1. FC Köln – FC Bayern München 0:1 (0:1)

64 Stunden waren seit dem dramatischen Weiterkommen gegen Juventus Turin vergangen, bevor das nächste Bundesligaspiel auf dem Spielplan des FC Bayern stand. Auswärts ging es gegen den 1. FC Köln.

Die Kölner konnten sich am letzten Wochenende aus einem leichten Negativlauf befreien und beim akut abstiegsbedrohten Hannover 96 gewinnen. Es war der erste Sieg nach zuvor vier Partien mit nur einem eroberten Punkt.

Falls Ihr es verpasst habt:

Pep Guardiola reagierte erwartungsgemäß auf die hohe körperliche Belastung seiner Spieler und veränderte gleich auf fünf Positionen seine Aufstellung im Vergleich zum Champions League-Achtelfinale. Für Lahm, Vidal, Müller, Ribéry und Benatia spielten Rafhina, Rode, Thiago, Coman und Bernat. Es blieb also weitestgehend beim 4-1-4-1 System der letzten Wochen. Im Vergleich zum Spiel gegen Turin aber wieder mit Alaba und Kimmich im Abwehrzentrum. Die Matchwinner vom Mittwoch Thiago und Coman, sowie der ebenfalls eingewechselte Bernat, verdienten sich ihren Startelfeinsatz.

Auf Seiten der Kölner vertraute Peter Stöger zu Beginn auf die Fünferkette, die seit einigen Wochen intensiv zum taktischen Repertoire des FC gehört. Hector, Heintz, Mavraj, Maroh und Sörensen bildeten die Kette. Die Doppel-Sechs bestehend aus Gerhardt und Lehmann deutete die Marschrichtung der Kölner schon vor dem Anpfiff an. Zunächst das eigene Tor schadlos halten und über Risse, Bittencourt und Modeste für mögliche Entlastung über Konterangriffe sorgen.

1. FC Köln vs. FC Bayern München, 19. März 2016Köln im 5-4-1 vs. FC Bayern im 4-1-4-1

Der FC Bayern begann die Partie druckvoll und mit viel Ballbesitz. Köln konzentrierte sich auf gutes Verschieben der zwei Abwehrketten. Im Gegensatz zu vielen anderen Gegnern in den letzten Wochen verzichteten die Kölner nahezu komplett auf ein Angriffspressing. Die Folge waren astronomische Ballbesitzzahlen. Allein Xabi Alonso hatte in der ersten Halbzeit über 100 Ballaktionen. Wirklich gefährliche Chancen konnte sich der FC Bayern allerdings nicht heraus spielen. Aufregend wurde es höchstens, wenn Thiago den schnellen Costa auf der linken Außenbahn in Szene setzte. Das gelang in den ersten 15 Minuten ganz gut.

So ist es wenig verwunderlich, dass Thiago beim Führungstreffer maßgeblich involviert war. Nach einer guten Balleroberung im Mittelfeld spielte der Spanier einen Ball in die Spitze. Die Abwehraktion von Heintz verunglückte und Lewandowski hatte aus 17 Metern wenig Mühe Horn zu überwinden (10.).

Die Führung gab den Münchnern zunächst Sicherheit. Allerdings verpassten sie aus erspielten Halbchancen noch mehr Torgefahr zu kreieren. Die Folge war, dass Köln mit zunehmenden Spieldauer immer stabiler stand. Sörensen verlor nicht mehr so viele Zweikämpfe gegen Costa und auch Hector hatte die linke Abwehrseite gegen Coman mühelos im Griff. Die Mannschaft von Pep Guardiola nahm in der Folge immer mehr Tempo und Bewegung aus der Partie. Die meisten Aktionen spielten sich dementsprechend ca. 30-40 Meter vor dem Tor der Kölner ab. Daran änderte sich bis zur Halbzeit auch nichts mehr.

Auch nach der Pause war es ein ähnliches Bild. Köln stand zunächst gut gestaffelt und verschob taktisch geschickt. Viele Angriffe der Bayern wurden auf die Außenbahn gedrängt, wo aber Coman und Costa meist isoliert agieren mussten. Erst in der 62. Minute änderte sich das Spiel grundlegend. Peter Stöger brachte Osako für Gerhardt. Mit dem Wechsel war auch eine taktische Umstellung verbunden – hin zu einer Viererkette mit Hector im Mittelfeld. Köln presste nun aggressiver, sodass sich Pep Guardiola sogar gezwungen sah Philipp Lahm einzuwechseln, um mehr Stabilität und Passsicherheit ins Mittelfeld zu bekommen.

Das hohe Pressing der Kölner zahlte sich aus. Die Münchner mussten immer mehr lange Bälle in die Offensive spielen, die meistens direkt oder aber als zweite Bälle bei den Kölnern landeten. Diese wiederum versuchten vor allem Zielspieler Modeste anzuspielen, der Alaba immer wieder in Schwierigkeiten brachte. Schließlich hatte Köln in der 74. Minute den Ausgleich auf dem Fuß. Modeste wurde hoch und steil geschickt. Neuer war einen Tick vor dem Kölner am Ball, doch dieser setzte seinen Körper rabiat ein und erarbeitete sich eine Schusschance. Diese wurde aber von Alaba geblockt.

Die Münchner verloren gegen Ende der Partie immer mehr die Kontrolle und retteten sich mit kurz ausgespielten Eckbällen und Läufen zur Grundlinie über die Zeit. In der Nachspielzeit verpasste Coman zunächst die Entscheidung (90+2.), bevor es abermals die Kölner waren, die eine Möglichkeit zum Ausgleich durch Bittencourt (90+3.) liegen ließen.

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Am Ende gewannen die Münchner denkbar knapp, in einer 60 Minuten souverän vorgetragenen Partie. Die Umstellungen von Peter Stöger kamen zu spät, um die Münchner ernsthaft zu gefährden. Diesen sah man in den letzten 15 bis 20 Minuten aber durchaus die Belastungen der Woche an.

3 Dinge, die auffielen:

1. Minimalistenfußball

Schlussendlich war es genau eine klare Torchance, die sich die Mannschaft von Pep Guardiola erspielte. In der ersten Halbzeit kamen die Münchner auf zwei Torschüsse. In der zweiten Halbzeit kamen nur vier weitere Versuche hinzu. Die überragende Chancenverwertung von Robert Lewandowski, der auch außerhalb des Strafraums Gefahr ausstrahlen kann, sicherte schließlich dem FC Bayern den Erfolg. Es war bereits der 25. Saisontreffer des Polen. Angesichts der letzten Wochen, war die Leistung nach dem körperlich, aber auch mental sehr anstrengenden Champions League-Spiel gegen Juventus Turin im Prinzip erwartbar, hat aber in dieser Extreme dann doch überrascht.

Vor allem vier der fünf neuen Kräfte konnten offensiv keine Impulse setzen. Das Duo Bernat/Rafinha ist auf der Außenbahn in der Summe zu ungefährlich, um gegen Fünferketten Druck zu entfalten. Rafinha spielte beispielsweise nur fünf seiner 90 Pässe nach vorne und keinen davon in den Strafraum. 30 Pässe von Rafinha gingen direkt auf Kimmich. Also deutlich rückwärts. Ähnliche Werte lassen sich bei Bernat ablesen. Es fehlte schlussendlich nach der Führung der letzte Wille, weitere Tore zu erzielen. Die Außenverteidiger spielten komplett ohne Risiko, was es den Flügelspielern meist gegen zwei oder gar drei gegnerische Spieler unheimlich schwer macht. Somit reiht sich die Partie in eine Reihe glanzloser Auswärtsspiele in diese Saison ein. Als Beispiele dienen Hannover, Bremen oder Hamburg.

2. Rode kein Faktor

In der Vorwoche erntete Mario Götze vor allem von vielen Taktikexperten Lob für seinen Auftritt gegen Bremen. Durch kluge Bewegungen, öffnete er immer wieder den Raum und schuf eins-gegen-eins Duelle für Coman. Sebastian Rode ist dafür nicht der Typ. Dennoch schenkte ihm Pep Guardiola vor der Partie das Vertrauen und belohnte Rode mit dem erst zweiten Startelfeinsatz in dieser Saison.

Im Vorjahr wäre es noch eine perfekte Partie für Rode gewesen, der vor allem gegen Teams aus dem Mittelfeld der Tabelle viel Körperlichkeit und Leidenschaft ins Spiel brachte. Gegen Köln blieb Rode dieses Mal leider nur das Attribut “stets bemüht”. Den Willen kann man dem zuletzt wenig beachteten Mittelfeldspieler nicht absprechen, allerdings merkte man ihm spürbar die fehlende Spielpraxis an. In der ersten Halbzeit konzentrierte sich Rode auf Sicherheit. Viele Pässe gingen eher zurück (was das Problem mit Rafinhas Spielweise noch verstärkte). Den Steilpass auf Lewandowski oder auf Comann spielte Rode nicht. Das ein oder andere Mal verzettelte er sich unnötigerweise noch im Halbraum in Zweikämpfen.

Auch Defensiv, eigentlich die Kernkompetenz von Sebastian Rode, merkte man ihm einen gewissen Rost an. Nur 29% seiner Zweikämpfe konnte er gewinnen. Mit dieser Leistung wird Rode es schwer habe, angesichts eines nahezu gesunden Kaders noch weitere Einsatzzeiten zu bekommen.

Nach der Saison werden alle Beteiligten die Situation bewerten müssen. Dabei wird es vor allem darauf ankommen, ob der Spieler sich mit der Rolle als 14 – 17. Spieler im Kader zufrieden gibt.

3. Es war nicht das letzte Spiel dieser Art

Die Fans des FC Bayern sollten sich keine Illusionen machen. In der Rückrunde wird es weitere Spiele dieser Art geben. Nach der Länderspielpause und knapp vor der Champions League-Partie gegen Benfica, steht Eintracht Frankfurt im Terminkalender. Zwischen Hin- und Rückspiel trifft der FC Bayern dann auf den VfB Stuttgart.

Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren unter Pep Guardiola, kann es sich der Verein nicht erlauben den Fokus gänzlich auf die Champions League zu verschieben. Fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Borussia Dortmund hören sich komfortabel an, können gleichwohl aber mit nur zwei Spielen verspielt sein. Solange der wohl stärkste Zweite aller Zeiten weiter punktet, muss Guardiola die Liga ernst nehmen und die Konzentration hochhalten.

Den nötigen Kader hierfür hat er. Spieler wie Mario Götze, Benatia, Martinez, Coman und Co. müssen in dieser Bundesliga den Unterschied ausmachen können. Auf ein gutes Kadermanagement kommt es in den nächsten Wochen mehr denn je an. Spieler dürfen sich aufgrund von Belastungen nicht mehr verletzen und müssen für die anstehenden Partien in eine bestmögliche Form gebracht werden. Dies gilt nicht nur für die ersten 11 Spieler, die gegen Turin oder Dortmund spielen, sondern auch für die Akteure, die die nötigen Punkte in der Bundesliga einfahren sollen.

1. FC Köln – FC BAYERN 0:1 (0:1)
1. FC KölnHorn – Sörensen, Maroh, Mavraj, Heintz, Hector – Gerhardt (62. Osako), Lehmann (85. Mladenovic) – Risse, Bittencourt – Modeste
Bank Mesenhöler – Olkowski, Jojic, Svento, Hosiner
FC BayernNeuer – Rafinha, Kimmich, Alaba, Bernat – Rode (78. Lahm), Alonso (55. Vidal), Thiago – Douglas Costa (72. Ribéry), Coman – Lewandowski
BankUlreich – Tasci, Müller, Götze,
Tore0:1 (10.) Lewandowski
KartenGelb: Sörensen / Lahm
Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden)
Zuschauer 50.000
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Leserkommentare
  1. chicago_bastard

    Wie immer gute Analyse. Fände einen Artikel zu der Thematik “Die Demontage des Mario Götze” ja ganz interessant.

    1. Korbi

      Kann mich dem nur anschließen. Finde grad keine rationale Begründung ihn heute nicht spielen zu lassen (evtl. disziplinarische Maßnahme? nicht genug Einsatz im Training?).
      Jetzt haben die Medien wieder ein Thema, eine Vertragsverlängerung rückt in Weite ferne und sollte man ihn verkaufen wollen, so wird sein Marktwert grad auch in den Keller getrieben…

    2. Fan

      Würde mich auch über eine genauere Analyse der Götze-Situation freuen. Ich denke aber, dass es unter dem Strich zu einem “Ein Gespräch mit Ancelotti wird zeigen müssen, wie es weitergeht.” kommt.

    3. Andreas

      Ich habe so das Gefühl, dass Guardiola Götze nicht nur demontieren möchte, sondern regelrecht psychisch fertig machen will. Da lässt er ihn warm laufen, nur um dann alle drei anderen einzuwechseln. Da bekommt man schon den Eindruck einer gewissen Häme gegenüber Götze. So als ob er ihm sagen will “Du nicht”. Ich verstehe einfach nicht wie man menschlich so weit daneben liegen kann wie Guardiola. Auch dass er Lahm für Rode bringt war mehr als lächerlich. Lahm spielte ja eher offensiv anstatt defensiv und ich denke das die Offensive Götze weit aus mehr liegt.

      1. daniel

        die Auswechslung Lahm–Rode war mMn als nachvollziehbar: Köln hatte zu diesem Zeitpunkt in einem etwas wild gewordenen Spiel wieder Lunte gerochen, da sollte Lahm dann mit seiner Ballsicherheit im Mittelfeld das Spiel beruhigen und so über Ballbesitz das Ergebnis sichern. Man kann eher drüber diskutieren, warum er nicht statt Costa in der Startelf war.

      2. Andreas

        Das war vielleicht die Idee, aber bis zum Schluss hatte Köln viele gute Möglichkeiten. Lahm war deutlich erschöpft und konnte somit nur wenig Sicherheit zurückbringen. Mann hätte den Sack einfach schneller zumachen müssen.

      3. Thomas

        Für Mario Götze blieb kein Platz mehr in der Startelf. Es kam Sebastian Rode — und Thiago hätte wohl niemand für Mario Götze draußen gelassen …

        Ergebnissicherung geht nur mit Lahm und Vidal. Das ist nicht die Lieblingsdisziplin des Mario Götze.

      4. Noch ein Nachsatz zu Andreas’ Blödsinn und zu Mario Götzes Nicht-Berücksichtigung: Mario Götze kann jetzt gegen England und Italien nachweisen, wie gut und wie wichtig er für eine Fußballmannschaft sein kann. In der NM kann er sich die nötige Spielpraxis holen.

        Ich habe so das Gefühl, dass Guardiola Götze nicht nur demontieren möchte, sondern regelrecht psychisch fertig machen will.

        Das, mit Verlaub, lieber Andreas, ist der größte Scheiß, der seit langem in den Kommentarspalten dieses Bayern-Blogs gestanden hat. Übertroffen wird dieser Scheiß nur durch einen Troll namens “Effenberg” a.k.a. “Effe” etc. pp.

        Das ist gewollte Stimmungsmache aus der Dortmunder Ecke und die mußt Du, Andreas, nicht noch verstärken. Ich würde an Deiner Stelle das Zündeln der SPORTBILD überlassen.

        Gruß,
        Thomas

  2. Hans

    Ausgehend von dem Kraftakt gegen Juve ein solider Auftritt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

  3. Arne

    Wiewald im Tor der Kölner?
    Ansonsten wieder ein wunderbarer Bericht und eine Klasse Analyse

    1. Christopher

      Danke Arne für den Hinweis. Ist gefixt.

  4. Mehmet68

    Schwaches Spiel glanzlos heimgeschaukelt. Das war beim großen Lattek ganz normal… ;-)

    #3 könnte imho sogar ein Vorteil sein, da man nicht wieder aus dem “Sleep”-Modus erwachen muss, so wie schon 2x jetzt. Oder?

    Verletzen darf sich aber niemand, sonst wird’s eng.

  5. kurt

    Also langsam reichts mit eurer Hetze gegen Pep. “Demontage des Mario Götze” “Häme gegenüber Götze”. Wir haben halt nen großen Kader und Rode durfte auch mal spielen. Ein Winger ist er nicht, also blieb eben kein Platz mehr.

    Er war sicher als Option gedacht, aber wer die letzten 20 Minuten des Spiels gesehen hat, weiß warum Lahm gekommen ist.

    Wenn heute einer demontiert wurde, dann Benatia, aber das ist wohl für manche zu hoch hier.

    1. Smasher

      Benatia hat gepostet, dass er Wadenprobleme hat. Sonst hätte er gespielt, laut ihm(gibt keinen Grund was anderes zu glauben…).
      Hoffe wirklich das das stimmt, ansonsten wirds das für ihn gewesen sein, was ich schade finden würde aber ich kann da auch den Verein verstehen.

    2. Andreas

      Also wenn heute nicht die beste Gelegenheit war ihn zu bringen, wann denn sonst? Er muss ja mal wieder Spielpraxis bekommen. Und zu Rode: Natürlich hat er es sich verdient mal wieder zu spielen, aber ich denke ein Götze in normaler Form würde den Bayern noch mehr helfen.

      1. kurt

        Und du weißt besser als der Trainer, wie weit er von dieser Form entfernt ist? Dass Götze zur Zeit außen vor ist, ist beschissen, aber man kann es Pep ja wohl nicht vorwerfen, dass er mit dem BVB im Nacken, auf eine eingespielte Truppe setzt, um jeden Punktverlust zu vermeiden.

        CL ist nicht planbar und solange Barca nicht anfängt zu schwächeln, wird das eh eine schwierige Aufgabe, das Ausscheiden ist also sehr gut möglich, insofern wäre dann ein Verpassen der Meisterschaft der Super-GAU.

        Ich erinnere nur mal daran, dass er auch schon kritisiert wurde, weil er zuviel rotiert hatte. Götze tut mir leid (er ist einer meiner Lieblingsspieler 13/14 war das erste was ich gemacht habe, mir ein Götzetrikot zu kaufen) und ich fände es zum kotzen, wenn er den Verein verlässt, oder sogar verlassen muss, allerdings steht der Erfolg des Clubs immer noch über einzelnen Personen.

        Ich glaube aber nicht daran, dass Pep persönliche Probleme mit Götze hat. Dafür hat dieser sich nämlich auch noch nie negativ in diese Richtung geäußert. Die Spieler mit denen Pep Probleme hatte, haben das auch immer nach Außen getragen.

        Ich denke es wird Gespräche geben mit Ancelotti und dann wird auch Götze wieder ein fester Bestandteil unserer Mannschaft sein.

      2. chicago_bastard

        Das heute soll eine eingespielte Truppe gewesen sein? Mit Rode, Rafinha und Bernat?

        Die Tatsache, dass Götze seinen aktuellen Trainer nicht öffentlich kritisiert kannst Du doch nicht ernsthaft als Beleg dafür anführen, dass alles in Butter ist. Kein Spieler, der noch alle Sinne beisammen hat kritisiert seinen Trainer öffentlich, da kann er sich ja gleich darauf einstellen bis zur EM nur noch auf der Tribüne zu sitzen. Ein Mandzukic hat sich auch nicht öffentlich negativ über Pep geäußert solange er noch bei Bayern unter Vertrag war, sondern erst danach losgeledert.

      3. Tipic

        Ich zweifle, dass es Götze unter Ancelotti leichter haben wird. Mal davon ausgehend, dass Götze auf der Zehn oder als hängende Spitze am besten ist, wird er auf dieser Position mit Müller und Thiago starke Konkurrenz haben, zumal auch Vidal und Costa dort spielen können.
        Anders als Pep wird Ancelotti kaum mit vier oder fünf “Stürmern” spielen lassen, sondern oftmals nur mit drei (z.B. Costa – Lewy – Robben). Da könnte sogar Müller Schwierigkeiten kriegen.
        Und schließlich ist Ancelotti nicht dafür bekannt, viel zu rotieren.

  6. Theo

    Götze kommt dann gegen Real in der Verlängerung und schießt uns dann ins Finale …

  7. Jo

    Ich bin mal sehr erleichtert. Ich hatte ein ziemlich mieses Gefühl vor dem Spiel. Ich war selbst bis Samstagnachmittag noch völlig im Juvemodus und wenn das der Mannschaft ähnlich ging….???

    So war es ein weiterer Sieg, noch sieben Spiele, vier Heimspiele, Projekt Titel Nr. 4 läuft.

    Und Götze? Hat mich ehrlich gesagt extrem überrascht. Bis zu diesem Spiel war für mich der Verlauf nach seiner Verletzung rational völlig nachvollziehbar. Aber dass er heute spielt war für mich eigentlich sonnenklar. Es geht ja auch darum einen Spieler für die nächsten, entscheidenden Wochen auf Betriebstemperatur zu bringen, der noch sehr wichtig sein könnte. Das alle anderen immer durchspielen bzw. verletzungsfrei bleiben, wer glaubt denn das.
    Ich muss sagen das heute hatte tatsächlich was von einer Demontage.

    Ansonsten? #Team Augsburg

  8. wipf1953

    1. Ich finde den Bericht etwas zu kritisch. Ohne dass ich das Spiel gesehen habe, meine ich, dass nach dem Mittwoch wirklich nur das Ergebnis zählt. Und da ist ein “1:0” ein absolut “ästhetisches Ergebnis” .. *grins.

    Wenn ein Rafinha 95% seiner Bälle nach hinten spielt, liegt das nicht an ihm, sondern an den (nicht vorhandenen) Anspielstationen. Dreht doch mal den Spiess um, in Eurer Spielkritik – nach dem frühen 1:0 mussten eben die Minuten runterlaufen. Catenaccio alla Pep ..

    2. Rode macht ihr auch ziemlich fertig. Einen Spieler, der immer dann, wenn er spielen durfte, Leistung gebracht hat. Ich denke auch nicht, dass er den Quantensprung noch schafft, den er für den FC Bayern benötigen würdevb. Bayern wird auch in Zukunft eher auf Martinez setzen, bzw. Spieler “seiner Preisklasse”, bevor ein Fighter wie Rode den Sprung schafft. Trotzdem, für ihn persönlich würde es mich freuen wenn er doch noch einen Schritt machen würde.

    3. Bei unserer “Nr. 19” interessiert mich wirklich nur noch die Ablöse, die er – hoffentlich – im Sommer in die Kassen spülen wird. Größter Fehleinkauf seit Andi Herzog ..

    1. Vic

      Und genau welchen solchen “Fans” wie Du es bist, wünsche ich mir, dass Mario Götze nächstes Jahr den Verein verlässt! Die Demontage hat schon vor so langer Zeit begonnen. Rückendeckung von Vereinseite gleich NULL! Müller legt heute noch den hämischen Kommentar hinterher und Pep der zieht seine Nummer durch, aber wehe einer fragt WARUM?.

      Das hinter dem Fussballer Mario Götze ein Mensch aus Fleisch und Blut steckt, der genauso wie Du und ich Gefühle hat, das interessiert NIEMANDEN! Ich hoffe für den Jungen, dass er ein gutes Umfeld hat, der ihn auffängt. Ich erinnere nur an Robert Enke, scheinen schon viele vergessen zu haben. Selbst Sender wie Pro7 meinen, Götze ist dem Abschuss freigegeben und legen auf Twitter noch so richtig nach!

      Ich sehe im Fall Götze nichts von der berühmten Bayern Familie…

      1. kurt

        Ach das ist doch Blödsinn. Sammer hat sich immer wieder vor ihn gestellt. Gab es von Götze jemals Murren? Wieso muss sich hier jeder zu seinem Retter stilisieren, der Junge verdient Millionen und ist wohl auch alt genug, mit diversen Rückschlägen umzugehen. Der hat einen Beraterstab und gerade der ist ungewöhnlich still.

        Echt schade, dass sich hier die Fans von den Medien gegenseitig aufwiegeln lassen. Ich behaupte der Fall Götze ist im Leben nicht so drastisch, wie er gemacht wird.

        Wenn er geht, wäre es schade, aber es wäre auch kein Verlust eines unersetzbaren Spielers. Da muss man hier echt nicht so tun, als gäbe es eine Kampagne um einen jungen Menschen zu zerstören.

        Mal ernsthaft, wie kommt man auf sowas? Lest mal weniger SportBILD und Kicker.

      2. Alex

        Also das ist ja nicht mehr feierlich. Ist das etwa ernst gemeint? Hier einen Vergleich mit Robert Enke zu ziehen ist nicht nur total hanebüchen, sondern letztlich verharmlost es auch die Problematik hinter dem Todesfall.

        Ich hätte Götze auch gerne in der Startaufstellung gesehen. Ich weiß aber genauso wenig, warum er heute nicht gespielt hat (Trainingsleistung? Fitness? Taktik?), wie all diejenigen, die so tun als ob und deswegen ein riesengroßes Fass aufmachen. Schön auf die Stimmungsmache von BLÖD & Co. reingefallen. Wobei den meisten Stänkerern Götze vermutlich auch völlig egal ist sondern sie darin einfach nur eine weitere Gelegenheit für ihr Pep-Bashing sehen.

      3. @ Vic:

        “Müller legt heute noch den hämischen Kommentar hinterher …”

        Was meinst du damit? Bitte erklären!!

      4. @ Vic / @ Peter:
        Der vorgeblich “hämische” Kommentar, den Thomas Müller gegeben haben soll, ist eine flapsige Erwiderung à la Thomas Müller. Solch eine launige (aber niemals böswillige!) Zusammenfassung kann nur Thomas Müller geben, wenn er von einem Journalisten angesprochen wird. Gemeint ist sehr wahrscheinlich:

        “Ich werde jetzt hier kein Fass aufmachen”, sagte Thomas Müller. Und ergänzte dann doch: “Er kann sich ja jetzt bei der Nationalmannschaft wieder in Spielform bringen.” (Quelle: SZ)

        Wenn man dieses Zitat _aus_dem_Zusammenhang_ reißt, dann kann jeder x-beliebige Schreiberling daraus einen Aufreger machen. Das heißt aber noch lange nicht, daß man sich als Bayernfan nicht aus anderen Quellen informieren kann als BILD und SportBILD.

        siehe auch: http://www.sueddeutsche.de/sport/fussball-bundesliga-goetze-auf-der-bank-beste-loesung-fuer-bayern-muenchen-1.2913701

        Gruß,
        Thomas.

      5. Danke Thomas!

        Also, wer Thomas (dieses Mal) Müller nur ansatzweise kennt, weiß, dass man so einen Satz niemals als “Häme” verstehen darf!

  9. Schließe mich der Analyse von Miasanrot größtenteils an.

    Kleine Einschränkung hier “….Die Matchwinner vom Mittwoch Thiago und Coman, sowie der ebenfalls eingewechselte Bernat, verdienten sich ihren Startelfeinsatz….”

    => Mit welcher Begründung hat sich der seit Wochen schwächelnde, aber von Pep immer wieder eingesetzte Bernat den Startelfeinsatz verdient?
    Juan hatte eine hervorragende Premierensaison in München, aber in dieser Saison hat er mich leider noch kein einziges Mal wirklich überzeugt! Keine Ahnung, was mit ihm los ist – und auch keine Ahnung, warum Pep immer wieder an ihm festhält …
    OK, sollte Benatia wirklich mit Wadenproblemen ausgefallen sein, gab es einen kleinen Grund, ihn wieder zu bringen.

    Gar kein Grund fällt mir mittlerweile mehr ein, warum Guardiola Götze nicht gebracht hat – ich kenne sogar durchaus “taktisch gebildete” Fans, die heute diesbzgl. eine gewisse “Fassungslosigkeit” geäußert haben.
    Eigentlich hätte ihn Guardiola von Beginn an bringen MÜSSEN, spätestens aber in der 72. min. für Costa … und nicht den merklich ausgelaugten Ribéry ….
    Selten habe ich bei einem Spieler gehofft, dass er gestärkt von der Nati zurückkommt. Bei Götze tue ich es.
    Als (ehemals) glühender Pep-Fan (jetzt bin ich vlt. noch ein ganz normaler Pep-Fan ;-) ), hoffe ich bei dem Superspieler Götze auf Ancelotti …. Vor 3 Monaten hätte ich mir eine derartige Äußerung von mir nie und nimmer vorstellen können!

    Götze hat gegen Werder bei seinem Comeback durchaus überzeugt, Coman hat davon extrem profitiert … und außerdem wünschte ich mir die Wiedergeburt des kongenialen Duos Thiago/Götze ….
    Lieber FCB: Franck wird 33, Robben ist 32 geworden … Götze 23 …. und der Jüngste soll eventuell im Sommer gehen? Echt??!!

    1. Ju

      Peter,
      unsere Meinungen gehen in die gleiche Richtung, ich möchte dir aber doch gern ein wenig widersprechen. Erstens, weil das was du sagst schon sehr absolut klingt und zweitens, weil ich mich gern streite ;)
      Bernat hat mich auch nicht überzeugt, allerdings auch nicht enttäuscht. Er spielt im Moment solide. Er verteidigt engagiert, er baut weitestgehend fehlerlos und taktisch diszipliniert auf, er geht im letzten Drittel weite Wege und gibt Anspielstationen, sowohl in der Breite als auch im Halbraum. Vor allem bei letzterem hat er allerdings immer wieder Positionierungsprobleme, Unsauberkeiten und geht weder in der Positionsfindung, noch in den Aktionen mit Ball Risiko. Das ist nicht ideal, er spielt aber trotzdem eine ordentliche Rolle und sollte weiterhin Spielzeit bekommen, denn: Das wird schon.

      Das komplette Fehlen von Götze habe ich auch nicht verstanden. Ich hätte ihn als Partner von Coman sehr gern gesehen und gegen die 5er Kette auch als passend erachtet. Was allerdings klar ist: Guardiola weiß es besser (am besten). Rode hatte keine besondere gegnerspezifische Rolle, die allein er hätte spielen können. Das kann aber daran gelegen haben, dass er einen unspektakulären Tag hatte. Womöglich sollte er weiträumig unterstützend wirken, nachstoßend Präsenz im Strafraum geben und dabei den linken Halbverteidiger vor Zuordnungsprobleme stellen. Götze hätte das heute sicher nicht schlechter gemacht. Allerdings ist zu respektieren, wenn der Trainer einen anderen Spieler für besser geeignet erachtet hat. Deutlich widersprechen muss ich dir allerdings beim Thema Einwechslung für Costa: Ja, Ribery ist jetzt im typischen Postverletzungs-Leistungsloch, aber Götze ist kein Linksaußen, und diese Position würde ihn zum jetzigen Zeitpunkt nur weiter verunsichern. Am vernünftigsten wäre in diesem Spiel wohl gewesen, ihn für Thiago in einer ähnlichen Rolle zu bringen, aber es war eben keine Auswechslung mehr drin. Dass er dann am Ende lieber Lahm bringt, um wieder etwas Struktur ins Mittelfeld zu bekommen, ist durchaus nachvollziehbar.

      1. Jo

        @JU: Perfekte Analyse der Rolle von Bernat.
        Hinzuzufügen wäre noch, dass es momentan absolut Sinn macht ihn auf- statt abzubauen.
        Da Alaba offensichtlich noch auf unbestimmte Zeit in der IV gebunden ist, ist Bernat die einzige Alternative als LV. Da sollte man tunlichst dafür sorgen, dass er ins Rollen kommt und Sicherheit entwickeln kann.

      2. @ Ju:

        Ganz so einig sind wird uns wohl doch nicht ;-)

        Eigentlich hast du Bernats Rolle und die aktuelle Realität seiner Leistung richtig geschildert:

        “Bernat hat mich auch nicht überzeugt, allerdings auch nicht enttäuscht. Er spielt im Moment solide. Er verteidigt engagiert, er baut weitestgehend fehlerlos und taktisch diszipliniert auf, er geht im letzten Drittel weite Wege und gibt Anspielstationen, sowohl in der Breite als auch im Halbraum. Vor allem bei letzterem hat er allerdings immer wieder Positionierungsprobleme, Unsauberkeiten und geht weder in der Positionsfindung, noch in den Aktionen mit Ball Risiko. Das ist nicht ideal, er spielt aber trotzdem eine ordentliche Rolle und sollte weiterhin Spielzeit bekommen, denn: Das wird schon.”

        Allerdings vermischt du für mich du beides ein wenig. Sicher korrekt sind deine Aussagen wie “nicht überzeugt”, “Positionierungsprobleme, Unsauberkeiten…” – das prägt aktuell sein Spiel – leider.
        In deinen weiteren Aufzählungen beschreibst du wirklich wunderbar seine Aufgaben, welche er in 2014/15 wirklich gut und überzeugend erfüllt hat … keineswegs aber in dieser Saison. Guardiolas Geduld mit ihm wundert mich.
        Alaba fühlt sich übrigens auch merklich unwohl in der IV, kann er spielen, mag er aber selbst nicht wirklich. Ich möchte jetzt nicht zum nächsten heiklen Thema, dem “Benatia-Bashing” überspringen. Aber als Pep am Mittwoch zur Halbzeit Bernat für Benatia gebracht hat und Alaba für Benatia in die IV gerückt ist, hat dies für mindestens 15 weitere Minuten eine noch größere Verwirrung und Verunsicherung in der Bayerndefensive verursacht, als die sowieso schon in der 1. Halbzeit der Fall war. Ich war im Stadion, Bernat hat genau vor unserer Nase gespielt … und uns die Zornedröte in s Gesicht getrieben…

        Zur Nicht-Berücksichtigung von Götze: er ist vielseitig einsetzbar, natürlich spielt er lieber zentral als außen, aber er ist IMMER besser als ein müder ausgelaugter Ribéry – jener wurde ihm gestern vorgezogen, obwohl Frooonck die 90 min. gegen Werder und über 100 min. gegen Juve deutlich anzumerken waren …

        Ich war immer (und bin es noch) ein großer Guardiola-Fan, aber aktuell kann ich einige seiner Entscheidungen nicht verstehen – schon am Mittwoch habe ich das Duo Vidal / Alonso in der Startaufstellung gar nicht verstanden!

      3. Ju

        @Peter,
        ich habe Bernat in seiner Premierensaison nicht mehr wirklich vor Augen. Wenn ich mich richtig erinnere, hat er sich damals dadurch ausgezeichnet, dass er sich (neben den genannten Primäraufgaben) immer wieder ziemlich effektiv mit kleinen Dribblings befreien konnte und zumindest manchmal recht gute Pässe an den Strafraum gebracht hat. Ich meine auch, mich an den ein oder anderen gut getimten Lauf in den Strafraum mit folgender Hereingabe erinnern zu können. Bin ich da richtig?

        All das fehlt im Moment. Es wäre natürlich großartig, wenn er das oben beschriebene Aufgabenprofil um jene Elemente bereichern könnte. Trotzdem finde ich ihn im Moment mehrheitlich nicht schlecht. Gehäufte grobe Mängel sind mir offensichtlich entgangen. Ich möchte dich nun natürlich nicht dazu nötigen, das Juve Spiel nochmal anzuschauen, aber vielleicht könntest du dir ja beim nächsten Spiel, welches du siehst (und das in irgendeiner Mediathek zu finden ist) die fraglichen Minuten/Sekunden notieren und die dann hier im Forum mitteilen?

        @Jo
        Danke für das Lob ;) Schließe mich deinem Zusatz natürlich an.

      4. @ Ju

        Bernat war in seiner Premierensaison in München zur allgemeinen Überraschung so etwas wie die “Reinkarnation von Bixente Lizarazu”! ;-)

        Das Juve-Spiel muss ich mir nicht noch einmal anschauen: als Jahreskartenbesitzer war ich im Stadion. Und weil (aber nicht wegen Bernat) das Spiel so unterschiedlich zwischen den Stadionbesuchern und den TV-Sehern beurteilt worden ist, habe ich es mir mitten in der Nacht auch noch einmal im Fernsehen angesehen…. Live im Stadion fand ich den jungen Juan sogar um einiges schwächer als später auf dem Bildschirm ;-)

        Siehe auch mein eigener Beitrag https://petersgradmesser.wordpress.com/2016/03/17/42-22-02-n-v-gegen-juve-bayern-im-champions-league-viertelfinale/

        War zwar eine Steigerung zu seiner wirklich unterirdischen Leistung gegen Mainz, aber leider nicht ansatzweise der Bernat der Vorsaison. Pep beweist wirklich Geduld mit ihm!

  10. wipf1953

    Peter: Ich war auch der Meinung, wenn nicht heute, wann soll die “Nr. 19” dann spielen. Und? Dann ist es eben so. Er spielt halt nicht. Hoffentlich ist das Thema im Sommer “durch”. Ich wünsche ihm eine Super EM – erhöht die Ablösesumme.

    1. @ “Wipf” ;-) (alter Kumpel):

      Ich weiß seit Jahren, dass du persönlich mit einem Spieler nichts anfangen kannst.

      Ich versuche trotzdem auf deine Provokation seriös zu antworten:
      Ich hoffe, dass Götze – sollte ihn Guardiola wirklich für die restliche Saison außen vor lassen – ein gutes Gespräch mit den Verantwortlichen des FC Bayern für die Saison 2016/17 haben wird.
      Je besser seine EM sein sollte, umso größer werden seine Chancen sein, dass das Gespräch positiv verlaufen wird. Wäre also für deine Einstellung kontraproduktiv, denn DICH könnte er nicht einmal mit Weltklasseleistungen am laufenden Band begeistern … du würdest nach Gründen wie “katastrophaler Gegner” suchen, um alles schlecht zu reden.
      Bei dir geht es schon lange nicht mehr um den Spieler und seine Leistungen, sondern ausschließlich darum, dass du ihn als Typen nicht magst!

  11. kurt

    Am Allerlächerlichsten ist, dass jetzt sogar die Dortmundfans aus ihren Löchern gekrochen kommen und dem FC Bayern wegen des Umgangs mit Götze kritisieren. Nach dem menschlichen Elend, was sich da bei seinem Wechsel aufgetan hat, sollten die wirklich alle ganz still sein. Zumal es hier noch nicht einmal klar ist, ob denn überhaupt von einem Problem gesprochen werden kann.

    Haben eigentlich alle den Verstand verloren? War ja aber sooooo klar, dass sich die Medien was Neues ausdenken müssen, jetzt wo der Vereinswechsel von Pep kein Thema mehr ist.

    Ich hoffe miasanrot bleibt in der Geschichte auf dem gewohnten Niveau und lässt sich nicht zu boulevardähnlichen “Die Demontage des Mario Götze” Analysen herab.

  12. Marco05

    Ich würde die Chance von Coman am Ende definitiv auch als “klare Chance” verbuchen. Damit wären es zwei. Machts nicht unbedingt entscheidend besser, aber erwähnen sollte man es. Genau, wie das NICHT-Zulassen von gegnerischen Chancen (außer die von Bittencourt in der Nachspielzeit wenn man so will).

    Ich war gestern tatsächlich noch von Mittwoch und dem folgenden Schlaf -und Emotionsdefizit selbst beim Zusehen noch nicht wieder in Topform. Insofern Respekt vor den Spielern, die das dennoch einigermaßen hinbekommen haben. Man darf auch nicht vergessen, dass wir das 8. Auswärtsspiel in den letzten 8 Wochen hatten (8/13 auswärts). Zum Glück wenigstens im Pokal mal Heimrecht. Denke da sind einige schon gut dabei, und es wird nicht besser im April.

    Deswegen fand ich die Rotation gestern angemessen. Nur was Götze betrifft bin ich bei @Peter. Warum der nicht statt Costa oder irgendwann _für_ Costa gespielt hat, der am Mittwoch 120 Minuten gegangen ist, erschließt sich mir nicht. Costa ist in der Form auch kein Faktor. Jedenfalls nicht mehr als Götze, der wenigstens frisch ist. Das mutet dann schon wirklich sehr komisch an…

    In der Tat muss man an unseren AVs Kritik üben. Bernat kommt zwar nach meiner Meinung langsam besser in Schwung, dafür fällt Rafinha immer weiter ab. Da kommt außer Verwaltungsfußball und vielen plumpen unnötigen Fouls fast nichts mehr. Da braucht man wohl kurzfristig Alternativen. Vor allem, weil Lahm auch immer weiter von der Bestform entfernt ist. Den sehe ich übrigens uch nicht mehr im Mittelfeld, denn die Offensivgefahr, die er ausstrahlt geht Richtung kleiner null. Die unbeholfenen Flankenversuche sind fast nicht mehr mit anzusehen.

    Ich hoffe dass Augsburg heute ggf. ein Pünktchen mitnimmt und sich unsere Jungs über die “Pause” etwas erholen können. Der April hats in sich.

  13. wipf1953

    So, nachdem ich das Spiel jetzt überschlafen habe, nochmal ein paar Gedanken:

    1. Mein Tipp vor dem Spiel war ein 1:1. Es wurde gewonnen, da muss der Trainer einiges richtig gemacht haben. Hat er nach dem Spiel ja auch gesagt.

    2. Götze polarisiert (ähnlich wie früher Gomez). Weniger durch sein Spiel, sondern durch seine Selbstdarstellung. Da gibt es auf der einen Seite Leute wie mich, die bei seinen Interviews den Ton abschalten und die ihn wohl immer seine unreife “Nike-Aktion” nachtragen werden. Und da gibt es andere, die ihn gut leiden können. Darum ist es schwierig, bei ihm die Dinge rein sachlich zu analysieren (was aber kein Grund ist, einen solchen Schmarrn zu schreiben wie VIC gestern um 23:03).

    3. Ich denke mal, Pep hat vor dem Spiel ganz klar analysiert, dass Ballsicherung und Balleroberung das wichtigste sind. Nicht die Stärke eines Mario Götze. Also hat er ihn nicht aufgestellt. Alles o.k., genialer Trainer.

    1. “Ballsicherung” keine Stärke von Götze???? ;-)

      1. Wer ein 1:0 über die Zeit bringen will, der vertraut lieber einem Philipp Lahm im Mittelfeld: Ballbehauptung und Ballverteilung, riesige Erfahrung mit hitzigen Schlußphasen. Wer ein 1:0 retten will, der bringt einen Bolzer wie Vidal. Jedenfalls lieber als einen Spieler, der lange Zeit verletzt war und seine Stärken als Zehner hat.

        Oder anders gesagt:
        Mir ist das Hemd näher als der Rock!

      2. @ Thomas: und die Rolle von Ribéry bei “Ballsicherung” und “Balleroberung”? Korrigiere von einem müden Ribéry?

  14. Axel

    (1) “Jedes Spiel ist jetzt ein Finale”.
    (2) Pep hat keine längerfristgen Interessen mehr an einer guten Zusammenarbeit mit den Spielern.
    (3) Jetzt ist Länderspielpause.

    Aus diesen Fakten lässt sich mMn ganz leicht erklären, warum Götze nicht spielt und warum es für ihn auch nur noch die Chance gibt, sich durch wirklich auffällig gute Leistungen in der NM Spielzeit bei Bayern zu verschaffen. Pep hat schlicht keinen Anreiz mehr, ihn auszuprobieren. Die Saison ist dafür zu kurz, die Spiele zu wichtig, die Alternativen zu gut, warum also ein Risiko eingehen? Einzelschicksale müssen da offenbar zurückstehen.

    P.S.: “In der Rückrunde wird es weitere Spiele dieser Art geben.” Da stimme ich so was von zu. Und das ist wirklich ärgerlich für alle, die sich auf den Weg ins Stadion machen und zahlen. Mir ist schon klar, warum es diese Spiele gibt, aber es ist auch kein Wunder, wenn die technisch immer ausverkaufte Arena eben oft nicht ganz voll ist.

    1. Prof. E. Tisch

      Widerspreche ich einfach mal.

      Götze hatte in der Hinrunde seinen Anteil an den grandiosen Leistungen, speziell in der Offensive und es war wohl seine beste Phase bisher beim FCB.

      Götze war in den vergangenen Jahren gern mal verletzungsanfällig und ich denke Pep geht in seiner letzten Saison keinerlei risiko ein und wird versuchen die Topform aller Spieler auf Mai zu fokussieren. Gestern kam vielleicht der Spielverlauf hinzu, aber ich bin mir sicher, dass wir Götze in einem möglichen Halbfinale sehen werden, weil er eben ein Rädchen in der im bisherigen Saisonverlauf besten Bayern Mannschaft war.

      1. Axel

        @ Prof. E. Tisch: Dann lass uns doch wetten: Meine Aussage ist: Wenn sich Götze nicht sehr stark bei der Nationalmannschaft zeigt (= durchgängig großes Lob in den Massenmedien UND von ECHTEN Experten, also nicht Didi Hamann etc.), wird er im weiteren Verlauf der Saison (CL, Pokal, Liga) bei Bayern keinen Einsatz über 30 Minuten mehr erhalten. Drei Ausnahmen: (1) In der Liga, wenn die Meisterschaft entschieden sein sollte; (2) bei vielen Verletzten, und (3) wenn ein Spiel schon deutlich vor Ablauf der 90 Minuten entschieden ist (z.B. eine 3:0-Führung zur Halbzeitpause). In den drei Fällen spielt Götze evtl. länger als 30 Minuten, sonst nicht. Hälst Du dagegen?

      2. @ Axel:

        Dein geschildertes Szenario befürchte ich für Götze!

        Dementsprechend würde ich nicht gegen dich sondern zusammen mit dir diese Wette bestreiten!

        Götze muss wohl auf das Gespräch mit Ancelotti warten!

      3. @ Prof:

        “Götze hatte in der Hinrunde seinen Anteil an den grandiosen Leistungen, speziell in der Offensive und es war wohl seine beste Phase bisher beim FCB.”

        Absolute Zustimmung, nur deswegen ist dieser Beitrag, 4 Tage vor seiner Verletzung in Irland zustande gekommen:

        https://petersgradmesser.wordpress.com/2015/10/05/mario-goetze-endgueltig-beim-fc-bayern-angekommen/

    2. Tipic

      Betreffend “In der Rückrunde wird es weitere Spiele dieser Art geben”:
      “Solche” Spiele gibt es unter Guardiola weniger als unter seinen Vorgängern, und es sind fast nur Auswärtsspiele. Denk mal an die vielen hohen Siege und guten Heimspiele auch gegen schwächere Mannschaften in den letzten drei Jahren.
      Ich hoffe, dass ich mich täusche, aber es ist gut möglich, dass in der nächsten Saison unter Ancelotti weit minimalistischer zu Werke gegangen wird.

  15. pitvonbonn

    Die anderen 24 Spieler, oder so ähnlich, haben auch nachgefragt: wann sie einen Termin mit Ancelotti haben könnten.
    Mit dieser Einstellung wird er sich nie – auch anderswo in einem Spitzenclub – durchsetzen können. Hätte er doch nur das Durchsetzungsvermögen des 18jährigen Coman….

  16. Bazi78

    “Die Demontage des Mario Götze”
    Das Thema konnte auch nur von einem Egozentriker kommen.
    Vielleicht wäre es besser weniger Sport1, Sportbild oder Kicker zu lesen…

    1. chicago_bastard

      Wie kommt man auf die Idee man müsse irgendwelche Medienberichte lesen um zu dem Schluss zu kommen? Wenn Du nur nachplappern kannst was Du irgendwo gelesen hast musst Du daraus nicht gleich auf andere schließen, andere können sich nämlich aufgrund der Fakten durchaus ihre eigene Meinung bilden.

      Und die Faktenlage ist folgende: Götze ist seit Anfang Februar wieder einsatzfähig, er saß seitdem bei 7 Spielen 90 Minuten lang auf der Bank und wurde nur in einem einzigen eingesetzt. Kaum zu glauben aber ich benötige keine Sportbild dafür, um das zu wissen, ich gucke einfach nur die Spiele und sehe wer zum Einsatz kommt und wer nicht. Tasci und Rode, zwei Spieler die himmelweit davon entfernt sind das Niveau für den FC Bayern zu haben, haben in diesem Zeitraum mehr Einsatzzeit bekommen als Götze, das sagt eigentlich alles.

      1. Serdar Tasci = 45 Min. gegen Darmstadt
        Götze = 53 Min. gegen Bremen
        Sebastian Rode = 90 Min. gegen Darmstadt (Hinrunde!), danach lange Pause, ein längerer Einsatz in Zagreb (CL), dann 2,3 Kurzeinsätze über wenige Minuten in der Rückrunde. Danach 78 Min. in Köln.

        Diese Zahlen nur aus dem Gedächtnis!

        Weiterhin wehre ich mich gegen Deine Polemik “himmelweit davon entfernt …” in Bezug auf Sebastian Rode. (Tasci kann ich nicht einschätzen.) Sebastian Rode hat immer Kampfgeist und Lernwillen und Selbstbewußtsein gezeigt. In Kampfspielen ist mir ein “kleiner Giftzwerg” à la Rafinha 1000mal lieber als ein Schönspieler. Er mag öfter mal Fehlpässe spielen oder Hereingaben verpassen (wie in Köln), aber er ist mit jeder Faser seines Körpers ins Spiel verbissen. Er wird nie aufgeben, immer weiter rackern. Damit paßt er gut zu Bayern. Ein Mario Götze dagegen taucht öfters mal ab.

        Gruß,
        Thomas.

      2. Bazi78

        @CHICAGO_BASTARD

        Die Demontage des Mario Götze ist wieder nur eine Kampagne gegen den Trainer. Es wird schon in vielen Medien darüber berichtet und jeder kann dort seine Kommentare dazu schreiben. Warum sollte es also auch hier thematisiert werden ?

  17. kurt

    @Tipic

    Dass Ancelotti wenig rotiert, ist ja kein Geheimnis, auch wenn ich, gegensätzlich zur Meinung von anderen behaupte, dass er nie einen Kader wie unseren hatte und entsprechend auch weniger Rotieren konnte. Allerdings muss sich dann nicht nur ein Götze, sondern auch alle anderen warm anziehen.

    Oder glaubst du Coman wird noch viel spielen, wenn Robben fit ist? Costa viel, wenn Ribery fit ist? Alonso/Kimmich viel, wenn Thiago/Vidal fit sind? Bernat, Rafinha, Rode, Martinez, Benatia für alle sähe es schlecht aus, wenn weniger rotiert wird. Ganz zu schweigen davon, dass Ancelotti wohl auch noch 1,2 neue Spieler holt, die er gerne hätte.

    1. Jetzt gebe ich aber nur noch kurz zu bedenken, dass Robben im Januar 32 Jahre (jung ;-) ) geworden ist, Franck wird im April 33 … dagegen ist Costa 25 J. und Coman 19J.(!!) …. wem gehört da die Zukunft, bei aller Liebe für Robbery?

    2. Tipic

      Da bin ich ganz bei dir, Kurt. Auf den Flügeln ist das Problem vielleicht nicht ganz so groß, weil Robbery leider etwas verletzungsanfällig sind. Aber auf den anderen Positionen könnte es durchaus Härtefälle geben.
      Ich bin auch neugierig, wie Ancelotti es mit den Positionen für die einzelnen Spieler hält. Bisher war es ja so, dass er die Spieler jeweils auf jener Position eingesetzt hat, wo er sie für sein System am besten hielt, und das strikt durchgezogen hat. Ein Lahm im einen Spiel als Außenverteidiger und im nächsten als Mittelfeldspieler, das hätte es zumindest in seinen bisherigen Mannschaften nicht gegeben.
      Ich hoffe jedenfalls, dass Carletto sich nach seinem Sabbatjahr etwas flexibler präsentiert und die Breite des Kaders auszunutzen weiß.

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