig gut gefällt er mir eigentlich nur relativ mittig/zentral, wenn er jede Menge Acker vor und hinter sich hat, den er umpflügen kann.

  6. Andy

    Erstmal dickes Kompliment an die Macher dieses fantastischen Blogs. Lese eure Artikel sehr gerne und höre auch jede Podcastfolge. Top!

    Ich könnte mir Rode sehr gut als Aushilfs-IV vorstellen. Zweikampfstark und immer hellwach mit der nötigen Aggressivität.
    Allerdings dann in einer 4er Kette zb. neben Dante oder Alonso.

  7. Johannes

    Jaja Benatia genau so wie ich es vermutet habe erstes Spiel ein dicker Patzer und jetzt schon wieder verletzt.
    Zum Glück haben wir Dante nicht verkauft freut mich das er nochmal ne Chance bekommt, könnte mir sogar vorstellen das Benatia den kürzeren zieht wenn er wieder fit wird.

    Bei Martinez mache ich mir keine Hoffnungen der wird sein Top Niveau so schnell nicht mehr erreichen, rechne nicht damit das er uns in dieser Saison schon Groß weiterhelfen wird, wenn er Glück hat bleibt er von lästigen Muskelverletzungen verschont, die häufig nach Knieverletzungen auftreten.

    1. Marco05

      Mit dickem Patzer meinst du das 1:0? ;)
      Weiß nicht, was das außerdem mit der Verletzung zu tun hat aber gut.
      Wie die durchaus objektiven Berichte hier zeigen, hat er bisher mehr als ordentlich gespielt. Spielt zwar keine Hochrisiko-Pässe aber die kommen an, seine Zweikampfbilanz ist stark und in der Luft sogar überragend. Ich sehe ehrlich keinen Anlass zur Kritik.
      Die Verletzungsanfälligkeit im muskulären Bereich kam entgegen anderslautender Auffassungen auch leider erst bei uns, war somit kaum absehbar.
      Passt natürlich wieder genau mit Boatengs (unnötiger) gelb-roten und der noch-nicht-Rückkehr unsere Rekonvaleszenten zusammen.
      Außerdem gebe ich zu bedenken, dass Dante fast die komplette Vorbereitung ausgefallen ist wegen einer Geschichte, die er sich mehr oder weniger privat zugezogen hat – also auch nicht viel besser. Vom Altersunterschied und den vorhergehenden eher durchwachsenen Leistungen gar nicht zu sprechen

      Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Pep mehr auf eine 3-er Kette mit Alaba und Rafinha, sowie Alonso setzen wird. Wird auf jeden Fall schon am 3. Spieltag eng. Danach ist erstmal (leider) wieder Länderspielpause.

  8. chicago_bastard

    Ein Problem das ihr nicht berücksichtigt habt ist die Kopfballstärke, die man gegen Kießling brauchen wird und die für mich eine Aufstellung Dantes alternativlos macht. Leverkusen wird wohl mit vielen hohen Bällen auf Kießling als Zielspieler operieren und da sollten wir einen kopfballstarken Verteidiger dagegen setzen. Alonso wäre das nicht, wie auch nicht Rafinha und Alaba, daher wäre die von euch skizzierte Dreierkette problematisch. Dante ist der einzige kopfballstarke Verteidiger, der übrig ist und wird daher meiner Einschätzung nach spielen.

  9. jomo

    In den Raum geworfen: Was ist denn mit Kirchhoff? Wäre das nicht ne Chance?

  10. Minanda

    Kirchhoff ist verletzt.

    Mit Martínez und Ribéry kann (muss) man sich noch Zeit lassen, da die Neuzugänge Costa und Vidal so eingeschlagen haben. Wichtig ist doch, dass man in der heißen Phase (ab Viertelfinale CL) wieder voll da ist und die schlagkräftigste Mannschaft stellen kann. Wenn Martínez das Wintertrainingslager beschwerdefrei bestreiten kann und dann einsteigt, wäre das sehr gutes Timing für den Saisonendspurt.

    Bei Ribéry habe ich die Hoffnung auch nicht aufgegeben, aber da ist ja kein Ende der Beschwerden abzusehen. Coman wäre kein schlechter Transfer. Im Zweifel könnte Bernat noch vorne auf dem Flügel zum Einsatz kommen, wenn es irgendwann wieder Robben erwischt (dann Costa auf rechts und Bernat auf links).

  11. Max

    Ich wollte erstmal sagen, dass ich die Seite erst vor kurzem entdeckt habe und sie wirklich klasse finde! Die Berichte sind gut geschrieben und auch die Kommentare sind eigentlich immer normal geschrieben. Weiter so! :)

    Ich persönlich halte es für gefährlich nicht nochmal auf der IV-Position aufzurüsten mit der Verletzungshistorie unserer Spieler. Mathias Sammer hat das auf einer der letzten Pks gesagt…

    Für Leverkusen könnte ich mir eine 3er-Kette mit Alaba-Vidal-Rafinha vorstellen und davor dann Bernat-Thiago-Alonso-Rode.

    Meine Aufstellung:
    Neuer
    Rafinha-Vidal-Alaba
    Rode-Alonso-Thiago-Bernat
    Müller-Lewandowski-Costa

  12. […] es vor dem Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen einige Abwehrprobleme gibt, ist die Rolle von Dante beim FC Bayern mehr als Ungewiss. Der Brasilianer konnte spätestens […]

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